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Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

  • RobertP
  • 14. September 2026 um 17:52
  • Claudio
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    • 22. September 2026 um 00:50
    • #81
    Zitat von jensemann

    Claudio Durfte letztes Jahr mal einem "Advanced-Training" zusehen wo die Surflehrerin den Beachstart geschult hat, indem sie mit dem vorderen Fuß zuerst auf das Board stolperte. Dieses Beispiel sagt viel über die Unprofessionalität des Windsurfens aus...

    Moin Jense,

    ja, da sprichst mit deiner Kritik einen Zwiespalt an, den ich jedes Mal vor Augen habe, wenn ich empfehle, Windsurfunterricht in Betracht zu ziehen.

    Um das zu verdeutlichen, muss ich etwas ausholen:

    An meiner Windsurfschule gab es beispielsweise einen vierstündigen „Wasserstartkurs“. Im Rahmen dieser vier Einzelstunden erlernten Schüler – immer vier Schüler pro Kurs – den Wasserstart.

    Voraussetzungen:

    1. Ich habe mir die Interessenten vor der Aufnahme in diesen Kurs – wie auch in jeden anderen Fortgeschrittenen- oder Shortboardkurs – zuvor beim Fahren angeschaut. Immer mal wieder mit dem (für den jeweiligen Interessenten unerfreulichen) Ergebnis, dass der jeweils erwünschte Kurs meiner Fahrtechnik-Analyse zufolge nicht der richtige Kurs war. Mit der Zeit hatte ich den Ruf, so wurde mir das mal zugetragen: „Geh zu Claudio, äußere deinen Wunsch… und mach dann den Kurs, den er dir rät“.

    2. Unterricht erfolgte streng nur unter Windbedingungen, die den jeweiligen Lernprozess tatsächlich ermöglichten! Konnte für einzelne Kursteilnehmern, weil deren Urlaub endete, der Kurs nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, wurde der nicht erteilte Kursanteil wieder ausgezahlt. Die meisten kamen dann ein Jahr später wieder, um den Rest des Kurses zu absolvieren.

    95% der Schüler haben – wie versprochen – in der vierten Unterrichtsstunde ihren ersten Wasserstart gemacht. Nicht selten standen solche Schüler ein Jahr später wieder bei mir vor der Tür, um sich für einen „Schlaufeneinsteigerkurs“ einzuschreiben, sinngemäß den Satz auf den Lippen: „Der Wasserstart ist Routine“. Ein kleiner Teil der Schüler brauchte dann aber noch eine weitere, fünfte Stunde Unterricht, um den Wasserstart umzusetzen. Die Stunde gabs natürlich kostenfrei oben drauf, weil ich den Fehler immer bei mir (uns), nicht beim Schüler verortet habe. Die Schüler haben den Fehler in der Regel übrigens immer bei sich gesehen, weil die anderen drei Kursteilnehmer hattens ja – leicht erkennbar – „schnell genug“ gelernt.

    Was ich damit zusammengefasst sagen will: Mir (uns) ging es immer darum, Lernprozesse der Schüler einzuleiten, zu begleiten und abzuschließen (!). Ich komme unten auch diesen Punkt zurück.

    Nachdem ich meine Windsurfschule geschlossen hatte, habe ich, schlichtweg aus Erkenntnisinteresse, in meinen Urlauben immer mal wieder an anderen Windsurfschulen hospitiert. Ich möchte diesen Berufsstand eigentlich nicht so kritisch bewerten, wie ich das jetzt machen. Aber vielleicht bin ich einfach alt genug, um mir das leisten zu können? Jedenfalls kann ich deine Schilderung betreffs der bisweilen auftretenden, desaströsen „Lehrqualität“ mehr als nachvollziehen. An einer Schule am Gardasee hab ich mich dann mal für einen vierstündigen „Wasserstartkurs“ testweise „interessiert“. Ich war erstaunt, dass Vorfahren - zwecks Prüfung, ob ich denn überhaupt für dieses Kursangebot geeignet bin? – nicht erforderlich war. Die für mich naheliegende Frage, was denn dann sei, wenn ich den Wasserstart nach vier Stunden nicht gelernt hätte? Antwort: Dann könne ich eine weitere, also eine fünfte Stunde hinzubuchen. Und dann eine sechste, eine siebte, usw.! Das is ein nettes Geschäftsmodell, dacht ich mir!

