Neopren mit Kapuze

  • Hallo,


    Zur Zeit überlege ich mir einen zusätzlichen Neopren für die kälteren Tage anzuschaffen.

    Der Gedanke geht momentan in Richtung Neopren mit Kapuze, z.B. von Xcel in 5/4.

    Wie ist das aber mit einer Kapuze? Ich sehe viele Surfer welche die Kapuze dann bei entsprechend wärmeren Temperaturen im Genick haben. Stört das nicht? Sickert da kein Wasser übers Genick den Rücken runter?

    Wie ist der Einstieg? Genauso wie beim normalen Frontzip oder muss mehr gedehnt und gezerrt werden?


    Danke

    Christian

  • Der Einstieg ist wie beim normalen Frontzip. Das mit der Kapuze im Genick verstehe ich auch nicht, ich habe sie immer auf, wenn ich den Anzug trage.

    Es gibt viele Anzüge, die neben dem Xcel passen, siehe hier. Der Xcel soll äußerst (zu?) warm sein und beim Einstieg sehr anstrengend/eng. Ich hab den Neil Pryde Combat 6/5/4 hooded und bin sehr zufrieden. Im Surf gab es vor 1 Jahr einen sehr guten Test von Winteranzügen.

  • ich würde dir eher einen Unterzieher mit Kapuze empfehlen, da bist du viel variabler.

  • Ich habe den Excel Drylock 6/5 und hatte vorher einen Revolt 5/4 beide mit Kapuze. Die fahre ich auch meist auf dem Rücken, weil ich die Schalldämmung der Kapuzen nicht so arg mag und setze lieber eine Mütze auf. Habe mir die Anzüge trotzdem mit Kapuze gekauft, um für die ganz kalten Tage gerüstet zu sein. Die Kapuzen stören überhaupt nicht. Weder beim Anziehen noch läuft deshalb Wasser rein.


    Die beiden Xcels sind tatsächlich sehr warm. Zu warm würde ich nicht sagen, kommt aber nat. immer auch auf Luft und Wassertemperatur an. Mein Drylock ist tats. anstrengend beim Anziehen / recht eng. Den hatte ich in der gleichen Größe wie den Revolt gekauft und mir im warmen Shop das Anprobieren gespart, der fällt aber kleiner aus, so dass das Anziehen gerade bei den ersten Malen etwas beschwerlich war. Dafür kommt aber auch fast kein Tröpfchen Wasser rein und der Anzug ist wunderbar warm.

  • Hab auch den Excel 6,5 mit Kapuze , Grössenangaben fallen enger aus und die Kapuze ist unangenehm, bis ich mit ner Lochzange im Ohrbereich den Anzug perforiert habe. Aber sonst ist der Anzug , schei.. Bedingungen, genau richtig.

  • Ich habe mir für diesen Winter den Mystic Voltt gegönnt (6mm mit Kapuze). Bislang bin ich extrem zufrieden! Er ist wirklich sehr warm. Man zieht ihn wie einen Frontzip ohne Kapuze an. Wenn man die Klappe dann uber den Kopf stülpt, zieht man gleichzeitig auch die Kapuze auf. Man muss natürlich etwas mehr ziehen und zurechtrücken, aber kein ernsthaftes Problem.


    Hier kam die Empfehlung mit einem Kapuzenunterzieher. Ich hatte auch so eine Lösung. Dann las ich, dass man damit die isolierende Wirkung des Neos hindert, da dieser weiche Flausch den die Winteranzüge haben darauf ausgelegt ist direkten Hautkontakt zu haben. Ich hatte dann tatsächlich bei meinem 5mm Anzug den Eindruck, dass er wärmer ist wenn ich ihn ohne den Kapuzenunterzieher anhabe. Daher nun der Schwenk auf einen 6mm Anzug mit Kapuze, um auf einen Unterzieher verzichten zu können.

  • Ich bin die letzten Jahre im Wintermit einem Backzip (Ion Strike 5/4) plus Kapuzenunterzieher gefahren, manchmal noch eine Decathlon Segeljacke drüber. Damit kommt man schon auch durch, aber drei Schichten anziehen nervt natürlich.

