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Inflation

  • daddy_o
  • 18. Februar 2022 um 08:32
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    • 31. März 2023 um 09:36
    • #321
    Zitat von Stephan
    Zitat von twofingers

    Und dann bietet Fr. Faeser 8% für 27 Monate an, da helfen auch steuerfreie Einmalzahlung und Mindesterhöhung nicht. Ich fürchte einen Riesenstreik im Mai.

    Dafür werden ja mal eben 12 Mrd für den Wiederaufbau der Ukraine oder 10 Mrd für Klimaschutzmaßnahmen in Indien klargemacht. :cursing:

    betr. ukraine wiederaufbau - ich erinnere an den marshallplan etc nach WWII, weiters die wirtschaftlichen vorteile die unsere zentraleuropäische wirtschaft von der nähe zur ukraine hat - nicht nur AI boards - sondern investments, kooperationen etc. und letzten endes weizenlieferungen

    zu den 10 mrd für umweltschutz in indien - bring uns durch den riesigen hebel vermutlich mehr als wenn wir bei uns von euro6 auf euro7

    finde beides daher nicht unbedingt als grund zum ärgern

  • Peter Essen
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    • 31. März 2023 um 10:35
    • #322

    Die Inflation kam ja mit voller Ansage, für jeden, der was davon versteht, war diese Gefahr klar erkennbar. Ich habe hier im Forum auch vier zwei, drei Jahren irgendwo geschrieben, dass wir Inflation bekommen werden.

    Europäische Hauptprobleme:

    - EZB hat viel zu spät reagiert, jetzt muss mit aller Macht gegengesteuert werden. Nicht mehr zu ändern, die Folgen tragen wir jetzt alle.

    - Deutsche und europäische Politik hat extrem schlecht reagiert und das Problem verschärft. Egal was, hunderte Milliarden für die europäischen Südländer als Corona-Programm (Warum eigentlich noch? Ersatzlos streichen!), 200 Mrd deutsches Energiekostenprogamm, um die verfehlte Energiepolitik zuzudecken, diese ganzen Ausgaben durch Schuldenorgien heizen die Inflation an und verdrängen die private Nachfrage. Wer mehr für Bundeswehr, Ukraine und Flüchtlinge ausgeben muss, muss woanders sparen.

    - Die Inflation entsteht durch Probleme auf der Angebotsseite und zuviel Geldmenge. Das lässt sich nicht durch höhere Löhne kompensieren (auch wenn diese Erkenntnis sehr unpopulär ist). Die jetzige Lohnrunde wird das Problem also nur verlängern und verschärfen..

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    • 31. März 2023 um 10:37
    • #323
    Zitat von c-bra

    finde beides daher nicht unbedingt als grund zum ärgern

    Sehe ich auch so. Ukraine Hilfe und Umweltschutz Sind zukunftsorientierte Investitionen.

    Das hat mit dem miesen Angebot der öffentlichen Arbeitgeber rein gar nichts zu tun. Das hat was mit mangelnder Wertschätzung der Arbeit zu tun.

    Die Kommunen sind klamm, auch das ist keine Überraschung. Die haben für die Gehaltsforderungen 2023 Mitte letzten Jahres einen Ansatz gebildet, der vermutlich bei knapp unter 3% liegt. Das ist Hohn. M.E. sind die Gewerkschaften viel zu niedrig in die Verhandlungen gegangen.

  • rrd248
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    • 31. März 2023 um 10:51
    • #324

    Diese Inflation nach Jahren fast keiner Inflation vorherzusagen ist trivial, wie Regen nach vielen Sonnentagen.

    In den wesentlichen öffentlichen Bereichen kann man nicht sparen, da wir dort Rück- oder Missstände haben, da sind zu nennen Bundeswehr, Bildung, Verkehr (Brücken, Bahn und Autobahnen!!!), Umwelt, Renten.

    Daher müssen wir unsere Wirtschaft wieder ankurbeln durch ein qualifiziertes, sinnvolles und nachhaltiges Wachstum in Produktion und Dienstleistungen.