    Neuerdings gibt’s Pros, die bieten „Clinics“ oder ähnliches an. Relativ neue Entwicklung, zwecks Aufbesserung der Reisekasse vermutlich. Diese Veranstaltungen finden einiges an Zuspruch! Weil viele Windsurfer irrtümlicherweise denken, wenn jemand selbst auf hohem Niveau Windsurfen kann, kann er Fahrtechnik gut vermitteln.

    Die Pros verfügen allerdings über kein Anleitungswissen, haben von Bewegungslehre, Methodik, Didaktik, Bewegungsanalyse, Biomechanik usw. keine Ahnung. Wie soll es unter deren Anleitung – wie von mir oben beschrieben – zu echten Lernprozessen kommen? Kommt es auch nicht. Es geht um - Zit.: „Tipps“ und „Impulse“, was in der Regel übrigens genau so von vornherein verkündet wird. Kann man natürlich machen, aber für meine Begriffe ist das in Sachen „Windsurfunterricht im Fortgeschrittenenbereich“ eine Fehlentwicklung.

    Der Bedarf nach professioneller Anleitung scheint durchaus zu existieren, es fehlt das kompetente Lehrangebot. Nicht umsonst habe ich in meiner Schule übrigens nur Windsurflehrer eingestellt, die auch Sportstudenten waren oder ein Sportstudium abgeschlossen hatten. Und ich habe die dann entsprechend weiter ausgebildet. Das war aber nicht mehr schwer, weil die bestimmte „Basics“ einfach schon mitgebracht haben.

    Ich möchte aber diesbezüglich aktuell auch positive Beispiele in den Blick nehmen: Mein Lehrbuch wurde von nicht wenigen Windsurflehrern, teilweise Windsurfschulbetreibern erworben. Da besteht also erfreulicherweise Interesse, sich – die eigene Unterrichtsqualität betreffend – weiter zu entwickeln. Was ja auch das Ziel meines Lehrbuchs war und ist.

    Zitat von jensemann

    Unter uns Windsurfern sind ein erschreckend hoher Anteil an Autodidakten, die spätestens seit dem Anfängerkurs nach der Trial- and Errormethode durch ihr weiteres Windsurferleben gewandelt sind -mich ganz klar eingeschlossen - und sich so auch viele Fehlhaltungen antrainiert haben.

    Auch hier stimme ich dir zu! Da werden übrigens fahrtechnische Fehler – von jedem auf jeweils individuelle Weise – kompensiert. Ein m.E. schillerndes Beispiel hat Bouke in seinem Beitrag mit seinem ersten Fallbeispiel beschrieben.

    Zitat von Witchcraft Sailboards

    Ein guten Beispiel dafür war ein Kunde der diesen Sommer für 4 Wochen bei Egli in Sotavento gemietet hat. (...) Aber seine Erfahrungen mit dem Material bei Egli waren problematisch. Mit 3.7 Wind haben die ihn (65kg) ein 95L Freewave gegeben womit er nicht klar kam, mit 105L besser. Und bei weniger Wind kam er gar nicht zu recht mit ein Freeridebrett. (...) Er konnte und wollte oft das Segel nicht voll dichtholen weil es ihn denn mit dem Chop viel zu schnell wurde.

