Posts by Slaughthammer

    Mehr Schothornspannung => Druckpunkt nach vorne?


    Ja.

    Druckpunkt nach vorne? => mehr Druck auf dem vorderen Bein?

    nein. Solange die Trapeztampen passen zumindest. Wenn du arg mit der hinteren Hand ziehen musst da der Druckpunkt so nach hinten wandert, dann gibts auch Druck auf dem hinteren Bein, sonst nicht. Druckverteilung auf den Füßen ist in erster Linie vom Downhaul, Gabelhöhe, Mastfußpostion und Fußschlaufenposition (willkürliche Reihenfolge) bestimmt. Bei zu viel Druck auf dem hinteren Fuß: hintere Fußschlaufe nach hinten, mehr Downhaul, Gabel niedriger, Mastfuß vor. Finnengröße kann da auch noch ein wenig mit reinspielen, meiner Meinung nach ist das aber eher untergeordnet. Und wie gesagt, wenn die Trapeztampenposition nicht passt, insbesondere wenn die zu weit vorne sind, ist das auch Käse.


    Gruß, Onno

    sieht das nach zu kurzen Tampen aus?

    Sitztrapez_autoscaled.jpg

    sieht für mich eher nach Gabel zu niedrig aus.


    Ansonsten was die anderen so sagen: Becken nach vorne drehen, Gesicht gegen den Wind drehen hilft auch (beim Freestyle sagt man Kopfsteuerung), schön über die Finne fahren mit richtig viel Druck auf dem hinteren Fuß, Körperspannung, Segel nach hinten neigen... und einfach die ganze Zeit an den Punkt herantasten, an dem man durch zu viel Höhe knüppeln zu viel Geschwindigkeit verliert, dann wieder ein klein wenig abfallen, Geschwindigkeit aufnehmen, und wieder an die maximale Höhe bei der man noch gut voran kommt rantasten. Je genauer man um diesen Punkt pendelt, desto effektiver kommt man nach Luv. Wenn man das nicht betreibt bekommt man Winddreher kaum mit und verschenkt Höhe. Was vielen auch hilft ist sich eine Landmarke zu suchen, die etwas zu weit in Luv zum sauber anliegen ist und dann zu versuchen, möglichst wenig dagegen zu verlieren.


    Gruß, Onno

    Wenn ich das hier alles so lese ist meiner Meinung nach der Kern des Problems, dass mariachi76 entweder untermotorisiert war oder einfach nicht aktiv genug sein Gewicht beim Schritt in die Schlaufen über das Trapez auf den Mastfuß gebracht hat. Gerade Symptome wie anluven, Brett sinkt bei zu wenig Geschwindigkeit hinten wieder ein sprechen dafür. Man kann auch komplett im Verdrängerfahrt selbst auf einem Slalomboard in den Schlaufen stehen, ohne dass die Luvkante versinkt oder das Heck absäuft. Man braucht nur etwas Druck im Segel, der es einem Erlaubt sein Körpergewicht an die Gabel zu hängen sowie ausreichend Körperspannung und -kontrolle. Geschwindigkeit ist dafür nicht erforderlich.


    Gruß, Onno

    Die Easy Uphaul-Schotleine klingt ja ziemlich vielversprechend. Leider hab ich für das Original im Netz keine Bezugsquelle gefunden. Kann mir da jemand weiterhelfen? Ist ja schon etwas merkwürdig, das sich für das Teil kein Importeuer/Verkäufer in Deutschland findet, obwohl es doch so hilfreich sein soll...

    Liegt vielleicht daran, dass es das hierzulande von Duotone gibt: https://windsport.de/Duotone-Uphaul-Line-Lifter


    Ich hab das Original an der Formulagabel, fürs 12m² Segel eine absolut geniale Hilfe.


    Gruß, Onno

    1-1,5 Std Slalom(wer mehr schafft ist am Freeriden)

    +1

    Ich brauche wenn ich ernsthaft überpowert Slalom fahre alle 20 min ne Pause. Je nach dem wie lange die Pausen sind kann ich dann auch auf 2 oder mehr Stunden an einem Tag kommen. Aber nach 1,5 Stunden mit minimalen Pausen durchheizen bin ich ziemlich fertig. Gibt schon einen Grund, warum die Slalomheats so kurz sind.


    Mit Freeridekram bin ich früher teilweise 5-6 Stunden aufm Wasser gewesen, hatte aber trotzdem nicht mehr km am Ende des Tages auf der Uhr... Muss daran liegen, dass man im Schnitt halt deutlich langsamer ist, wenn man nicht so überpowert ist und in den Windlöchern einparkt.


    Gruß, Onno

    Ich empfehle für solche Segel in der Anwendung immer ein Schothorntrimmsystem. Damit kann man in jeder Situation dem Segel so viel Bauch geben, wie es gerade eben noch verkraftet. Man kann dann z.B. zum anpumpen locker 5 cm lösen und wenn man dann im Gleiten ist und ne Bö einfällt einfach wieder rausziehen und so das Segel wieder stabilisieren. Man kann am Schothorn immer so viel lösen, bis das Segel gerade nicht anfängt auf der hinteren Hand zu ziehen.


