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Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

  • RobertP
  • 14. September 2026 um 17:52
  • blinki-bill
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    NEILPRYDE
    • 27. September 2026 um 14:46
    • #141
    Zitat von C - GER

    Patrik D ist der Meinung, dass man mit einem SL Board am besten springen kann. Wird auch häufig demonstriert.

    Find ich auch. Man kann sich schön abdrücken, glaube aber das Claudio so richtig springen meint.

    bernie b du hast in der Auflistung diesmal die Minifinnen vergessen. Was ist los mit dir?

  • Claudio
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    • 27. September 2026 um 20:36
    • #142
    Zitat von Witchcraft Sailboards
    Zitat von Claudio
    Zitat von Witchcraft Sailboards

    FSW ist im Grunde genommen auch Freeride.

    Hey Bouke,

    die Aussage triffst du - ich vermute das zumindest - aus der Perspektive eines Shapers? Worauf konkret beziehst du die aus dieser, deiner Perspektive von dir angemerkten Parallelen zwischen Freerider und Freewaver? Auf die Scoop-Rocker-Linie? Weil, wie du ja zurecht anmerkst, geht die Schlaufenanordnung und auch deren Positionierung bei Freewaveboards in der Tendenz in Richtung Waveboard?

    Oder wie siehst du das?

    Aloha

    Claudio

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    Nein, nicht am Shape sondern was man macht. Freeriden heißt übersetzt: Freies Reiten (Gleiten). Dabei muss man ja gelegentlich auch mal umdrehen, meistens mit einer Halse. Also Gleiten, Halsen, Gleiten, Halsen, usw. Das ist für mich Freeriden. Und für diesen Ziel kann man unterschiedlich heran gehen. Geschwindigkeit kann ein Ziel sein was einem am meisten Spaß macht. Kontrollierteres entspannteres Gleiten und einfacheres Halsen aber auch. Und das geht am besten mit ein (größeren) FSW mit Trifin und weiter nach innen und vorne positionierte Schlaufen und ein kleineren bauchigeren Segel.
    Mit Wellen hat das ja nichts zu tun.

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    Hi Bouke,

    o.k., da gebe ich dir Recht. Wär mir nämlich neu gewesen, dass es da vom Shape her im Grundsätzlichen zumindest irgendwie Parallelen gibt. Aber ich bin ja interessiert an Neuem!

    Faktisch, das beobachte ich auch so, gibt es da zwei Kategorien Windsurfer, die man auf dem Wasser beobachten kann:

    Die einen legen ihren Schwerpunkt auf Angleiten auf Flachwasser auch bei sehr wenig Wind, das Fahren mit überwiegend großen Segeln und das Erreichen einer möglichst hohen Endgeschwindigkeit. Bezogen auf diese Zielsetzungen greifen diese Fahrer gern zu Freeride-Boards.

    Die zweite Kategorie Fahrer fahren Freewaveboards, zumindest an Orten, wo das möglich ist. Nicht weil diese Fahrer unbedingt anderes auf dem Wasser tun, das beobachte ich auch. Die fahren in der Regel auch nur hin- und her und dazwischen ein Halsenmanöver, das entweder schiefgeht oder ins Floaten mündet. Aber für diese Fahrer steht eher der Turn bzw. die durchgeglittene Halse, vielleicht auch eine gewisse "Geländegängigkeit" auf dem Meer im Vordergrund, zumindest auf der ToDo-Liste... ;)

    So gesehen "freeriden" die Fahrer beider Kategorien. Die erste Kategorie bildet übrigens - zumindest in Deutschland / Österreich / Schweiz - m.E. die deutliche Mehrheit unter den Windsurfern.

    Letztendlich, und da sehe ich tatsächlich einen maßgeblichen Unterschied, haben die Fahrer der zweiten Kategorie zumindest die reelle Chance, irgendwann mal im Lernprozess da hinzukommen, wo sie mit einem Waveboard einigermaßen kontrolliert in der Brandung windsurfen können. Die Fahrer, die auf einem Freerideboard darauf hoffen bzw. sich darum bemühen, auf eine Könnensstufe zu gelangen, die das ermöglicht, schaffen das - nach meinen Beobachtungen - in aller Regel nicht.

    Das klingt fatalistisch und ziemlich absolut, was es nicht soll! Es gibt auch nicht das "niemals", also Ausnahmen immer! Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, aber man könnte natürlich die Autobahn nehmen, die direkt nach Rom führt. Und es gibt natürlich auch Fahrer, die haben das Windsurfen in der Brandung überhaupt nicht zum Ziel, voll akzeptiert!

