Hilfe, ich werde nicht schneller

  • Hallo Alle,


    ich wieder mal... versuche micht seit einiger Zeit im GPS-surfen und stehe bei knapp ueber 50 km/h an und werde einfach nicht schneller als etwa 52 km/h.

    Ich habe unten mal Wind und meine Geschwindigkeit halbwegs genau uebereinandergelegt.

    Der wind ist in mph und man muesste eigentlich durch 1.15 dividieren um auf kn zu kommen, allerdings ist der Wind weiter draussen wo ich meine Speedruns gemacht habe etwas staerker als am Messpunkt. D.h. ich wuerde sagen Grundwind 16kn mit Boen bis max. 22kn ist realistisch, mit entsprechenden Wellen ca 60-80cm).


    Ich (82kg) war auf meinem Fox 105, Select 35cm S-Max mit Overdrive 7.0 unterwegs und meistens echt gut angepowered so dass das Board wirklich gut ins fliegen gekommen ist.


    Koerperspannung war voll da, das Unterliek ist am Brett aufgelegen und hat meine Zehen hinten beruehrt. Es hat irre Spass gemacht und hat sich alles richtig angefuehlt - aber ich stehe permanent bei 50-52 km/h Geschwindigkeit an. Die erreicht ich absolut reproduzierbar, aber eben nicht mehr.


    Wieviel waeren bei der Windgeschwindigkeit maximal erreichbar?


    Beim Anschauen der Streckenaufzeichnung faellt mir auf, dass ich bei meinen speedruns nur ca. 15 Grad vom Raumwindkurs abfalle (also 105 Grad). Fuehlt sich sehr downwindig an - brauchts da trotzdem mehr? Ich fahre ca. so, dass ich in meinen Speedruns dann in einem Wellental entlangfahre. Wuerde ich noch mehr downwind fahren, wuerde ich die Wellen von hinten ueberholen was wohl der Geschwindigkeit auch nicht zutraeglich ist.


    Also, irgendwelche speedtips?

    lg

    mariachi76


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  • Das geht mir auf der offenen Ostsee genauso. Egal, ob mit dem 135er, dem 115er oder dem 90 l Board. Über 53 km/h habe ich da noch nie geschafft. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich "deutlich" drüber gewesen sein müsste, aber letztlich war es sogar darunter.

    Ich denke, dass es mit den (Kabbel-)Wellen zu tun hat und das Board eben nicht durchgehend 100% Wasserkontakt hat, bzw. immer wieder leicht ausgebremst wird.
    Auf Fuerte am Sotavento Beach habe ich mal 59 km/h mit einem simplen JP Freestyle Wave 84 geschafft. Sobald man in Strandähe ist kommt man auf die ehemalige Speedrekordpiste (Wasser brettflach, Wind satt über den Strand), wo nix den Lauf stört.

    Ich bin mir sicher, dass es auf Fehmarn in Wulfen, Gold oder Orth auch deutlich schneller gehen würde, muss ich irgendwann mal testen, wenn es dort nicht mehr so voll ist.

  • Flachwasser! Das ist der entscheidende Punkt. Dass Du das größtmögliche Segel verwendest ist eh logisch. Damit bist Du dann zwar auf der Kreuz und ev. auch noch auf Halbwind nicht schneller als ein schon gut funktionierendes kleineres Segel, aber auf der tiefen Raumen zählt dann eben die Fläche.

    Mit meinem 105er Fox und einem 7,0er 2Cam komme ich am Gardasee auch nur auf max. 52 kmh. Eben weil der See so choppy ist. Die Foxies sind auch noch dazu bequeme Chop-Killer und keine Speedmachines. Mit einem 70er Slalom mit 7,5er Race oder auch 7,0er 2Cam sind am selben Ort schon 54-59 kmh möglich, aber auch da muss ich nach flachen (flacheren) Stellen suchen, grad eine gute Böe reinlaufen und das Segel für's normale hin und her Surfen eigentlich zu groß sein.

