Hallo,
schön dass es die Surf Szene noch gibt, oder besser wieder lebendig ist.
Ich selbst bin so gegen 1994 aus familiären Gründen ausgestiegen. Man kann nicht einen Surfshop im Binnenland führen, sowie eine Surfschule mit Unterkünften in Holland betreiben und gleichzeitig zuhause Eltern pflegen.
Doch es war eine schöne und viele Leute auch gedanklich und in ihrer Einstellung prägende Zeit.
Das "schneller", " kürzere Boards," "nur gleiten und Starkwind macht Spaß" der Medien hat der Branche schon damals nicht gut getan. Spaß am Baggersee bei weing Wind, sprich der Breitensport war damit gestorben. Die Einsicht und deren Aussage bei der "SURF" kam leider Jahre zu spät.
Ich würde mich freuen wenn ich ab und an mal mit Infos zu alten Zeiten beitragen kann.
In einem anderen Threat habe ich hier etwas zum Selbstbau von Surfboards gelesen.
Ich habe dazu von ca. 1984 etwas in meinem Archiv gefunden. "Paradise-Customs" in List auf Sylt war damals recht kompetent und in der Szene bekannt.
Mobile Filmtechnik war zu dieser Zeit nicht ganz so einfach und im VHS Format ( ca. 0,1 Megapixel Auflösung) auch nicht so schön anzusehen.
Den Clip hier habe ich vor Kurzem vergrößert und heute als meinen Einstiegsbeitrag auf Youtube gestellt ( Youtube mag meine unterlegte Musik wohl nicht veröffentlichen)
Viel Spaß damit.
Gruß
Thomas
Windsurf Worldcup ca. 1984 - Anlass für Clip über Bau eines Custom Surfboards bei Paradise-Customs
es war eine schöne Zeit, doch lang ist es her.
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Hallo aussteiger-oldi,
vielen Dank für das Video. Das ist wirklich ein toller Einstand.

Spannend finde ich auch das historische Material in Deinem Profil. Hast Du zufällig Bilder davon? Besonders interessieren mich das Raceboard, die Needle und das Wallen-Segel.
Gruß
Fred
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tja die 80er/90er waren "surftechnisch" schöne Zeiten auch ohne Kohle und großen Reisen an die berühmten Spots.
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Ich habe 1986 meinen Surfschein in Rheinhausen auf der Tegge gemacht und anschließend mit den Jungs in Makum und Jörg Sukowski als Lehrer, bei seinem Kurs im Starkwindsurfen teilgenommen.
Tarifa, Rosas, Südfrankreich, Fehmarn und besonders Holland mit dem Auto und wenig Geld in der Tasche waren damals schon eine Herausforderung als Alleinverdiener mit Familie.
Anschließend mit Familie die berühmten Starkwindspots auf den Kanaren bereist um mit einer nicht immer zufriedenen Ehefrau zu kämpfen.
Mittlerweile habe ich als Unternehmer ausgesorgt und der Finanzielle Aspekt spielt keine Rolle mehr.
Es war eine verrückte, aber auch eine der schönsten Zeiten die ich in meinen bisherigen 67 Jahren kennenlernen durfte.
Kiten gehe ich übrigens auch, aber Windsurfen ist und bleibt meine Leidenschaft.