    Der von ihm beschriebene Fahrer steht und fährt sehr wahrscheinlich ((!!) is ne Ferndiagnose, ich müsste das streng genommen mal anschauen können!) deshalb dezentriert auf seinem Board, weils mit der Koordination im Rigghandling deutlich hapert. In Geradeausfahrt, wohlgemerkt! Ist ein Klassiker, übrigens! Der steckt tief in einer fahrtechnischen Sackgasse, was sich dann – wen wunderts – insbesondere unter etwas erschwerten Fahrbedingungen (Chop) zeigt, aber ganz sicher auch bei Glattwasser erkennbar ist. Nur sind bei einfacheren Bedingungen die negativen Konsequenzen für ihn leichter kompensierbar. Eine Ursache solcher Sackgassen habe ich hier thematisiert:

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    Um mich da verständlich zu machen, nehmen wir jetzt mal an, es handelte sich bei Boukes Fallbeispiel nicht um einen Windsurfer, sondern um einen Fahrradfahrer – der beim Überfahren über etwas holprigeren Untergrund über Gleichgewichtsprobleme klagt, aufgrund derer er sich immer wieder mit einem Fuß seitlich am Boden abstützen muss, um nicht zu stürzen. Bouke diskutiert m.E. nun – im übertragenen Sinne – die Spurbreite und Größe der Stützräder, die an das Fahrrad zu bauen seien, zwecks Behebung der Bewegungsprobleme dieses Fahrers. Was ich damit verdeutlichen möchte: Mit der vorgeschlagene „Lösung“ werden Symptomen gelindert, anstatt die Ursache der Probleme in den Blick zu nehmen.

    Die Frage, die für mich im Raum steht ist: In Sotavento – direkt neben dem Verleih – gibt’s ne Windsurfschule. Warum wurde dem Mann nicht vorgeschlagen, dort mal ein paar Stunden Unterricht zu nehmen? Das wäre die definitiv nachhaltige Lösung!

    Und da landen wir wieder bei deiner – sicher teils berechtigten – Kritik, Jense! Weil die Leute dort wahrscheinlich die Ursache der Probleme nicht erkannt haben und vermutlich auch über die Lehrkompetenz nicht verfügen, dem Mann mit entsprechend kompetenten Unterricht punktgenau zu helfen.

    Herzliches Aloha

    Claudio

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    • 22. September 2026 um 01:12
    • #82
    Zitat von Django
    Zitat von Claudio

    Moin Robert,

    glaub ich dir, dass du den Wasserstart sehr gut drauf hast. Nur dann verstehe ich nicht, weshalb die Schotstarteignung Bedingung ist? Wozu?

    Ich weiß, du hast nicht mich gefragt ... aber soweit ich den Faden richtig in Erinnerung habe, ging es um das Zurückdümpeln mit wenig Wind. Daher ein Board, das auch Schotstart ermöglicht. Klar kann man auch mit wenig Wind einen Wasserstart machen (Unterliek und Mast greifen...) aber das nützt wenig, wenn man dann gleich unter Wasser steht.

    Moin Django,

    so extrem fällt der Wind da am Gargano von hier auf jetzt nicht runter. Dass draußen fett Gleitwind ist und dann am Ufer null Wind ist, halte ich für ne Übertreibung. Kenne ich da so nicht.

    Mast ganz unten und die Gabel, ich würde nicht das Unterliek greifen. Dann dynamisch über den Vorderfuß aufsteigen. Ist bei guter Technik (!) viel einfacher umzusetzen als ein Schotstart. Ich floate mit meiner kleinen Schüssel (VGV +-0) dann - im Extremfall mit der Wasserkante an den Kniekehlen - an den Strand.

    Hab zur Aufsteigetechnik mal ein Video veröffentlicht:

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    Aloha

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    • 22. September 2026 um 01:36
    • #83
    Zitat von RobertP
    Zitat von Claudio

    fahrtechnischen Problemen prinzipiell das Material in den Blick zu nehmen und in Wechseln / Neuerwerb die Lösung zu suchen

    empfiehlst mir aber dann weiter unten ein

    Zitat von Claudio

    dir ein Freewaveboard mit VGV +15-20 holen kannst

    ein anderes Brett zu kaufen :/

    Moin Robert,

    beachte bitte die Reihenfolge: Ich habe vorgeschlagen, zunächst dein Problem auf fahrtechnischer Ebene zu lösen. Wenn du das machst, kannst du natürlich auch deine Boards ganz normal weiter fahren. nichts spricht dagegen!

    Zitat von RobertP

    das ich Aufgrund des mangelnden Restauftriebs immer ordentlich angepowert fahren muss, damit es nicht nur Stop an go ist.