    Jetzt habe ich mir den XCEL Drylock 5/4 Hooded gekauft:

    Anprobe im Shop war die komplette Katastrophe, weil das Ding uferlow warm ist und beim ersten Anziehen wahnsinnig schwer rein-und rauszukommen.

    Die ersten drei Ritte bei Wassertemperatur zwischen 10 und 5 Grad, Luft um die zehn Grad waren spitze, nix drunter, weil der Flausch innen der Clou ist. Ich glaube, da brauch ich nicht mehr. Die Kapuze stört mich gar nicht.

    Schön langsam wird der Anzug gefühlt etwas weicher, anziehen ist easy, raus kämpfe ich noch. Manchmal flutscht es und das nächste Mal drehe ich mich im Kreis wie eine Katze, die den eigenen Schwanz jagt. Wenn der linke Arm raus ist, ist Alles gut. Ich bin Frontzipneuling, also wahrscheinlich Übungssache.

    Wasser kommt wenig rein, ich finde den Anzug göttlich.

  • Ja, der 5/4er mit Unter- und Überzieher ist eine Zwischenstation zum echten Winteranzug, war bei mir auch so.

    Wenn der linke Arm raus ist, ist Alles gut.

    Gibt es eigentlich einen Arm, mit dem man beim Ausziehen anfangen muss, oder geht es auf beiden Seiten gleich schwer raus bei einem Frontzipper?

  • Danke Euch allen für die Kommentare, das ist sehr hilfreich.

    Die Limitierung bekomme ich durch die benötigte Größe - XLT/106. NeilPryde passt mir perfekt aber leider sind hier immer weniger Neos in 106 erhältlich.

    Gäbe hier nur den Cortex in 6/5/4 mit Kapuze. Den 5/4/3 Cortex habe ich - den möchte ich aber nicht bei Luft unter 10°C fahren.

    Unterzieher - weiß nicht so recht. Damit ist man sicherlich am flexibelsten, aber könnte Kuddelmuddel geben beim Anziehen geben. Und ich möchte nicht im Freien längere Gynmastikübungen machen. (bräuchte also noch ich einen VW-Bus dazu:/)

    Werde doch mal bei Xcel schauen, die haben die meisten 106 in Portfolio.

  • Solange der Zipper ganz aufgeht, ist es easy, da das Loch am Hals meistens gross ist.


    Wenn du so einen RipCurl ähnlichen Anzug mit fixer Schulter hast - also nur einseitigem Öffnen, dann ist es ein Krampf.

    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • Moin,

    ansonsten noch der O'Neill Mutant 5/4 hooded.

    Das geile an dem Anzug man kann die Haube abmachen und ihn auch ohne benutzen und der Einstieg ist auch bequem und groß

    Außerdem eine sehr gute Größenauswahl.

    Mein Mutant ist demnächst 10 Jahre alt und die Nähte sind immer noch dicht, einfach top Qualität.

    War zur damaligen Zeit definitiv die Benchmark.

    Aloha Gunnar

  • Ich fahre diesen Winter zum ersten Mal mit einem Hooded Anzug, Patagonia R4.

    Die Haube stört mich nicht, wenn ich sie im Nacken trage. Ziehe sie nur bei sehr kalten Temperaturen auf. Da ist es ungewohnt mit der Akustik und den Kopf drehen um nach Böen zu suchen ist auf Dauer müßig. Aber nach zwei Tagen hat man sich da auch dran gewöhnt. Überraschenderweise kommt sowohl mit Haube auf als auch mit Haube unten kaum Wasser in den Anzug. Bin sehr begeistert!