    Gruß, Onno

    Das ist ein 12 Jahre altes Segel. Dass der Hersteller da keinen Support mehr für bereit hält finde ich zwar nicht gut, aber verständlich.


    Die Latten sind eigentlich alle mehr oder weniger Standardteile. Bau die Latte erstmal aus, dann sieht man schon was man da als Ersatzteil braucht. Wenn man nicht gerade zwei Linke Hände mit je fünf Daumen hat, braucht man dafür keinen Segelmacher. Ersatzteile sollte ein Surfshop besorgen können. Ansonsten haben viele Surfer auch noch einen Vorrat an Segellatten aus alten Segeln rumliegen, vielleicht findet sich da ja was.


    Gruß, Onno

    Das Segel ist aber sowas von 90er. Da ist ja noch Prä-Shear-Tip und Prä-Cross Batten. Da muss man doch noch beim Aufriggen den Mast durch die Camber fädeln?


    Ich kenne mich mit den alten Cambern von damals auch nicht weiter aus, aber ich würde an deiner Stelle mal Fotos der defekten Teile hier einstellen, vllt kann dann jemand helfen.


    Gruß, Onno

    Weil du technische Probleme siehst? Dann schreib gerne was genau falsch ist. Wenn es um das Finish des "Endprodukts" geht dann kannst du dich bedeckt halten, da das letzte Bild lediglich den abgespachtelten Rand zeigt. Die Pads liegen nur auf und es wurde noch einiges an dem Board getan. Das Projekt war für mich die erste Arbeit dieser Art und ich habe viel dabei gelernt und mache inzwischen auch einiges anders.

    Mir ging es grundsätzlich nur darum dem TO mit konstruktiven Tipps die Reparatur so leicht wie möglich zu machen. Das Verfahren intaktes Laminat eines defekten Sandwichs wiederzuverwenden ist ein alter Hut und funktioniert bestens. Wenn du etwas sinnvolles dazu beitragen möchtest, freue ich mich über deine Expertise.

    Ich bin da ganz bei c-bra. Gerade bei den kleinen Flächen im Standbereich ist der Aufwand das ausgesägte Außenlaminat wieder einzuflicken in keinem gesunden Verhältnis zum eingesparten Material, den Zeitaufwand halte ich für deutlich größer. Das optische Ergebnis ist mir dabei erstmal egal, wenn ich sowas repariere wird das hinterher einfarbig lackiert und fertig. Ich halte auch eine breite Schäftung der ganzen Sandwichkonstruktion wie man es bei der Boardlady schön sieht für dauerhaft robuster bei geringerem Gewicht.

    Nachdem ich mir die Videos angeguckt habe kann ich nur Urteilen: Mit Injektion und drüberlaminieren bekommt man das nicht repariert. Da ist definitiv das innere Laminat gerissen, möglicherweise auch der Sandwichkern zerbröselt. Ohne das innere Laminat kein Sandwich und ohne Sandwich wird das nie dauerhaft stabil oder sehr schwer.


    Entweder richtig reparieren oder so lange weiterfahren bis es endgültig hinüber ist und dann entsorgen. Alles dazwischen ist IMHO vergebliche Liebesmüh, die das Leiden nur unnötig verlängert.


    Gruß, Onno

    wo soll beim torro 4,3 4,7 5,3

    die Latte oberhalb vom gabelbaum sein? mittig vom Mast/vor dem Mast?!

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    Moin eddy,

    da das hier jetzt eh total aus dem Ruder läuft geben ich auch noch mal meine unqualifizierte Meinung ab.

    -Erstmal die Latten korrekt spannen!

    -Wie viel hast du für den Trimm auf den Bildern am Schothorn gezogen, ausgehend vom neutralen Trimm (=so viel wie man mit zwei Fingern ohne Kraft ziehen kann)?

    -Sieht für mich auch nach grenzwertig wenig Vorlieksspannung aus, auch wenns bis zum FRED geht. Da kann schon noch etwas mehr ziehen

    -Auf den Fotos bei gunsails.com ist der FRED ein Fenster tiefer eingeklebt? Oder ist das nur bei den kleinen Größen so?


    Wie am Ende die Latten zum Mast stehen ist nebensächlich, solange das Segel auf dem Wasser ordentlich rotiert. Ein 4,3er ist ohne Wind im Garten nicht aussagekräftig in dieser Hinsicht zu testen.


    Daraus ergibt sich dann noch die Frage wie sich das Segel auf dem Wasser denn in dem Trimm anfühlt. Wenn das für dich so funktioniert ist doch alles super. Ansonsten halt etwas experimentieren, gibt ja eigentlich nur zwei Parameter zu tunen (Downhaul und Outhaul, Lattenspannung sollte unabhängig davon in Ordnung sein). Da kann man viel theoretisieren, am Ende zählt aber wie es in der Praxis funktioniert!