    Das "Stop and Go" und die Notwendigkeit vollen Segeldrucks sind m.E. vermutlich (!), aber sehr wahrscheinlich auch einem dezentrierten Fahrhabitus geschuldet. Nur zeigt sich das bei weniger Volumen deutlicher!

    Den Erwerb eines Freewaveboards hab ich nicht empfohlen, um dein Problem zu lösen!

    Vielmehr habe ich die Erfahrung gemacht, dass Windsurfer, sobald sie zentriert auf dem Board stehen, großes Interesse und Freude an Kurvenfahrten entwickeln, weil sich das dann plötzlich echt gut anfühlt. Und sie sich dann diesem Interesse entgegen kommenden Boards zuwenden, also Boards, die drehfreudiger sind. Diese Entwicklung hatte ich im Hinterkopf, daher mein Vorschlag "Freewaveboard".

    Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich - damals wie heute - so oft es geht auf Waveboards unterwegs bin. Es geht nicht um Kontrolle! Die Kurvengleitfahrt rockt... ;)

    Aber, das ist nur meine Perspektive auf die Sache...

    Aloha

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  • kaihard
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    • 22. September 2026 um 07:36
    • #84
    Zitat von Saru Man

    Ich ziehe Robby Naish vor: Time on water! ( Meine Ergänzung : dann löppt datt... 😁 🤙)

    Time on water ist wichtig, keine Frage. Aber bei vielen, vielen Surfern, die seit Jahren an der Powerhalse rumdoktorn und immer noch nicht durchgleiten, verfestigen sich dadurch nur falsche Bewegungsmuster. Mit ein bisschen Unterricht (ja, auch etwas Theorie) könnte man da viel erreichen, bin ich überzeugt.

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    • 22. September 2026 um 08:54
    • #85
    Zitat von Claudio

    Auch hier stimme ich dir zu! Da werden übrigens fahrtechnische Fehler – von jedem auf jeweils individuelle Weise – kompensiert. Ein m.E. schillerndes Beispiel hat Bouke in seinem Beitrag mit seinem ersten Fallbeispiel beschrieben.

    Zitat von Witchcraft Sailboards

    Ein guten Beispiel dafür war ein Kunde der diesen Sommer für 4 Wochen bei Egli in Sotavento gemietet hat. (...) Aber seine Erfahrungen mit dem Material bei Egli waren problematisch. Mit 3.7 Wind haben die ihn (65kg) ein 95L Freewave gegeben womit er nicht klar kam, mit 105L besser. Und bei weniger Wind kam er gar nicht zu recht mit ein Freeridebrett. (...) Er konnte und wollte oft das Segel nicht voll dichtholen weil es ihn denn mit dem Chop viel zu schnell wurde.

    Der von ihm beschriebene Fahrer steht und fährt sehr wahrscheinlich ((!!) is ne Ferndiagnose, ich müsste das streng genommen mal anschauen können!) deshalb dezentriert auf seinem Board, weils mit der Koordination im Rigghandling deutlich hapert. In Geradeausfahrt, wohlgemerkt! Ist ein Klassiker, übrigens! Der steckt tief in einer fahrtechnischen Sackgasse, was sich dann – wen wunderts – insbesondere unter etwas erschwerten Fahrbedingungen (Chop) zeigt, aber ganz sicher auch bei Glattwasser erkennbar ist. Nur sind bei einfacheren Bedingungen die negativen Konsequenzen für ihn leichter kompensierbar. Eine Ursache solcher Sackgassen habe ich hier thematisiert:

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    Die Frage, die für mich im Raum steht ist: In Sotavento – direkt neben dem Verleih – gibt’s ne Windsurfschule. Warum wurde dem Mann nicht vorgeschlagen, dort mal ein paar Stunden Unterricht zu nehmen? Das wäre die definitiv nachhaltige Lösung!

    Und da landen wir wieder bei deiner – sicher teils berechtigten – Kritik, Jense! Weil die Leute dort wahrscheinlich die Ursache der Probleme nicht erkannt haben und vermutlich auch über die Lehrkompetenz nicht verfügen, dem Mann mit entsprechend kompetenten Unterricht punktgenau zu helfen.

