Posts by Witchcraft Sailboards

    Noch vergessen: Vor 2 Jahre habe ich, nach den Erfahrungen mit den Serum, den Chakra, Haka, und Reaper auch deutlich mehr Doppelkonkav verpasst. Das läuft ruhiger und hat mehr Kantengriff. Also auch vom Shape her sind die Witchcraft Bretter beim TWS mittlerweile veraltet.


    Und was man beim Testen beachten sollte ist wo die Schlaufen montiert sind. Das macht viel aus. Den Trend bei vielen Marken ist die Schlaufen immer weiter nach hinten zu positionieren.
    Eine Position von 1,5cm nach hinten macht ein Brett deutlich spritziger, wendiger, schneller aber auch anspruchsvoller und eine Position nach vorne macht es deutlich gemütlicher/fehlerverzeihender und einfacher gleitend. Regelmäßig höre ich von Kunden die nach ein wendigeres oder besseres gleitendes Brett fragen, das die noch nie die Schlaufenpositionen angepasst haben. Und schwupps brauchen die kein neues Brett mehr und sagen das die das vor Jahren schon versucht haben sollten.

    tourensurfer hat recht war ne 30er


    Erst zum ran tasten witchcraft chakra 106

    In einer eher Duty Variante. Gewicht deutlich spürbar zu den anderen boards. Board gleitet super an und wirkt immer wie auch schienen. Hakens und turns alles total sicher

    Man kann die quasi nicht versauen. Wird aber nicht besonders schnell und wirkt am Fuß auch nicht besonders leicht. Aber wer Wave Einsteiger ist und absolute Kontrolle und Sicherheit sucht. Eine absolute Empfehlung

    Die Witchcraft Bretter im TWS sind noch aus 2018 und das Chakra ist eine CBC und da ist mal eine hereingefahren wonach die Finne herein gesteckt hat. Es hatte auch Wasser aufgenommen. Nach die Reparatur war es denn einiges schwerer. Ich hatte es HDD machen sollen weil nach so viele Jahre Vermietung passiert auch mit ein 106L Chakra mal was und wäre es jetzt nicht so schwer. Ich plane schon Jahren die mal zu ersetzen, habe aber immer noch kein Kapazität frei machen können, Kunden gehen vor. Sonst gute Beschreibung, das Chakra ist das fehlerverzeihenste Modell was wir machen. Und die Geschwindigkeit kann oft trügen wegen die Laufruhe und Kontrolle.

    https://youtu.be/rFOZqCaqVl0

    Bei K4 und Witchcraft sind die genauen Finnen Flächen ausgewiesen. Guter Anhaltspunkt.

    Die Fläche ist sowohl bei Finnen als Segeln nicht ganz so entscheidend wie die Länge.


    Ich hatte früher rund 2012 mal eine Serie Finnen breiter gemacht um mehr Fläche zu bekommen und kleinere Finnen fahren zu können. War aber kaum der Fall und dazu waren die noch langsamer auch weil um keinen Strömungsabriss bei hohen Anstromwinkeln zu bekommen, müssen die Finnen auch dicker werden.
    Wie bei allen Profilen ist die Faustregel: 2/3el der Lift (Power) kommt aus den ersten 1/3el. Schau nach Windräder oder Segelflugzeuge. Warum Finnen nicht genauso lang und schmal gestaltet werden liegt daran das bei Finnen und Segel, die Hebel und stabilität auch mitbedacht werden.
    Auch bei Segeln sollte man zumindest neben die Fläche auch die Mastlänge mit beachten. Ich habe früher mal einen Ezzy 5.2 gegen ein Naish Chopper 5.2 mit einen +/- 40cm kürzeren Mast getestet. Wo ich mit den Ezzy normal gleiten konnte, war es mit den Chopper schwer überhaupt einen Wasserstart zu machen und als es denn geklappt hat war an gleiten nicht zu denken. Es fühlte sich zwar etwas händlicher an aber was nutzt das bei ein 5.2er wenn es nur die Power einer 4.7 liefert. Das war eine gute Lehre.

