Meinem Sohn das WindSurfen beibringen

  • Hallo alle zusammen,


    Ich möchte meinen knapp 10jährigen Sohn (kräftige 50kg, 150cm) das Windsurfen beibringen (und er will es lernen :-).

    Er hat sein eigenes Board (Fanatic Ripper 112L Jugendbrett 72cm mit Mittelfinne, Severne 2.3m2 Redback Jugendsegel, oder dann 3.7/4.2 Gator Segel von mir.


    Allerdings machen wir nicht wirklich Fortschritte und ich bitte um Tips, wie ich ihn windsurfen beibringen kann.


    Bislang wars so, dass

    - entweder zu wenig Wind war und er nur seitwärts getrieben ist

    - oder der Wind sideshore war, er dann auf den See halb Downwind raus gedümpelt ist (Wind 8kn, 196L Starboard Rio Leihbrett mit Schwert und 3.1er Segel). Er kam dann nicht mehr zurück und kann keine Höhe halten). Er musste dann sogar reingeschleppt werden.


    Da uns kein Stehrevier zur Verfügung steht bin ich dann mit meinem Brett dabei, aber so richtig helfen kann ich ihm dabei nicht.


    Daher die Frage, wie ich ihn das beibringen kann.

    - ist onshore Wind besser als Sideshore?

    - ist es besser wenn ich am Ufer stehe und das Brett mit einem Seil anbinde damit ich ihn wieder zurückholen kann?

    - oder soll ich auf meinem Brett Vorfahren und die ersten paar Stunden seine Brettnase per Seil an meine Schlaufen binden? Der Gedanke: so kann ich die Richtung vorgeben, verhindere dass er voll abtreibt, und er nimmt etwas Fahrt auf und kann dabei gleichzeitig auf mich schauen, was ich mache.

    Oder habt ihr andere Tips?


    Am Ufer haben wir natürlich Segelsteuerung geübt.

    Es wäre sicher besser, dass er einen Surfkurs macht, aber die gibts ja nur im Sommer. Da hier in der SF Bay die Temperaturen im Winter auch Ok sind, würde ich es ihm eben auch gerne selbst etwas Beibringen.


    Also, von um alle tips und Erfahrungen für einen angehenden Kinder-Windsurflehrer froh.


    Lg mariachi76

  • ich empfehle Urlaub im stehrevier


    Aber das mit den boards zusammenbinden sieht man z.b. In Teneriffa bei den Schulung auch so.


    Versuche den Frust so niedrig wie möglich zu halten. Lieber noch bis zum Sommer warten. Wenn da die Bedingungen besser sind.

    Leicht onshore ist auf jeden Fall besser, weil man kommt immer zurück, aber auch frustrierend weil man quasi sofort für das nicht Höhe laufen bestraft wird

  • Onshore oder side on finde ich ideal, da hohes Sicherheitsgefühl und einfach weil er da auch mal "alleine probieren kann. Bin immer überrascht wieviel Respekt meine Jungs vor großen Wasserflächen haben. Wenn man da immer sicher am Ufer landet, hilft das schon. Immer mit nem Vater im Nacken gibt vielleicht schnell "zu viel Informationen" .

    Wir haben es früher so (und ganz ohne Lehrer) gelernt, waren aber eher 12 Jahre,dafür aber mit schwerem Uralt - Erwachsenenmaterial.

    Ist aber Typ-Frage und er müsste den Biss und die Kraft zum Höhelaufen am Strand haben. Mit nem Freund zusammen wär es evtl noch besser.

  • Für die ersten Versuche hilft ein klassisches brett mit schwert und mehr länge sowie mehr volumen. Ich glaube der Ripper passt erst, wenn Höhe halten sicher funktioniert. Mittelfinne ersetzt kein Schwert.

  • Moin,


    Früher gab es Surfkurse am Shoreline Sailing Lake in Mountain View, eventuell da mal selbst probieren bzw einen Lehrer engagieren. Das Wasser ist deutlich wärmer als in der Bay und der Anhang kann entspannt mit Blick aufs Wasser was essen...


    Gruß Harro

  • Nimm als erstes mal ein Board mit ordentlichem Volumen und Länge und nicht so ein wackliges Hi-Tec- Teil für einen 10jährigen Anfänger. Da ist doch schon Frust vorprogrammierter.

    Der ist doch mehr mit der Balance beschäftigt, als an dem Spaß zu Fahren.

    Oder müssen die Kinder schon nach der 2ten Surfstunde im Gleitrausch sein.

    Kennst du Surfschulen, die Kinder/Jugendliche als Anfänger auf solch einem Teil auf Wasser lassen??