    Herzliches Aloha

    Claudio

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    Der Fahrer hat aber Unterricht bekommen. Davon stammen auch seine Drone Videos die er mir geschickt hatte. Die haben ihn aber schon von vorneherein auf das falsche Material gestellt. die Freewaveboards schmal und dick, dadurch kipplich mit lange Finne und nach innen und extrem nach hinten stehende Schlaufen hat das Brett mit mehr Geschwindigkeit und jeden Chop sofort angefangen auf zu kentern. (Tailwalken). Der Balance zwischen Schlaufenposition und Finnenlänge hat nicht gestimmt und die kipplichkeit hat das verstärkt. Beim breiten Freeracer genau anders herum mit zu weit außen stehende Schlaufen wodurch der Luvseite vom Brett bei jeden aufmachen vom Segel, abgesoffen ist. Auch da hat der Balance nicht gestimmt für niedrigere Geschwindigkeiten. Ich habe da keine große Fahrfehler entdecken können, nur überforderung mit die Bedingungen und Material. Der hat mit dem Freeracematerial zwischendurch schon das Segel dichtgenommen um schneller zu werden. Aber beim nächsten herein rollende Welle wieder aufgemacht weil er da nicht mit diesen Geschwindigkeit abheben möchte. Hätten die ihn da die Schlaufen nach innen und vorne geschraubt (falls möglich bei diesen Brett) und ein kleineres Segel und evt eine kleinere dickere Finne mit weniger Hebel, hätte er mit weniger Geschwindigkeit entspannt surfen können ohne jedes Mal abbremsen zu müssen oder ab zu heben. Für den höheren Windbereich haben die wahrscheinlich gar kein geeigneteres Material gehabt. Keine Ahnung warum die solche Freewavebretter, die doch eigentlich für normale Windsurfer gedacht sind, so extrem schmal und dick machen, mit die Schlaufen so extrem nach hinten, so eine lange Mittelfinne und denn noch Tailkick dazu damit es noch schlechter gleitet und schneller die Kontrolle verliert.
    Ein guten Pro macht sicherlich noch kein guten Lehrer oder Testfahrer. Da habe ich schon Sachen gesehen.... aber es gibt schon welche die Nachdenken über wie was funktioniert und gute Lehrer sind. Aber wie wir aus dem Fußball schon wissen, ein guten Profi macht noch keinen guten Trainer und umgekehrt.

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  • jensemann
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    • 22. September 2026 um 08:57
    • #86

    Sehe ich genauso...Lehrbücher/-videos sind ja schön und gut aber wie es aussieht, wenn man auf dem Wasser versucht das umzusetzen kann ja letztlich nur ein kompetenter "Zuseher" beurteilen/analysieren. Claudio gibst Du denn noch Surf-Unterricht? Ich hätte nichts dagegen meine Technik zu verbessern, zumal man mit guter Fahrtechnik dann auch kräfteschonender und verletzungsfreier unterwegs ist...

  • RobertP
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    • 22. September 2026 um 09:05
    • #87
    Zitat von Claudio

    so extrem fällt der Wind da am Gargano von hier auf jetzt nicht runter. Dass draußen fett Gleitwind ist und dann am Ufer null Wind ist, halte ich für ne Übertreibung. Kenne ich da so nicht.

    Ich hänge dir den Screenshot von #36 nochmal an:

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    • 22. September 2026 um 09:33
    • #88
    Zitat von Saru Man

    Für meinen Geschmack etwas viel.... Theorie? ... für Otto Schaluppke, den Hobbysurfer.

    Ich ziehe Robby Naish vor: Time on water! ( Meine Ergänzung : dann löppt datt... 😁 🤙)

    Eddy Merckx sagte mal auf die Frage nach einem gutem Training im selben Mindset: Fahren Sie einfach viel Fahrrad.

    Klar, aber eigentlich ist das eine offene Tür eintreten. Denn das versucht Jeder ja schon nach ihre oder seine Möglichkeiten. Für die Meisten ist TOW nun mal begrenzt. Mann kann aber nebenbei, außerhalb der TOW, Informationen sammeln die einem seinen Spaß beim TOW verbessert.

