Display MoreGerade in Punkt 2 / Gear 2 sprichst Du mir bezüglich Board + Finne + Segel für Aufsteiger aus der Seele. Ich habe das noch mal abfotografiert was Du zu diesem Punkt schreibst.
Meine Frau ist ewige Aufsteigerin (Gleiten im Trapetz + Beach und gelegentlich Wasserstart) mit kleinem Segel (Lieblings Segel NP Combat. 4.7). Sie surft natürlich mit den Schlaufen innen, auf Ihrem Magic Ride mit 119l.
Das Brett ist super, gleitet toll an usw. aber die Finnen war zu lang (38cm). Sie konnte, sobald sie in flotter Gleitfahrt war, nicht mehr abfallen. So wie Du es eigntlich für Performance Freeride beschreibst. Ich habe die Kombi selbst gefahren. Die Finne hatte zu viel Lift...für die Innenposition der Schlaufen ... komischer Stance. Ich hab ihr dann kleinere Finnen gegeben. Damit hatte Sie mehr Kontrolle und konnte auch im gleiten Abfallen... aber kam viel schwerer ins Gleiten und konnte die Höhe nicht mehr gut halten.
Das heißt selbst mit einem auf Angleiten und Aufstiger optimiertem Shape ist noch nicht alles erledigt... Wenn man nur die Schlaufen nach innen schraubt, aber die Finne nicht anpasst endet man auch wieder in einem komischen Stance (ähnliche Probleme wie mit zu weit außen liegenden Schlaufen). Mit einer kleineren Freeride-Finne ist ein Aufsteiger dann aber auch wieder überfordert.
Am Ende habe ich meiner Frau das Brett zu einem Thruster umgebaut mit 2x 12 cm Sidefins. Jetzt sind die Probleme gelöst.
Wenn ich Sehe dass am gebraucht Markt 4 von 5 Freeride Boards mit den Fusschlaufen innen und der Serienfinne verkauft werden wundere ich mich nicht warum viele in diesem Stadium nicht weiter kommen oder den Spaß verlieren.
.. Eine kurze aber dicke Finne mit Optimierung auf 10 bis 20 kN Speed, wäre toll und würde es ggf auch tun (muss kein Thruster sein).. aber in dem Bereich hatte ich irgendwie kein passendes Produkt gefunden.
Danke für deine Übersicht. Solche Infos sollte in irgendeiner Weise jede Brand im Freeride Bereich gut sichtbar auf Ihrer Hompage positionieren (.. die Cracks oder weiter fortgeschrittenen wissen meist was Sie wollen... oder sind unbelehrbar!
Ja, mit dem Freeride stance ist es andersherum auch so. Innenliegende Schlaufen mit lange Finne macht das das Brett auf die Leekante kippen will.
Dazu musste man den Hebel der Finne(n) reduzieren und optimal geht das mit mehr Finnen. Eine kurze, breite, dicke Finne bremst mehr als mehr Finnen Die vom Aspect Ratio optimiert sind. Wodurch mehr Segelpower notwendig ist. Aber gehen wurde es mit eine kurze dicke Finne auch.
Und bei niedrigeren Geschwindigkeiten funktioniert ein dickeres Profil besser, einfacher.
Aber auch das Segel deiner Frau ist nicht wirklich geeignet. Die Combats haben mittlerweile zwar deutlich mehr profil in den unteren 2 Latten eingebaut als den meisten Marken, es braucht aber immer noch ordentlich Winddruck um ein volles Profil zu bekommen.
Ein Windbereich worin leichtere Surfer oder Surfer die nicht zu schnell werden wollen, nicht wirklich kommen. Dann bleibt das Segel recht plan und muss man ein größeres fahren als was notwendig wäre. Und dann ist das Segel nervöser, die Powerzunahme ist abrupter, den Anstellwinkel ist schwieriger zu finden und die Endgeschwindigkeit höher. Was für weniger geübte Fahrer oder ältere Windsurfer oft nicht gewollt ist, vor allem wenn es kabbelig ist.


