Posts by sheshe

    Gestern 4.4 für eine Stunde vollgas zum Einsurfen, heute erst 4.0 und dann auf 4.2 (wave) gewechselt. Das ganze bei schönem Wetter und guten Leuten! Hammer!!

    Warum muss der Frontflügel im vergleich zu einer Finne nach vorne versetzt werden?

    Ich weiss nicht, ob man das direkt vom Finnensurfen adaptieren kann, aber auch mit Foil gibt es einen Lateral- und Segeldruckpunkt. Der LDP muss auf selbiger Höhe wie der SDP sein, damit die Fuhre einigermassen im Trimm ist und funktioniert.


    Da der Frontflügel den meisten Lift generiert und man nur wenig Querkräfte hat, denke ich, dass der LDP leicht hinter dem Frontflügel liegt. Für einen idealen Trimm muss somit der Frontflügel bzw. der LDP zwischen den Schlaufen auf Höhe des SDP (also Trapezhaken) liegen. Wenn also der Frontflügel dagegen direkt unter der hinteren Schlaufe ist, ist der LDP ebenfalls zu weit hinten und die Kombi möchte dadurch konstant abfallen.


    Zudem würde wohl das Board nicht abheben, wenn der Lift zu weit hinten ist, da du dann ja kontinuierlich runterdrückst und das Board gar nie Fliegen kann.


    Sind aber nur Vermutungen und Adaptionen, vielleicht gibts einen Physiker, der das ganze besser erklären kann.

    Um auch mal noch meinen Senf dazuzugeben: Ich finde die RBSC einfach nur geil! Das ist das Maximum, was an Mensch und Material möglich ist. Deswegen übt es doch auch einen solchen Reiz aus! Sonstige Wave Contests sind zwar auch ok, aber das ist halt einfach nur Wahnsinn!


    Das ist vergleichbar mit sämtlichen RB Events, wo halt das bereits Vorhandene nochmal weiter gepusht wird, sei es Mountainbike, Wingsuit oder KOTA. Es ist doch nur menschlich, dass solche Aktionen in der Masse gut ankommen, das haben schon die alten Römer verstanden. Das sind Sphären, in die wohl niemand von uns jemals auch nur ansatzweise vorstossen werden. Und genau darum hat RB mit seinen Events auch eine grosse Daseinsberechtigung.


    Jeder Athlet bekommt durch seine Sponsoringverpflichtung die Möglichkeit, sich und das Material über sämtliche Grenzen hinweg zu pushen - RB stellt lediglich die Infrastruktur dazu bereit. Dass damit ein ungleich höheres Risiko verbunden ist, versteht sich von selbst. Sofern sie nicht an Knebelverträge gebunden sind, wie das in der Vergangenheit teilweise war oder ihr Bauchgefühl vom Marketingtypen überstimmt wird (uns Schweizern ist Ueli Gegenschatz noch immer im Gedächtnis), haben sie noch immer den freien Willen, da mitzumachen oder halt nicht. Konsequenzen gibt es in beiden Fällen und die reichen von Ruhm und Ehre über Geld und Karriereförderung bis zum Tod oder Karriereende.


    Und wenn ich auswählen könnte, würde ich die RBSC sämtlichen anderen Events vorziehen, insbesondere den reinen Tow-In Events (wie z.B. Genf).


    PS: Die Plörre trinke ich auch ab und zu - Marketingopfer halt...

    Schau mal hier, das Thema hatten wir gerade erst:


    Schlingerkurs deutet auf zu wenig Körperspannung hin, sieht man auch im Video, dass die Beine viel zu sehr angewinkelt sind. Zudem stehst du meines Erachtens ziemlich gerade über dem Board, du darfst dich gerne ein bisschen nach aussen lehnen.


    Neue Schlaufen würde ich mir nicht kaufen, die JP sind ja noch quasi neu. Versuche stattdessen, nicht mehr auf den Schlaufen zu stehen :-)

    In einem Surfchat hat jemand unserem Meteorologe eine Frage zu den unterschiedlichen Temperaturen und Dichte gestellt. Hier noch die Antwort (passt auch gut zum Comersee):


    Immer im Herbst bei Bisenlage/Thermik ist der Druck im Segel irgendwie nicht mehr gleich gross wie im Frühling oder Sommer. Und das obwohl rein optisch alles perfekt scheint. Man sieht die Böen und Wellen. Es sieht alles super aus. Aber auf dem Wasser fehlt der Druck im Segel. Man steht in der Böe und trotzdem geht's irgendwie nicht so vorwärts wie es sollte.