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  • frontloop71
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    • 22. September 2026 um 11:00
    • #89

    Mein Kumpel wiegt 105kg und fährt regelmässig Slalom, er ist vom f-cross 124 absolut begeistert.

  • Seewasser
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    • 22. September 2026 um 11:48
    • #90

    Und der 136er F-Cross fühlt sich eher wie 120 an, um die Diskussion um die Frage von weiter oben wieder aufzugreifen.

    Ich hatte ein F-Race 120/70cm durch den F-Cross 136/72,5 cm ersetzt. Mir hat sich das zusätzliche Volumen noch nie negativ bemerkbar gemacht. Hier gibt es auch irgendwo noch einen Thread zum damaligen Auswahlprozess, ob lieber 124 oder 136 mit vielen klugen Empfehlungen, die mich damals zur richtigen Entscheidung mit dem 136er geleitet haben.

    Bin den 136er schon runter bis 5.5 gefahren, das geht wunderbar. Das ist mit dem 113er zwar noch schöner, aber nur bei konstanten Bedingungen.

    Der 136er ist ein tolles Board auch für kleine Segel bei löchrigem Wind.

  • eki
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    • 22. September 2026 um 12:09
    • #91
    Zitat von Claudio

    Hab zur Aufsteigetechnik mal ein Video veröffentlicht

    Interessant, vorderen Fuss zuerst auf's Brett hatte ich bis jetzt noch nicht ernsthaft in Betracht gezogen (eher bei sehr starkem Wind beide Füsse gleichzeitig), sieht aber überzeugend aus. Claudio wann kommt die Neuauflage deines Buches raus?

  • Django
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    • 22. September 2026 um 14:31
    • #92
    Zitat von Claudio
    Zitat von Django
    Zitat von Claudio

    Moin Robert,

    glaub ich dir, dass du den Wasserstart sehr gut drauf hast. Nur dann verstehe ich nicht, weshalb die Schotstarteignung Bedingung ist? Wozu?

    Ich weiß, du hast nicht mich gefragt ... aber soweit ich den Faden richtig in Erinnerung habe, ging es um das Zurückdümpeln mit wenig Wind. Daher ein Board, das auch Schotstart ermöglicht. Klar kann man auch mit wenig Wind einen Wasserstart machen (Unterliek und Mast greifen...) aber das nützt wenig, wenn man dann gleich unter Wasser steht.

    Moin Django,

    so extrem fällt der Wind da am Gargano von hier auf jetzt nicht runter. Dass draußen fett Gleitwind ist und dann am Ufer null Wind ist, halte ich für ne Übertreibung. Kenne ich da so nicht.

    Mast ganz unten und die Gabel, ich würde nicht das Unterliek greifen. Dann dynamisch über den Vorderfuß aufsteigen. Ist bei guter Technik (!) viel einfacher umzusetzen als ein Schotstart. Ich floate mit meiner kleinen Schüssel (VGV +-0) dann - im Extremfall mit der Wasserkante an den Kniekehlen - an den Strand.

    Hab zur Aufsteigetechnik mal ein Video veröffentlicht:

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    Aloha

    Claudio

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    Hi Claudio,

    dein Video beschreibt ganz exakt, wie ich den Leichtwind-Wasserstart bisher auch immer gemacht habe und mache, inklusive erst den vorderen Fuß ... (obwohl ich nie einen Kurs hatte und alles selbst gelernt habe)

    In deinem Video ist aber noch "zuviel" Wind. Da könnte man dann tatsächlich mit einem Sinker noch Dümpeln.

    Aber es gibt eine noch extremere Variante, gerade genug Wind, dass sich das Segel selbst trägt, und da geht das so nicht mehr. Da gehe ich noch näher ans Brett, und die Hand muss ans Unterliek, der Segelzug reicht nur aus, wenn das Segel senkrecht steht. Und da kommst du nicht mehr an die Gabel.

