Ist mein Board das Richtige?

  • Hallo Leute,


    bin ein wenig wegen der in letzter Zeit häufiger vorkommenden Diskusion um Volumen vs. Breite verwirrt. Mein Board ist ein Naish Freewide 130. Wie der Name schon sagt, hat es 130l Volumen. Es ist 2,53m lang und 73cm breit. Ich meine es wäre ein Modell aus dem Jahr 2010 oder 11. Ich fahre das Brett zur Zeit je nach Wind entweder mit einem 6,2m² E-Type oder einem 7,8m² Natural. Masten und Gabeln sind aktuelle Ware (Silver Serie). Ich selbst bin 1,83m groß und wiege 78kg +-2kg je nach Jahreszeit.


    Obwohl ich mich bereits seit Jahren immer wieder mit Begeisterung mit der Windsurferei beschäftige ist mein Können eher bescheiden. Musste aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen auch immer wieder lange Pausen einlegen. Ich kann steuern, wenden , halsen, trapezfahren aber verwende bis heute die vorhandenen Schlaufen noch nicht. Dadurch komme ich natürlich bei mehr Wind an die Grenzen der Kontrollierbarkeit. Meistens fahre ich am Binnensee, kann aber auch mal vorkommen dass ich mal nach Makkum komme oder falls mein Urlaub (Thomas Cook) doch noch stattfindet im November an die Soma Bay.


    Ich meine damals hätte ich das Brett noch nach dem Volumen gekauft. Ist das nun von der Breite noch auf dem richtigen Stand der Technik, oder würde mir ein moderneres Brett Fortschritte einfacher ermöglichen? Gibt es eine Faustregel für Freerider welche Breite zu welchem Körpergewicht passt? Bisher bin ich eher der Meinung das Brett wird schon passen und ich muss eben einfach an meinen eignen Skills arbeiten. Freue mich auf eure Feedbacks.


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    Gruß aus FFM


    Jürgen


  • Hallo Jürgen


    Material passt.

    Um schneller zu lernen und hilft nur Zeit auf dem Wasser surfen surfen surfen.

    Fussschlaufen ist extrem wichtig um stabil zu gleiten und volle Kontrolle zu haben.

    Windsurfen fühlt sich mit Fusschaufen und Trapezfahren noch mal besser an.


    Mfg

  • Hallo bikehomero !


    (Erst mal - vielen Dank für den Start Deines Bilder-Thread - Klasse Idee - voller Erfolg !) :huepfspring:


    Zu Deinem Material: Kann ich absolut nichts kritisches finden !

    Ich denke auch eine deutlich größere Breite bringt dir zum nächsten - Step - das Schlaufen fahren - nicht viel.

    Lass Dich hier nicht verunsichern - 130 L und 73cm passt aus meiner Sicht auch für Aufsteiger.


    Hier jetzt Tipps zum konkreten Schlaufen-Fahren zu geben - würde wohl zu weit führen und einer medizinische Ferndiagnose gleich kommen.


    Ich denke ein Fortgeschritten-Kurs - evtl so gar 1-2 Einzelstuden bringen Dich da deutlich effektiver weiter.

    Nicht verzagen - oft sind es nur ein paar kleine „Kniffe“ - die der prof. Surflehrer kennt/ Fehler erkennt.


    Viel Erfolg - Soma Bay wäre dafür sicherlich nicht schlecht ....:thumbup::)

  • Hallo Jürgen

    Bin vom 9.-17.11. an der Somabay (Surfmotion). Bist du dann per Zufall auch dort?

    Gruss, Andy

    Hi Andy, schade passt leider nicht. Geplant ist bei mir 19.-27.11.


    Vielen Dank an alle für die Kommentare! Es ist gut die Bestätigung für die eigene Einschätzung zu bekommen, das motiviert und verhindert unnötiges Grübeln.

