Was ist eurer längster Schlag / Was sind eure längsten Überquerungen?

  • Ich weiß nicht wieso aber irgendwie gefällt mir am Windsurfen das Heizen in einem endlos langen Schlag am liebsten und so habe ich mal nachgeschaut, wie weit mein längster Schlag bisher ging. Resultat: Knappe 3 bis 3,5 km in Fehmarn in der Orther Rhede.


    Mich würde brennend interessieren, was eure Rekorde diesbezüglich sind ! Sind da Überquerungen dabei? Interessant finde ich z.B. auch die Überquerung vom Jadebusen , da meine bessere Hälfte allerdings noch nicht so weit ist und ich das Risiko alleine nicht eingehen will, bleibt es wohl erstmal ein Traum. So auch zb. die Überquerung der Orther Rhede also Fehmarnsund oder noch krasser: des Fehmarnbelts. Wobei man für letzteres wohl sicherheitshalber ein Begleitboot dabei haben sollte ^^


    Also raus damit, was sind eure "Rekorde" bezüglich der länge eines einzelnen Schlags? Welche interessanten Überquerungen habt ihr mitgenommen? Alleine oder zu zweit?

    Ich will spannende Geschichten hören !

  • bei mir die gleiche Größenordnung wie bei Dir - 4,2 km Soma Bay von Surfmotion zur Landbrücke beim Sheraton auf der anderen Seite der Bucht.

    Mehr ist für mich auch leider definitiv nicht drin - ab ca. 2 km fängt mein Rücken übel an zu zwicken (wie 'n Krampf in 'nem kleinen seitlichen Muskel), ab 3 km fall' ich dann vor Schmerzen fast vom Brett. Seit Jahren so, jegliches Rücken-/Rumpftraining hat bisher leider 0,nix gebracht.

    Aber nach einer Halse und wenigen 100 Metern auf dem anderen Bug gehts dann wieder.

  • Hvide Sande Süd bis rüber nach Ringköbing . Sind 13km hin und wieder zurück. Habe ich schon mehrfach, auch alleine gemacht. Allerdings an der Station Bescheid gesagt und Handy dabei.

    Macht wirklich Spaß. Ist aber auch anstrengend so lange auf einem Bug. Dauert immer so 20min.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Früher haben wir jeden Sommer den argolischen Golf quer durchquert, von Xiropigado - Karathona/Nauplia ca. 11-12 km. Dann auf der anderen Seite einen Cafe frape getrunken und dann gegen den Chop und Wind wieder zurück (Wind kommt meist vom Meer her in den Golf).


    Mein schnellstes war <17 Minuten. Wir haben nicht auf langsamere gewartet - d.h wir haben manchmal jemanden unterwegs verloren (aber später immer wiedergefunden :-). Letzte Überquerung war mein Bruder Jannis noch dabei (ca. 12 Jahre her) und er und mein bester Freund Jannis (jeder zweiter heißt Jannis ... also gibt es Zusatzbezeichnungen wie z.B. der Surfer, der Deutsche et cet.) duellierten sich die ganze Strecke. Ein Jannis kam bei der Einfahrt in die Bucht bei Karathona/Nauplia einem dort befindlichen großen Felsen im Wasser zu nahe - er kam in dessen Windschatten und verlor seinen Platz - griechische Tragödie :-)

    Die Rückfahrt gegen Wellen und zunehmenden Wind hat den bereits müden oder nicht so erfahrenen Slalomsurfern viel abverlangt - viele Stürze - die haben manchmal >1h zurück gebraucht und waren dannach richtig fertig.


    Geht leider heute nicht mehr - der Meeres-Wind ist anders heute und trifft Xiropigadon immer noch voll (inkl. Wellen vom Meer her), aber vor Karathona/Nauplia liegt heute beim Meereswind vor der Bucht ein nicht mehr angeblasener Bereich.

  • kaktus  t36 das klingt beides super ! Wie macht ihr das bei so langen Strecken (10km+) mit der Peilung? Hat man überhaupt etwas an das man sich optisch zuverlässig orientieren kann? Oder Kompass an den Arm geklebt? ^^


    Geht leider heute nicht mehr - der Meeres-Wind ist anders heute und trifft Xiropigadon immer noch voll (inkl. Wellen vom Meer her), aber vor Karathona/Nauplia liegt heute beim Meereswind vor der Bucht ein nicht mehr angeblasener Bereich.

    Das finde ich interessant, der Wind kann sich also lokal über Jahre verändern? Früher wehte es dort und heute nicht mehr? Oder wegen Bebauung etc?

  • Die Strecke ist von einer Seite des Golfes schräg über die Wasserfläche - sehr schwer optisch auf dem Wasser abzuschätzen (aber auf deiner GPS-Anzeige sieht man die zurückgelegten Kilometer).

    Es war einmal ein großer Tanker im Golf - wir dachten er wäre nahe der anderen Seite. Als wir beim Schiff ankamen - sahen wir - nicht mal die Hälfte - Optik trügt.


    Warum es nicht mehr geht? ich weiß es nicht. Der um 11:00 einsetzende und um 13:00 4 beaufort starke Meereswind, der den argolischen Golf komplett ausfüllende Wind (von Juni-September blasend) - den gibts so nicht mehr.


    Nein, ist ein Meereswind - da ist nicht im Weg. Aber die hohen Berge rings des argolischen Golfs sind viel heißer als vor 20 Jahren.