    Und da ist dann auch nichts mehr mit Dümpeln mit einem Sinker, da braucht es genug Auftrieb.

  • jensemann
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    • 22. September 2026 um 14:36
    • #93

    Problem z.B. bei einem größeren Slalomboard sind auch die steilen, hohen Kanten ganz anders als beim Waveboard, dazu ein großes mit Wasser voll gesogenenes Slalomsegel...da kommt man dann mit dem Flautenwasserstart nicht zurecht!

  • RobertP
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    • 22. September 2026 um 15:49
    • #94

    Vor allem muss sich das Segel für jede Variante des Flautenwasserstarts erstmal selber tragen.

    Mein 5,3er Segel bekomme ich "hochgeschaukelt" mit den Pendelbewegungen die Claudio in seinem Video zeigt. Ich greife dann allerdings so wie Django es beschreibt mit der vorderen Hand an den Mast und mit der hinteren ans Unterliek und gehe klassisch mit dem hinteren Bein zuerst aufs Brett.

    Mit zunehmender Größe des Segels wird das aber immer schwerer. Mit meinem 6er Freeride Segel habe ich diesen Start erst einmal geschafft, mit den größeren Segeln (die dann meistens Camber haben) noch nie.

  • Claudio
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    • 22. September 2026 um 22:27
    • #95
    Zitat von Hifly666

    Kann man denn sagen was gute Bedingungen für 4,8er Segel für dich wären, um Kabbelwasser nicht in der Welle?


    Moin HiFly,

    ich möchte deine Frage nicht unbeantwortet lassen, obwohl ich sie wohl letztendlich nicht zu deiner Zufriedenheit beantworten kann.

    Das 4,8er ist mein größtes Wavesegel und ich benutze es ausschließlich in Kombination mit meinem großen Waveboard, ein Asymetrical von Killerfish mit VGV +12. Diese Kombi zielt auf folgende Bedingungen: 3 bis 6 Meter - Wellen / down-the-line.

    Bedeutet: Rausfloaten - gute Welle aussuchen - Abreiten. Manchmal ist der Wind beim Rausfloaten extrem schwach, wenn aber die Wellen recht groß und clean sind und definiert brechen, hast du auf der Welle trotzdem richtig Druck im Segel! Das Rausfahren kann dann allerdings bisweilen ungewollt spannend sein...

    An manchen Tagen gleite ich mit oben genannter Kombi auch beim Rausfahren, das müssen nicht die besseren Tage sein, weil bei "down-the-line" - manche sagen dazu auch "float and surf" - die Wellen meist sehr clean und damit gut abzureiten sind. Wenn der Wind stärker wird, leidet darunter manchmal die Wellenqualität.

    Gaaaanz selten nehm ich das Segel zusammen mit dem großen Waveboard bei Gleitwind und 1,5 bis 2 Meter - Wellen, um ein wenig das Springen zu trainieren.

    Ich bin selten bzw. praktisch nie in Gegenden, wo bei Wind keine Brandung ist. Bei Flachwasser geh ich in der Regel nicht oder wenn, dann eher nur kurz aufs Wasser, insbesondere, wenn ich mich auf einem neuen Board einfahren oder dringend was einüben möchte z.B..

    Wieviel Wind da dann ist? Ich kann das objektiv echt nicht sagen... ?

    Das Thema "Chop" oder "Kabbelwasser" hab ich irgendwie nicht, das spielt für mich merkwürdigerweise keine große Rolle. Kabbel hast du ja auch regelmäßig an Tagen mit großen Wellen! Da sind die Wellentäler oder das Face ja nicht immer, eigentlich eher selten komplett "glattgezogen". Da muss man fahrtechnisch dann eben mit umgehen... so erlebe ich das.

    Ich bin mir nicht sicher, ob das deine Frage beantwortet?

    Aloha

    Claudio

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  • Claudio
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    • 22. September 2026 um 23:06
    • #96
    Zitat von kaihard
    Zitat von Saru Man

    Ich ziehe Robby Naish vor: Time on water! ( Meine Ergänzung : dann löppt datt... 😁 🤙)

    Time on water ist wichtig, keine Frage. Aber bei vielen, vielen Surfern, die seit Jahren an der Powerhalse rumdoktorn und immer noch nicht durchgleiten, verfestigen sich dadurch nur falsche Bewegungsmuster. Mit ein bisschen Unterricht (ja, auch etwas Theorie) könnte man da viel erreichen, bin ich überzeugt.