    Dazu benötigen wir Kapital, ist genug da, und entsprechende Fachkräfte, die uns fehlen. Hier setze ich in erster Linie auf bessere Ausbildung, diese Misere gibt es jetzt schon x Jahrzehnte und ist weiter ungelöst. Zuwanderung ist da nur zusätzliche Komponente, die die generellen Fehler nicht ausgleichen kann, aber besondere Bedarfe und Spitzen abfedern kann, wenn diese (Spitzen-) Leute denn überhaupt noch zu uns kommen wollen würden.

    Damit das alles weiter läuft, sind auch entsprechende Gehälter notwendig, aber auch da ist klar, dass substantielle Erhöhungen, die nicht die Inflation ausgleichen, nur durch erhöhte oder verbesserte Produktivität entstehen können und die entsteht nur, wenn das Know How da ist und stimmt.

  • Peter Essen
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    • 31. März 2023 um 11:08
    • #325
    Zitat von rrd248

    Diese Inflation nach Jahren fast keiner Inflation vorherzusagen ist trivial, wie Regen nach vielen Sonnentagen.

    In den wesentlichen öffentlichen Bereichen kann man nicht sparen, da wir dort Rück- oder Missstände haben, da sind zu nennen Bundeswehr, Bildung, Verkehr (Brücken, Bahn und Autobahnen!!!), Umwelt, Renten.

    Daher müssen wir unsere Wirtschaft wieder ankurbeln durch ein qualifiziertes, sinnvolles und nachhaltiges Wachstum in Produktion und Dienstleistungen.

    Dazu benötigen wir Kapital, ist genug da, und entsprechende Fachkräfte, die uns fehlen. Hier setze ich in erster Linie auf bessere Ausbildung, diese Misere gibt es jetzt schon x Jahrzehnte und ist weiter ungelöst. Zuwanderung ist da nur zusätzliche Komponente, die die generellen Fehler nicht ausgleichen kann, aber besondere Bedarfe und Spitzen abfedern kann, wenn diese (Spitzen-) Leute denn überhaupt noch zu uns kommen wollen würden.

    Damit das alles weiter läuft, sind auch entsprechende Gehälter notwendig, aber auch da ist klar, dass substantielle Erhöhungen, die nicht die Inflation ausgleichen, nur durch erhöhte oder verbesserte Produktivität entstehen können und die entsteht nur, wenn das Know How da ist und stimmt.

    Nein. Das ist im wesentlichen genau der falsche Weg. Der Staat hat doch seit zig Jahren immer neue soziale Wohltaten verteilt und zuwenig investiert. Es muss neu strukturiert werden, nicht immer mehr ausgeben.

    Sparen heißt übrigens weniger ausgeben als einnehmen und nicht eine horrende Verschuldung etwas langsamer weiter in immer noch schnellem Tempo erhöhen.

    Wenn die privaten Unternehmen höhere Gehälter vereinbaren: ok, sehr gut. Mich stört jetzt enorm, das wieder ausgerechnet der aufgeblähte öffentliche Dienst vorausläuft und das Niveau setzen will. Das gibt höhere Kita-, Müll-, sonstige Gebühren, obwohl sich der Staat seit Jahren immer höhere Steuern holt. ( kalte Progression schlägt jetzt voll zu).

  • Stephan
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    • 31. März 2023 um 11:16
    • #326
    Zitat von c-bra
    Zitat von Stephan
    Zitat von twofingers

    Und dann bietet Fr. Faeser 8% für 27 Monate an, da helfen auch steuerfreie Einmalzahlung und Mindesterhöhung nicht. Ich fürchte einen Riesenstreik im Mai.

