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Segelwahl nach Windmessung?!

  • -Rocky-
  • 21. August 2024 um 07:18
1. offizieller Beitrag
  • -Rocky-
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    • 21. August 2024 um 07:18
    • #1

    Moin,

    gibt es eine Sinnvolle Methode das Segel auszuwählen nach einer Windmessung? Wie lange sollte die Windmessung sein (zb. 5min). Nimmt man dann den Durchschnitt? Wie macht ihr das wenn ihr den Wind mit einem Windmesser misst?

    Grüße

    Rocky

  • Alter_Schwede
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    • 21. August 2024 um 08:57
    • #2

    Die Windmessung erfolgt durch "Blick auf's Wasser" und teilweise "wie rauscht der Wind zwischen den Ohren". Daraus ergibt sich ein Gefühl, was heute passt.

  • Christarus
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    • 21. August 2024 um 09:34
    • #3

    Ich bin kein Freund von diesen Handwindmessern und es wundert mich, dass es die noch angeboten werden. Die Besten Methoden sind:

    - schauen was die Anderen aufbauen

    - Leute fragen, die gerade aus dem Wasser gehen

    - auf die Schaumkronen schauen. (die Bft Tabelle gibt gute Anhaltspunkte https://www.dwd.de/DE/service/lex…view=renderHelp)

    - Windfinder, bzw. andere App

    - Gefühl im Gesicht und Geräusch des Windes

    - Locals fragen, die genau so aufs Wasser schauen :)

    Ich hoffe Du hast Dir noch keinen Windmesser gekauft, Du wirst schnell merken, dass es albern ist. Der Wind am Ufer ist selten genau so wie draußen auf dem Wasser.

    8):thumbup:

  • eki
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    • 21. August 2024 um 10:24
    • #4

    Windmesser hat für mich auch nie so richtig funktioniert. Am aussagekräftigsten ist für mich das Wasser (Schaumkronen, Windwellen - Binnensee, da ist kein Swell), das ist aber sehr abhängig vom Spot. Nach ein paar Jahren an den gleichen Spots bekommt man aber so langsam ein Gefühl dafür. Im Notfall wird umgeriggt :).

  • rrd248
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    • 21. August 2024 um 10:32
    • #5

    Ich nutze die Windmesser immer und gerne als Ergänzung zur Sicht auf das Wasser und zu Windfinder.

    Je nach Spot muss man die Messwerte allerdings leicht korrigieren, meist nach oben.

    Erfahrung ist bei der Windeinschätzung und Segelwahl das wichtigste.


    Die Idee, sich nach anderen zu richten, ist meist sehr suboptimal, viele bauen das Material auf, was sie haben und nicht das, was genau zum Wind passt.

    Jedenfalls muss man bei anderen das Material, Fahrkönnen und Gewicht berücksichtigen, um sinnvolle Rückschlüsse ziehen zu können.

    Eigentlich mache ich das nur bei Surfern, die ich kenne und einschätzen kann.

  • Blitz
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    • 21. August 2024 um 10:49
    • #6

    Manchmal macht das Windmessen durchaus sinn. Wir standen schon öfter in Punta Blanka und warteten auf Wind, da es fette Wellen hatte und kräftige Schaumkronen, aber der Wind kam durch den Windschatten von Lanzarote nicht richtig rein. Da kann ich beim Warten durchaus ab und zu den Wind messen. Wenn es dann nur Böen mit 16 kn hat gehe ich nicht aufs Wasser, aber bei Böen mit 18 kn.

    Anderes Beispiel: Letzten Winter war ich in Puerto Lajas mit dem 6 m² Wing beim Wingfoilen am oberen Windlimit. Als ich dann aufgehört habe und gerade an Land war habe ich Böen mit 24 kn gemessen.

  • -Rocky-
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    • 21. August 2024 um 11:42
    • #7

    An meine Homespot, bin ich sehr oft alleine, zu 80%. Und wenn einmal andere Windsurfer da sind, geht das große Fragen um. "Was baust Du denn auf?".