    Das war auch eine weitere Idee die ich damals hatte wenn es mit der Verdrehung der Löcher nicht ausreichend besser wurde. Aber das System wäre schon deutlich umständlicher mit mehrere Einzelteile die man nicht immer braucht und denn herumfliegen und auch schwerer sind.

    Ich nehme schon seit Jahre nur 1 Verlängerung mit auf reisen. Hier ist uns nach 80 bis 150 Sessions pro person pro Jahr seit über 10 Jahre noch keins kaputt gegangen. Und auch nach 10 Jahre ist kaum Verschleiss zu spüren. Nur den Gummiring um den Splitring geht so nach 3-6 Jahre kaputt. Aber man kann auch ohne auskommen, der Druck vom Mast drückt den Ring auch zu.

    Jahrelang hat er danach gesucht und den Beweis nun endlich gefunden 😜.

    Die Carbonverlängerungen halte schon, ausser vielleicht bei den von Bouke beschriebenen extrem Bedingungen. Das das aber durch drehrn der Löcher in Griff zu kriegen ist, ist bemerkenswert.

    Manchmal braucht man gar keine "extreme" Bedingungen, eine halbe Meter Shorebreakwelle kann reichen.

    Ich denke beim Waschgang durch die Brandung wirken sehr hohe seitliche Kräfte, da hilft das versetzen der Bohringen. Beim normalen Surfen, sind da nicht so hohe seitliche Kräfte. Da wirken mindestens genauso hohe Kräfte durch den downhaul.

    Aber dabei bleibt die Frage was "normalen" Surfen ist. RDM Masten sind auch für die Welle entwickelt. Und das drehen der Löcher hat kein Nachteil. Wenn es den Downhaul in die Welle aushält, inkl Sprünge/Landungen, wird es das auch auf Flachwasser tun. Schwerer wird es davon nicht.

    Ich finde die Erklärungen zur Lochposition sehr plausibel, da im Normalfall eher seitliche Kräfte auf die Verlängerung wirken sollten.


    Das ganze Thema wird natürlich auch dadurch interessant, dass immer längere Verlängerung über 30cm benötigt werden, die dadurch viele Bohrungen haben und entsprechend geschwächt sind.


    Ich nehme daher lieber einen kurzen Extender incl. kurzer Verlängerung und nehme das höhere Gewicht in Kauf, an der Stelle eh unkritisch.

    Wenn du diesen Bild anschaust sieht man wo die Kräfte im Material am größten sind.
    ANSYS-mast-extension-across.jpg

    Die größte Kräfte sind immer am Loch wo der Mast aufhört. Es ist weiter also so ungefähr egal wie viele Löcher es darunter gibt. Und wenn man die Löcher 90° dreht, also in längsrichtung, hat man dort gar kein Loch wo die Kräfte am höchsten sind.
    Was schon zählt ist die Länge die aus dem Mast steckt weil das erhöht den Hebelwirkung. Aber wie gesagt, mit längs platzierte Löcher kein Problem.

    Hier so eine "Ernte" von etwa 1,5 Jahr. Darunter auch einen "HD" Verlängerung von 800gr die innerhalb 3 Wochen bei 12cm Verlängerung verbogen war. Kein Garantie bekommen. Und Alu kann auch brechen. In dieser Zeit habe ich Kunden auch empfohlen nicht langer als 16cm zu verlängern. Mit dem Mix&Match Masten System von Ezzy und den Broomsticks, ist das möglich. Jetzt alles kein Thema mehr, verlängern bis 32cm ist kein Problem. Wir haben aber nie so ein Schaden gehabt das ein Loch vom Pin kaputt ging, wie in der OP.
    broken extensions1.jpg


    Den US Bechersystem verkaufe ich auch schon lange nicht mehr nachdem 2 Kunden ihren Brett verloren hatten weil der Mutter aus dem Plastik Becher gerissen war als eine Welle auf dem Brett gekracht war. Früher hatte das Euro Pinsystem noch Schwachstellen an der Verschraubung oder Verriegelmechanismus aber das ist alles gelöst. Jetzt ist es deutlich überlegen. Aber ich bekomme immer noch mal Kunden bei den das nicht angekommen ist.