    Dafür werden ja mal eben 12 Mrd für den Wiederaufbau der Ukraine oder 10 Mrd für Klimaschutzmaßnahmen in Indien klargemacht. :cursing:

    betr. ukraine wiederaufbau - ich erinnere an den marshallplan etc nach WWII, weiters die wirtschaftlichen vorteile die unsere zentraleuropäische wirtschaft von der nähe zur ukraine hat - nicht nur AI boards - sondern investments, kooperationen etc. und letzten endes weizenlieferungen

    zu den 10 mrd für umweltschutz in indien - bring uns durch den riesigen hebel vermutlich mehr als wenn wir bei uns von euro6 auf euro7

    finde beides daher nicht unbedingt als grund zum ärgern

    Grundsätzlich würde ich Dir sogar zustimmen. Mir geht es mehr um die Prioritäten in der Mittelverwendung. Wenn gleichzeitig keine Geld für den ÖD, Schulen etc. im eigenen Land da sein soll, würde ich mir wünschen, dass vorhandene Steuergelder priorisiert im eigenen Land eingesetzt werden. Das bedeutet ja nicht zwingend, dass man die Unterstützung nach Außen einstellen muss, eine Reduktion wäre auch denkbar.

    Windsurfing needs quality...
    ...http://www.lorch-boards.de , https://sailloft.de und http://www.windcraft-sports.de

  • Stephan
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    • 31. März 2023 um 11:18
    • #327
    Zitat von Peter Essen

    NMich stört jetzt enorm, das wieder ausgerechnet der aufgeblähte öffentliche Dienst vorausläuft und das Niveau setzen will. Das gibt höhere Kita-, Müll-, sonstige Gebühren, obwohl sich der Staat seit Jahren immer höhere Steuern holt. ( kalte Progression schlägt jetzt voll zu).

    Das ist mir zu einseitig gedacht und auch etwas zu viel „Vorurteil“ gegenüber dem ÖD drin. Die Steuereinnahmen sind hoch wie nie und der ÖD hat in Feder letzten Tarifrunde (wegen Corona) massiv zurückgesteckt. Geld ist da, aber die Mittelverwendung sollte vielleicht überdacht werden.

    Windsurfing needs quality...
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  • rrd248
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    • 31. März 2023 um 11:22
    • #328
    Zitat von Peter Essen
    Zitat von rrd248

    Diese Inflation nach Jahren fast keiner Inflation vorherzusagen ist trivial, wie Regen nach vielen Sonnentagen.

    In den wesentlichen öffentlichen Bereichen kann man nicht sparen, da wir dort Rück- oder Missstände haben, da sind zu nennen Bundeswehr, Bildung, Verkehr (Brücken, Bahn und Autobahnen!!!), Umwelt, Renten.

    Daher müssen wir unsere Wirtschaft wieder ankurbeln durch ein qualifiziertes, sinnvolles und nachhaltiges Wachstum in Produktion und Dienstleistungen.

    Dazu benötigen wir Kapital, ist genug da, und entsprechende Fachkräfte, die uns fehlen. Hier setze ich in erster Linie auf bessere Ausbildung, diese Misere gibt es jetzt schon x Jahrzehnte und ist weiter ungelöst. Zuwanderung ist da nur zusätzliche Komponente, die die generellen Fehler nicht ausgleichen kann, aber besondere Bedarfe und Spitzen abfedern kann, wenn diese (Spitzen-) Leute denn überhaupt noch zu uns kommen wollen würden.

    Damit das alles weiter läuft, sind auch entsprechende Gehälter notwendig, aber auch da ist klar, dass substantielle Erhöhungen, die nicht die Inflation ausgleichen, nur durch erhöhte oder verbesserte Produktivität entstehen können und die entsteht nur, wenn das Know How da ist und stimmt.

    Nein. Das ist im wesentlichen genau der falsche Weg. Der Staat hat doch seit zig Jahren immer neue soziale Wohltaten verteilt und zuwenig investiert. Es muss neu strukturiert werden, nicht immer mehr ausgeben.

    Sparen heißt übrigens weniger ausgeben als einnehmen und nicht eine horrende Verschuldung etwas langsamer weiter in immer noch schnellem Tempo erhöhen.

