Ich frage mich selbst - Lebensinhalt und Priorität Windsurfen

  • Es gibt zwei Bücher von Andreas Brendt, der hat das als junger Mann durchgezogen für das Wellenreiten zu leben und die Welt zu bereisen, low Budget.

    Ehrlich gesagt nicht meine Welt, etwas Luxus brauche ich.


    Im Alter ist er wieder nach Köln zurück, arbeitet und macht nur noch kürzere Reisen.


    Ist glaube ich die bessere Reihenfolge.

  • Schöne Geschichte. Es zeigt, man kann alles unter einen Hut bringen, wenn man möchte und Prioritäten ändern sich - auch wenn bei vielen die Freude am Windsurfen für immer bleibt. :)

  • Wenn man selbstständig ist, muss man lange arbeiten, da sonst das Geld fehlt. Natürlich kann man sich sehr einschränken aber das ist auf Dauer auch nicht lustig. Ich war dieses Jahr fast vier Wochen in Torbole und ich fand es weder voll noch langweilig. Da ich auch selbstständig bin, habe ich täglich um die zwei Stunden gearbeitet. Keine Belastung, eher Ausgleich. Die Erwachsenen Kinder mit Partner waren zeitweise mit dabei, auch sehr schön, ohne sich zu nerven.


    Für mich ist die Abwechslung zwischen Freizeit und Beruf entscheidend. So kann ich mich auf den nächsten Urlaub im Herbst freuen. Wenn Wind ist, kann ich jederzeit nach NL rüberfahren, leider ist das seltener als man denkt.


    BTW, ich kenne Leute, die Ferienhäuser haben und bereits in Pension sind, genutzt wird das Domizil kaum…

    :thumbup: :)

  • Ich sehe das pragmatisch, Windsurfen ist nicht erste Priorität. Vielleicht wäre es anders wenn ich ortsungebunden arbeiten könnte, das geht aber nicht. Ich könnte in Teilzeit arbeiten und damit längere Wochenenden erreichen, aber irgendwie muss der ganze Spaß ja auch bezahlt werden. Und was ich jetzt nicht erarbeite fehlt später mir und meiner Frau in der Rente. Klar wäre es schön öfter rauszukommen, da stehen aber noch gut ein Dutzend Projekte im Weg. Ziel ist bis zum Ruhestand in 12 Jahren alles abbezahlt zu haben, gesund zu bleiben und dann relativ sorglos leben zu können, wo und wie auch immer...

  • Ich bin auch 52 Jahre alt und dementsprechend wäre der Nachwuchs eigentlich mehr oder weniger selbständig. Beruflich kann ich es so einrichten, dass ich im Sommer drei bis vier Monate frei habe. Die Zeit könnte ich auf den Kanaren verbringen. Ein Mietwagen kostet pro Monat 500€ und eine Unterkunft 500 - 1000 €. Ich habe ein älteres Paar kennengelernt, die nur über den Winter dort sind und ihr Ferienappartement für den Sommer an mich vermieten würden. Also eigentlich alles paletti. Tja, nur sind da aktuelle familiäre Verpflichtungen. Ein kleines Kind, Hund und naja Ehefrau. Damit ist dieser Plan nicht aufgehoben, sondern aufgeschoben. Spätestens wenn ich mit 63 die 45 Beitragsjahre in der Rente voll habe ist Schluss. Ich hoffe etwas früher. Die Frage ist nur, ob ich in etwa 10 Jahren noch Bock auf die körperlichen Strapazen habe....?

  • Ich habe mein leben lang mehr Urlaub genommen als das ich gearbeitet habe, und dafür rechtzeitig aus dem Berufsleben ausgeschieden. Ich bin sehr froh, dass ich so gelebt habe. Pro Monat Urlaub ohne Bezahlung gab es ca. 1000 € Einkommenssteuer zurück, und so viel brauche ich im Urlaub nicht.

    :) :thumbup:

  • In the end, big lifestyle decisions come down to personal judgment. I can't say for certain, but the stories in YouTube videos—people regretting working too much or feeling fulfilled after retiring early—often don’t tell the whole story. What I’ve noticed is that regret sometimes stems from a lack of recognition. When people feel unseen or undervalued, their choices can feel hollow. On the other hand, those who express little regret often find ways to acknowledge their own contributions and take pride in their journey.


    To me, life is about discovering what you're good at, improving that skill, and then passing your knowledge on to the next generation—however you choose to do that. This philosophy applies to my work as a civil engineer, my passion for windsurfing (which I share here on the forum), and my role as a father. The hardest part is maintaining balance, but for me, family comes first. I can’t imagine being heartbroken forever over a missed project or a windsurfing day/month/year I didn’t catch.

  • Vielleicht habe ich oben ja nur meine Sichweise dargestellt.


    Meine Frau sieht das anders, denn 4 von 6 Wochen Urlaub gehe ich Surfen, im Wohnzimmer liegt aktuell der neue Patrik und in jedem Zimmer mindestens eine SURF.

    Dazu lese ich täglich mehrmals hier im Forum und checke DD und andere Seiten.

    Unserer neuen Wohnung habe ich nur zugestimmt, weil dort ein großer Keller für Material dabei ist und ich in 2-3h an guten Spots sein kann.


    So betrachtet ist mir Surfen schon wichtiger als bei vielen anderen ihr Hobby, aber ich habe dann doch nach dem Studium das komplette Surferleben aufgegeben und Arbeit usw. begonnen.