    Gruß, Onno

    dieses "ich mach mich leicht Ding" oder bin ich der einzige der so vorgeht? Nach dem Anpumpen kurz mit den Armen hochziehen und das Gewicht von den Beinen nehmen, so dass im Grunde der Mast das gesamt Gewicht aufs Board überträgt.

    Andere nennen das einfach Druck auf den Mastfuß bringen, ich schreibe auch oft mehr am Segel hängen und weniger auf dem Board stehen. Finde ich anschaulicher als "sich leicht machen". Das zählt aber meiner Ansicht nach noch zu den passiven Techniken. Wenn das nicht reicht, muss man halt zusätzlich noch pumpen.


    Gruß, Onno

    Genau das sagt auch der "HTS" Trimm-Aufkleber im Segel. Als ich es aber entsprechend eingestellt auf die richtige Position eingestellt habe, war der Zug auf dem vorderen Arm unmenschlich...Trotzdem hat mir das auch zu denken gegeben.

    Evtl. zu viel Schothornspannung? Das würde den Druckpunkt auch nach vorne schieben. Das S-typeSL sollte im Normalfall komplett ohne Schothornspannung getrimmt werden, für Leichtwind evtl sogar negative Spannung.


    Ich hatte so ein ähnliches Problem auch mal als die Markierung fürs Loose Leech im Segel zu weit hinten geklebt war. Mehr Downhaul hat dann geholfen.


    Ansonsten Pobacken zusammenkneifen und Körperspannung aufbauen und das Board auf die Leekante bringen. Dann schiebt sich eingentlich von alleine alles nach hinten. Fußschlaufen würde ich erstmal so lassen, es sei denn du bekommst Probleme die Boardnase unten zu halten. Gabel höher bringt auch eher noch mehr Druck auf den hinteren Fuß und die Finne... Ich würde erstmal den Fehler am Segeltrimm suchen. Gerade auch weil du schreibst, dass du kaum Höhe kriegst.


    Gruß, Onno

    passen alle Pin's in die Verlängerungen mit Pin aufnahme?

    Grundsätzlich ja. Nicht alle Verlängerungen können den überlangen Pin aufnehmen, aber der Pindurchmesser und die Nut in der verriegelt wird ist immer gleich.

    Die HD Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass der Oberteil der Base (also obere Tendonaufnahme und Pin) aus einem Stück gefertigt sind, was eine bessere Haltbarkeit verspricht (HD=high durability?).

    Warum gibt es noch dieses US System? Welches ist das beste?

    Warum gibt es noch Verschiedene Ladestecker an Handys und welcher ist der beste? Erste Frage ist wohl am einfachsten mit legacy zu beantworten, und bei der zweiten hängt die Antwort wohl auch stark davon ab, wen du fragst. Aus meiner Sicht sieht es derzeit so aus, als wenn das US-System langsam auf dem Rückmarsch ist und das Pin System sich durchsetzt... Das kann in 5 Jahre aber auch wieder anders aussehen, die beiden Systeme konkurrieren jetzt ja schon eine beachtliche Zeit miteinander. In der Anfangszeit der Pinsysteme waren diese häufig mit zu dünnen Gewinden mit der Base verschraubt und neigten dadurch, insbesondere wenn sich die Verschraubung ein wenig löst, zum brechen. Der Nachteil sollte aber seit >10 Jahren behoben sein, und spätestens seit es die HD-Versionen gibt, dürften diese Pinsysteme auch robuster als der US-Cup sein.


    Gruß, Onno

    Böen bis 20kn und eigentlich auch darüber hinaus sollte das Segel ohne Probleme verkraften. Da hängt das Problem (wie du ja auch schon erkannt hast) eher an den Trapeztampen, bzw steckt in de Fußschlaufen, oder sagen wir es mal so, das Segel kann derzeit deutlich mehr als du! Da ist es nur naturgemäß, es dauert einfach bis man sich an höhere Geschwindigkeiten und den enormen möglichen Vortrieb solcher Segeln gewöhnt hat.


    Ein paar Tipps, die bei der Eingewöhnung helfen können: Für mehr Kontrolle und weniger Power im Segel die untere Schothornöse verwenden. Wenn das Brett zu wenig Wasserkontakt hat und zu steigen droht, Gabelbaum etwas tiefer anschlagen. Grundsätzlich immer: Mehr Druck auf den Mastfuß geben! Mehr am Segel hängen, weniger auf dem Board stehen. Das hilft auch ungemein dabei, das Board flach und kontrolliert zu halten.


    Gruß, Onno

    Es könnte ja sein, dass das Gator 8.0 bei Leichtwind mehr Power hat als das Overdrive 7.8 und vielleicht die Anschaffung eines Overdrive 8.6 überflüssig macht :-).

    Kann man ausprobieren, ich glaube da aber nicht dran. Das Gator mag vielleicht einen Ticken früher angleiten, wird dir aber nie die Power liefern die du brauchst, um den Isonic artgerecht übers Wasser zu bewegen. Mit anderen Worten, sobald du genug Druck hast, damit der Isonic anfängt richtig Spaß zu machen, ist das Gator schon am Ende...