Posts by dominik49

    steht auch in allen Regattaregeln "Racing Rules od Sailing"

    Nicht ganz, da muss man genau sein: Raum geben zum Freihalten ist was leicht anderes als Kurshaltepflicht - zB langsam luven - vgl RRS 16.1, 16.2


    Man kann eine sich ändernde Situation auch öfter, also zu unterschiedlichen Zeitpunkten, beurteilen, wenn sie sich denn ändern darf - was auch mit der grundsätzlichen Manövrierfähigkeit eines Wasserfahrzeugs zu tun hat.

    In Ausweichsituation besteht Kurshaltepflicht - bis hin zum Ausweichmanöver des letzten Augenblicks - schon aus dem Vertrauensgrundsatz und Basis einer sinnvollen Verkehrsordnung.


    Neben den von Totti-Amun wiederholt zitierten 3 Grundregeln veruch ich's zwecks Kollisionsprävention mal so:


    Zu ergänzen ist, dass wer ein Manöver einleitet (inkl springen) bis zum Manöverabschluss und Reaktionsmöglichkeit der anderen auf die Fahrrichtung etc bei Manöverende, allen ausweichen sollte. Vgl Wegerecht erlangen in einer Regatta (zB RRS 15).


    1. Man soll die Umgebung umfassend wahrnehmen und die anderen Wassersportler und deren Limits einschätzen können.
    2. Man soll als Nicht-Ausweichpflchtiger (aber auch sonst) frühzeitig andeuten, wo man hin will und bei absehbaren Bedingungen auch gut hinkommt.
    3. Ausweichpflichtiger soll sich frühzeitig und eindeutig erkennbar freihalten.
    4. Nicht-Ausweichpflichtiger soll so weit und lang wie erforderlich seinen Kurs halten und das Freihalten (zumindest!) sukzessive ermöglichen.

    Da Kopf und Rumpf drehbar sind, ist es IRRELEVANT, wo jemand seine Augen hat. Offensichtliches Nicht-gesehen-werden kann jedoch relevant für das Manöver des letzten Augenblicks sein.


    Wie lösens die Grundregeln, wenn man in Lee überholt und der Langsamere aus Luv kommend erst auf Kollisionskurs abfällt??? Da sollte wohl Lee vor Luv und die Manöverregel die Überholbeschränkungsregel übertrumpfen.


    Zu Rüdis Fall müsste man erst die ganz konkret bestehenden Rechtsnormen am Unfallrevier (wo war's?) ermitteln.

    Ich hab nur SDM XTs und fahr nur das 8.4 auf der kurzen SDM-Verlängerung.


    Probleme bei weiterem Auszug sind mir allerdings nicht bekannt. Bsilang ist mir das bessere Gefühl das Mehrgewicht durch das längere Alurohr wert.

    Der Wasserstand ist sehr, sehr niedrig für die Jahreszeit, was hoch problematisch ist.


    Allerdings sollten einige Berichte auch nicht unnötig reißerisch übertreiben.


    So konnte die Windsurf Slalom ÖM - samt genutzten 44 cm Finnen (als Maximum) mitte Juni 2022 in Podersdorf bei NW und SSO problemlos durchgeführt werden.


    Akuter Handlungsbedarf und dringendes Verbesserungspotential bei der Wassernutzung, Grundwasserspiegeln, Schilfmanagement etc gibt es natürlich. Vom Risiko, dass durch notwendiges! Ablassen von großen Seewassermengen Salze etc verloren gingen, sind wir mittelfristig deutlich entfernt.


    Vielmehr dürfte die Konzentration zugenommen haben, da ja destilliertes Wasser verdunstet - und keine Salze und Schwebestoffe.

    Obwohl mit higher aspect ratio Warp Fin Segel die Vorlieklänge ab 2021 länger wurde, wird der Maximumverstellbereich der Power XT "hausintern" nicht genutzt - ich gehe da von eher wenigen Erfahrungswerten in der harten Belastungspraxis aus.


    Wenn ich mir das Brechen von neuem olympischen Segel/Foilequipment für 2024 anschaue zeigt sich, dass die Belastungsrealität oft härter ist, als von den Designteams der Produzenten angenommen. Das betrifft Duotone wohlgemerkt nicht.

    Freiheit ist extrem wichtig.


    Aber auch der Geisterfahrer würde sie gern für sich beanspruchen. Gewisse Verkehrsregeln brauchts es also.


    Eigenverantwortliche Risikominierung ist sehr oft sinnvoll.


    Rundumschauen vor einem Manöver oder größerer Kursänderung hat noch niemandem geschadet. Kurshalten, damit der Freihaltepflichtige ausweichen kann ist auch sinnvoll (und Vorschrift - bis zum Manöver des letzten Augenblicks).

    Insgesamt ist das wenig sinnvoll, aber es ist so und warum es gerade in Deutschland so ein Durcheinander gibt, ist mir völlig unklar. Andere Länder händeln das anders, Deutschland früher auch, aber hat sich vor ein paar Jahren mal wieder grundlos rückwärts entwickelt.

    Das meinte ich mit Wirrwar AKA sehr große und nicht überall sachlich gerechtfertigte Regelungsvielfalt. Du hast es "so ein Durcheinader" genannt ...




    WSRR definieren Überholen so: "A board is overtaking from the moment she gains an overlap from clear astern until the moment the overlap is broken."

