Ich habe dir die Windrichtung in Orange eingezeichnet
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der rote Pfeil markiert die Stelle des 180° Winddrehers, der mich beim Dümpeln (der grüne Graph unten im Bild ist die Fahrgeschwindigkeit) vom Brett geholt hat.
Wie du dem grünen Graph entnehmen kannst war am Anfang der Session etwa 5 Minuten Dümpeln angesagt bis in die Windzone, am ende der Session waren es eher 10, weil sich der Wind noch mehr nach draußen verlagert hatte.
An dem Tag bin ich 7,0 und das 120l Freemove Brett meiner Frau gefahren. Ein 75kg Surfer der Zeitgleich mit mir draußen war 100l Freewave und 5,3.
Hey Robert,
o.k.... danke für deine Ergänzungen! Tatsächlich hatte ich mich gefragt , was die Kurve unten darstellt? Windrichtung draußen auch klar... Ich denke, dass ich jetzt das verstanden habe, was da abgelaufen ist.
Ich weiß nicht, ob dich das weiter bringt, musst du dann sehen:
Am Gargano - und das ist klassisch, das läuft an sehr vielen Thermikspots weltweit änlich ab - baut sich der Wind meist erstmal weit draußen in der Dünung auf. Da sieht man draußen dann Schaumkronen (ist bei Nordwind dort oft auch so), nach und nach kommt dieser "windstarke Bereich" immer näher ans Ufer und meistens dreht der Wind dann noch ein klein wenig auflandiger, bis dann auch am Ufer starker Wind herrscht. Dann bleibt der Wind eine gewisse Zeit und dann läuft dieser ganze Prozess wieder rückwärts ab: Am Ufer schwächt der Wind als erstes ab, dreht etwas ablandiger, usw.... bis nur noch weit draußen stärkerer Wind herrscht. Wenn der Wind am Ufer abschwächt und dreht, gibts aber, das ist das Gute, draußen auch schon "Windlöcher". Wichtiger Punkt!
Dieser Prozess läuft meist so, aber, wie das mit Wetter so ist, nicht zwingend immer. Es kann zum Beispiel sein, dass man den Wind draußen nahen sieht, er kommt dann aber nicht nährer ans Ufer, sondern zieht sich wieder zurück nach draußen und dann wars das den Tag. Und alle am Strand, die teils schon aufgriggt und sich gefreut haben, machen ein langes Gesicht...
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Wenn du an so einem - sagen wir - wie oben beschrieben "normalen Tag" jetzt draußen bist und nicht mitbekommst, dass der Wind auf dem Rückzug ist, dann kann tatsächlich passieren, dass du vorn Richtung Ufer schon mit leicht ablandigem, schwachem Wind konfrontiert bist. Das liegt für mich auf der Hand. Ich bin wirklich schon oft, weil ichs draußen in der Brandung völlig im Flow bis zuletzt ausgreizt habe, dann die letzten 100 - 200 Meter mit meinem Zeugs ans Ufer geschwommen (also nicht am Gargano, sondern woanders, aber da war das der gleiche Schnack). Mir war da aber klar, dass ich das riskiere und ich war auf meiner kleinen Schüssel unterwegs.
Aber deswegen nehm ich nichts Großes, also was mit viel Volumen! Da pass ich entweder besser auf, oder ich schwimme halt... also, so handhabe ich das.
Aber, ganz klar: Wenn du jetzt wirklich draußen in der Dünung windsurfen willst und der Wind kommt - nehmen wir mal an - an dem besagten Tag nicht weiter rein, sondern bleibt draußen, hast du zwei Optionen:
- Du fährst raus, hast in der Dünung alle deine Antennen draußen und sobald der Wind - ich hatte das oben in einem anderen Post beschrieben - dich "warnt", fährst du umgehend an Land, wenn du nicht schwimmen willst.
Oder, du nimmst an solchen, m.E. eher seltenen, irgendwie "unsicheren" Tagen halt das Board mit satt Überschussvolumen.
Grundsätzlich mehr Volumen zu nehmen, das halte ich für die falsche Strategie. Mich würde das "Mehr" an Volumen stören. Ist aber sicher eine Frage der Perspektive.
Herzliches Aloha
Claudio