Posts by mikisb

    Gilt die Regelung, daß 2 Kontaktpersonen alter oder pflegebedürrftiger Personen von diesen benannt und damit priorisiert werden können, eigentlich bundesweit?

    Im Bekanntenkreis hat eine Oma (>85 Jahre, 2x geimpft) ihre Tochter als Kontaktperson benannt, die aber auch wirklich täglich da ist und zur Hand geht - so weit völlig OK und im nachvollziehbaren Sinne der Regelung.

    Weil nun aber noch ein "Schuss" frei war und keine weitere pflegende Person vorhanden, wurde auch ein Enkel benannt, gerade mal 20, Student und höchstens alle paar Wochen mal auf Besuch bei der Oma.

    Bei den geimpften Risiko-Personen und alten Menschen habe ich keine Bauchschmerzen, wenn die schon mal aufgrund ihrer Impfung in den Biergarten dürfen und ich eben noch nicht, die hatten auch ein höheres Risiko zu tragen.

    Dass aber der 20jährige aufgrund ausgenutzter obiger Regelung wieder "Party machen" darf und ich mit allem zurückstecken muss, das wurmt mich dann schon etwas.


    Bin ich da zu egoistisch?

    Ist das ein Einzelfall?

    Bedeutet "Priorisierung für beliebige Personen" nicht automatisch auch "keine Priorisierung"?

    - willl sagen; die Wahrscheinlichkeit schwer an Covid selbst zu erkranken ist bei jungen Frauen <60 50-60mal niedriger (als bei älteren/älteren Männern)

    Das ginge dann in den Nutzen/Risiko Quotienten ein und veränderte ihn erheblich (klar, wenn man jetzt mit diesen Millionsteln rechnet.... wobei ich jetzt nicht nur die Schweren, sondern auch die allgemeinen Nebenwirkungen nicht ganz außer Acht lassen würde...)

    Wie jetzt der Risikofaktor sich unterscheidet;? Und ob jetzt alle gestorbenen Männer "nur" die Grundwahrscheinlichkeit sind?

    Glaube mir, Dir gehen diese ganzen statistischen Rechnereien und Wahrscheinlichkeitsberechnungen hinten rum vorbei, wenn es Dich denn tatsächlich erwischt. Da hilft dann auch keine Statistik mehr ;-)

    oder man - was wahrscheinlicher ist - einen Long-Covidverlauf mit bleibenden Einschränkungen (z.B. Lungenfunktionseinschränkung oder neurologische Veränderungen) entwickelt.

    Natürlich nimmt man die persönliche, subjektive Sicht stärker wahr - je nach persönlicher Situation eben.

    Zum Treffen von Entscheidung finde ich aber zuverlässige Daten und Statistiken dennoch wichtig.

    Ansonsten haben wir nur Glauben, Gefühl und teils irreführende und widersprüchliche Aussagen und befänden uns dann entscheidungstechnisch wiedser irgendwo zwischen Steinzeit und Mittelalter. Dann kann man auch den Schamanen wieder ausgraben.

    Präzisiere: 7 Thrombosen, davon 1 Todesfall.

    Deshalb wenn es eine Alternative gibt einfach auf die Alternative setzen. Zur Zeit z. B. Biontech.

    Aber generell ist auch ein Vectorimpfstoff besser als keine Imfpung. Aber jeder entscheidet für sich.

    Keine Frage, wenn man die Wahl hat. Haben wir aber momentan nicht, und auch das warten auf (eventuell) sicherere Alternativen kostet schwere Verläufe und Menschenleben.

    Wenn in Zukunft verschiedene Alternativen in überreichlicher Anzahl vorhanden sind, müsste man selbstverständlich diejenige verwenden, welche die geringsten Risiken aufweist. Aber das ist leider noch Science Fiction.

    Danke - wie gnädig und großzügig von Dir :D:rolleyes:


    Wenn Du es auch verstehst wirst Du feststellen, daß ich damit insgesamt sogar eine Relation von rund 9 unentdeckten Infektionen zu einer entdeckten gerechnet habe. Selbst bei dieser (völlig unrealistischen - so viele Menschen gibt es in den USA gar nicht) Annahme stirbt mit Impfung einer und ohne Impfung 833. (Wenn ich zusätzlich noch einen Fehler 1:10 gemacht hätte - zusätzlich zur Dunkelziffer 1:10 - da sind wir schon bei Faktor 100 Sicherheitsreserve.

