Anfangs fuhren wir mit den 20 kg Boards an den Baggersee trotz fast Windstille, lagen am Strand und warteten.
Bewegten sich dann Grashalme auch nur ganz leicht, so wurde das Material an den Strand geschleppt und aufgeriggt. " Da vorne müßte ein klein wenig mehr Wind sein"
Und ab aufs Board, Mast rein, Rigg nach vorne aufs Board gelegt und mit den Händen weit rausgepaddelt. Kräuselte sich dann hinter dem Board auch nur leicht das Wasser, so waren wir schon glücklich und machten Blödsinn auf den Dickschiffen (nach heutigem Verständnis).
Einstiegstellen in die Seen in der vorläufigen Windabdeckung z.B. Walchensee waren fast kein Hindernis beim rein kommen wie auch wenn der Thermik Wind einschlief. Muste man eben etwas paddeln.
Ich war dabei wie vom Chef eines Hersteller die neue Boardgeneration "getestet" und für die Produktion abgenommen wurde. (Okay dieser Chef war selbst kein Surffreak)
Baggersee - sehr wenig Wind. Den Prototyp ins Wasser der leichte Entwickler hat sich draufgestellt und ein paar Schritte auf dem Board gemacht.
Die Chef Aussage danach " Okay es schwimmt - startet die Produktion"
Ich war fassungslos hatte ich doch meine "King Cobra" dabei zum Gegentest. Doch die Entscheidung für die Produktion war schon gefallen.
Und ja, er hatte unter dem damaligen Anspruch zumindest zum Teil Recht. Spaß haben auf dem Wasser im Binnenland war angesagt - Gleiten war nicht das wirkliche Ziel. ( Fürs Marketing allerdings schon )
Starkwind war eher der Feind, bzw. die Herausforderung. Ob Windsurfer, Windglider, Sailboard, Mistral etc. fast alle hatten keine Bug Aufbiegung. Im Bugbereich gerundetes Unterwasserschiff war angesagt siehe HIFLY 111. Bei den Regatta Boards fast runde Baumstämme die sich bei etwas Wind über das Schwert aufstellten.
Der Anspruch an die Boardeigenschaften bei mehr Wind stieg, die Boards wurden besser und der Einsatzbereich größer. Irgendwann kippte das Interesse auch weil die Schwachwindeigenschaften fast weg fielen. Wer wollte schon das ganze Gerödel an den Strand schleppen und auf die wenigen, bzw. nicht eintretenden Böen warten und sich dann vor den Badegästen blamieren ?
An windreicheren Revieren lief die Entwicklung meist über kleinere Firmen etwas anders.
Wann der Zeitpunkt war, zu welchem der Einsatzbereich der Boards mit den Interessen der breiten Masse an Freizeitsportlern am besten harmionierte ?
Was ist mit den SUPs ? ( mal abgesehen von Transport und Gewicht) bilden die nicht einen Ersatz für die damaligen Binnensee Spaß Windsurf Boards ?
So zumindest meine Interpretation der Entwicklung.
es war eine schöne Zeit, doch lang ist es her.
-
-
durch meinen Eintritt in dieses Forum hier hat sich für mich eine Tür in eine für mich fast vergessene Zeit meiner und Surf Historie geöffnet. Auch dafür bin dem Forum dankbar.
ChatCPT ( KI) hat trotz meiner detailierten Angaben Schwierigkeiten historisch richtige Aussagen zu dieser Zeit zu treffen. ( um die 1980ger)
Aktuell interessiert mich wann und von wem das Board "King Cobra" in Deutschland auftauchte.
Es wurde damals in der SURF als Wegweiser beschrieben.
Auf welchem Weg ich damals an solch ein Board gekommen bin, bzw. es mich dann wieder verlassen hat, kann ich leider nicht sagen.
Es müste zeitlich nach der " Speedmaschine " der SURF gewesen sein. Technisch war die Corbra auch deutlich weiter wie diese Speedmaschine.
Ich sehe es aber heute ( auch nach meinen Nachforschungen über Chatcpt ) als einen der entscheidenden Wendepunkte hin zu moderneren Boards an.