  • bikehomero , Freewide hast du oder...?... dein Board hat Cutouts? Board müßte 2010 sein...


    mach weiter mit dem Board, und Saison 2020 leih dir (wenn du Fortschritte gemacht hast) mal ein Freeracesegel (m. Camber) und versuch das mal auf dem Board ;) hast sicher noch länger Spaß damit :thumbup:

  • Ja, es ist das Freewide mit den Cutouts. Werde auf jeden Fall mal ein S-Type oder S-Pace in 7,8m² versuchen ausleihen zu können. Ist aber bestimmt ein anderes Thema, obwohl mich das natürlich auch interessiert. :-)

  • :thumbup: ist zwar nicht das Schnellste, aber Spaß hast sicher damit. Und echt mal das Ganz ausreizen.

    Ich bin mein Board (Naish GT 140 aus 2015) am Gardasee mit North Daytona 8,4 immer gefahren. Hab mir auch gedacht das das eher nicht

    ganz so entspannt läuft, aber doch, super feeling :-)

  • Hallo bikehomero,


    dein Material passt auf jeden Fall. Über neues würde ich mir erst Gedanken machen, wenn du mit den Fußschlaufen klar kommst.

    Ich würde zum üben erst einmal die Fußschlaufen ganz vorne montieren und nicht zu eng einstellen - hinten nur eine Schlaufe.

    Um in die Schlaufen zu kommen erst einmal das Brett ins gleiten bringen dann leicht abfallen und mal zunächst den vorderen Fuß in die Schlaufe.

    Bei wenig Wind evtl. die Gabel bischen höher montieren (du bist ja 1,83m groß - das auf dem Bild kommt mir auch bei viel Wind zu niedrig vor) und den Mastfuß ein wenig nach hinten - dann hast du mir Lift und kommst leichter ins Gleiten.

    Ein Cambersegel wird dir bei den Fußschlaufen keinen Vorteil bringen.


    Gruß fuggi

  • Die Naish Freerider sind doch super easy zu fahrende Boards. Um Schlaufen fahren zu lernen solltest du unbedingt die Schlaufen weiter nach vorne und vor allem nach innen montieren. Hinten evtl. sogar nur eine Einzelschlaufe (erst mal). Das wird sich besonders mit deinem kleinen Segel gut anfühlen, bei großen erst mal auch (insofern du nicht überpowert bist). Wenn du in diesem Schlaufensetup sicher bist, wirst du -besonders beim 7,8er- schon merken, dass du lieber woanders stehen würdest. Genau da solltest du dann die Schlaufen hin setzen.

    Für später, wenn du weiterhin beide Segel auf dem Brett nutzen willst, wähle eine eher mittlere Position (Kompromiss), denn ganz außen/hinten fährt sich super mit 7,8, mit einem 6er bei so einem Brett aber etwas unbequem.

  • Ihr schaut genau hin, das ist top! :thumbup: Das Bild oben ist schon etwas älter. Zwischenzeitlich habe ich den Mastfuß auch weiter hinten, eher in der Mitte der Schiene. Der Gabelbaum steht nun auch etwas höher, zwischen der M und L Markierung auf dem Segel. Hier sind wir bei dem angedeuteten gesundheitlichen Problem. Ich bin leider sehr anfällig für Impingement (Schulter) daher sollte der Gabelbaum auf keinen Fall zu hoch sein.


    Die Fussschlaufen werde ich auf jeden Fall mal weiter einstellen und hinten auf nur Eine umbauen. Vorne sind sie auch auf dem Bild schon soweit wie möglich vorne und innen angeschraubt.

  • OT : aber wichtig für bikehomero:


    So habe ich mein Impingment (beide Schultern) in den Griff bekommen.

    (Falls Du es noch nicht kennst - die Übungen sind Klasse - die Frau kennt sich aus ..... das Programm ist es wert.... :thumbup:)


    https://schulter-schmerzfrei.de/

  • Vom Volumen her passt das Brett. Die neuesten Freeride Shapes sind aber deutlich breiter als 73 cm und sind eher bei um die 80cm. Sogesehen besser für Verdränger Fahrt, weil dann kippstabiler.