    Nun zu meiner Frage:

    - handelt es sich hier um eine optische Täuschung? Sieht alles besser aus, als das es tatsächlich ist? z.B. wegen dem Winkel der Sonneneinstrahlung auf das Wasser

    - oder ist tatsächlich der Luftdruck oder die Luftdichte nicht mehr gleich wie im Frühling oder Sommer? Falls ja, wieso ist das so?


    **************


    Das ist eine sehr spannende Frage, aber kaum zu beantworten. Dennoch probiere ich es zu hinterleuchten.


    Mir persönlich ist das noch nie aufgefallen, dass der Druck im Herbst nachlässt. Ich habe mich dennoch gefragt, was könnten die Ursachen sein. Und für dies muss man sich zuerst mal die Winddruckformel ansehen: Bild cp ist eine Konstante, dann haben wir noch die Dichte durch 2 mal die Windgeschwindigkeit im Quadrat.


    Also müssen wir uns, wie sie schon vermutet haben, die Dichte ansehen. Und wieso soll die anders sein? Das einzige was zur Frühlingszeit/Sommerzeit im Herbst anders ist, die Wassertemperatur hat im Spätsommer und anfangs Herbst ihr Maximum. Also wird der Wind beim Darüberstreichen etwas mehr erwärmt als im Frühling, also wird die Luftdichte etwas geringer. Nur wenn man sich die Dichte der Luft in Abhängigkeit der Temperatur ansieht, ist der Unterschied so klein und hat deshalb kaum Einfluss. Zumindest nicht spürbar. Hier ein kleines Rechenbeispiel für ein 7 Quadratmeter Segel bei 0 Grad und bei 20 Grad und Windgeschwindigkeit 30 km/h (cp ist 1, Luftdichte bei 0 Grad 1,293 kg/m3 und bei 20 Grad 1,204 kg/m3): für 0 Grad kommt man auf 58.2 N/m2 und für 20 Grad auf 54.2 N/m2. Spürt man das? Wahrscheinlich hat da mehr Einfluss ob man gerade den Bauch voller Pizza hat oder mit halb leeren Bauch aufs Wasser geht 😊. Und da sie sagen, das Wellenbild sieht praktisch gleich aus, dann muss ja auch der gleiche Winddruck auf die Seeoberfläche wirken und somit auch im Segel. Was könnte es also noch sein. Ja, vielleicht ist es einfach die flachere Sonneneinstrahlung, welche die Wasseroberfläche mehr zum Glänzen bringt – im Vergleich 15 Uhr im Sommer zu 15 Uhr im Herbst. Höchster Sonnenstand Ende Juni bis anfangs Juli. Somit ist es wahrscheinlich eine optische Täuschung oder sie sind tatsächlich genug feinfühlig um den Dichteunterschied zu merken.


    Was aber tatsächlich stimmt: Spätsommer bis anfangs Herbst hat sich die Atmosphäre bis weit nach oben aufgewärmt und deshalb funktioniert die Thermik nicht mehr so effizient im Vergleich zum Frühsommer, wo die Temperaturdifferenz zwischen den Berggipfeln und der Urnerseeumgebung grösser ist. Ich habe einige Fallbeispiele für die Thermik am Urnersee gemacht und herausgefunden, dass wenn die Temperatur zwischen Altdorf und dem Pilatus mindestens 11 Grad hat, dann kann Thermik am Urnersee gut funktionieren. Sofern die Tempertaturdifferenz 12 Grad hat, dann kommts echt gut und bei 10 Grad Unterschied bleibt die gute Thermik aus. Diese Regel funktioniert aber nur, wenn alles störungsfrei abläuft. Also keine Fronten im Spiel sind oder auch kein stärkerer SW-Wind in der Höhe den Thermikschlauch kaputt macht. Auf der anderen Seite hilft die Bise den Thermikschlauch im unteren Ast zu beschleunigen. Stichwort Föhnbise.


    Ich weiss nicht, ob ich ihnen nun wirklich weitergeholfen habe, aber ich wünsche ihnen weiterhin guten Winddruck im Segel.


    Herzliche Grüsse und Hang Loose,


    Jan Eitel

    Ich bin auch schon bei Föhn mit 3.7 und 75l am Felsen drüben beim Gruonbach im Wasser gesessen und habe eine halbe Stunde gewartet, bis sich die Grenze wieder nach Norden verschoben hat. Innert Sekunden kein Wind mehr, da sich die Grenze zwischen Föhnbise und Föhn genau auf unseren Standort gelegt hat. Dazu wahnsinnige Kreuzwellen von Nord (Föhnbise) und Süd (Föhn), die sich gegenseitig auf gut 2m hochgeschaukelt haben und uns gut durchgerüttelt haben. An Dümpeln war nicht zu denken. Nach einer halben Stunde und eisigen Beinen (das Wasser ist bei Föhn selten über 10°C) hat der Föhn den Kampf gewonnen und weiter gings.