  • bei mir die gleiche Größenordnung wie bei Dir - 4,2 km Soma Bay von Surfmotion zur Landbrücke beim Sheraton auf der anderen Seite der Bucht.

    Mehr ist für mich auch leider definitiv nicht drin - ab ca. 2 km fängt mein Rücken übel an zu zwicken (wie 'n Krampf in 'nem kleinen seitlichen Muskel), ab 3 km fall' ich dann vor Schmerzen fast vom Brett. Seit Jahren so, jegliches Rücken-/Rumpftraining hat bisher leider 0,nix gebracht.

    Aber nach einer Halse und wenigen 100 Metern auf dem anderen Bug gehts dann wieder.

    Den Schlag in der SomaBay mach ich auch ! Bei mir streikt dann meistens mein „Nacken“ … unerträglich - versuche ständig „zurück“ zu schauen „Gegendehnen“ aber bei voll Speed nicht lange möglich 😂

  • Loissin-Pepelow-Loissin alleine in Vor-Handy-zeit

    hin knapp 17km
    zurück wegen fehlender Orientierung am relativ eintönigen Ufer im Bogen ein Stückchen länger (zuerst etwas zu hoch am Wind und dann wieder abgefallen)

  • mitte der 80er tarifa rüber bis fast (wegen reisepass etc...) afrika und wieder zurück - in einer gruppe von 5 leuten nachträglich betrachtet nicht sooo schlau


    sonst fahr ich gerne langschläge - gruissan / PLN ist beim defi eh standard mit ca 10km, bin beim frei fahren auch schon gruissan bis nach la franqui und wieder zurück - werden co ca 20km sein one way.


    sonst halt viganj korcula, bol zur gegenüberinsel, alles mögliche


    ich liebe es auch bei sideshorewind so lange rauszuheizen bis ich kein land (jedenfalls den strand) mehr sehe und dann wieder zurück. weis nicht wie weit das ist, kommt auf die hügel an der küste an. schätze mal auch so ca 10-12 km.

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • meine längste Tour lässt sich nicht genau beziffern
    ich hatte ein Ziel, das ich (eben per google maps geschaut) in 6,8km Entfernung genau gegen den Wind hatte (um eine Inselspitze rum)

    um mit Freerideboard 6,8km Höhe zu machen, muss man schon einige Male kreuzen
    retour dann raumschots um die Inselspitze nur einmal gehalst( Boavista von Sal rei an der Westküste um die Nordwestpitze zum Schiffswrack am Nordufer und zurück)

    da war ich aber im Prinzip nie so weit vom ufer weg wie bei der vorgenannten Boddenüberquerung mit über 8km Uferentfernung in der Mitte

  • Orientierung ist am Fjord recht einfach. Hinwärts ( nach Ringköbing) An dem großen weißen Turm in Ringköbing orientieren, zurück an 3 Windrädern die in Hvide Sande am Strand stehen. Meistens musste ich dann auf den letzten Kilometern sehr Raum fahren, weil ich zu hoch angepeilt hatte. Ist aber auch recht geil noch mal Vollgas geben. Allerdings muss halt Windrichtung und Stärke passen. Wenn es viel Wind hat, kann das sehr sehr anstrengend werden. Am schönsten ist es so ab einer oberen 4 bis Mitte 5 Bft. Da lässt es sich mit 7.8 herrlich ballern.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Boris: es gibt bei maps die Funktion >Entfernung messen<

    ist per rechtsklick auf den Anfangspunkt erreichbar und misst auch zickzackstrecken bis zu jedem nächsten Klick

  • Mein längster Schlag war vom Borkumer Surfstrand bis Rottumeroog. Es war 1985 und es hatte schon zwei Tage NW-Wind fürs 5er Segel. Außerdem war starke Ebbströmung genau gegen den Wind. Mein Board war knapp 50 cm Breit und ich konnte immer Raumwind fahren. Es sind ca. 8 km, durch den Bogen den ich gefahren bin waren es ca. 8,5 km. Von Rottumeroog zurück habe ich 12 Minuten, trotz zweier Stürze, gebraucht.

  • Mein längste Strecke war, vor langer Zeit, von Südspitze Cres nach Losinj rüber, ca. 6 km


    Lange schon im Kopf hab ich die Strecke von Cres nach Pag rüber, das sind je nach Windrichtung (Bora) ca. 25 km

    Da brauche ich mal richtig zuverlässige konstante Bora. Bin bisher immer spätestens nach ca. 5 Kilometern wieder
    umgedreht. Hatte auch nie was zum Trinken dabei.


    Aber eines schönes Sommers ist die Strecke mal fällig. :)

  • Müritz, vom Campingplatz Hirschberg zum Ostufer, sind ca. 10km. Meist mit großen Segeln zwischen 8,3 und 9,5. Am Ostufer kann man gut stoppen und den langsamsten aus der Gruppe ein wenig verspotten ( aber immer nett, jeder ist mal Letzter).

  • Moinsen.

    Fahre auch gern mal ein paar km:
    Strukkamp, Gold rüber nach HH und dann noch nach Orth. Das sind so ca. 6 bis 8 km. Das ist schon etwas ruppig bei 5 bft.
    Am Schaproder Bodden bietet sich auch an mal nach Surendorf zu knattern. Das sind so ca. 6 km.


    Ich mag aber auch, wenn es erst mal ein paar km Upwind geht, wie z.B. am Lago von Torbole bis zum Pier.


    Bloß doof, wenn unterwegs was kaputt geht :|


    Eine Woche Fehmarn:


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