    Bis vor etwa 14 Jahre haben wir reihenweise Verlängerungen gebrochen oder verbogen. Von nahmhaften Hersteller wie Chinook, Tecno Limits, AL360, Streamlined. Manchmal 3 bis 5 im Jahr. Pro Fahrer. Ohne Jemals Garantie anerkannt bekommen zu haben. Die Bedingungen sind hier auch für Riggs ziemlich schwer. Ezzy erzählte mir schon vor mehr als 15 Jahre schon mal das wir mehr Masten brechen als die auf Maui. Denn habe ich mal ein Student Ingenieur forschen lassen was man da tun kann weil es ist oft nicht nur der Verlängerung die kaputt geht, es kann auch ein kaputtes Segel oder beschädigten Brett bedeuten und evt auch eine langere Schwimmeinlage. Die Lösung war denn beim genauer anschauen von kaputte Verlängerungen schnell gefunden: Die Schwachstellen sind die Löcher. Die stehen quer, wahrscheinlich weil Hersteller davon ausgehen das die großte Kraft vom Downhaul kommt. Aber in die Welle sind die Kräfte von eine Welle die ins Segel fällt deutlich größer. Und diese Kräfte kommen nur von der Seite. Wir haben berechnet das das 90° drehen der Löcher bei gleichbleibende Biegemoment wird die Belastung im Material fast halbiert. Und somit einen 96% stabileren Verlängerung ergibt:
    ANSYS-mast-extension-1-600x451.jpg

    ANSYS-mast-extension-across-600x451.jpg

    Bei größere Löcher wird dieser Unterschied noch deutlich größer sein.

    Also Löcher gedreht bei ein Verlängerung und die hat denn gehalten. Wir haben seitdem nie wieder eins gebrochen. Ich habe das all den Hersteller mitgeteilt weil ich nicht vor hatte selber in den Zubehörmarkt ein zu steigen. Es kam aber keine Reaktion. Ich habe denn mein Mastenhersteller Reglass gefragt ob die mir solche Röhre machen konnten aus 100% Carbon und zusetzlich mit eine hohere Wanddicke und Außendurchmesser um auf Nummer sicher zu gehen. Das konnten die weil die Verbindungsstücke zwischen Masttop und Base werden erst als langeren Rohr hergestellt und dann auf länge geschnitten. Bei vielen, wenn nicht alle Carbonverlängerungen die ich gebrochen gesehen habe war immer ein bedeutenden Anteil an weißen Fasern zu sehen und die haben oft viel zu viel Spiel im Mast. Ich habe mir denn die Trimmblöcke und Verstellringe von Chinook gekauft. Die letzte 10 Jahre lasse ich die in China herstellen wo das Rohr bis unten durchgeht und sowohl Trimmblock als Splitring aus Edelstahl sind. Auch wieder mit 100% Carbon und hohere Wanddicke. Ich meine das seit etwa 2 Jahre Chinook auch die Löcher 90° gedreht hat. Das wird auf deren Webseite nirgendwo kommuniziert aber man sieht es auf dem Bild. Immerhin.

    Ich denke, dass Duotone eine relativ grosse Datenbank haben sollte mit allen seinen Shapes (inklusive Prototypen kommt da sicher eine vierstellige Summe zustande) und dann zu jedem Shape die entsprechenden digitalisierten Beurteilungen der Teamrider. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass solche Bewertungen mit einem Fragebogen standardisiert wurden, ähnlich wie zB Fahrverhalten in der Automobilindustrie bewertet wird.

    Mit solchen Inputs würde ich einer KI schon zutrauen einen Shape nach gewissen Anforderungen zu entwerfen, dazu braucht es auch sicher eine Lernphase, aber so ganz abwegig sehe ich die Idee nicht.

