Kein Mensch hat etwas dagegen, wen jemand gesittet und mit der nötigen Vorsicht ein paar Raketen auf freiem Raum (auch innerhalb des Ortsgebietes) startet.
Wir wohnen angrenzend an den Parkplatz des örtlichen Schwimmbads, der gern zum Silvesterfeuerwerk genutzt wird. Anschließend haben wir die Reste der Raketen und Böller im Garten liegen. Dazu kommen zurückgelassener Verpackungsmüll, der bei entsprechender Wetterlage verteilt wird, und haufenweise Scherben durch mutwillig oder versehentlich zerstörte Flaschen als Abschussrampen bzw. von den mitgebrachten Getränken. Wer bei sich vor der Haustür böllert, kümmert sich da meiner Meinung nach mehr um die Hinterlassenschaften.
Irgendjemand kommt eigentlich immer irgendwann auf die Idee, ob man mit den Raketen wohl über die Häuser schießen kann - das geht manchmal schief, dann gerät man auf der Terrasse unter Beschuss oder die Rakete landet in der Wärmedämmung. Der Parkplatz wird auch Tage nach Neujahr noch zum (dann illegalen) Böllern genutzt, da zuckt man schonmal zusammen, wenn mal wieder ein Kanonenschlag am späten Abend gezündet wird.
Die Straßenreinigung kommt bestenfalls am 2. Januar, da hat der Wind oft schon den halben Job erledigt - was in den Bäumen und Büschen hängt, interessiert die Straßenreinigung nicht. Sonderschichten an Neujahr wie in Großstädten gibt es bei uns nicht. Nach Schneefall wie in diesem Jahr kommt gar keiner, die diesjährigen Reste werden wohl erst in ein paar Wochen sichtbar.