Sailboard war damals in Konkurs gegangen, die Marlin Boards kamen gerade so heraus ( Rotex als Hersteller von Marlin Boards hatte den Namen HIFLY noch nicht übernommen)
Das Serienboard "King Cobra" hatte schon ein ausgefeiltes Design mit im Bug Bereich leicht gerundetem unterwasserschiff zur Mitte hin eben und nach hinten in 3 Flächen verlaufende glatte Gleitfläche. -
...
Aktuell interessiert mich wann und von wem das Board "King Cobra" in Deutschland auftauchte.
..Müsste m.E. so 1981/82 gewesen sein.
-
King Cobra habe ich noch nie gehört, war aber auch vor meiner Zeit.
Die Cobra Radical hingegen hatte ich "natürlich", in mehreren Größen und auch später nochmal mit dem Softdeck. Die erste Cobra Radical 260 liegt noch in der Garage meiner Großeltern, dürfte aus Mitte der 80er sein. Cooles Board mit tiefen Konkaven.
-
King Cobra war der Lizensursprung für die Fanatic Cobra, das waren baugleiche Boards, die King Cobra war direkt aus der Fabrik in Thailand, damals war Cobra nicht nur Auftragsfertiger, sondern selbst eine Marke
-
-
es geht mir um die Zeit als Cobra noch als quasi Geheimtipp gehandelt wurde.
Nach der King schien es mir eine weile ruhig um Cobra gewesen zu sein
Die 260, 280 ( mit Schwert), 320 kamen damals schon als Carbon oder auch mit weißem Gelcot und ja, später auch mit sehr angenehmem Ganzsoftbelag auf den Markt.
Doch das war ein paar Jahre später. Ich hatte die im Shop und an meiner Surf am Jisselmeer als Testveranstaltung. so um die 1990 ?
EDIT:
Stimmt es gab danach die Fanatic Cobra.
Die King war aus GFK, die Fanatic ( damals Ransbach-Baumbach ?) aus ABS -
Aktuell interessiert mich wann und von wem das Board "King Cobra" in Deutschland auftauchte.
Es wurde damals in der SURF als Wegweiser beschrieben.
Auf welchem Weg ich damals an solch ein Board gekommen bin, bzw. es mich dann wieder verlassen hat, kann ich leider nicht sagen.Hersteller war Cobra(Thailand)
Kam 1982 nach Deutschland
-
Danke für den Link.
Den hatte ich gesucht.
Die Namen sind mir auch noch bekannt. -
Die Aussage im Link würde ich unterstützen:
Die Form der "King Cobra" wurde sofort nach Erscheinen kopiert, doch keiner hat die ursprünglichen Eigenschaften erreicht.
Ich hatte meine "King" dabei als Marlin seine neuen Protoypen im Baggersee zur Produktionsfreigabe getestet hatte.
Vom Hersteller bestand nicht mal der Bedarf einen Vergleich zur King zu machen, obwohl sie direkt daneben lag.
Von der technischen Seite hatten die Hersteller Bedenken wegen der Dauerstabilität der ABS und PE Herstellungsverfahren. Meiner Erinnerung nach wurden die Feinheiten der "King" daher nicht in die Copy´s übernommen.
Von Hersteller Seite hatte man ja die Schwierigkeiten bei der eigenen Produktion noch im Hinterkopf.
Einer dieser " Ausschuss Berge" war meine Quelle für Experimentel Materialien.
ich hielt hohle Boards für leichter als voll mit Styropor ausgefülltem Kern.
Also musste der Styropor Raceboard Kern (von einem anderen Ausschuss Container) mit zwei ca. 10cm Längs-Bohrungen) ausgehölt werden.
-
Ich hatte die Cobra 260 mit grauem Softdeck und Perlmutt Lack, mein Kumpel die 290er.
Beide hatten verstellbare Fussschlaufen aus einer schwarze Gummi Mischung, die für die Fussgelenke sehr schwierig waren, da der Gummi zu dehnbar war.
Ansonsten waren diese Boards ihrer Zeit etwas voraus.
-
-
Wieder weg von der King Cobra.
meinst du solche Cobra Fußschlaufen ?