    Oft läuft es dann so: Zu groß aufgebaut, überpowerd. Faul umzubauen. Oder zu klein aufgebaut, man baut um. Auf und umbauen ist aber auch nicht gerade das beste für die Segel. Selten treffe ich die richtige Segelwahl.

    Windfinder stimmt, zu mindestens an meinem Spot, auch selten mit dem überein was dann wirklich war.

  • rrd248
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    • 21. August 2024 um 11:59
    • #8

    Wie oft und lange man schaut oder misst hängt vom Wind und Wetter ab.

    Wenn es eine stabile Wetterlage ohne große unterschiedliche Wolken / Fronten ist, reicht es, kurz hinzusehen und es passt.

    Wenn es böig ist, wegen wechselnder Wolken und Windrichtung, dann schaue ich etwas länger, um eine Segelgrösse zu finden, die zu mittlerem bis max Wind passt. Das ergibt dann auch Dümpelphasen, wenn man Pech hat.

    Thermik und Uhrzeit spielen auch eine Rolle, über Mittag ist der Wind oft stärker und am Nachmittag lässt er nach.

  • User794
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    • 21. August 2024 um 12:44
    • #9

    Und weil das oft nicht einfach ist baue ich oft und gerne 2 komplette Sets auf: 2 Boards mit 2 Riggs. Da passt es doch meistens.. ? ?

  • dominik49
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    • 21. August 2024 um 14:27
    • #10

    Es geht immer um eine Prognose und nicht was man gerade messen kann.

  • rollerhotte
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    • 21. August 2024 um 14:31
    • #11

    ich hatte auch mal einen Windmesser, der hat für mich nicht funktioniert. Wie schon beschrieben ist der Winddruck an Land immer ein anderer als auf dem Wasser. Andere Windsurfer fragen oder Material auf dem Strand beobachten kommt für mich auch nicht in Frage, da man weder das Gewicht, noch das Können, und auch nicht die Vorliebe des Anderen kennt. Mancher fährt gerne grösser, der Andere ehe einen Nummer kleiner... Darum antworte ich auch auf dem Stand eher auf solche Nachfragen: musst du selber wissen! Was für mich passt, passt für einen anderen noch lange nicht.

    Wasser beobachten (Schaumkronen?) Mit dem Popometer zwischen den Ohren den Wind abschätzen und dann ausprobieren. Mit der zeit entwickelt man ja schon ein gewisses Gefühl... Oder eben wie DonRon schriebt, einfach 2 Sets, oder auch nur 2 Segel aufbauen, damit bin ich in den letzten Jahren auch am Besten gefahren

  • Slaughthammer
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    • 21. August 2024 um 17:55
    • #12
    Zitat von Christarus

    - auf die Schaumkronen schauen. (die Bft Tabelle gibt gute Anhaltspunkte https://www.dwd.de/DE/service/lex…view=renderHelp)

    Bester Tipp überhaupt. Einfach immer das Wellenbild beobachten, dann bekommt man da mit der Zeit ganz von alleine ein sehr gutes Gefühl für die Windstärke. Das ist das eine Kriterium das unbestechlich ist.

    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  • Hifly666
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    • 21. August 2024 um 18:39
    • #13
    Zitat von -Rocky-

    An meine Homespot, bin ich sehr oft alleine, zu 80%. Und wenn einmal andere Windsurfer da sind, geht das große Fragen um. "Was baust Du denn auf?".

    Oft läuft es dann so: Zu groß aufgebaut, überpowerd. Faul umzubauen. Oder zu klein aufgebaut, man baut um. Auf und umbauen ist aber auch nicht gerade das beste für die Segel. Selten treffe ich die richtige Segelwahl.

    Windfinder stimmt, zu mindestens an meinem Spot, auch selten mit dem überein was dann wirklich war.

    Naja das ist doch die übliche Vorgehensweise, einer muss sich immer opfern. Mit der der Zeit wird das schon besser. Segelwahl ist halt Erfahrungssache. Ich kenne da keine Regel die allgemein funktioniert. Wenn man sich sehr unsicher ist kann man den Wind messen, ist dann aber nur eine Momentaufnahme und der Wind am Ufer ist nie der auf dem Wasser. Dann muss man sich aber noch merken welche Segelgrösse bei der entsprechenden Windstärke gepasst hat.