    "1: 833 nicht mehr so gering"??? :huh: Wenn Du im Handel genau so rechnest, mache ich gerne mit Dir Geschäfte und verkaufe Dir 'ne Euro-Münze für'n Tausender. Deal? :evil:

    Logik ist immer praktisch, wenn sie einem in die Attitüde passt - gelle? 8o

    Zur Sicherheit präzisiere ich die o.g. Daten nochmal:


    USA bisher

    30.330.000 positiv Getestete

    550.323 an/mit Corona Verstorbene

    macht eine "Quote" von 1,817%


    OK - korrekterweise muss man sagen, dass es eine Dunkelziffer gibt, also Menschen, die positiv sind/waren, aber nicht getestet wurden. Deutlich weniger Fälle wird es wahrscheinlich geben, die an Corona gestorben sind, aber nicht als solche in der Statistik auftauchen.

    Dieser Umstand spricht dafür, daß die "Quote" zu hoch ausgewiesen wird. Sollte die Dunkelziffer bei 1:10 liegen, wären nahezu alle Einwohner der USA bereits infiziert/gewesen - das ist a) unwahrscheinlich und b) siehe letzter Absatz.


    Andererseits habe ich sogar damit gerechnet, dass sich (ohne Impfungen, ohne Maßnahmen) nicht alle Menschen infizieren und bei der Sterblichkeit bin ich nur von gut der Hälfte der aktuellen "Quote" ausgegangen. Und komme damit auf ein Verhältnis von 1 Thrombose (verliefen die alle tödlich?) zu 8.333 gerettete Leben.

    Lass mich einen Fehler in der Größenordnung 10 gemacht haben, liegt die Relation immer noch bei 1:833. Ich denke, das sollte reichen, um ein "Risiko" einzugehen 8o

    Rechne ich falsch?


    Die 7 Mio Geimpften (bei JJ ja wohl nur 1 Dosis) hätten sich ohne Impfung wohl im Laufe der Zeit nahezu alle irgendwann infiziert, sagen wir 5 Mio Leute.

    Die Fallsterblichkeit in den USA beträgt aktuell 1,8%. Davon ausgehend, daß die Behandlungsmethoden zukünftig besser werden, gehe ich mal nur von 1% aus. Ohne die Impfungen mit JJ wären nach dieser Rechnung in den USA im Laufe der Zeit also 50.000 Menschen gestorben - vs. 6 Thrombosen.


    Da stellt sich doch die Frage "lasse ich mich mit JJ impfen" gar nicht, höchstens "bekomme ich kurzfristig was Besseres?


    Ich will die 6 Fälle nicht kleinreden, mit geht's schlicht um eine Nutzen-Risiko-Abwägung. :/

    @mikisb

    denkst du (oder irgendjemand anderes) ernsthaft, das die Testkapazitäten für JEDEN, der zB nur einkaufen gehen möchte, dann ausreicht ?

    Für die Modellregion wird das so dargestellt, sogar bei 24 Std. Testgültigkeit - zumindest verstehe ich das so. Ob das machbar ist? So lange mir niemand sagt, wie viele Tests geliefert werden können und wer das bezahlt... :nixweiss:

    Falls nicht, sollte man den Bürgern dann aber nicht die Lyoner unerreichbar vor die Nase hängen. (Alternativ auch Dibbelabbes, aber der lässt sich so schlecht aufhängen 8o

    also bleibt es wie es ist: es werden Lockerungen in Aussicht gestellt und kommen doch nicht

    und die wirklich vorhandenen Übertragunsgwege werden nichtmal ein wenig beschränkt

    Ich hab's glaube ich schon mal irgendwo geschrieben - das ist eben der Unterschied zwischen Perspektive und Fata Morgana


    Ich lebe ja in der "Modellregion" Saarland. Ich finde auch einige Grundgedanken dazu unseres MP durchaus interessant und überlegenswert, z.B. über so eine Regelung die Bevölkerung zum Testen zu animieren, zu versuchen, die Bürger dadurch wieder mit in's Boot zu holen.........

    Aber wie auch andere schon geschrieben haben - Es gibt zwar eine Testpflicht für die Muckibude (als Anreiz sich testen zu lassen), in Schulen, Betrieben, ÖPNV ist es aber weiterhin freiwillig und wird wohl auch nur spärlich angenommen. In Supermärkten gibt's so was auch nicht, aber wahrscheinlich bei uns ab morgen wieder für den Blumen- Buchladen oder den Baumarkt.

    Ein Anreiz wäre es gewesen, eine Testpflicht für alles, alle und jeden einzuführen - Ohne Nachweis bleibt man eben zu Hause. 24 Stunden Gültigkeit fände ich aber da schon etwas zu krass - 48-72 könnten es denke ich schon sein.


    Ich fürchte nur, unser MPr legt zum einen ein nicht ganz der Realität entsprechendes Menschenbild zu Grunde (siehe Testverweigerung an den Schulen), und das betrifft nicht 2 oder 3% sondern eben 70%.

