Mir ist bewusst, dass dich die Spannung der Latten nicht direkt auf die Camber überträgt. Ich glaube aber, dass die Lattenspannung die Segelsehne in der Masttasche nach vorne bringt, auf der sich die Camber abstützen, und das somit vielleicht indirekt den Anpressdruck erhöht. Zumindest war das mal die (Pseudo-) Lösung bei einem früheren Camber-Segel von mir, dass ich mit den falschen Mast gefahren bin, da habe ich die Lattenspannung deutlich erhöht und damit war das Problem erledigt, aber da musste ich die Latten sehr stark spannen und das möchte ich natürlich bei meinem Exceed jetzt nicht machen, zumal ich es mit dem richtigen Mast fahre und es eine andere „echte“ Lösung geben muss.
Wieder Problem mit Cambern
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Früher ging das bei vielen Marken, da die Lattentips direkt auf (in) den Camber gedrückt hatten.
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@papapatrick...Hallo, mit dem Expert 490 SDM solltest Du den richtigen Mast für Dein Exceed 8,5 haben. 2021 waren meines Wissens noch keine RDM-Masten für das Exceed 8.5 vorgesehen. Wenn bei Deinem Segel beide Camber beim Shiften abspringen, gibt es mehrere mögliche Ursachen:
-Viel zu wenig Downhaul, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann.
-Zu wenig Spacer (ausprobieren).
-Angebrochene Camberlattenspitze (GUNSAILS-Ersatzteil für 10 €). Nachschauen, der Schaden ist nicht immer offensichtlich.
-Montagsmast mit falscher Biegekurve (eher unwahrscheinlich, aber möglich).
-Falsch vernähte Lattentaschenspitze (eher unwahrscheinlich, aber möglich).
Ansonsten gibt es noch sehr gute Videoanleitungen von GUNSAILS, z. B. "How to rig a Camber Sail" mit Peter Bijl. Da werden dann alle wichtigen Details angesprochen, z. B. wie man den Rotationsdruck der Camber am Mast per Hand prüft...Ich hatte ein Exceed 8.0, was ich verkauft habe, weil es mir dann doch zu groß war. Jetzt habe ich 2 Exceed 7.0 für Leichtwind. Bei dem einen sind mir die erwähnten Lattenspitzen gebrochen, aber die sind schon bestellt. Bin mit dem Exceed sehr zufrieden. Für Surfer der 60 kg-Klasse würde ich das 7.0, für die 70 kg-Klasse das 8.0, für die 80 kg-Klasse das 8,5 - 9,0 als Frühgleitsegel auf Binnenseen empfehlen. Die Anpassung des Camberdrucks mittels Spacer ist bei neuen Segeln ganz normal. Deshalb liegen dem Segel auch mehrere Spacer bei. Vielleicht gibt's auch noch andere Fehlerquellen - mir fällt im Moment nichts mehr ein. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Fehlersuche und anschließend viel Spaß beim Gas geben
Gruß Martin -
Rigg es in der Tat mal mit 2cm mehr downhaul auf, dann sollte es auch bauchiger aussehen als auf deinem Foto.
Evtl auch interessant: zu welchen zeitpunkt klappst du die Camber beim aufriggen denn an? Nicht dass die von vorherein etwas schief sitzen (mir schon passiert, wenn man nach dem anklappen noch deutlich spannung auf die downhaul gibt)
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Hi! Ich habe exakt das gleiche Rigg (Größe, Baujahr, Mast) und hatte anfangs auch die gleichen Probleme mit den Cambern. Die Lösung waren die 2 cm mehr Downhaul über den FRED hinaus, seitdem keine Probleme mehr.
Beim Aufriggen am Strand ist es dann zwar laut FRED etwas zu viel - wenn ich mit Winddruck im Segel nach oben schaue, passt es aber wieder. Bedeutet, dass die FRED-Markierung nur mit Winddruck stimmt und nicht im liegenden Zustand beim Aufriggen. Tatsächlich wird der FRED beim Riggen bei mir auch schon 2 cm vor dem angegebenen Downhaul (laut Power XT Maß) erreicht.
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Herzlichen Dank,
ich werde also nun die Latten-Enden checken und darauf achten, dass die Camber rechtwinklig am Mast anliegen und mal den Anpressdruck prüft, vielleicht auch die Latten 1/2 Umdrehung mehr spannen. Ich hoffe, dass ich das bald auf dem Wasser testen kann um hier berichten zu können 🙂
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Und der Mast ist wirklich 490 (nachmessen) und die Verlängerung auch korrekt eingestellt? Ich mein, mit Fred kann man eigentlich nicht viel falsch machen.