    Aber wenn die das zum Ziel haben, kann ich die hinter den oben geschilderten Beobachtungen liegenden Ursachen verschiedener Lernprozesse kausal - also auf der Ebene der Bewegungslehre - gut begründen, weshalb ich diesen dann auch ein Freewaveboard nahelege. Die Begründung der Zusammenhänge würde hier den Rahmen sprengen, steht in der dritten Auflage... :)

    Aloha

    Claudio

    http://www.windsurflehrer.de

  • Claudio
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    • 28. September 2026 um 02:35
    • #143
    Zitat von brillenboogie reloaded

    Naiv und unwissend, wie ich bin, konnte ich, bis heute, mit dem großen FW Board wunderbar springen und, zu allem Übefluss, nicht selten auch Wellen abreiten. Ne Menge Spaß hatte ich dabei. Ich wusste ja noch nicht, dass das gar nicht vorgesehen ist! 🫣

    Zitat von franz s
    Zitat von Claudio

    Weil, aus meiner Sicht "wavetauglich" wäre ein Board, mit dem ich Wellen abreiten kann (...) Diese Eigenschaften würde ich bei einem Freewaveboard definitiv nicht vermuten. Mit Blick auf deren Shape usw...

    ... warum sollten Freewave Shapes mit "wavetauglichem" Volumen nicht "wavetauglich" sein?


    Moin,

    das ist natürlich jetzt wieder die höchst individuelle Perspektive meinerseits, die mir übrigens dann auch erst mithilfe von Posts wie denen von euch beiden bewusst wird und gefühlt um die Ohren fliegt... :S

    Für mich bedeutet "Abreiten": Ich fahre an einer brechenden (!) Welle einen Bottomturn und dann einen Cutback... und weil auch diesbezüglich, das beobachte ich regelmäßig in Südafrika zum Beispiel, die überwiegende Mehrheit was anderes darunter zu verstehen scheint: Der Bottomturn wird als solcher bezeichnet, weil man diesen Turn am Boden der Welle fährt! Anschließend fährt man die Welle wieder rauf... und dann den Cutback, was bedeutet, dass man am Wellenface einen Turn so fährt, dass man dann wieder "back", also dahin zurück fährt, wo man herkam. Bedeutet, man durchfährt beim Cutback mehr oder weniger, aber wenn möglich eine 180 Grad - Kurve.

    Wellen abreiten ist übrigens m.E. das koordinativ anspruchsvollste, was das Windsurfen zu bieten hat.

    Stones fährt das auf Weltklasse-Niveau in wohl den besten Brechern, die unser Planet zu bieten hat. Ich finde das Video (unten) sehr anschaulich, weil man mit Hilfe der Superzeitlupe gut nachvollziehen kann, was da abläuft und vielleicht auch Windsurfern, die das nicht kennen, ein wenig nachvollziehbar wird, was da den Reiz, die Faszination ausmacht. Aber auch, was das Board leisten können muss, im Turn. Das, was man da auf dem Video sieht, geht vom Prinzip (!) der Bewegungen her gesehen aber auch genauso gut in nur 2 Meter Wellen oder in gleich großen Brechern mit weniger Druck. Die Wellen in Fiji sind zugegebenermaßen schon außergewöhnlich!

    Auf Freewaveboards möchte ich Wellenritte wie diese aber auch schon in 2-Meter-Wellen nicht machen müssen. Das war die Intention meiner Aussage.

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    Aloha

    Claudio

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  • rrd248
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    • 28. September 2026 um 08:08
    • #144

    Wahrscheinlich wäre der Begriff Freemove auch besser als FreeStyleWave.

    Letzte Woche waren in DK in Hvide Sande Wave Bedingungen, NNV West Wind und 3 -5m Wellen, da wäre es sinnfrei mit einem FreestyleWave Board es zu versuchen, auch Freeriden im Meer wäre nicht gegangen.

    Auf dem Fjord waren Wind Wellen, da passte der FSW sehr gut hin, wenn man nicht einfach drüber bügeln wollte, mit Freerace oder Slalom Material.

    An der Ostsee sieht es bei moderaten Windstärken ganz ähnlich aus, da passt ein FSW auch noch, denn wirkliche Wellenmanöver kann man weder dort noch am Fjord machen, springen, halsen, Welle schräg runter fahren nach Lee für ein paar kurze Meter.

    Für andere Manöver bräuchte man dann schon sehr fortgeschrittene Manöverskiills, die nur eine sehr kleine Minderheit haben, die dann für die Surfindustrie eher eine Randgruppe sind oder von speziellen Firmen versorgt werden.

    Ich bin daher mit Freemove bzw. FSW, 75 und 95l, im Durchschnitt besser aufgestellt, auch wenn ich dann so einen Tag wie oben genannt nur vom Ufer aus verleben kann - oder auf dem Fjord bleibe.

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    • 28. September 2026 um 09:18
    • #145
    Zitat von Claudio
    Zitat von Witchcraft Sailboards
    Zitat von Claudio
    Zitat von Witchcraft Sailboards

    Faktisch, das beobachte ich auch so, gibt es da zwei Kategorien Windsurfer, die man auf dem Wasser beobachten kann:

    Die einen legen ihren Schwerpunkt auf Angleiten auf Flachwasser auch bei sehr wenig Wind, das Fahren mit überwiegend großen Segeln und das Erreichen einer möglichst hohen Endgeschwindigkeit. Bezogen auf diese Zielsetzungen greifen diese Fahrer gern zu Freeride-Boards.