    Die Sache ist das frühere Bewertungen irreführend sein können und meist auch sein werden weil sich z.B. die Segel, Finnen oder Fahrer geändert haben.

    Also im Bereich Windsurfen ist es noch sehr unterentwickelt. Das fangt schon an beim Komposit, wo der Wissensstand etwa 20 Jahre zurückliegt. Wenn man fragt welche Bauweise am Umweltfreundlichste wäre sagt es Starboard weil die mit BIO harz arbeiten. Bioharz kann aber 30% weniger Belastung haben, was dazu führen kann das ein Brett nicht mal die Hälfte an Lebensdauer hat (Die mussten ja auch schon komplette Serien zurückrufen), je nachdem wenn man die Belastungsgrenze überschreitet und die liegt bei solche Bretter mit normalen Harz schon knapp oberhalb normale Belastungen. Die meisten Kunden sind schon ziemlich konditioniert vorsicht mit deren Material um zu gehen. KI hat schon mal Null Ahnung welche Harze am besten mit welche Fasern zusammen arbeiten oder was die Sandwichdicken für Einfluss haben und das ist schon sehr Basiswissen. Noch mal zu schweigen von Dyneema. Da sagt es einfach das es ungeeignet ist und sagt das Carbon-Innegra das beste ist. Und das sind einfach 2 völlig unterschiedliche Materialien die wegen den große Unterschied im Elastizitätsmodulus sehr schlecht zusammen arbeiten. Vielleicht wird es es irgendwann können, aber von was es mir bis jetzt gezeigt hat ist es noch seeeehr weit entfernt. Vom Fahreigenschaften und Fahrgefühl mal zu schweigen. Ich hatte da viel mehr erwartet.

    Du verwechselt KI wieder mit ChatGPT & Co. Aber da würde ich mich jetzt nur wiederholen.


    Ich erinnere mich nicht, dass Starboard eine ganze Serie zurückgerufen hat. Welche war das? Meinst du 2019 oder 2020? Es gab keinen Rückruf wegen des Bio Harzes (oder des Flax Balsa). Der Fehler lag an einer internen Kommunikationspanne: Die Anweisungen für die richtige Laminierung der LCF-Boards wurden nicht korrekt an die Produktionslinien weitergegeben, wodurch einige Boards fehlerhaft produziert wurden. Das Material selbst (Balsa, Bio Harz, Flax) war nicht das Problem. Da jedoch der Markt und die Vertriebspartner befürchteten, dass die Kunden das Balsa-Material für die Ursache halten könnten, hat Starboard auf Wunsch der Händler vorerst wieder auf herkömmliche „fossile“ Sandwich-Bauweise umgestellt. Das ist jedenfalls mein letzter Wissenstand.

    In den Interview gesteht Rasmussen das die eine Serie zurückrufen mussten wegen Bioharz (und evt auch andere "bio" Materialien), das die das nicht gut vorher getestet hatten und das es ihn peinlich war und eine schlechte Sache für Starboard. Das Interview ist mittlerweile aber 5 Jahre her und ganz genau errinnere ich es mir auch nicht mehr. Ich kannte den Fall bis dahin auch noch nicht. Das großte Teil vom Interview wo er das gesagt hat ist aber verschwunden, es war 3 bis 4 mal so lang. In den Diskussion drunter wird weiter diskutiert über den (un)sinn von Bioharz.


    Ich meine ChatGPT ist auch KI, es wird bestimmt möglich sein KI auch für Bretter zu benutzen, dann braucht es aber Daten, jede Menge Daten und man muss es erzählen was da besser ist und was nicht um daraus zu lernen weil windsurfen kann es immer noch nicht und wird es auch nicht. Diese Daten gibt es nicht und wird sehr viel kosten die her zu stellen.
    Wenn wir CFD Programme benutzt haben, haben wir die mit viel Daten gefüttert mit den wichtigsten Standard Situationen. Aber das Programm selber hatte auch schon viele der spezifische Daten. Die Ergebnisse haben wir aber selber ausgewertet.

    In andere Bereiche gibt es viel Informationen woraus es lernen kann und damit den Anfang um sichselber zu verbessern.