  • Stephan
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    • 21. August 2024 um 18:42
    • #14
    Zitat von Slaughthammer

    Bester Tipp überhaupt. Einfach immer das Wellenbild beobachten, dann bekommt man da mit der Zeit ganz von alleine ein sehr gutes Gefühl für die Windstärke. Das ist das eine Kriterium das unbestechlich ist.

    Da möchte ich widersprechen. Wenn bei uns SSW ist, sieht es nach den Wellen und den Schaumkronen so aus, als wenn es richtig am Hacken ist und m Strand fühlt es sich auch so an. Auf dem Wasser geht of gar nichts.....

    Windsurfing needs quality...
    ...http://www.lorch-boards.de , https://sailloft.de und http://www.windcraft-sports.de

  • Christarus
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    • 21. August 2024 um 18:46
    • #15
    Zitat von Stephan
    Zitat von Slaughthammer

    Bester Tipp überhaupt. Einfach immer das Wellenbild beobachten, dann bekommt man da mit der Zeit ganz von alleine ein sehr gutes Gefühl für die Windstärke. Das ist das eine Kriterium das unbestechlich ist.

    Da möchte ich widersprechen. Wenn bei uns SSW ist, sieht es nach den Wellen und den Schaumkronen so aus, als wenn es richtig am Hacken ist und m Strand fühlt es sich auch so an. Auf dem Wasser geht of gar nichts.....

    Also stimmt es doch. Du hast über eine gewisse Zeit und Beobachtungen ein Gefühl dafür entwickelt, wie das Wellenbild zur Windrichtung aussieht und kannst Deine Schlüsse daraus ziehen.

    8):thumbup:

  • Blitz
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    • 21. August 2024 um 18:55
    • #16
    Zitat von Slaughthammer
    Zitat von Christarus

    - auf die Schaumkronen schauen. (die Bft Tabelle gibt gute Anhaltspunkte https://www.dwd.de/DE/service/lex…view=renderHelp)

    Bester Tipp überhaupt. Einfach immer das Wellenbild beobachten, dann bekommt man da mit der Zeit ganz von alleine ein sehr gutes Gefühl für die Windstärke. Das ist das eine Kriterium das unbestechlich ist.

    So einfach ist es nicht. Beispiel: Bei NW-Wind und Ebbe haben wir bis zu 3 kn Strömung gegen den Wind und bei Flut bis zu 3 kn Strömung mit dem Wind. Bei gleicher Windstärke ergibt das völlig unterschiedliche Wellenbilder.

  • Blitz
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    • 21. August 2024 um 19:10
    • #17

    Noch was anderes. Am Strand habe ich den gleichen Wind wie auf dem Wasser. Wenn ich mal den Wind messe, schau ich auf die Uhr und vergleiche die Messwerte mit den Messwerten im Internet. Hier beim Windfinder (Borkum Flugplatz) kann ich 4 kn abziehen. Die Vergleichsmessung hatte ich schon gemacht, als es noch alle 10 min. ein Wert gab. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. he die Werte mit den Messwerten im Internet. Hier beim Windfinder (Borkum Flugplatz) kann ich 4 kn abziehen.

  • Hifly666
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    • 21. August 2024 um 19:24
    • #18

    Als ob der Windfinder auf dem Wasser messen würde.

  • URi
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    • 21. August 2024 um 19:27
    • #19

    Am Homespot brauche ich keinen Windmesser. Da weiß ich die Zeichen der Natur richtig einzuschätzen. Stehe ich aber an einem Nordseestrand, dann lässt die Soundkulisse mich das meistens völlig falsch einschätzen. D.h. es klingt oft gewaltiger als es ist. Da hilft dann der Windmesser.

    Wasserqualität Niedersachsen : http://www.apps.nlga.niedersachsen.de/batlas/index.php?p=k

  • Hifly666
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    • 21. August 2024 um 20:32
    • #20

    Du musst aber trotzdem wissen, welches Segel bei welcher Windstärke/messung.

    Es läuft letzten Endes immer auf Erfahrung raus. Ohne die hilft eben nur probieren.

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