    Die zweite Kategorie Fahrer fahren Freewaveboards, zumindest an Orten, wo das möglich ist. Nicht weil diese Fahrer unbedingt anderes auf dem Wasser tun, das beobachte ich auch. Die fahren in der Regel auch nur hin- und her und dazwischen ein Halsenmanöver, das entweder schiefgeht oder ins Floaten mündet. Aber für diese Fahrer steht eher der Turn bzw. die durchgeglittene Halse, vielleicht auch eine gewisse "Geländegängigkeit" auf dem Meer im Vordergrund, zumindest auf der ToDo-Liste... ;)

    Es soll auch Surfer geben, die beide Kategorien wahlweise mit Genuss abdecken. Wenn es wenig Wind hat, fahren sie große Segel und legen Wert auf angleiten und speed (Für Halsen reicht da oft schlicht der wind nicht). Wenn es endlich mal ordentlich Wind hat fahren sie dann kleine FW, kleine Segel und freuen sich über Halsen und kleine Sprünge über die Windwellen, die mit dem großen Zeug bei diesen Bedingungen nur Frust, Kreuzweh und dem ausfallen von Zahnfüllungen führen.

  • dominik49
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    • 28. September 2026 um 09:54
    • #146
    Zitat von blinki-bill

    Das „ Freewaveboard“ wie du es nennst ist wesentlich sensibler was den Kantendruck und die Belastung angeht.

    Leichtere Fahrer tun sich mit derartigen Wave/Freewave/FSW-Shapes aber erheblich leichter überhaupt die Leerail reinzudrücken. Bei weitem nicht jede Person kann nämlich Racegybe bis Laydown zu diesem Zweck.

    Ohne derartige Fahrtechnik, bekommen viele eine boxige Leerail bei ihrem großvolumigen Board nicht ausreichend/artgerecht reingedrückt ins bewegte Wasser. Das spricht gegen typische Freerider, vor allem jene > 110 l

    Sensibilität üben ist auch nicht schlecht. ZB mit Schlangenfahren.

    Zitat von bernie b

    und schauen wer sonst noch unterwegs ist

    Das sollte man doch VOR dem ansetzen zur Halse (oder einem anderem Manöver) machen!!

  • Axel
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    • 28. September 2026 um 10:13
    • #147
    Zitat von rrd248

    Wahrscheinlich wäre der Begriff Freemove auch besser als FreeStyleWave.

    Letzte Woche waren in DK in Hvide Sande Wave Bedingungen, NNV West Wind und 3 -5m Wellen, da wäre es sinnfrei mit einem FreestyleWave Board es zu versuchen, auch Freeriden im Meer wäre nicht gegangen.

    Auf dem Fjord waren Wind Wellen, da passte der FSW sehr gut hin, wenn man nicht einfach drüber bügeln wollte, mit Freerace oder Slalom Material.

    An der Ostsee sieht es bei moderaten Windstärken ganz ähnlich aus, da passt ein FSW auch noch, denn wirkliche Wellenmanöver kann man weder dort noch am Fjord machen, springen, halsen, Welle schräg runter fahren nach Lee für ein paar kurze Meter.

    Für andere Manöver bräuchte man dann schon sehr fortgeschrittene Manöverskiills, die nur eine sehr kleine Minderheit haben, die dann für die Surfindustrie eher eine Randgruppe sind oder von speziellen Firmen versorgt werden.

    Ich bin daher mit Freemove bzw. FSW, 75 und 95l, im Durchschnitt besser aufgestellt, auch wenn ich dann so einen Tag wie oben genannt nur vom Ufer aus verleben kann - oder auf dem Fjord bleibe.

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    Es liegt nicht nur am Brett. Vinc Langer hat letztes Jahr beim Windsurf Cup auf Sylt bei ansruchsvollen Bedingungen mit dem Ultra Freewave das Waveriding gewonnen

  • Saru Man
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    • 28. September 2026 um 10:23
    • #148

    Ich habe mein FSW105 durch ein Wave 106 ersetzt, weil ich die sattere Wasserlage mag. In kleinen Wellen carven, kleine Sprünge, Kontrolle bei Überpower - das kann das Waveboard besser und macht mir deshalb mehr Spaß. Und das große FSW auch bei Kabbel im Freeride-Modus - wenn man nicht auf die Geschwindigkeit fokussiert ist. Mit mehr Kontrolle kann man aber oft auch schneller surfen - zumindest sicherer und länger.

    Was Profis und solche, die sich dafür halten, anstellen ( können/wollen/sollten) interessiert mich nicht.

  • dominik49
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    • 28. September 2026 um 10:25
    • #149

    Wenn man schon Jaeger Stone bringt, kann man auch gleich Matteo Iachino oder Pierre Mortefon bringen für das andere Ende von zwei sehr fortgeschrittene Spektren des Finnen-Windsurfens, das noch ein bißchen was mit mit dem von Durchschnittsfahrern Praktizierten (samt Vorbildwirkung) zu tun hat.