    Wenn die privaten Unternehmen höhere Gehälter vereinbaren: ok, sehr gut. Mich stört jetzt enorm, das wieder ausgerechnet der aufgeblähte öffentliche Dienst vorausläuft und das Niveau setzen will. Das gibt höhere Kita-, Müll-, sonstige Gebühren, obwohl sich der Staat seit Jahren immer höhere Steuern holt. ( kalte Progression schlägt jetzt voll zu).

    Alles anzeigen

    Wir sind doch gar nicht auseinander, von Wohltaten habe ich nicht gesprochen, das sind alles Investitionen, die ich genannt habe.

    Eine auskömmliche Rentenhöhe ist ja keine staatliche Wohltat, auch hier wurde falsche Politik gemacht.

    Auch im öffentlichen Dienst ist es so, dass qualifizierte MA fehlen und die durch Masse ersetzt werden.

    Erlebe ich gerade wieder bei der BfA, die geben das sogar am Telefon zu, dass das deren Weg ist, das kostet untern Strich mehr, aber anders ist der öffentliche Dient nicht mehr handlungsfähig.

  • daddy_o
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    • 31. März 2023 um 11:49
    • #329

    „Unter den steigenden Mietpreisen und der vorherrschenden Inflation leiden besonders einkommensschwache Haushalte. Hier liegt die Mietbelastung im Schnitt bei mehr als 40 Prozent. Betroffen sind mehr als drei Millionen Haushalte, was etwa 16 Prozent aller zur Miete Wohnenden entspricht.

    "Das Problem des Wohnungsmangels dürfte sich in den kommenden Jahren noch verschärfen", warnte IMK-Forscher Dullien. "Durch gestiegene Baupreise und gestiegene Zinsen der Europäischen Zentralbank befindet sich der Wohnungsbau derzeit im freien Fall."

  • Peter Essen
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    • 31. März 2023 um 11:53
    • #330
    Zitat von Stephan
    Zitat von Peter Essen

    NMich stört jetzt enorm, das wieder ausgerechnet der aufgeblähte öffentliche Dienst vorausläuft und das Niveau setzen will. Das gibt höhere Kita-, Müll-, sonstige Gebühren, obwohl sich der Staat seit Jahren immer höhere Steuern holt. ( kalte Progression schlägt jetzt voll zu).

    Das ist mir zu einseitig gedacht und auch etwas zu viel „Vorurteil“ gegenüber dem ÖD drin. Die Steuereinnahmen sind hoch wie nie und der ÖD hat in Feder letzten Tarifrunde (wegen Corona) massiv zurückgesteckt. Geld ist da, aber die Mittelverwendung sollte vielleicht überdacht werden.

    Ich sehe da keinen Widerspruch bis auf: Geld ist allerdings nicht genug da, und streiche bitte das „vielleicht“ aus deinem letzten Satz.

  • User698
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    • 31. März 2023 um 12:02
    • #331
    Zitat von daddy_o

    ....

    "Das Problem des Wohnungsmangels dürfte sich in den kommenden Jahren noch verschärfen", warnte IMK-Forscher Dullien. "Durch gestiegene Baupreise und gestiegene Zinsen der Europäischen Zentralbank befindet sich der Wohnungsbau derzeit im freien Fall."

    vermutlich hat das jetzt shitstormpotential

    ich meine wohnraum betreffend auch eine art "inflation" zu sehen. die meisten glauben immer mehr wohnraum zu benötigen.

    die familienwohnungen sollen immer grösser werden

    damit steigt der bedarf, versiegelung etc.

    aber die anzahl der menschen bleibt gleich

    wäre natürlich auch eine möglichkeit da wieder etwas zurückzurudern

    und vermutlich kommt da auch ein korrigierender aspekt dazu - die eltern von uns babyboomern sterben jetzt alle zeitnah ( bei mir leben nur mehr 2 von 6) - damit werden viele wohnungen frei

    in unserer ehemaligen familienwohnung lebt derzeit nur meine mutter - nach ihrem ableben können da wieder mehr menschen wohnraum nutzen ohne dass was neu gebaut werden muss