    Die letzten Jahre war ich mit 5/4er Backzipp und Unterzieher mit Haube unterwegs. Zeitweise auch mit Neo-Trockenanzug. Der Patagonia übertrifft aber alle vorherigen Anzüge in Sachen Wärme! Und habe da nix drunter ;-)

  • Hi Christian,

    ich hab auch 106/xlt. Hatte jahrelang NP (Elite, 3k) Hab jetzt für den Sommer einen ION Element und für den Herbst/Winter einen Xcel Infinity 5/4 ohne Kapuze, beide in XLT. Der Xcel ist super, warm und passt sehr gut. Einstieg ist gewöhnungsbedürftig aber eigentlich kein Problem. Wassereintritt ist minimal.

    Haube wollte ich nicht, um flexibel zu bleiben. Je nach Bedarf trage ich Helm, Beanie oder Haube mit großem Kragen.

    Gruß

    Hajo

    A bad day of surfin' beats a good day of workin'

  • Ich empfehle den Unterzieher als Überzieher zu tragen. 😁


    Und ich ziehe den Arm an der Seite mit der Reißverschlussöffnung zuerst ein wenig raus. Dann wie ein Hulahop-Tänzer beide abwechselnd ein Stück bis ein Ellenbogen raus ist. 😁

    Fährt Ezzy auf Tabou, Goya und RRD

  • Hallo zusammen,


    den genannten Mutant von Oneill scheint es wohl nicht mehr zu geben, schade allerdings, das mit der abnehmbaren Kapuze hätte mir schon gefallen.


    Suche auch aktuell einen neuen Neo mit dem ich ab 10° Luft und Wassertemperatur Windsurfen kann, möchte preislich allerdings unter 300 Euro bleiben.


    Hatte bisher einen Oneill Epic 5/4 ohne Kapuze, der ist mir allerdings etwas zu kalt, und mit einer Haube zum drunter bzw drüberziehen war das auch nicht so optimal am Halsbereich (doppelte Lage Neopren).


    Momentan sind 3 in der engeren Auswahl:

    RipCurl Dawn Patrol 5/4

    BillaBong Furnace Absolute X 5/4

    Gun Force FZ 6/5


    Über eine Empfehlung würde ich mich freuen, wobei ich mir vorstellen kann dass wohl alle 3 von der Wärme her vergleichbar sind?


    Gruß Christoph

  • Moin Christoph,

    ich habe den Dawn Patrol in 3/2. würde ich mir nicht mehr holen, das Neopren ist super schnell ausgeleiert, man merkt deutlich den Preisunterschied zu den teureren Rip Curl Wetsuits, die ich vorher immer hatte.

    Der Dawn Patrol von meinem Sohn hatte sich nach 2 Monaten an gewissen Stellen völlig aufgelöst, wurde dann über die Garantie von Rip Curl getauscht. Sein F-Bomb macht keine Probleme.

    Beim Neo würde ich nicht sparen.

    Gruß

    Jan

  • von den dreien würde ich den Gun nehmen. Hab ihn selbst nicht, hat hier aber einen guten Ruf.

  • Ich kann den Ripcurl Flashbomb 6/5 Hooded für die richtig kalten Tage empfehlen. Ist der wärmste Anzug, den ich je hatte und dabei super flexibel. Allerdings ist der echt kein Schnäppchen...

    Ripcurl fällt eher 'ne Nummer kleiner (kürzer) aus, als in der Größentabelle angegeben. Ich trage bei 1,75m Größe MT.

    Hab' letztens noch 'nen Ion Onyx Amp 6/5 Hood günstig geschossen, der fühlt sich aber merklich dünner und steifer an und wird sicher nicht so warm wein.

    Und Ion scheint in den letzten Jahren kleiner geworden zu sein. Die alten in M sitzen bequem und sind eher etwas groß, die aktuellen sitzen schon sehr stramm (und nein, das liegt nicht an den Kalorien...).

  • Ich habe den 6/5er xcel vom Toti. Super warm und angenehm zu tragen. Schwer ist er, das ist sein einziger Nachteil. Dann habe ich noch einen 4/3er auch super und von der Dehnbarkeit des Neoprens und damit der Einfachheit beim Anziehen und Tragekomfort absolut top und auf einem Niveau mit oneill. Auch in allen Details top die xcels. Kann ich vorbehaltlos empfehlen, damit machst du nichts falsch