    Auf echtem!! Flachwasser sind auch mit Deinem Fox ganz sicher über 60kmh drinnen. Aber solche Flecken findet man leider nicht überall.

  • In Wulfen bei passendem Ostwind und Wasserstand im Hals gehen 64 km/h mit dem kleinen JP allride und 7,0 North Space problemlos, die Wasseroberfläche ist dann nahezu glatt und das Board läuft super ruhig

  • Der Rüdi wird bestimmt auch noch gleich schreiben: üben üben üben :) und möglichst glattes Wasser.


    Ich hänge mit meinem Material (Slalom groß) aktuell bei 60km/h. Bin allerdings nie auf irgendwelchen Flachwasserspots.


    Fahre jetzt seit 3 Jahren an den Gargano, erst diesen Urlaub hab ich dort die 30kn geknackt, davor immer nur 28,5kn geschafft.

    Man muss einfach immer weiter pushen, auch wenn die Hosen voll sind :D


    Am Gardasee bin ich morgens bei ablandigem Wind in Torbole raus, da haben sich 29kn auf dem großen Zeug total unaufregend angefühlt. Mehr war leider nicht drin weil der Wind dort super böig ist.

  • Genau,Üben Üben Üben😂

    Ich komme gerade vom See, Fette Berta (150l) mit 8,4qm und 47er Finne . Topspeed 32.3 Knoten.

    Es spielt sich viel im Kopf ab , oft meint man jetzt in der Böe Dowind und zieht dan doch den schwanz ein weil man meint

    die Böe ist viel zu heftig, aber genau das sind die Böen wo man richtig schnell wird.

    Bei Richtig Downwind ist nichts mit Segel hinten ablegen, das Segel voll in den Wind stellen und maximale Körperspannung

  • Denke auch es liegt am flachwasser, im chop finde ich wirds krass grenzwertig .

    Hatte vor paar Tagen am Urnersee bei gutem Wind mit meinem großen freeride brett und 8.6er slalom segel mit 28,5kn meinen neuen rekord für freeridebrett groß geschafft, das war schon arg grenzwertig und am Limit da sehr choppig, eine gewisse risikobereitschaft muss man mitbringen..

  • Ich finde Downwind kein großes Risiko, hatte absolut seltenst einen Abflug beim Downwind run.

  • Beim Anschauen der Streckenaufzeichnung faellt mir auf, dass ich bei meinen speedruns nur ca. 15 Grad vom Raumwindkurs abfalle (also 105 Grad). Fuehlt sich sehr downwindig an - brauchts da trotzdem mehr? Ich fahre ca. so, dass ich in meinen Speedruns dann in einem Wellental entlangfahre. Wuerde ich noch mehr downwind fahren, wuerde ich die Wellen von hinten ueberholen was wohl der Geschwindigkeit auch nicht zutraeglich ist.

    Wenn ich auf (Speed-) Downwind gehe, dann muss ich Wellen von hinten „überholen“ ... einfach nur in

    den Wellentälern ist nicht genug Downwind. Also das ist für mich klar der Knackpunkt bei deinem „Problem“.

  • Wie viel Topspeed bei 22 Knoten möglich sind🤔 würde schätzen so 65 kmh.

    Aber 7,0 ist schon sehr klein um bei 22 Knoten schnell zu werden.


    Wichtig ist auch der Kurs den du beim beschleunigen fährst.

    Nicht einfach geradeaus und dann rechts abbiegen, ich fahre eher einen Radius wo ich immer mehr beschleunigen kann,

    erst im letzten Abschnitt gehe ich dann auf Downwind Kurs.

  • Genau,Üben Üben Üben😂

    Ich komme gerade vom See, Fette Berta (150l) mit 8,4qm und 47er Finne . Topspeed 32.3 Knoten.