  • rrd248
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    • 31. März 2023 um 12:03
    • #332
    Zitat von daddy_o

    „Unter den steigenden Mietpreisen und der vorherrschenden Inflation leiden besonders einkommensschwache Haushalte. Hier liegt die Mietbelastung im Schnitt bei mehr als 40 Prozent. Betroffen sind mehr als drei Millionen Haushalte, was etwa 16 Prozent aller zur Miete Wohnenden entspricht.

    "Das Problem des Wohnungsmangels dürfte sich in den kommenden Jahren noch verschärfen", warnte IMK-Forscher Dullien. "Durch gestiegene Baupreise und gestiegene Zinsen der Europäischen Zentralbank befindet sich der Wohnungsbau derzeit im freien Fall."

    Das spiegelt doch nur die Situation am Arbeitsmarkt und letztendlich im Bereich Bildung wieder.

    Es gibt einen großen Niedriglohnsektor für wenig/gering qualifizierte Mitarbeiter, die es eben auch in dieser Anzahl gibt. Damit sind die Löhne gering und es muss anteilig sehr viel für Miete gezahlt werden.

    Die Inflation verschärft das, ist aber nicht Ursache dafür.

    Wie gesagt, die mangelnde Bildung/Qualifizierung ist seit Jahren hausgemacht und wird die Entwicklung des Niedriglohnsektors beflügeln, ebenso wie die soziale Schere.

    Das es daneben noch unterbezahle qualifizierte Berufe wie Pflege gibt, vergrößert das Problem zusätzlich.

  • daddy_o
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    • 31. März 2023 um 12:28
    • #333

    Die Preise für neu zu mietenden Wohnraum sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Das wird sich fortsetzen. Vor ein paar Tagen gab es bei Frontal ein großes Extra dazu. In der Sendung sagte ein Sprecher einer Wohnungsbaugenossenschaft, also ohne Gewinnabsichten, dass sie in Berlin nicht mehr unter 14€ den Quadratmeter kalt bauen können. Absehbar wird es auf 16-20€ steigen. Und das sind keine Luxuswohnungen! Hier in Köln Nippes wurden vor fünf Jahren 15€ kalt aufgerufen, aktuell geht es in Richtung 19€. Genau deshalb begrenzen junge Familien stark ihren Anspruch an Wohnraumgröße und wohnen mit zwei Kindern in einer Dreizimmerwohnung mit 75qm, wenn sie Glück haben. Viel Wohnraumfläche pro Person findet sich im Ländlichen bei der Ü60 Generation.

  • galileo
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    • 31. März 2023 um 12:38
    • #334
    Zitat von c-bra

    ich meine wohnraum betreffend auch eine art "inflation" zu sehen. die meisten glauben immer mehr wohnraum zu benötigen.


    die familienwohnungen sollen immer grösser werden


    damit steigt der bedarf, versiegelung etc.

    aber die anzahl der menschen bleibt gleich

    Das mag zum Teil zutreffend sein aber in D ist die Bevölkerung von 81.5 Mio Stand 2000 auf 84.4 Millionen Stand Jan 2022 gewachsen.

    Da ist der Wohnungsbau aus vielerlei Gründen einfach nicht mitgekommen.

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    • 31. März 2023 um 12:44
    • #335

    das ist doch minimal

    Weist du auch wie viel mehr wohnraum in der zeit geschaffen wurde ?

  • User698
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    • 31. März 2023 um 12:50
    • #336

    https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-…ungen-gestiegen

    https://de.statista.com/statistik/date…-1989-bis-2004/

    34,9 qm auf 47,7 seit 1991

    Triffts nich wirklich, weil bei der gesamtfläche k8mmen ja n8ch zweitwohnsitze, parkplätze / garagen etc dazu....