    Zum anderen hat das timing mMn nicht gestimmt: Öffnungen aus dieser Sicht würde ich für sinnvoll halten (bzw. das Exoperiment zu wagen), nachdem eine Testkultur etabliert wurde.

    Zudem waren wohl die Fallzahlen zu Beginn des Experiments schon deutlich zu hoch.


    Dass bei uns die Inzidenzen nach Ostern wieder deutlich über 100 liegen würden war ebenso absehbar, wie dass sie ab heute wieder >3 Tage < 100 liegen (und weiter steigen werden) und nun wieder angezogen werden muss. Wie viele Stunden ging das nochmal "gut"? Hilft das den Bürgern oder Gewerbetreibenden?

    dabei sollte man aber auch nicht eventuelle Unterschiede in der Mentalität der Bevölkerung ausser Acht lassen, ich denke, die sind im Vergleich zu uns erheblich.


    Ich hatte bisher 2 koreanische Mieter aus Südkorea. Ich kann nicht sagen, dass die einfach waren, weil es da schlicht große kulturelle Unterschiede gibt. Aber was denen klar und deutlich kommuniziert wurde, das wurde auch anstandslos und 1:1 umgesetzt.

    Der Durchschnitts-Deutsche macht dann eher ein verständnisvolles Gesicht und am Ende doch, was er will. Das ist dann die individuelle Freiheit.


    Bedeutet, die Politik ist auch nicht für alles verantwortlich (wenn auch für Einiges), was wir tun oder eben nicht. So eine Herde von rund 83 Millionen Individualisten durch eine Pandemie zu führen - keine leichte Aufgabe. Wenn möglich natürlich ohne Kontrollen (Überwachungsstaat!!!!!) und vorgeschriebene Einschränkungen (Grundrechte!!!!!)


    Der von Dir angesprochene Datenschutz spielt natürlich auch gehörig rein. Aber Hauptsache, wir posten bei Facebook und Co unser Mittagessen nebst GPS-Daten :D

    Genau das meinte ich doch: Je größer der Radius (auch wenn natürlich surfen, alleine fahrradfahren, ausgedehnter Waldspaziergang an sich völlig unkritisch sind.....) , desto eher denken sich viele "wer will denn kontrollieren, ob ich zum Kumpel gehe oder nur spazieren". Die Angst, erwischt zu werden nimmt ab und das Ganze läuft aus dem Ruder. Finde ich auch traurig, aber das ist aktuell nun man mein Bild von der Menschheit.

    Ich bin auch für Testpflichten. Aber nicht erst im Betrieb oder in der Schule. Montag und Mittwoch Morgens Zuhause ein Selbsttest. Dann entweder zur Arbeit/Schule oder den Arzt für PCR Test verständigen. Ja, das erfordert verantwortliches Handeln. Zu viel verlangt?

    Ein Selbsttest ohne Aufsicht ist sicher nicht zu viel verlangt, wird leider nur bedingt etwas bringen. Geht jeder damit verantwortungsbewußt um? Ehrlich???????? :evil:

    Hifly666: In der Theorie stimme ich zu, fürchte aber, dazu haben wir im Land die falschen Menschen. Würden sich alle an die Vorgaben halten, wäre "mein Maßnahmenkatalog" selbstverständlich maßlos übertrieben, unangemessen und man müsste den Verfasser sofort einweisen.


    Aber jede Freiheit, jede Ausnahme wird in der Praxis gnadenlos nicht nur ausgenutzt sondern überreizt - für Kontrollen und zur flächendeckenden Umsetzung fehlt das Personal (keine Kritik - das kann es gar nicht geben).


    Anspruch auf kostenlose Tests sind gut und schön, aber auch da schießt die "Freiwilligkeit" quer. Wenn ist allerorts lese, daß sich in den Schulen nur rund 30% der Schüler testen lassen...bei 70% wird es (von den Eltern :/ ) abgelehnt Auch viele Lehrer machen von der Möglichkeit keinen

    Gebrauch. Ja geht's noch????? :huh: .

    Im letzten Jahr haben wir gelernt, das Freiwilligkeit, Selbstverantwortung und Co (leider) nicht funktionieren (in der Masse - bei einzelnen natürlich schon) - sonst wären viele Maßnahmen tatsächlich unnötig.


    Mit Deiner Prognose (was kommt danach) muss ich Dir leider Recht geben. Mir ging es primär darum, erst mal wieder auf ein Niveau zu kommen, an dem Kontaktnachverfolgungen etc. möglich werden. Wie es dann weitergehen kann, ist das nächste Thema.