Gruß
Dirk
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Ein schöner Beitrag und ich würde mich freuen, wenn die Surfpioniere das Forum noch mit vielen coolen Bildern und Reiseberichten aus der Boomzeit des Windsurfens füttern. Irgendwo habe ich neulich mal gelesen, dass zur "Hochzeit" in jedem 3. Haushalt ein Windsurfboard vorhanden war. Heute kaum vorstellbar und ob das überhaupt der Fall war?! Ich war in den 80ern noch zu jung zum Windsurfen aber wir haben immer die Urlaube in Dänemark verbracht und Freunde meines Vaters sind dort schon gesurft. War immer eine tolle familiäre Atmosphäre am Fjord: Bunte Dacron-Segel auf dem Wasser, neonfarbene Elha-Jacken an Land. Der Sport war hipp und die Ikone hieß Robby Naish...Ich bin dann in den 90ern aufs Board gestiegen und bis heute mit voller Begeisterung dabei und auch heute heißt die Ikone immer noch Robby Naish. Für mich ist und bleibt Windsurfen der beste Sport ever und ich bin begeistert vom "Hier und Jetzt" mit dem aktuellen Material im Vergleich zu damals und der Rest ist mE Einstellungssache ob Boom oder Out...für mich immer In und zeitlos cool und frisch und mir völlig egal, was Kollegen oder Nachbarn übers Windsurfen denken

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Hallo Jensemann,
meinst Du etwa so etwas ?
Der damalige Hersteller Sailboard hatte den Berieb eingestellt, seine nach der Verwertung noch übrige Segel längere Zeit eingelagert.
Diese noch neuen Segel verschiedener Größen hatte ich damals übernommen. 2 volle Ford Transit holten wir ab und belegten damit den ganzen Dachboden. ( ca. 1985 )
Ein kleiner Teil dieser neuen Segel wurden später auch an der Surfschule aufgefaltet im Sand unter der Materialausgabe vergraben.
Mit etwas graben wurden alle verlorenen Schlüssel, Münzen etc. wieder gefunden. Auch ein Einbruchsversuch durch Graben unter den umgrenzdenden, abdeckenden Zaun konnte so verhindert werden.
Gruß
Thomas -
Ja...cool: Genau solche Stories sind klasse. Stehst Du heute immer noch bzw wieder auf dem Brett?
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leider nur noch sehr selten.
Mein Ohr mag keinen direkten Wasser kontakt mehr auch besteht nicht mehr die Kondition, Kraft und Gleichgewicht. Aber träumen darf ich ja noch.
Aber es werden in Kürze Klein Teil Material aus den 80 und 90 Jahren sortiert, aufgelistet und abgegeben werden.
Gruß
Thomas -
- Official Post
Ich habe 1986 meinen Surfschein in Rheinhausen auf der Tegge gemacht und anschließend mit den Jungs in Makum und Jörg Sukowski als Lehrer, bei seinem Kurs im Starkwindsurfen teilgenommen.
Puuh, Jörg kenne ich natürlich auch. Lange her. Mitte der 80er Jahre. Er war ein begnadeter Windsurfer und ich bin ab und an zusammen mit ihm windsurfen gewesen, mit anderen Freunden aus der Moerser Surf-Gang. Brouwersdam, auf Texel in Burg (seine Eltern hatten da ein Haus). Sein Bruder hatte mich mal mit nach Texel mitgenommen, ich hatte ja noch längst keinen Führerschein.
Er hatte erst seinen Surfshop in Duisburg am Toeppersee, später dann in Moers-Schwafheim, bis es sich nicht mehr rentierte. Danach war er Surflehrer und Stationsleiter in der Türkei. Wo er heute lebt, weiss ich nicht.
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ja, Makkum
die Fenserkreuze des Haupthauses werde ich nie vergessen.
Sie waren mein Orientierungspunk in der Ferne beim Heimpaddeln, nachlassender Ostwind, Wasserstart nicht geschafft, Welle zu kipplig zum Schotstart, kein Surfer in der Nähe, von außen nicht sichtbar - Gedankliche Risikoabwägung was ist der sicherste Weg an Land - weg mit dem Rigg und gezielt mit Pausen heimpaddeln oder quer übers Jisselmeer treiben lassen -
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richtig da war noch was mit Makkum.
die Kreuzung wenn man vom Ort raus nach Süden über die Hafenbrücke fährt- und es rechts ab Richtung Campingplatz . Heute glaube ich ein Kreisverkehr.
Die eignete sich damals gut fürs Windskaten. Nur wenig Autos und keine Polizei ( 1982-83)