  • Das Windsurfen ist kein Hobby sonder einPassion - bei mir zumindest.

  • :thumbup: <3

  • Man(n) sollte den Surfruhestand nicht zu lange voraus planen, da muss der körperliche Zustand halt auch mitspielen.

    War früher immer ein Starkwindfreak, viel in Leucate gewesen.

    Heute im fortgeschrittenen Alter reichen mir 4 bis höchstens 6 bft. um glücklich zu sein. War bis 65 eigentlich recht fit aber dann geht’s halt schon bergab.

    Zudem muss halt die Lebenspartnerin auch mitspielen. Leider will meine Frau fast nicht mehr weg ( Garten, Freunde,Enkel)

    Und so komm ich heute eigentlich auch nicht mehr zum Windsurfen als im Berufsleben

  • Gerade weil Gesundheit ein recht unkalkulierbarer Faktor ist sollte man die Umsetzung eines Traumes nicht in allzu große Ferne schieben!

    Fährt Ezzy auf Tabou, Goya und RRD

  • Gerade weil Gesundheit ein recht unkalkulierbarer Faktor ist sollte man die Umsetzung eines Traumes nicht in allzu große Ferne schieben!

    Das Problem ist, dass man den Spagat schaffen muss zwischen Geschäft und Auszeiten, was nicht immer möglich ist.

    Ich hatte für mich die meiner Meinung nach schlechtest mögliche Lösung gefunden in den letzten 20+ Jahren.

    Die Zeit ist weg, man kann ein Leben nur 1x leben.

    Die Erkenntnis reift mit der Zeit und manchmal braucht es zu lang für die Einsicht, wie bei mir.

    Was man jetzt noch retten kann, muss man sehen.

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
    Tipp Weltmeister F1 2011 & 2013, Tipp Team-Weltmeister F1 2009, 2010, 2011, 2017, 2019, 2020, 2021!


    Check out:
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    Windcraft-Sports.de


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  • Hoffentlich möglichst viel und die Daumen dafür sind gedrückt! Der Spagat ist wirklich schwierig und manchmal treibt einen das Leben halt...Was dabei gut/schlecht, falsch oder richtig ist??? Keine Ahnung! Leben heißt auch "Augen offen" halten und auch bereit sein, vom Dümmsten zu lernen...Kenne Menschen in vermeintlich "einfachen" Jobs, die damit aber glücklich sind und damit für sich alles richtig machen, während andere in hochqualifizierten Jobs völlig gestresst/überfordert sind und damit am Ende eher in die Schublade "unglücklich/unzufrieden" gehören, obwohl nach außen ein traumhaftes Leben mit dickem Haus, teuren Autos, Luxusreisen/Kreuzfahrten usw.: Jeder muss für sich selbst seinen Weg finden und sich sein "Glück" selbst definieren und wenn es irgendwo in der Mitte liegt. Und jeden Tag glücklich ist auch niemand und das Lebensmotto "Lebe jeden Tag so, als sei es Dein letzter" ist ebenfalls nicht durchführbarer Nonsense oder würde jemand am "letzten Tag" zur Arbeit oder zum Arzt gehen?

  • Der Generation X wurde halt von Kindheit an von deren Eltern das Wohlstandsversprechen der Wirtschaftswunderzeit erzählt, was viele auch geglaubt haben. Lustigerweise hatte ich mich vor 25 Jahren mit Demografie beschäftigt und es ist genauso gekommen. Ist einfach Wissenschaft, Daten und Fakten. Nur wollte es mir damals niemand glauben. Also habe ich meinen eigenen „schrägen" Weg gewählt. Und siehe da, heute ist die demografische Entwicklung ein Top Thema um faktisch die Renten zu kürzen. Die Generation X ist meiner Meinung nach die Generation, die am kräftigsten verarscht wird und wurde.

  • ( @Totti ) Es ist natürlich schade, wenn der Beruf mehr Stress bringt als Bereicherung. Ich hatte auch Zeiten, in denen ich

    viel gearbeitet habe, aber da war auch viel positive Motivation dabei, Spannung, es zu schaffen und für meine Familie mit meinem

    Können als Designer genug verdienen zu können ... da war auch viel positive Energie.

    Jetzt verdiene ich nur noch für mich alleine, und die Motivation und die Lust aufs Arbeiten sind nicht mehr so da.


    Das Windsurfen ist bei mir (nur) eines von den Dingen, die mir sehr viel Lebensfreude bringen. Auch wenn ich gar nicht oft

    Gelegenheit bzw. Wind habe. Aber wenn ich einschlafen will, muss ich nur vom Windsurfen am Meer träumen. Allein das Wissen,
    ich könnte jederzeit ans Meer fahren zum Windsurfen, ist viel Wert.


    Das zweite ist Eishockey. Die Saison ist gestartet und ich hatte so einen Spaß im Training und habe große Lust auf die Spiele.

    Das geht vielleicht noch ein paar Jahre. Wenn ich nicht mehr mithalten kann, ist Schluss. Das ist dann auch ok.

    Ich habe dann immer noch das Radfahren und das Bergsteigen. Und die Musik, das Musizieren. Und die Familie, die Beziehung.

    Die sind der eigentliche Lebensinhalt, nicht die Hobbys. Was ich öfter mal gerne vergesse :)