    Moderner Freestyle ist da mMn weiter entfernt, Duck Gybe etc kommen da kaum noch vor ...

  • Witchcraft Sailboards
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    • 28. September 2026 um 12:12
    • #150
    Zitat von blinki-bill
    Zitat von Claudio

    Hey Blinki,

    ich bin ja immer sehr interessiert an anderen Meinungen, daher auch gern hier ab und an im Forum...

    Was meinst du mit "wavetauglich"? Weil, aus meiner Sicht "wavetauglich" wäre ein Board, mit dem ich Wellen abreiten kann oder gut Springen kann. Diese Eigenschaften würde ich bei einem Freewaveboard definitiv nicht vermuten. Mit Blick auf deren Shape usw... Aber vermutlich meinst du was anderes?

    Und bezogen auf deine zweite Aussage (siehe oben), da hätte ich auch ein paar Fragen: Welche besonderen Vorteile im Lernprozess deiner Speedhalsenschüler hast du denn beobachtet, wenn du die auf einem Freerider beschult hast? Ganz konkret, im Unterschied zur Beschulung auf einem Freewavebaord? Welche Probleme traten auf beim Unterricht auf einem Freewavebaord auf, die auf einem Freerider nicht oder zumindest weniger lernhinderlich auftraten?

    Ich habe oben jetzt "Speedhalse" geschrieben, aus sehr konkreten Gründen! Aber das ist nebensächlich, nenn es wie du willst. Sagen wir einfach, es geht um das Lernziel durchgeglittene Halse, also so, dass das Board ruhig, also gut kontrolliert durch die Halse gleitet und am Ende wirklich noch voll am Gleiten und nicht am Parken ist. Da will man ja hin, zumindest wollen da viele hin und darum ging es mir ja auch explitzit bei der Diskussion um ein dafür geeignetes "Lernboard".

    Interessiert mich wirklich sehr, welche Erfahrungen du da gemacht hast!

    Alles anzeigen

    Moin Claudio,
    ich bin kein Windsurflehrer, von daher diskutieren wir hier nicht auf Augenhöhe. So gesehen habe ich was das angeht gar keine Erfahrungen. Konkret fahre ich aber seit vielen Jahr(zehnt)en genau diese Boards und bilde mir daher ein, gut geeignet und weniger gut geeignet auseinander zu halten. Du könntest dich zurücklegen und sagen: Der Meinung, du Ahnung.

    Worin ich den Nachteil des Freewave oder FSW Boards gegenüber Freeridern oder einzelnen Freemovern im Lernen von schnellen Halsen und Verbessern der selben sehe habe ich eigentlich auch schon geschrieben. Die Freemover und Freerider sind M.E. wesentlich weniger sensibel was den Kantendruck angeht. Ein FSW oder Freewave oder Waveboard lässt sich -oder muss sich- M.E. viel flexibler halsen bis hin zu einfach umsnapen. Das ist für jemanden der es kann und einen sensiblen Fuß hat dann irgendwann einfach, daher kommt auch die Meinung, dass diese Boards leicht zu halsen sind. Wer das aber nochnicht kann -und ich finde das sind vorsichtig geschätzt ~95% der Windsurfer- der kann das besser auf den oben genannten Boards lernen, denn die sind viel weniger sensibel und fehlerverzeihender. Denn leider ist die Praxis ja so: Ich kaufe mir das Board und dann fahre ich das für mich selber. Schnell schleift sich was ein, Durchgleiten? Fehlanzeige. Leider hat doch kaum wer einen Claudio in unmittelbarer Nähe, der sich der Sache mal annimmt und konsequent die Fehler ausmerzt. Also: Der Freerider halst sich einfacher, du bekommst das sehr gut gelernt darauf. Wenn das sitzt, dann kommt Level 2. Meine Meinung.

    Beim Thema Waveriding bin ich leider komplett raus. Grundsätzlich würde ich zwar sagen Springen kann man mit fast jedem Boardtyp, ist aber auch wieder nur Meinung.

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    Vielliecht sollte man die Diskusion abspalten.

    Ich sehe und höre aber öfters das Leute die mit einem Freerider Halsen schwierig stehen, das mit einem FW in ähnliche Größe, das auf einmal viel besser klapt.

    Springen kann man mit jeden Boardtyp was gleitet. Dabei ist was am besten geht oder was am einfachsten geht 2 unterschiedliche Dinge. Mit einen Slalombrett kann man in manche Bedingungen am besten springen. Das hat Robby Naish vor viele Jahre schon demonstriert in sein RIP Video. Am einfachsten ist das aber nicht gerade und Körperschonend auch nicht. Auch sind dabei die Bedingungen wieder von Einfluss. enn der Welle direkt steil von vorne kommt springt das nicht am besten denn das wird denn eher geradeaus durch die Welle wollen.

    Ich denke aber das 90-99% der Leuten die einen FW kaufen kein Brett (oder Segel) wollen was am besten performt sondern was am einfachsten performt.