  • galileo
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    • 31. März 2023 um 12:58
    • #337

    User698

    Nein ich kenne keine Zahlen aber das ganze Thema ist extrem vielschichtig.

    Nur Stichwörter: Binnenwanderungen, Zunahme Singlehaushalte, Migration, Reduktion sozialer Wohnungsbau, Baukosten.

    hier ein Link zur aktuellen Wohnungssitutation in D

    Aktuelle fehlen laut dem Artikel 700.000 Wohnungen.

    https://www.zdf.de/nachrichten/wi…erbund-100.html

  • User698
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    • 31. März 2023 um 13:28
    • #338

    ich weis auch dass es beim wohnen absurde zustände hat - bei uns in salzburg genausu, und wenn mir freunde von mietpreisen in MUC erzählen....

    aber wenn ich die 700.000 wohnungen nehme sind das schon die 3 mio bevölkerungszunahme

    und ich kapier nicht wo der haken ist

    es wird gebaut und versiegelt wie blöd, wir werden kaum mehr menschen ????

  • rrd248
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    • 31. März 2023 um 13:40
    • #339

    Da gibt es mehrere Faktoren:

    Es ziehen immer mehr Menschen in Städte, dort kommt man mit dem Bauen insgesamt nicht nach und bei bezahlbarem mittel-niedrig Preissegment schon gar nicht

    Es werden viele hochpreisige Wohnungen gebaut, die an Investoren verkauft werden und die damit nicht unbedingt sofort bewohnt werden, es gibt viel Leerstand in dem Bereich, da der Profit nicht aus der Vermietung sondern der Wertsteigerung der Immobilie kommt. Vermietung ist da eher wertmindernd

    In Großstädten im Innenstadtbereich werden Wohnungen nicht als Wohnraum für Bewohner genutzt, sondern gehen in die touristische Kurzzeitvermietung

    Durch die steigenden Zinsen, verbunden mit immer höheren Kosten und Bau Standards ist preiswerter Wohnraum in Großstädten nur noch darstellbar, wenn die Kommune den Boden zu günstigen Preisen abgibt. Das ist auch nicht immer gewünscht.

    In Wohn Genossenschaften gibt es seit Jahren Aufnahmestopp, weil die nicht mehr genug bauen können, das war ursprünglich mal ein wesentlicher Teil des mittel-niedrig Preissegments.

  • Michlsurf
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    nein
    • 31. März 2023 um 13:49
    • #340
    Zitat von galileo

    User698

    Nein ich kenne keine Zahlen aber das ganze Thema ist extrem vielschichtig.

    Nur Stichwörter: Binnenwanderungen, Zunahme Singlehaushalte, Migration, Reduktion sozialer Wohnungsbau, Baukosten.

    hier ein Link zur aktuellen Wohnungssitutation in D

    Aktuelle fehlen laut dem Artikel 700.000 Wohnungen.

    https://www.zdf.de/nachrichten/wi…erbund-100.html

    Alles anzeigen

    Wie diskutieren im Nachbar Thread (Elektromobilität) um jedes einzelne Tonne CO2 – und hier werden locker (von allen?) Vom Hocker, 100 Tausende von neuen Wohnungen gefordert…


    Das Bauen – an sich - die Erstellung von neu erbauten … + Flächenversiegelung etc. ….bewegt sich bzgl. der CO2 Emission und damit in der Umweltverschmutzung auf einer völlig anderen Liga… Also immer mehr … Mit welcher Begründung (?) - genau ….. (?).


    Einfach mal den pro Kopf,wohnflächenanspruch / Bedarf von früheren heute Vergleich… Dann wird so manches klarer ……

    Mehr Verantwortung für Umweltthemen anmahnen – und gleichzeitig ebenso weitere 100 Tausende von neuen Wohneinheiten mehr einzufordern… Das passt einfach nicht zusammen.

    Reines Anspruchsdenken..

    (der Single – Wohneinheiten Anspruch per se - ist schon ein ganz eigener……).

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