    ...

    Lee vor Luv

    Überholer hält sich frei


    Die KVR ...

    Alles gut beschrieben inkl deutsches Wirrwar.


    Nach welchen Kriterien entscheidest Du für Windsurfer untereinander von wann bis wann es einen Überholenden gibt und wann wieder (oder weiterhin Lee vor Luv gilt)?


    Nicht direkt von achteraus ins Heck ist klar. Was wenn das Überholen in ein gleichschnell Nebeneinanderherfahren wird, oder man gar in Lee nicht durchkommt und zurückfällt?


    Die an die nächtliche Hecklichtführung angelehnte KVR-Definition fürs Überholen kann es ja nicht sein ...

    Satz lautet richtig: Klar ist die beschriebene Situation keine Regatta. - Sorry für das einsame k vor die - es gehört vor eine = keine.

    Sehe ich auch so. Auch, dass einer vor meiner Nase die Halse fährt ohne auf freien Raum zu achten, hab ich immer auf den Schirm

    Toll!


    Ich schaff das regelmäßig aber nicht immer. Wenn ich mich entscheide in Lee vorbeizufahren (etwa weil das grundsätzlich netter ist, oder der anderer Höhe zieht wo ich ev 10 Sekunden später nicht mitkann - zB Foiler), dann rechne ich NICHT IMMER, dass der vordere Windsurfer ansatzlos und ohne zurückzuschauen eine Halse einleitet.


    roki: Klar ist kdie beschriebene Situation eine Regatta. Aber wie Du schreibst sollte man nach adäquate Regeln Ausschau halten. Unstrittig wurden die KVR nämlich nicht für gleitende Windsurfer untereinander ersonnen!


    Wenn dann lieber IFCA als Straßenverkehrsordnung oder UCI, etc.


    @dkp: Kennst Du FIS-Verhaltensregel 5 (beim Carven) und die Sachverständigentheorie vom Fahrkanal?


    Rücksichtnahme ja, vorausschauendes Fahren ja. Kollisionen vermeiden: JA.


    Die Chance auszuweichen muss aber schon vorhanden sein (es ist nicht grundsätzlich der von hinten kommende der Depp). Hellsehen kann nicht verlangt werden.

    Unfreiwilliger Sturz nach Luv dann, wenn

    1. urplötzliches Windloch, oder Schraler um an die 50°
    2. Trapeztampen reißt oder Trapezhaken bricht oder unfreiwilliiges Aushängen,
    3. massives, unbeherrschbares Spinout oder Finnenbruch,
    4. Mastbruch oder erheblicher Segelriss,
    5. ...

    und weit außenbords oder Rigg bereits nach Luv überzogen.

    Man kann auch dadurch rasch zum Überholer WERDEN indem der anderen langsamer wird. Jemand kann sehr schnell langsamer werden. Dann braucht der Überholer Zeit zu reagieren, da nicht er die Situation herbeiführt.


    Üblicherweise wird Reaktionssekuinde zugebilligt.


    Ich würd zwischen einem völlig unfreiwilligen Sturz und dem Aufgeben der konstanten Geradeausfahrt (oder eines Manövers) unterscheiden. Man darf aufgeben - etwa wenn die Böe zu stark, aber nicht zu abrupt und ohne sich umzuschauen. Wenn ohne umschauen, dann ganz langsam und zB noch am Board stehend aus den Schlaufen raus, das kann ein nachkommender als Vorbereitung einre derartigen Anluv-Abstopp,stehtief-Stehen-Aktion erkennen.


    Eine Manövrirerunfähigkeit muss man erst mal erkennen können, also wahrnehmen, dann ca. Reaktionssekunde, ab dann ist man jedenfalls ausweichpflichtig.


    Leeboot darf langsam luven, aber muss anderem Raum und Zeit geben sich freihalten zu können.


    Unmittelbar vor Kollision ist der mit Wegerecht kurshaltepflichtig - was sich erst mit dem Notmanöver des letzten Augenblicks ändert.


    Laut IFCA-Regeln beginnt Überholen mit Überlappung. Derartige Regeln sind teils windsurfspezifischer als die KVR, COLREGs, etc etc.


    Man muss sich auch bei stärkeren Kursänderungen (so ab ca 15° schätze ich) umschauen, nicht nur vor Wende oder Halse oder Sprung nach Lee (Kiter!!) - dann sowieso.

    Schau, schau, da dürfte doch noch einmal eine Foil Session gehen (mit 70er Mast) am Wochenende. Wasserstand ist wieder knapp auf Foil-Niveau und nächsten 2 Tage soll es noch ordentlich regnen :)

    bei gutem, anhaltendem Nordwind sollte es jedenfalls tief genug in Illmitz sein

    Triwave 89 fahr ich mit Winterneo auch mal mit 4.4, sonst aber eher ab 4.8, Kode Wave Twinser 82 mit 4.0 bis 4.8.


    - wobei bei Singleboardflugreise auch das 5.2 auch noch ansprechend gut geht auf dem 82 l.


    Schau nicht nur auf die Liter, Breite, One Foot Off-Breite, Speedpotential, Finnenbestückung zählen genauso.


    Wer stürmische Bedingungen mag und sucht und ausdauernd surft, sollte mmN auch ein passendes Board zum kleinsten Segel haben und dabei Kompromisse vermeiden.