    Die meisten Leuten die einen FW oder FSW fahren tun das in Flachwasser. Vielleicht rauheren Flachwasser, entweder wegen offener Gewässer oder wegen mehr Wind (unterhalb von 6m) oder Strömung aber keine brechende Wellen. Wenn das auf dem offenen Meer ist, wie z.B Brouwersdam, machen die gelegentlich mal Hüpfer auf Dünungswellen oder großeren Chop. Wird auch Bump & Jump (B&J) genennt. Aber auch das ist eher Ausnahme als Regel. Wellenabreiten wird noch weniger gemacht und wenn, dann ist das eher back side. Das heisst nicht das das front side nicht geht. Aber front side Wellenabreiten lernt man (oder ist) m.M.n. einfacher mit ein "Euro" Wave mit die Schlaufen weiter vorne. Front side oder back side Abreiten ist vom Fahrtechnik schon ziemlich unterschiedlich. Auch in Schwierigkeit.

    Bouke-Witchcraft Windsurfing
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  • brillenboogie reloaded
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    • 28. September 2026 um 12:27
    • #151
    Zitat von Claudio
    Zitat von brillenboogie reloaded

    Naiv und unwissend, wie ich bin, konnte ich, bis heute, mit dem großen FW Board wunderbar springen und, zu allem Übefluss, nicht selten auch Wellen abreiten. Ne Menge Spaß hatte ich dabei. Ich wusste ja noch nicht, dass das gar nicht vorgesehen ist! 🫣

    Zitat von franz s
    Zitat von Claudio

    Weil, aus meiner Sicht "wavetauglich" wäre ein Board, mit dem ich Wellen abreiten kann (...) Diese Eigenschaften würde ich bei einem Freewaveboard definitiv nicht vermuten. Mit Blick auf deren Shape usw...

    ... warum sollten Freewave Shapes mit "wavetauglichem" Volumen nicht "wavetauglich" sein?


    Moin,

    das ist natürlich jetzt wieder die höchst individuelle Perspektive meinerseits, die mir übrigens dann auch erst mithilfe von Posts wie denen von euch beiden bewusst wird und gefühlt um die Ohren fliegt... :S

    Für mich bedeutet "Abreiten": Ich fahre an einer brechenden (!) Welle einen Bottomturn und dann einen Cutback... und weil auch diesbezüglich, das beobachte ich regelmäßig in Südafrika zum Beispiel, die überwiegende Mehrheit was anderes darunter zu verstehen scheint: Der Bottomturn wird als solcher bezeichnet, weil man diesen Turn am Boden der Welle fährt! Anschließend fährt man die Welle wieder rauf... und dann den Cutback, was bedeutet, dass man am Wellenface einen Turn so fährt, dass man dann wieder "back", also dahin zurück fährt, wo man herkam. Bedeutet, man durchfährt beim Cutback mehr oder weniger, aber wenn möglich eine 180 Grad - Kurve.

    Wellen abreiten ist übrigens m.E. das koordinativ anspruchsvollste, was das Windsurfen zu bieten hat.

    Stones fährt das auf Weltklasse-Niveau in wohl den besten Brechern, die unser Planet zu bieten hat. Ich finde das Video (unten) sehr anschaulich, weil man mit Hilfe der Superzeitlupe gut nachvollziehen kann, was da abläuft und vielleicht auch Windsurfern, die das nicht kennen, ein wenig nachvollziehbar wird, was da den Reiz, die Faszination ausmacht. Aber auch, was das Board leisten können muss, im Turn. Das, was man da auf dem Video sieht, geht vom Prinzip (!) der Bewegungen her gesehen aber auch genauso gut in nur 2 Meter Wellen oder in gleich großen Brechern mit weniger Druck. Die Wellen in Fiji sind zugegebenermaßen schon außergewöhnlich!

    Auf Freewaveboards möchte ich Wellenritte wie diese aber auch schon in 2-Meter-Wellen nicht machen müssen. Das war die Intention meiner Aussage.

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    Aloha

    Claudio

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    Im Grunde würde schon fast alles gesagt. Ist ja auch eher off topic, aber ich steige nochmal ein ;)

    Ich brauche mir das Video nicht ansehen, ich weiß, was Waveriding ist. Und ich weiß auch, dass das bei Jaeger Stone anders aussieht, als bei mir. Egal welches Brett ich benutze und egal welches Brett Jaeger benutzt ;)

    Natürlich ist zum Wellenabreiten ein Waveboard grundsätzlich besser geeignet, als ein FW (Randnotiz: Innerhalb der Kategorien sind eventuell die Unterschiede größer, als im Übergangsbereich zwischen den Kategorien).

    Nicht jeder will mit trölf Boards auf Reise gehen. Ich hatte früher immer 2-3 Waveboards und ein Freestyle Board. Dann kamen die WaveSUP dazu und ich musste reduzieren. Mein Quiver bei ca. 90 kg war dann längere Zeit 2 Boards (Wave 93 und FW 109) plus 2 WaveSUP (Long&Short).