    Es spielt sich viel im Kopf ab , oft meint man jetzt in der Böe Dowind und zieht dan doch den schwanz ein weil man meint

    die Böe ist viel zu heftig, aber genau das sind die Böen wo man richtig schnell wird.

    Bei Richtig Downwind ist nichts mit Segel hinten ablegen, das Segel voll in den Wind stellen und maximale Körperspannung

    Sorry, off topic, muß aber kurz sein: Dieses "...ich komme gerade vom See...", oder "...war heute..." ist langsam wirklich penetrant. Kannst Du nicht auch einfach ständig teures Zeug kaufen, und ansonsten arbeiten gehen, wie wir auch??? Und wo ist dieser See, an dem es andauernd Wind gibt? Ich will da auch hin!

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    Was den Speed betrifft, bzw. wir neulich schon im 60km/h-Thread festgestellt haben: einfach am Gardasee surfen, so, wie dieser Chukki, oder wie der heißt... 39kn auf einem Kurs, der nicht viel raumer als Halbwind zu sein schien. Video anschauen und nachmachen, dann klappt das schon. Hab´ das auch vor...

  • De See kann ich dir gerne verraten, Weißensee bei Füssen.

    Da der Wind nachts anfängt und bis 8 oder 9 Uhr geht kann ich da noch locker vor der Arbeit ein paar Runden drehen. Von Dezember bis heute war ich 35 mal auf dem Weißensee.

    IMG-20210509-WA0005.jpg

  • Herzlichen Glückwunsch. Und das in Süddeutschland. Wie lange kannst Du da fahren?

    Unsereins verfolgt mit Herzklopfen den Windfinder, und schaut zu, wie sich die, noch am Montag für den Samstag prognostizierten acht Beaufort langsam in knappe fünf verwandeln, von denen in der Realität dann vier übrigbleiben: zwei im linken Eck vom See, und zwei im rechten.

  • Wie geschrieben bis ca. 9 Uhr, im Herbst geht es auch mal bis um 11 uhr

  • Richtig Downwind bei Chop fand ich anfangs auch gewöhnungsbedürftig. Das Brett knallt ja dann nur so über die Wellenberge.

    Aber auf meinen letzten Schlägen zurück nach Hause hab ich auch regelmässig den größten Speed, indem ich Höhe vernichte.

  • ok, sobald es hell ist. Momentan kurz nach 5 uhr

  • Also, irgendwelche speedtips?

    Ich kann im Prinzip auch nur zusammenfassen was schon geschrieben wurde:

    • Segel zu klein
    • Wasser nicht glatt genug
    • tieferen Downwind fahren
    • schnelleres Board nutzen

    Wenn ich in deine Materialliste gucke würde ich da für den angegebenen Windbereich wohl den iSonic72 mit dem 7,8er fahren wollen. 7,0 kommt bei mir erst zum Einsatz wenn der Grundwind in Richtung 18-20 kn kommt. Wenn man in den stärksten Böen nicht ein wenig Druck verschenken muss, ist man den Rest der Zeit unterpowert. Gerade wenn man downwind fahren will braucht man den Druck aber, da auf dem Kurs der scheinbare Wind ja nochmal schwächer wird. Was auch noch helfen kann ist für einen richtigen downwind Speedrun das Schothorn nochmal ein paar cm zu entspannen für extra Power.


    Auf der anderen Seite sind 52 km/h auf offenem Wasser mit fettem Chop auch schon ziemlich flott. Um da noch großartig schneller zu werden braucht es vor allem gutes Material, guten Trimm, gute Technik, Fitness und eine gewisse Risikobereitschaft. Ein guter Trainingspartner hilft auch viel.


    Gruß, Onno

    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  • Bist Du mal an einem guten Tag in Candlestick gefahren, ziemlich dicht unter Land zum 101, da sollte deutlich mehr gehen, ist ein bißchen wie in La Palme