Mit 16 Jahren habe ich 1980 meinen ersten Eigenbau als hohles Board in Spanten / Stringer-Bauweise aus Bootsbausperrholz gebaut. Leider nicht sehr nachhaltig, da ich es nach einem halben Jahr beim Springen zerlegt habe.
Mit 16 Jahren habe ich 1980 meinen ersten Eigenbau als hohles Board in Spanten / Stringer-Bauweise aus Bootsbausperrholz gebaut. Leider nicht sehr nachhaltig, da ich es nach einem halben Jahr beim Springen zerlegt habe.
Beim Springen? Mit 30kg?.? ?
Ich denke schon, das Gold-Surfer zu dieser Zeit der Aufnahmen etwas schwerer war als 30kg.
Sehr geil!!
Hättest mal damals ein Patent anmelden müssen. ![]()
Airinside... war selten seinerzeit.
Ich denke schon, das Gold-Surfer zu dieser Zeit der Aufnahmen etwas schwerer war als 30kg.
Und ich denke er meinte mit 30 kg das Boardgewicht ![]()
Klar doch, sollte ein Scherz sein
![]()
Hier mein erster Selbstbau, ich war ca. 15 Jahre alt, dann war das 1985.
Wie man sehen kann, war ich kein guter Handwerker und bin es auch nicht mehr geworden. Man kann sich kaum vorstellen, dass das Teil tatsächlich gefahren ist. Schlaufen und Mastfuss stammen von meinem Klepper 272.
Der Styroporkern stammt aus einem uralten Sailboard. Danach habe ich noch ein Waveboard gebaut, mit besserem Shape, aber genauso schlecht verarbeitet. Gut, dass es Leute gibt, die das besser können. Und trotzdem ist es ein schönes Gefühl auf einem selbstgebauten Board zu fahren ?
Der letzte Satz bringt es auf den Punkt!!! ![]()
Ich glaube, genau darum geht es beim DIY Board!
Meine Eigen Kreationen waren auch nicht besonders einfach zu fahren
Der Eis- Surfer
Mein Eigenbau vom Winter 84/85. Das war mein Sprung von etwas größeren Serienboards auf 290 x 60 und ca. 105 Liter.
Die Rockerkurve war ähnlich dem (parabolisch) , was z.B. Bouke Becker auch heute noch bei den Witchcraft Customs verwendet
Das Board war ziemlich gut gelungen und ich habe zwischen 1985 und Ende 1987 darauf 80% meiner Fahr- und Manövertechnik gelernt.
Im Vergleich zum Sunset Slalom, der dann ein Jahr später rauskam war es im Speed gleich aber besser im Angleiten und in Halsen.
Aus heutiger Sicht war die Mastspur sehr weit vorn. Mein erstes Segel dazu war aber ein 6,2 North-Segel mit 230 cm Gabellänge.
Da mußte es noch so sein. Als die Gabellängen dann sehr bald viel kürzer wurden, wurde es mit 4,5 und 3,5 er Segeln schon ziemlich eng.
Die Jungfernfahrt in Ampuriabrava in Nordspanien war 1985 wie eine Offenbarung zum Windsurf-Himmel und ich habe das Board heiß und innig geliebt.
Nach dem legendären Supersommer 1987 in Klitmöller war es dann im Standbereich weich getreten.
Nächstes Bild in der Halse im Sommer 1985 auf dem Ringköping-Fjord.
Nächstes Bild Frühjahr 1987 mit Ezzy Wave 5,5 an der Ostsee
...und hier noch 1987 im Klitmöller Urlaub. Photo vom Vannsee bei 35 Knoten Wind mit 3,5 Ezzy Wave ( in der Klitmöller Bucht war mir der Tag zu hart).
Im Gegensatz zu den meisten anderen habe ich schon in den 80ern auf frühes Gleiten gesetzt und daher war mein Eigenbau eine Kopie des Mistral Malibu I mit 360 cm Länge, Schwertkasten und Mastschine mit Pedal. Letztere kam seinerzeit leider von Fanatic und war so weich, dass der Schlitten bei Belastung von selber nach vorn fuhr :-/
Eine Selbtsbau AG ist im Studium in MS angeboten worden. Das war großer Mist, denn eine Location in der ~20 Personen ein Board bauen können war schwer zu finden. Außerdem sind -oh wunder- ca. 2/3 der Materialien plötzlich "weg" gewesen. Dazu musste die Location verfrüht aufgegeben werden. Ich hab mein Board also leider doppelt mit Schlaufen ausgestattet und auch doppelt mit den entsprechenden Laminaten. Das ehemals preisgünstige Projekt entpuppte sich als kostspielig so als Student.