  • Großes Board mit großer Mittelfinne/ Schwert in Kombination mit einer kleinen (15-20cm) hinteren Finne. Das erleichtert das Steuern.

    Bei uns an der Schule üben sie zuerst intensiv die Wende. Dadurch wird viel Höhe gewonnen. Die erste Stunde sind die Schüler an einer Boje fest gemacht und üben das, bis es klappt. Dann vom Steg 20m raus und Wende zurück zum Ufer. Sideshore Wind ist dafür am besten.

  • Nimm als erstes mal ein Board mit ordentlichem Volumen und Länge und nicht so ein wackliges Hi-Tec- Teil für einen 10jährigen Anfänger. Da ist doch schon Frust vorprogrammierter.

    Der ist doch mehr mit der Balance beschäftigt, als an dem Spaß zu Fahren.

    Oder müssen die Kinder schon nach der 2ten Surfstunde im Gleitrausch sein.

    Kennst du Surfschulen, die Kinder/Jugendliche als Anfänger auf solch einem Teil auf Wasser lassen??

    Hmm, ich habe das immer als Anfaengerboard gesehen. 112L sind 60L Volumenüberschuss bei seinen 50kg/150cm.

    Umgerechnet auf einen 80kg/180 Mann (mich 😀) wäre das grob geschätzt ein 140L Board mit 80cm Breite.


    Als „Hi-tech“ für fortgeschrittene 50kg Jungs hätte ich ein 75L Waveboard gesehen.


    Wie auch immer, was ich ihm für die ersten Fahrten noch anbieten kann wäre ein 165L / 92cm JP SuperLightwind. Meine Frau hat’s da drauf gelernt. Bin mir aber nicht sicher ob mein Sohn das mit einem 4m Segel überhaupt zu steuern bekommt.

    zudem hat das Board eine 57er Finne und kein Schwert und ist maximal mittelmäßig beim Höhe laufen.


    Bleibt dann wohl nur der Surfverleih für den Anfang.

  • Großes Board mit großer Mittelfinne/ Schwert in Kombination mit einer kleinen (15-20cm) hinteren Finne. Das erleichtert das Steuern.

    Bei uns an der Schule üben sie zuerst intensiv die Wende. Dadurch wird viel Höhe gewonnen. Die erste Stunde sind die Schüler an einer Boje fest gemacht und üben das, bis es klappt. Dann vom Steg 20m raus und Wende zurück zum Ufer. Sideshore Wind ist dafür am besten.

    sehr wichtiger hinweis


    grosses schwertboards (können sehr gut geeignet sein) brauchen mmn eine sehr kleine hintere finne. die segelkraft, hebel und drcuckpunkt sind bei kindersegeln komplett anders. wenn da hinten eine 30er finne oder länger drin steckt kann das segel geneigt bis zum sankt nimmerleinstag.


    wir machen schulung in dieser altersklasse gerne mit techno 293, anfängerboards um die 190l mit allgeierschwert und fulldeck softdeck.

    einen JP young gun haben wir auch - aber der ist in der geichtsklasse eher für die fortgeschrittenen. für die kleineren anfänger haben wir ein mistral longboard mit mittelfinne, aber da ist deiner schon zu gross/schwer

    dazu isail für die kleinen anfänger, dann kinderriggs (challenger / Np Dragonfly, BIC) von 1,8 bis 4,4m²


    je nach gruppengrösse und bedingungen fährt der coach nebenher auf einem windsurfer LT, da kann man genau vorzeigen worum es geht. oder im RIB, dann kann man seine schäfchen besser einsammeln wenns diffizile bedingungen sind. mit slalom oder freeracematerial sehe ich das nicht praktikabel.


    in letzter zeit nutzen wir zur kommunikation kleine funkgeräte - laut aufgedreht in einem wasserdichten beutel - wenn man schreien muss besteht eher die ggefahr den falschen ton zu erwischen und unerwünscht aufzufallen ;)


    das leiter zu einem anderen punkt über - ich hab zwar mit sehr vielen jugendlichen sehr viel gemacht, bei den eigenen haben wir gerne externe lehrer /trainer genutzt. und so gehts vielen. und in der gruppe ist es meist viel lustiger und effizienter als alleine

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • bei 8 Kn dümpel ich mit 7,5 er Segel, um zurück zu kommen. Da würde ich eher Bedingungen mit etwas Winddruck nutzen wie 10-13 Kn. Man kann auch auf nahezu ebenen Flächen kein Snowboard lernen, dazu braucht man Gefälle :)

  • Großes Board mit großer Mittelfinne/ Schwert in Kombination mit einer kleinen (15-20cm) hinteren Finne. Das erleichtert das Steuern.

    das kann ich bestätigen - der Ripper ist mit der Serien Finne Hinten und 2,3 (das ist für einen sehr großen 10 jährigen auch zu klein würd ich sagen) quasi kaum manövrierfähig. ich hab für den Ripper bei diesen Seglegrößen als die Kinder geübt haben eine 18er Bubble Finne gehabt - die sind eh gut weil stabil und nicht verletzungsträchtig.