    Der Fanatic Gecko, JP Magic Ride und Tabou (Rocket? ) haben da sehr gute Bretter parat

  • OK, danke! Mit der Kippstabilität in Verdrängerfahrt habe ich allerdings nicht das geringste Problem. Meine Anfänge hab ich auf den ganz alten Bees und Sharks erlebt, die waren noch deutlich schmäler.

    Heute müssen sich Anfänger/Aufsteiger weniger Anstrengen wie früher. Da bestimmte Brett Kategorien einfacher zu fahren sind. Warum sollte man es nicht nutzen, auch wenn’s früher anders war? ;)

  • Hatte selbst durchaus auch meine Probleme mit "in die Schlaufen kommen", nach meinem Wiedereinstieg ins Windsurfen. Eigentlich war es eher ein Neuanfang, resultierend der zeitlichen "Pause". Das Material hatte sich gewaltig verändert.

    Ich lieh mir Boards, kaufte ein Gebrauchtes und ging aufs Wasser. Fragte mich, warum die Schlaufen bei diesen Boards da sind, wo sie sind. Warum ich mich verrenken muss, um reinzukommen und dann die richtige Segelstellung hinzubekommen. Viele Stunden/Tage/Wochen geübt und fluchte endlos (Surfkurse hatte ich da schon 2,5 hinter mir). Fuhr ohne Schlaufen. Es wurde mir zu schnell, kaum noch zu kontrollieren (ohne in den Schlaufen zu stehen). Lieh mir wieder andere Boards und plötzlich sah ich "Es" (Board). Es schaute mich an, zwinkerte mir zu und flüsterte "auf mich hast du gewartet...".:love:

    Die möglichen Schlaufenpositionen waren weit mehr, als bei den anderen Boards und nicht so weit außen und hinten. Stellte meine Schlaufen auf die "Zitterposition" (vorn und innen, hinten mittigst) und es ging schon mal weit besser mit dem "in die Schlaufen" kommen. Merkte (bei ausreichend Wind bzw Geschwindigkeit), dass ich vor dem Hineinschlüpfen in die Schlaufen, erstmal richtig abfallen muss, die Knie weiter beugen (meiner Körper-Schwerpunkt tiefer bringen) und den Hintern runter nehmen muss. Auf einmal wurde es viel leichter in die Schlaufen zu kommen. Und ich begriff endlich was es heißt, dass dann die "Fuss-Steuerung" fürs Board greift und ich mich gar nicht mehr verrenken muss, um die richtige Stegelstellung zu bekommen. Der Druck auf den Mastfuss sich variieren läßt, in dem der Oberkörper (eingehakt am Trapez) einfach nach vorn schwenkt. Was habe ich mich gequält und geflucht, viele Stunden. Ich weiß bis heute nicht genau, warum ich mich so extrem schwer getan habe bei den anderen Boards (gleichen Volumens). Ich bin kein Profi, denke aber dass es schon Unterschiede in den Shapes gibt, die man als "Nichtwissender" gar nicht so erkennt.

    Aber mein Board hat mächtige 155 L (152x78cm) und 10kg (Fahrer 75kg, man muss ja nicht alles in sich reinstopfen...). Manche finden es zu groß und ich überlege auch ob nicht 20 L weniger besser wären. Aber, dieses Jahr damit bisher an 53 Tagen auf dem Wasser gewesen. Wo wäre der wirklich spürbare (für mich) Mehrwert bei 20 L weniger?

    OK, manchmal dabei auch nicht "gleitend", aber ich habe Zeit auf dem Wasser verbringen dürfen.

    Bei richtig heftigen Wind (7+) sehe ich entspannt den Cracks auf ihren 70 L Borads vom Ufer zu, man muss auch mal Pause machen... ;)