Bei meinem Vector klappe ich die Camber an mit 5cm zuwenig Downhaul, und ziehe dann nach. Gabel leicht unter Spannung. Für das Anklappen muss man da schon ordenlich drücken.
Mir ist auch noch nie ein Camber abgesprungen bei Gunsails. Vectors und Boosters. Beim Escape kann es ja nicht abspringen, da schmale Masttasche.
Sind die Rollen an den Cambern noch dran?
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Und der Mast ist wirklich 490 (nachmessen) und die Verlängerung auch korrekt eingestellt? Ich mein, mit Fred kann man eigentlich nicht viel falsch machen.
Bei meinem Vector klappe ich die Camber an mit 5cm zuwenig Downhaul, und ziehe dann nach. Gabel leicht unter Spannung. Für das Anklappen muss man da schon ordenlich drücken.
Mir ist auch noch nie ein Camber abgesprungen bei Gunsails. Vectors und Boosters. Beim Escape kann es ja nicht abspringen, da schmale Masttasche.
Sind die Rollen an den Cambern noch dran?
Ich schau mir die Camber und die Lattenenden mal genauer an, wenn ich wieder zuhause bin 🙂
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Rigg es in der Tat mal mit 2cm mehr downhaul auf, dann sollte es auch bauchiger aussehen als auf deinem Foto.
Seit wann wird ein Segel mit mehr Downhaul bauchiger?! Es ist genau andersrum.
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Rigg es in der Tat mal mit 2cm mehr downhaul auf, dann sollte es auch bauchiger aussehen als auf deinem Foto.
Seit wann wird ein Segel mit mehr Downhaul bauchiger?! Es ist genau andersrum.
Jein, Beispiel:
Du hast dein Segel geriggt und hinten auch Outhaul angezogen. Wenn du jetzt unten ziehst dann wirst du zwangsläufig hinten weniger Spannung haben und damit mehr Bauch haben.
Die Spannung des Segels verleiht dem ganzen den Bauch, also würde ich sagen ist das nicht unbedingt falsch. -
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Über mehr Mastbiegung zB per Downhaul wird ein Segel flacher. Bei konstant bleibendem Outhaulzug (zB jeweils minus 10 mm).
Beim anderen Aspekt ist mMn viel Schein und spielt das nicht nachgetrimmte oder vorher falsch getrimmte Outhaul eine Rolle.
Wenn man bei dem Foto ganz oben das Downhaul 20 mm anzöge, könnte es eventuell an Land erscheinen, dass sich die maximale Bauchtiefe relativ weit hinten der Gabel schwerkraftbedingt ziemlich annähert, die Entry wird allerdings jedenfalls flacher, Druckpunktstabilität und Vortriebstärke könnten leiden, ...
Üblicherweise trimmt man erst das Downhaul und darauf aufbauend das Outhaul.
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Ich habe ein 7,5 exceed und kann die Aussage von wudoc #25 absolut bestätigen. Bei mir sind anfangs auch die Camber oft rausgesprungen, üblicherweise beim typischen Halsenabsprung 😉
Lösung war oder ist bei mir immer ca. 2 cm mehr downhaul (wenns ging, gleich auf dem Wasser mit der xt-Verlängerung) und die outhaul etwas nachgeben bzw. nur ganz lose einhängen, fast ohne Zug.
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Ich habe ein 7,5 exceed und kann die Aussage von wudoc #25 absolut bestätigen. Bei mir sind anfangs auch die Camber oft rausgesprungen, üblicherweise beim typischen Halsenabsprung 😉
Lösung war oder ist bei mir immer ca. 2 cm mehr downhaul (wenns ging, gleich auf dem Wasser mit der xt-Verlängerung) und die outhaul etwas nachgeben bzw. nur ganz lose einhängen, fast ohne Zug.
Mmh, so hatte ich das eigentlich dann probiert, aber zu meiner Verwunderung sind die Camber trotzdem abgesprungen, aber ich hatte sehr viel mehr Downhaul gegeben, es vielleicht übertrieben.
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Mmh, so hatte ich das eigentlich dann probiert, aber zu meiner Verwunderung sind die Camber trotzdem abgesprungen, aber ich hatte sehr viel mehr Downhaul gegeben, es vielleicht übertrieben.