    Das gibt es aber nur sehr selten auf Höhe Isleten, meistens ist die Grenze weiter nördlich zwischen Sisikon und Brunnen.


    Danke papapatrick für die Erklärung, das macht Sinn!

    allerdings finde ich die bandbreiteder hier behandelten boards sowohl shapetechnisch als auch chronologisch viel zu gross um das irgendwie mit heckformen zu kategorisieren

    Ich finde auch, dass man Wave-shapes nicht auf andere Kategorien anwenden kann. Gerade bei Slalom spielt die Form des Hecks ja keine grosse Rolle, da man oft Cutouts hat, welche komplett anders sind, als die reine Boardform von oben gesehen. Die von mir verlinkten Tails gehören ganz klar und ausschliesslich in die Wave-Kategorie.

    Unsere Nachbarn sind Katzen-Messies und haben etwa 40 Katzen in ihrer Wohnung und um unser Haus herum. Kannst sonst gerne eine oder zwei haben :-)


    Spass beiseite, mein Beileid zum Verlust der liebgewonnen Tiere Andy und Boris.

    https://surfersmag.de/articles…d-tails-wissen-musst.html


    Gibt einige Informationen, wenn du bei den Wellenreitern abschaust. Kann man gut auf die Waveboards übertragen.


    Hier hat es auch noch weitere Infos zu Scoop/Rocker und Rails:

    https://www.surf-magazin.de/news/brettformen-boardshapes


    Weitere Infos:

    https://www.ericthebige.net/windsurfing-board-shapes.html

    http://www.carbonartwindsurf.com/design/boardology/


    Danke für die Zusammenstellung, das ist sehr löblich! Allgemein finde ich diverse Theorien zu den wichtigsten Themen sinnvoll. Danke für die Arbeit!

    Wie geil! Erst der one-handed Pushy (Wahnsinn!) und dann der fast gestandene Double-Pushloop Versuch! Zudem ist er einer der wenigen Menschen, die im Neo gut aussehen!


    Die Musik passt auch richtig gut zu dem Video!

    Direkt am Ägerisee übernachtet und ich hatte denn See für eine knappe Stunde für mich alleine. Danach wurde es zunehmend voller. Gute 3h mit 4.0/92. Ziemlich böig, aber hat mal wieder Spass gemacht;-)


    Remo Diethelm war auch da, der war aber nach zwei Schlägen mit 6.4 zu überpowered - sieht man auch nicht oft;-)

    Da alle campings ausgebucht sind, packe ich das 3.3 ein und freue mich auf den ersten richtigen Sturm seit langem am Urner;-))) Wenn ich 15hPa fahren kann, dann geht auch 13;-)


    Für den Walensee könnte es auch zu stark sein, dann könnte er drüber ziehen und erst weiter westlich richtung oberer Zürisee runterkommen. Ägeri wär sicher gut, Zuger geht sicher auch. Aber wenn schon, dann richtig;-)

    Ist ja nur kurz 10hPa, 8 ist eigentlich ganz gemütlich 4.2;-) Evtl geh ich an den Urner, hätte eigentlich ein Weekend mit der Partnerin geplant. Mal schauen, ob wir einen Kompromiss finden können :P

    Um einmal die Materialdiskussion bei Seite zu lassen: Diese Verschneider gibts leider oft am Anfang. Grund dafür ist meistens eine falsche Belastung. Das Foil reagiert viel extremer auf die Belastungen, als die Finne. Es kann also sein, dass du etwas zu viel Druck auf die Zehenballen gibtst und dir deshalb die Leekante abrauscht. Vielleicht hast du auch ein bisschen zu wenig Körperspannung. Mir hat es am Anfang geholfen, nicht zu pumpen, schon eingehängt zu sein und passiv anzugleiten. Das Pumpen ist am Anfang auch sehr schwierig - lass das mal weg bis du ein gutes Gefühl fürs Fliegen hast. Erst dann langsam rantasten und evtl. ein kleineres Segel nehmen.


    Mit ein bisschen Übung legt sich das und es wird nach 5-10 Sessions nicht mehr vorkommen. Aber ich glaube wir hatten dies alle mal. Ich hab anfangs so verschnitten, dass ich eine Gefahr für die anderen auf dem Wasser war. Sobald die Kante wegkippt, hat man auch keine Chance mehr, das aufzufangen. Bitte unbedingt aufpassen, dass du nicht aufs Foil fällst, wenn das Board nach Lee wegzieht. Und genug Platz um dich rum haben, damit du keinen anderen Surfer abschiesst.