Das Ergebnis als Solches war leider schwerer als das Original, aber tatsächlich auch etwas flotter.
Zudem habe ich unsauber und etwas unsymetrisch gearbeitet. Schon damals hat sich rauskristallisiert, dass der Umgang mit Klebern und Farben nicht zu meine Kernkompetenzen gehörten (und immer noch gehören).
Hm, da hab ich doch auch was aus `85, das war mein Erstlingswerk 289 x 79 und geschätzt ~120l bei 14 kg (Clarkfoam/Polyester), nahm damals schon die Widebody's vorweg:
und in Action mit 6,0er Labu Sails in Porto Pollo '86 im Vordergrund:
Der gute alte blaue korrosionsfreudige North-Alumast den ich da im Segel hab existiert übrigens noch und sieht aber heute so aus (sorry für die Spinnweben, aber er liegt ganz hinten im Keller und ich trau ihn mir nicht anfassen sonst zerfällt er womöglich zu Staub):
Die blaue North-Alugabel mit den Quick-Release Verlängerungsstücken sollte da auch noch rumliegen...
Ich schiebe mal noch ein paar Bilder von selbstgebauten Boards aus den 80ern nach. Die letzten beiden Bilder sind ein aktueller Neubau eines hohlen Kiteraceboards aus Paulowniaholz.
Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis auf selbstgebauten Boards unterwegs zu sein.
Das waren meine 2 selfmade Custom Boards im Alter von 17 Jahren:
1984 Speedgun mit Lipsticks Schiene (7qm Segel)
1985 Waveboard aus Kevler mit 7kg damals sehr leicht
Fotos von den beiden Boards gibt es wohl in einen von den vielen Schuhkartons ![]()
Beide Fotos sind von der Costa Brava.
Sentimentalen Gruß, Andreas
Klasse …
Grüße
Ich gehöre wohl zu den Surfern, deren Selbstbau eher schlechter als Serie war.
Deshalb gab es auch kein Foto![]()
Es war ein Polyester Board, ca.130l, 3m, leider etwas (zu) viel Rocker.
Das Angleiten war deutlich schlechter als beim Sunset Slalom 105, lag vielleicht auch an den GUN Sails, die damals noch nicht so performant waren wie heute.
Ich bin seitdem bei Serie geblieben, deren Shaper können das doch besser als ich
ich hatte auch mein "Frust" Erlebnis als ich mit dem Vorhaben beruflich Boards zu bauen auf Sylt war. (ca. 1982)
Jürgen Höhnscheid und sein Kompanipon Thomas unterhielten sich am Strand nach einer Testfahrt über die neuste Kreation mit Wingern am Heck.
( Rundheck mit seitlichen in die Längskante übergehenden geraden Abschlüssen. ( Wingern) am Unterboden)
Diese ca. 4 cm breiten Winger hatten sie am Unterboden mit einem leichten Keil nach unten versehen.
Jürgen sagte damals:
"mit 3mm Keil ist es gut. Die 5mm Variante ist zu viel Anstellwinkel"
Die Aussage war mein K.O Kriterium zum Shaper Berufsweg.
Wie sollte ich als Binnenländler mit solcher Expertise und Testmöglichkeiten mithalten können. Das ist schlichtweg unmöglich.
Hätte jetzt gerade gedacht, dass Binnenseen für solche Flügel besser zum testen wären, aber man muss sich natürlich überlegen, wie man zu reproduzierbarem Verhalten und Bewertungskritieren kommt.
In der Schifffahrt bauen sie Modelle und testen sie in einem Wasserkanal konstant gezogen von Maschine, alles genau ausgerechnet und messen Auftrieb und Strömungswiderstände. Hochschulen und Universitäten haben solche Labors mitunter.