    Hier hatte er das gesagt aber 3/4el vom Interview ist gelöscht. https://www.continentseven.com…nd-coronavirus-starboard/
    Aber die Diskussion drunter ist noch da.

    Wenn man fragt welche Bauweise am Umweltfreundlichste wäre sagt es Starboard weil die mit BIO harz arbeiten. Bioharz kann aber 30% weniger Belastung haben, was dazu führen kann das ein Brett nicht mal die Hälfte an Lebensdauer hat (Die mussten ja auch schon komplette Serien zurückrufen), je nachdem wenn man die Belastungsgrenze überschreitet und die liegt bei solche Bretter mit normalen Harz schon knapp oberhalb normale Belastungen. Die meisten Kunden sind schon ziemlich konditioniert vorsicht mit deren Material um zu gehen.

    Welche Serien wurden zurück gerufen?


    Wer hat Kunden konditioniert, mit dem Material vorsichtig umzugehen?

    Es gab vor einige Jahre ein Interview mit Rasmussen wo er das selber gesagt hat. Ich meine auf C7.


    Das Material hat Kunden konditioniert. Aber das weißt du ganz genau, es passt dir nur nicht das es ausgesprochen wird. Jeder der das, und auch andere Sachen, nicht wahr haben will oder gut redet, schadet die Entwicklung.

    Vielleicht wird es es irgendwann können, aber von was es mir bis jetzt gezeigt hat ist es noch seeeehr weit entfernt. Vom Fahreigenschaften und Fahrgefühl mal zu schweigen. Ich hatte da viel mehr erwartet.

    ... um Machine Learning bzw. AI zur Boarkonstruktion nutzen zu können, müsste man erst einmal die Modelle trainiern. Also bspw. die gesammelten Ergebnisse aller SURF Tests mit den digitalisierten Shapes der Boards verknüpfen. Dabei würde man vmtl auch Kategorien wie Fahrgefühl abbilden können.

    Ein großer Hersteller könnte das vmtl. mit seinen Shapes rel. einfach durchführen. Die Shapes sind alle digitalisiert vorhanden und es gibt eine Unzahl von veröffentlichten Tests die jahrelang einem gewissen Schema folgen.

    Das könnte aber höchstens nur funktionieren wenn die Test auch obejektiv und qualitativ Anspruchsvoll durchgeführt und publiziert wurden. Da habe ich Zweifel.

    Sogar wenn man wollte, ohne irgendwelche kommerzielle Einflüsse oder persönliche Vorurteile, ist das schwierig. Da braucht man Labor ähnliche Bedingungen, die es kaum gibt und denn auch noch mehrere solche Bedingungen um auch noch den Einsatzbereich mit einfliessen zu lassen, was ja auch wichtig ist. Und bei den Tests machen ja lange nicht alle Marken und Modelle mit.

    Das Programm kam damals von Airbus, die verwendeten es auch für Flugzeug entwicklung aber konnte auch mit Wasser und ein Brett was sowohl in Wasser als im Luft ist berechnen. Eine Simulation dauerte mehrere Tage rechnen. Woher soll ein entsprechend trainiertes Model denn das "Gefühl" herbekommen? Auch wenn es Strömungen und Kräfte in bestimmte Situationen berechnen könnte, woher weiß es was das Ziel einer Surfer in jeden Situation ist?


    Siehst du, keine KI.

    KI hat kein eigenes Gefühl sondern lernt aus Daten und Simulationen. Menschen geben die Ziele wie Stabilität oder Wendigkeit vor und die KI berechnet Muster, Strömungen und Kräfte und findet so Designs die diese Ziele am besten erfüllen. Der Unterschied zu einer klassischen Simulation ist dass eine Simulation präzise physikalische Gleichungen löst während KI Muster erkennt und Zusammenhänge aus vielen Beispielen ableitet und so schneller neue Ideen liefert.