Bei den in die Plugs steckbaren mit hartem Gummi habe ich eben rechts einen blauen Gummi eingeklemmt um die Arretierung besser zu zeigen. Die Verstellung erfolgte über Klettverschlüsse
Die spätere Ausführung waren per Gurt / Schnalle verstellbar. Diese wurden geschraubt.
Beide Typen waren aus leichtem Material. -
Ich meinte die Cobra hier, war m.W. das erste Serienboard in GFK Bauweise.
Gab es bis runter in 240cm und nach oben 315cm, wenn ich mich richtig erinnere.
Erst weisses GFK (GFK mit Gelcoat), dann mit grauem Softdeck und Perlmuttlack und danach mit dem spacigen, blauen Softdeck.
-
Ja, die Boards kenne ich und hatte die Perlmut wie auch die Carbon im Verkauf. Zu diesen passen die per Gurtband verstellbaren Fußschlaufen
Ich fand die Boards recht gut zu fahren und der angenehme Belag erst
Für unsere Binnenreviere lag der Schwerpunkt bei mir jedoch auf den längeren Varianten bis 320.Es gab meines Wissens vorher noch längere, weiße Boards ( wie lang weiß ich nicht mehr)
Diese wurden anfänglich zum Teil direkt über die Messe aus dem Container heraus verkauft.
Danach hatte ich die auch im Laden Verkauf.
Zu diesen müßten die Pink Schlaufen passen. -
Gab es nicht auch ein Raceboard von Cobra? Kann auch sein dass ich es verwechsle.
Ich hatte damals ein AHD Raceboard erhalten für die Bundesliga.
-
Gab es nicht auch ein Raceboard von Cobra? Kann auch sein dass ich es verwechsle.
Ich hatte damals ein AHD Raceboard erhalten für die Bundesliga.
Ja, stimmt. Siehe auch hier: https://hitthewave.wordpress.com/wp-content/upl…ob-anacreon.pdf
-
-
Klaus und Malte Simmer, sowie Andre Lefebvre. Im Grunde alles Legenden. Frag mal einen heute Simmer nutzenden Windsurfer, woher der Name stammt.

Simmer "Geil" Style, coole Hardcore HD Segel gewesen.
-
Mein erstes durch gelattetes Segel sah ähnlich aus von der Outline, North Sails Speed Spider 5.1qm.
-
Alles anzeigen
Wieder weg von der King Cobra.
meinst du solche Cobra Fußschlaufen ?
Bei den in die Plugs steckbaren mit hartem Gummi habe ich eben rechts einen blauen Gummi eingeklemmt um die Arretierung besser zu zeigen. Die Verstellung erfolgte über Klettverschlüsse
Die spätere Ausführung waren per Gurt / Schnalle verstellbar. Diese wurden geschraubt.
Beide Typen waren aus leichtem Material.Ja, ich denke so sahen die aus, meine waren grau, da das Deck das graue Softdeck war.
Die grobe Verstellung ging über Verdickungen im Gummi.
Diese Material Idee hat sich nicht lange gehalten, früher waren die Käufer halt auch Tester.
-
Mein erstes durch gelattetes Segel sah ähnlich aus von der Outline, North Sails Speed Spider 5.1qm.
Ich bin beim NPU Segel auf durchgelattet umgestiegen, das 6.1 mit dem berühmten S Schlag.
Den Surf Test habe ich leider nicht mehr, aber ich war so völlig überzeugt von der Idee und habe sofort alle fast noch neuen North Segel ersetzt.
-
Ich hatte die Cobra 260 mit grauem Softdeck und Perlmutt Lack, mein Kumpel die 290er.
Beide hatten verstellbare Fussschlaufen aus einer schwarze Gummi Mischung, die für die Fussgelenke sehr schwierig waren, da der Gummi zu dehnbar war.
Ansonsten waren diese Boards ihrer Zeit etwas voraus.
Ich hatte die 290er. Die Schlaufen waren Mist. Das Board im Nachhinein auch, denn es zeigte in die Richtung, welche hierzulande M.E. zum Abstieg des Windsurfsports geführt hat. Nämlich in Richtung Mindestwindstärke >5 bft.
Totti-Amun genau das Speed Spider hatte ich auch. Fürchterlich. Das Wavespider war M.E. das bessere Segel. -
-