Ein zuviel gibt es bei dem Problem nicht. Die Camber würden erst abspringen, wenn der Mast durch Überlast bricht. Ich glaube nicht, dass du das von Hand schaffst, so viel Downhaul zu ziehen.
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Über mehr Mastbiegung zB per Downhaul wird ein Segel flacher. Bei konstant bleibendem Outhaulzug (zB jeweils minus 10 mm).
Beim anderen Aspekt ist mMn viel Schein und spielt das nicht nachgetrimmte oder vorher falsch getrimmte Outhaul eine Rolle.
Wenn man bei dem Foto ganz oben das Downhaul 20 mm anzöge, könnte es eventuell an Land erscheinen, dass sich die maximale Bauchtiefe relativ weit hinten der Gabel schwerkraftbedingt ziemlich annähert, die Entry wird allerdings jedenfalls flacher, Druckpunktstabilität und Vortriebstärke könnten leiden, ...
Üblicherweise trimmt man erst das Downhaul und darauf aufbauend das Outhaul.
Das ist interessant. In meiner Vorstellung gilt das erst, wenn ich über den sweet spot, "Fred", hinausziehe. Aus meiner laienhaften Sicht ist das Segel flach, wenn der Mast gerade eingefädelt wurde, dann biegt sich der Mast in Folge von Downhaul-Spannung, wodurch sich ein Bauch ausbilden kann (bis zum sweet spot "Fred"). Gibt man dann weiter Downhaul-Spannung wird das Segel in der Tat flacher.
Also mit anderen Worten: hat man nicht genug Downhaul, biegt sich der Mast weniger als vom Designer vorgesehen, und das Segel entwickelt nicht den beabsichtigten Bauch.
Was meinst du?
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hat man nicht genug Downhaul, biegt sich der Mast weniger als vom Designer vorgesehen, und das Segel entwickelt nicht den beabsichtigten Bauch.
Ja, nicht den designten Bauch - allerdings eben ZUVIEL Bauch. Also das Gegenteil von dem was Du zu sagen scheinst.
Anmerkung 1: Per Mastbiegung veränderlich ist wohlgemerkt nur das durch die Luff Curve induzierte Profil. Unveränderlich das Profil durch Seam Shaping.
Anmerkung 2: Hier wird von Camber Segeln ausgegangen, die artgerecht auf dem Wasser bewegt werden.
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Warum sollten sich die physikalischen Prinzipien an irgendeinem Punkt des Downhaulzuges denn auch plötzllich umkehren?
Ein Segel auf dem Boden mag - bis auf das Seam shaping - flach sein. Steckst Du einen geraden Mast rein, bleibt gerade in der Mitte Einiges an Material hinter dem Mast "übrig" - tw faltig. Spätestens bei Winddruck oder angeklappten Camber würde dieser Bauch auch klar ins Auge stechen.
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Ich hab gerade die Latten der Camber rausgenommen und gecheckt, die sind in Ordnung.
Als nächsten Schritt werde ich also am Wochenende das Segel aufbauen und die Spannung der Camber am Mast mit den Spacern so einstellen, dass sie ganz leichtes „Spiel“ haben.
Ich hoffe, ich kann das bald auf dem Wasser testen 🙂
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.. das Runterspringen der Camber im vollständig getrimmten Zustand dürfte ein spezielles Problem des Exceed sein. Normalerweise erfordert das Anklappen der Camber einen gewissen Kraftaufwand der auch nur bei leicht entspanntem Vorliek gelingt. Mit richtig durchgesetztem Segel lösen sich Camber nie und in diesem Zustand gibt es auch kaum ein Spiel der Camber am Mast.
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.. das Runterspringen der Camber im vollständig getrimmten Zustand dürfte ein spezielles Problem des Exceed sein. Normalerweise erfordert das Anklappen der Camber einen gewissen Kraftaufwand der auch nur bei leicht entspanntem Vorliek gelingt. Mit richtig durchgesetztem Segel lösen sich Camber nie und in diesem Zustand gibt es auch kaum ein Spiel der Camber am Mast.
Mir ist aber wichtig, dass das Exceed nicht durch meine Unfähigkeit ungerechtfertigt schlecht dargestellt wird, ich gehe sicher von einem Trimmunverständnis meinerseits aus, dass ich hier lösen möchte. Ich habe große Sympathien für Gunsails und bin ganz sicher, dass das ein top Segel ist, einige Mitglieder hier haben ja schon bestätigt, dass sie keinerlei Probleme mit den Cambern bei ihrem Exceed haben.
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