    Also im Bereich Windsurfen ist es noch sehr unterentwickelt. Das fangt schon an beim Komposit, wo der Wissensstand etwa 20 Jahre zurückliegt. Wenn man fragt welche Bauweise am Umweltfreundlichste wäre sagt es Starboard weil die mit BIO harz arbeiten. Bioharz kann aber 30% weniger Belastung haben, was dazu führen kann das ein Brett nicht mal die Hälfte an Lebensdauer hat (Die mussten ja auch schon komplette Serien zurückrufen), je nachdem wenn man die Belastungsgrenze überschreitet und die liegt bei solche Bretter mit normalen Harz schon knapp oberhalb normale Belastungen. Die meisten Kunden sind schon ziemlich konditioniert vorsicht mit deren Material um zu gehen. KI hat schon mal Null Ahnung welche Harze am besten mit welche Fasern zusammen arbeiten oder was die Sandwichdicken für Einfluss haben und das ist schon sehr Basiswissen. Noch mal zu schweigen von Dyneema. Da sagt es einfach das es ungeeignet ist und sagt das Carbon-Innegra das beste ist. Und das sind einfach 2 völlig unterschiedliche Materialien die wegen den große Unterschied im Elastizitätsmodulus sehr schlecht zusammen arbeiten. Vielleicht wird es es irgendwann können, aber von was es mir bis jetzt gezeigt hat ist es noch seeeehr weit entfernt. Vom Fahreigenschaften und Fahrgefühl mal zu schweigen. Ich hatte da viel mehr erwartet.

    Wusste gar nicht, dass Witchcraft Sailboards auch eine ähnliche Software nutzt. Das wären dann schon drei Hersteller, neben Duotone nutzt ja auch Ola Helenius von Simmer eine eigene, auf Mathematik basierender, Software die nichts mit Shape 3d zu tun hat und deutlich detailliertere Shapes zulässt.


    Ich fand das Interview im Übrigen ziemlich interessant!

    Ich benutze mehrere Programme. Zum einen mein Programm was von ein ziemlich intelligenter Mathematiker/Hobby Shaper/Schiffsbau Ingenieur für mich entwickelt wurde. Der arbeitet jetzt für ein großen Ingenieurs/Forschungsbüro für Schiffsbau und jettet um die Welt.

    Es hat unterschiedliche Modi wobei es mehr oder weniger Freiheit zulässt aber auch mehr oder weniger schwierig ist ein Brett zu entwerfen was nicht harmonisch ist.
    Den CAM Output arbeitet bis auf dem 0,001mm. Mit Schaumstoffe natürlich Sinnfrei aber so hat er es entwickelt. Sind am Ende nur ein paar KB an Daten mehr. Ein Deck Shape wird gemacht mit 25.000 bis 35.000 3D Punkte.
    Das Programm macht nicht nur den Shape, es berechnet auch die Positionen der Saugnäpfe damit Umdrehen sehr genau und einfach geht. Ich kann die Sandwichdicken und dicken Verlauf bis auf 0,1mm angeben. Das muss ja abgezogen werden vom EPS. Damit ich den Sandwich nach vorne Verjüngen kann und der Shape gleich bleibt. Auch kann ich die Verstärkungen und Einbauteile sehr genau damit einfräsen. Die Seitenfinnenkasten kann ich auf 0,1° genau einbauen. Es shaped auch die Rails und berechnet den 2D Ausschnitt vom Decksandwich wo es die Elastizität vom PVC Mitnimmt und ich mit minimale und passgenaue Einschnitte auskomme. Das alles schon seit 18 Jahre aber habe ich bis Heute nirgendwo anders gesehen.

    Dann hatte ich einige Studenten/Praktikanten in Hydrodynamik die aktuelle CFD Software hatten mit Studentenlizenz. Sonst kostet das mehrere Hunderttausend im Jahr an Lizenzgebühr. Und ich habe einen Segelprogramm speziell für Windsurfsegel. Ganz zufrieden bin ich damit nicht, Ich suche noch einen Studenten der mir ein Programm entwickeln kann. Sowas ist lange nicht so kompliziert wie ein 3D Shapeprogramm.