    Deshalb war der große FW (mit kleinem Trifin Setup) öfter in richtigen Wellen, zumeist float and ride in der Bretagne. Ein Kompromiss, aber ür mich gangbar.

    Anekdote: Zum ersten Mal in der Bretagne, vor 15 Jahren, war ich mit dem 110L Freestyler in 2-3m La Palue sideoff unterwegs. Hab's überlebt, war cool, mit dem Waveboard wär ich hauptsächlich geschwommen, weil sehr wenig sehr böiger Wind und schöner Shorebreak. Hab sogar noch zwei Schnappschüsse gefunden...

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    TL; dr: Einfach mal rausgehen und machen (natürlich in Kenntnis und unter Beücksichtigung der eigenen Fähigkeiten, Bedingungen, Strömungen, Unterwasserbegebenheiten usw.)

    Genug Off topic von mir jetzt ✌🏼

  • Saru Man
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    • 28. September 2026 um 12:31
    • #152

    Unterhalb von 6m = mehr Wind?

    Du scherzt.... Auch oberhalb von 6m ist weit entfernt von " mehr Wind".

  • Witchcraft Sailboards
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    • 28. September 2026 um 12:46
    • #153
    Zitat von Saru Man

    Unterhalb von 6m = mehr Wind?

    Du scherzt.... Auch oberhalb von 6m ist weit entfernt von " mehr Wind".

    Ich rede von einen Durchschnitt der Windsurfer. Das mag für Jeder persönlich anders liegen. Hängt ab vom Gewicht, Fahrkönnen, Vorlieben und gefahrene Reviere.

    Bouke-Witchcraft Windsurfing
    https://surf-forum.com/www.witchcraft.nu

  • jensemann
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    • 28. September 2026 um 13:13
    • #154

    Die Diskussion ist endlos, weil Windsurfen auch endlos ist! Endlos unterschiedliche Wind - /Wasserbedingungen, endlos unterschiedliche Könnensstufen, endlos unterschiedliche Vorlieben...endlos geil! Kaufe ich ein Board, muss es die von mir am meisten und liebsten gesurften Bedingungen bestmöglich abdecken mit dem bewussten Nachteil, dass es dann anderswo an seine Grenzen stößt.

  • 1328tom
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    • 28. September 2026 um 14:34
    • #155

    Hallo, bei so viel Expertise aus dem Wavebereich und regem Austausch, kapere ich den Thread um Werbung für mein Thema zu machen.

    Größtes sinnvolles Waveboard für 4.2 und 4.7..

    Ich glaube da können wir ein paar Türchen die sich hier geöffnet haben weiter diskutieren!

  • Saru Man
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    • 28. September 2026 um 15:25
    • #156
    Zitat von 1328tom

    Hallo, bei so viel Expertise aus dem Wavebereich und regem Austausch, kapere ich den Thread um Werbung für mein Thema zu machen.

    Größtes sinnvolles Waveboard für 4.2 und 4.7..

    Ich glaube da können wir ein paar Türchen die sich hier geöffnet haben weiter diskutieren!

    Bei welchem Gewicht?

  • 1328tom
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    • 28. September 2026 um 16:06
    • #157
    Zitat von Saru Man
    Zitat von 1328tom

    Hallo, bei so viel Expertise aus dem Wavebereich und regem Austausch, kapere ich den Thread um Werbung für mein Thema zu machen.

    Größtes sinnvolles Waveboard für 4.2 und 4.7..

    Ich glaube da können wir ein paar Türchen die sich hier geöffnet haben weiter diskutieren!

    Bei welchem Gewicht?

    Neuer Thread mit ausführlicher Beschreibung Boards: Größtes sinnvolles Waveboard für 4.2 und 4.7 

  • mariachi76
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    • 28. September 2026 um 21:07
    • #158
    Zitat von Claudio
    Zitat von Witchcraft Sailboards
    Zitat von Claudio
    Zitat von Witchcraft Sailboards

    FSW ist im Grunde genommen auch Freeride.

    Hey Bouke,

    die Aussage triffst du - ich vermute das zumindest - aus der Perspektive eines Shapers? Worauf konkret beziehst du die aus dieser, deiner Perspektive von dir angemerkten Parallelen zwischen Freerider und Freewaver? Auf die Scoop-Rocker-Linie? Weil, wie du ja zurecht anmerkst, geht die Schlaufenanordnung und auch deren Positionierung bei Freewaveboards in der Tendenz in Richtung Waveboard?

    Oder wie siehst du das?

    Aloha

    Claudio

    Alles anzeigen

    Nein, nicht am Shape sondern was man macht. Freeriden heißt übersetzt: Freies Reiten (Gleiten). Dabei muss man ja gelegentlich auch mal umdrehen, meistens mit einer Halse. Also Gleiten, Halsen, Gleiten, Halsen, usw. Das ist für mich Freeriden. Und für diesen Ziel kann man unterschiedlich heran gehen. Geschwindigkeit kann ein Ziel sein was einem am meisten Spaß macht. Kontrollierteres entspannteres Gleiten und einfacheres Halsen aber auch. Und das geht am besten mit ein (größeren) FSW mit Trifin und weiter nach innen und vorne positionierte Schlaufen und ein kleineren bauchigeren Segel.
    Mit Wellen hat das ja nichts zu tun.