  • grosses schwertboards (können sehr gut geeignet sein) brauchen mmn eine sehr kleine hintere finne. die segelkraft, hebel und drcuckpunkt sind bei kindersegeln komplett anders. wenn da hinten eine 30er finne oder länger drin steckt kann das segel geneigt bis zum sankt nimmerleinstag.

    absolut - die längere Finne hinten hilft auch nix beim Höherhalten; im Gegenteil, man verliert bei der Wende Höhe, weil eben nix wirkclih dreht.

  • Meiner Meinung nach ist das Board ok, mein Sohn hatte aber ein anderes Segel ... nur 1 Latte oben und
    superleichter Alu-Mast. So in der Richtung: https://news.surfshop-w7.de/wp…n-XP-Kinderrigg_635_0.jpg

    das mag sein - das Redback ist kein Anfängersegel. Es ist quasi ein kleines S1.

    Die Synergy Riggs sind gut oder es gibt von GUN gute und Preiswerte, die auch noch eine Weile Spaß machen, wenn es Richtung Gleiten geht.

  • Kennst du Surfschulen, die Kinder/Jugendliche als Anfänger auf solch einem Teil auf Wasser lassen??

    - in der Surfschule vllt nicht, aber mit Papa/Mama als "Privatlehrer" ist der Ripper ein Super Brett; v.a. weil Kinder aus dem Schwertbrett so schnell rauswachsen macht ein Mittelfinnenbrett Sinn. Diese Anschaffung (Schwertbrett) macht für Schulen sinn, für Privat nicht.

    Unser Kinder haben beide auf dem Ripper gelernt (OK, 50kg/150 ist schon recht groß), unsere waren leichter, aber dafür war der Ripper auch nach einer Saison uninteressant und es folgten 80l Boards.

    Also glaub ich, dass er nach ein paar Tagen, wo die Bedingungen passen und er ein paar Stunden auf dem Wasser ist mit dem Ripper richtig Spaß hat - vllt wär der größere Ripper besser gewesen, aber dafür ist der kleine Zukunftsfähig.

  • Meine Tochter und mein Sohn gingen die Sache unterschiedlich an:

    Sie hat immer 3m geradeausfahren, dann Wende. teilweise hatte sie dann am ende soviel höhe, dass sie nach Lee zurücklaufen musst (Halsen ging da noch nicht).

    Bei meinem Sohn hat es gleich mit längeren Ausfahrten geklappt - bevorzugt natürlich Stehrevier. Für den Fall der Fälle hat er dann seine Zurückpaddeltechnik bäuchlings perfektioniert.


    Ich hab am Anfang kaum Tips gegeben - wirklich nur die Basis Sachen (lange arme, Zehen vorderer Fuß mehr nach vorne zeigen, Mast in die richtige Position, nicht über Bug drehen).


    Gerade die Kinder merken glaub ich rasch, wenn es sich gut anfühlt und leicht geht ist es richtig.

    Stunden seine Brettnase per Seil an meine Schlaufen binden


    kann man auch, aber besser an den Mastfuß.

  • Hallo alle,


    Darf ich nochmal in Erinnerung rufen, dass mein Sohn schon 50kg / 150cm hat… es gibt Frauen mit ähnlichen Dimensionen. Warum soll er da noch Kindersegel verwenden? Da müsste doch ein kleines Erwachsenensegel und ein 112L Board mit Mittelfinne funktionieren?

    Ja, das Board ist evtl etwas kippeliger und ein BIC Techno 293 hat 6cm mehr Breite als das Ripper. Aber 60L Überschussvolumen sollten doch auch reichen.


    Oder können kleine/leichte Damen auch nur mit Kindersegel und 200L Schwert-Tanker Surfen?


    Lg mariachi76

  • Man kann mit jedem Segel lernen, da braucht es kein Kindersegel, schon garnicht bei einem 50 kg Kind.

    Gib ihm was um die 5qm und ein Board, dann fahr mit ihm raus und sag ihm was er machen soll.

    Geduld ist das Wichtigste.

  • . Man kann auch auf nahezu ebenen Flächen kein Snowboard lernen, dazu braucht man Gefälle :)

    Das sind dann die sogenannten, schätze 90%, Snowboarder, die den ganzen Tag seitwärts die Piste abrutschen und dadurch den Schnee in das Tal befördern. ^^^^