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    Hi Bouke,

    o.k., da gebe ich dir Recht. Wär mir nämlich neu gewesen, dass es da vom Shape her im Grundsätzlichen zumindest irgendwie Parallelen gibt. Aber ich bin ja interessiert an Neuem!

    Faktisch, das beobachte ich auch so, gibt es da zwei Kategorien Windsurfer, die man auf dem Wasser beobachten kann:

    Die einen legen ihren Schwerpunkt auf Angleiten auf Flachwasser auch bei sehr wenig Wind, das Fahren mit überwiegend großen Segeln und das Erreichen einer möglichst hohen Endgeschwindigkeit. Bezogen auf diese Zielsetzungen greifen diese Fahrer gern zu Freeride-Boards.

    Die zweite Kategorie Fahrer fahren Freewaveboards, zumindest an Orten, wo das möglich ist. Nicht weil diese Fahrer unbedingt anderes auf dem Wasser tun, das beobachte ich auch. Die fahren in der Regel auch nur hin- und her und dazwischen ein Halsenmanöver, das entweder schiefgeht oder ins Floaten mündet. Aber für diese Fahrer steht eher der Turn bzw. die durchgeglittene Halse, vielleicht auch eine gewisse "Geländegängigkeit" auf dem Meer im Vordergrund, zumindest auf der ToDo-Liste... ;)

    So gesehen "freeriden" die Fahrer beider Kategorien. Die erste Kategorie bildet übrigens - zumindest in Deutschland / Österreich / Schweiz - m.E. die deutliche Mehrheit unter den Windsurfern.

    Letztendlich, und da sehe ich tatsächlich einen maßgeblichen Unterschied, haben die Fahrer der zweiten Kategorie zumindest die reelle Chance, irgendwann mal im Lernprozess da hinzukommen, wo sie mit einem Waveboard einigermaßen kontrolliert in der Brandung windsurfen können. Die Fahrer, die auf einem Freerideboard darauf hoffen bzw. sich darum bemühen, auf eine Könnensstufe zu gelangen, die das ermöglicht, schaffen das - nach meinen Beobachtungen - in aller Regel nicht.

    Das klingt fatalistisch und ziemlich absolut, was es nicht soll! Es gibt auch nicht das "niemals", also Ausnahmen immer! Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, aber man könnte natürlich die Autobahn nehmen, die direkt nach Rom führt. Und es gibt natürlich auch Fahrer, die haben das Windsurfen in der Brandung überhaupt nicht zum Ziel, voll akzeptiert!

    Aber wenn die das zum Ziel haben, kann ich die hinter den oben geschilderten Beobachtungen liegenden Ursachen verschiedener Lernprozesse kausal - also auf der Ebene der Bewegungslehre - gut begründen, weshalb ich diesen dann auch ein Freewaveboard nahelege. Die Begründung der Zusammenhänge würde hier den Rahmen sprengen, steht in der dritten Auflage... :)

    Aloha

    Claudio

    Alles anzeigen

    Also die meisten surfer die ich kenne, riggen natuerlich bei schwaecherem Wind (12 bis 20+kn) Freeride/Freerace/Slalom equipment. Da ist das Wasser meist noch halbwegs flach und laesst hoeheren speed zu. Ab >20kn Wind steigen die meisten um auf FSW bzw bump&jump gear. Einfach weil Wellen&Chop dann schon so hoch sind, dass Freerace/Slalom Zeug dann kaum mehr fuer Amateure fahrbar ist. Zudem wuerde der starke Wind das Material und den Surfer auf ueber 35kn beschleunigen wollen, was bei dem Wasserzustand dann einfach nicht mehr fuer Amateure fahrbar ist. Daher umstieg auf langsameres FSW Material, das nie so schnell wird und wo man dann mal ueber die Wellen huepfen oder sie abreiten kann.

    Ist natuerlich auch vom spot abhaengig, bei mir ist aktuell bei ca. 25kn Grundwind die Grenze fuer Slalommaterial erreicht, weil die Wellen dann zu hoch sind und das Material einfach auf eine Geschwindigkeit beschleunigen moechte, die ueber meinem Koennen bei dem Wellengang ist.

    Da habe ich mit FSW dann einfach mehr Spass.

    Also kurzum, ich glaube nicht so ganz an die 2 Surftypen. Kommt immer auf die Bedingungen an, und klarerweise das Material das man zur Verfuegung hat.

    lg

    mariachi76

  • Hifly666
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    • 28. September 2026 um 23:04
    • #159

    Ich denke bei den zwei Surftypen, die Claudio meint, geht es weniger um das Material welches sie benutzen, sondern eher um die Art und Weise wie sie es benutzten.

    Und da kann ich das schon nachvollziehen, auch wenn es natürlich auch jede Menge Stufen dazwischen gibt.

  • Claudio
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    • 29. September 2026 um 00:42
    • #160
    Zitat von blinki-bill
    Zitat von Claudio

    Hey Blinki,

    ich bin ja immer sehr interessiert an anderen Meinungen, daher auch gern hier ab und an im Forum...

    Moin Claudio,
    ich bin kein Windsurflehrer, von daher diskutieren wir hier nicht auf Augenhöhe. So gesehen habe ich was das angeht gar keine Erfahrungen. (...) . Du könntest dich zurücklegen und sagen: Der Meinung, du Ahnung.

    Moin Blinki,

    o.k... da bin ich aber eher bei Kant, Zit.: "Habe den Mut, dich deines Verstandes zu bedienen." Was ich damit sagen will: Es zählt das bessere Argument und nicht, was du bist oder nicht bzw. was ich bin oder nicht.

    Meine Argumente:

    Auf dem Waveboard / Freewaveboard fährt man Speedhalse, auf dem Freerider / Slalomboard u.ä. fährt man Racejiibe bzw. Lay-down-Jibe. Auf Waveboards / Freewaveboards kann man übrigens auch Raceijbe und Lay-down-Jibes fahren, macht in der Regel aber niemand, der ´ne Speedhalse kann. Speedhalse auf Freerideboard / Slaomboard u.ä. ist mit Blick auf den Shape und dessen Wirkung auf das Fahrverhalten im Turn dysfunktional.

    Jetzt herrscht natürlich eventuell Verwirrung, weil die Frage im Raum steht, hatten wir ja schon mal an anderem Ort: Was meint der mit "Speedhalse", was mit "Racejibe"? Komplex, das hier zu klären, ohne negativ aufzufallen... :S Damit hier nicht einige wieder abdrehen wegen "verkopfter" Diskussionen, möglichst einfach der m.E. wesentliche Unterschied: Der Turn einer Speedhalse wird anders eingeleitet und ausgesteuert als der einer Racejibe, die Lay-down-Jibe in nochmals anderer Weise, weil das Rigg "mitspielt".

    Ich habe beide Halsenformen vielen Schülern vermittelt, was wirklich nicht einfach ist! Und so einen Lernprozess erfolgreich anzuleiten, das fällt einem übrigens nicht einfach so mal in den Schoß! Theoretisch "geht" da viel, aber dann schlägt die Realität der Praxis zu! Ich hab da rückblickend zunächst erstmal viele Fehler gemacht. Und so ein Lehr-Lern-Prozess läuft ja nicht monologartig in eine Richtung ab. Es ist - sollte m.E. auch - vielmehr ein wirklich intensiver Dialog zwischen Lehrer und Schüler sein! Insbesondere am Anfang habe ich entsprechend mindestens so viel von meinen Schülern gelernt wie die von mir! Über besondere Bewegungsschwierigkeiten, Lernhindernisse, was sehr hilft beim Lernen und was überhaupt nicht, was einfach und was schwer fällt und welche Voraussetzungen oder methodische Vorbereitungen dringend erforderlich sind z.B., um eine bestimmte Bewegung erfolgreich vermitteln zu können.

    Und da ich ja diesen ganzen Prozess noch durch die sportwissenschaftliche Brille angeschaut habe, stand immer auch die Frage nach kausalen Ursachen im Hintergrund. Also z.B.: Weshalb genau ist dieses Voraussetzung, damit jenes dann gut bzw. leicht erlernbar ist? Denn: am Anfang habe ich zwar im Lehr-Lern-Prozess bestimmte Beobachtungen gemacht. Mir war aber meist nicht klar, welche Ursachen diese Phänomene haben?

    Die wesentliche Schwierigkeit beim Durchgleiten einer Halse liegt in der Kontrolle der Kurvengleitfahrt. Die Kurvengleitfahrt über den gesamten Turn einer Halsenfahrt zu kontrollieren ist bei einer Speedhalse nun aber deutlich einfacher zu erlernen als die einer Racejibe.

    Es verhält sich meinen Lehr-Lern-Erfahrungen zufolge also genau anders herum, als du annimmst. Erst die Speedhalse, dann die Racejibe. Vom Einfachen zum Schweren.

    Dass die höhere Steuerempfindlichkeit eines Boards bei Kantenbelastung - wie sie bei Freewave- oder Waveboards im Vergleich zu Freerideboards sicher in der Regel gegeben ist, da gebe ich dir Recht - in irgendeiner Weise Probleme gemacht hätte, wie du das ja als Nachteil argumentativ anführst, das habe ich bei Schülern noch nie erlebt, im Dialog berichtet bekommen oder in irgendeiner Weise beobachtet. Diese bessere Steuerbarkeit ist - ganz im Gegenteil - für Einsteiger in die Speedhalse ein entscheidender Vorteil im Lernprozess.

    Aber: Wir müssen in Bezug auf diese Fragen wirklich nicht einer Meinung sein!

    Herzliches Aloha

    Claudio

    http://www.windsurflehrer.de

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