    Moin Saru und Kai.

    Es gibt ja Schüler, die man nie mehr vergisst. Ein solcher schrieb sich bei mir mal in den Anfängerkurs ein. Total netter Typ, um die 30. Während er das Anmeldeformular ausfüllte, bemerkte er: "Ich hab letzten Sommer schonmal einen Anfängerkurs an einer anderen Windsurfschule absolviert. Aber wenn ich deine Anfänger zum Ende deines Anfängerkurses sehe, da ist es wohl besser, ich mach den Kurs bei dir nochmal."

    Mich hat der Typ beeindruckt, allein schon aufgrund seines offensichtlich kritisch-reflektierten Blicks auf seine eigenen Fähigkeiten. Er hätte ja auch auf die Idee kommen können, sich für unseren "F1-Kurs" zu interessieren.

    Und ich hab dann gedacht: Der wird sehr schnell unterfordert sein, den werde ich individuell mit Zusatzaufgaben versorgen müssen, was ja kein Problem ist.

    Ja, und dann stellte ich ziemlich verdaddert fest, dass der Mann erkennbar ganz schön Probleme hatte - den Könnensstand betreffend - mit dem Rest des Kurses mitzuhalten!

    Er hatte in der extrem kurzen Zeit eines schlecht angeleiteten Anfängerkurses plus ein paar Stunden Boardmiete gut erkennbar dysfunktionale Bewegungsweisen so deutlich eingeübt, dass dem das in meinem Anfängerkurs defintiv - im Unterschied zu den restlichen, blutigen Anfängern im Kurs - nun im Weg stand.

    Mir wurde an diesem Beispiel bewusst, wie unglaublich wichtig, aber auch wertvoll das ist, als guter (!) Windsurflehrer die Schüler gleich am Anfang beim Versuch, ihre Bewegungsprobleme mit langfristig dysfunktionalen Bewegungsweisen zu "lösen", also beim Versuch, in die "Sackgasse" einzubiegen, gleich auf den "langfrisitig nachhaltigen" Weg zu führen.

    Beispielsweise so: Lehrer: "Hier, schau mal, was ist dein Problem?" Schüler: "...." Lehrer: "O.k.... du hast so gemacht... versuch mal anstatt dessen... so zu machen... mach das mal... wie fühlt sich das an?" Schüler "Funktioniert besser... ist aber echt schwierig" Lehrer: "Super, übe das also so, auch wenns erstmal öfters schief geht... das ist die bessere Lösung... ".

    Fazit: Ich stimme Kai zu: "Time on water" kann ganz schön kontraproduktiv sein...

    Herzliches Aloha

    Claudio

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  • Claudio
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    • 22. September 2026 um 23:27
    • #97
    Zitat von Witchcraft Sailboards
    Zitat von Claudio

    Auch hier stimme ich dir zu! Da werden übrigens fahrtechnische Fehler – von jedem auf jeweils individuelle Weise – kompensiert. Ein m.E. schillerndes Beispiel hat Bouke in seinem Beitrag mit seinem ersten Fallbeispiel beschrieben.

    Zitat von Witchcraft Sailboards

    Ein guten Beispiel dafür war ein Kunde der diesen Sommer für 4 Wochen bei Egli in Sotavento gemietet hat. (...) Aber seine Erfahrungen mit dem Material bei Egli waren problematisch. Mit 3.7 Wind haben die ihn (65kg) ein 95L Freewave gegeben womit er nicht klar kam, mit 105L besser. Und bei weniger Wind kam er gar nicht zu recht mit ein Freeridebrett. (...) Er konnte und wollte oft das Segel nicht voll dichtholen weil es ihn denn mit dem Chop viel zu schnell wurde.

    Der von ihm beschriebene Fahrer steht und fährt sehr wahrscheinlich ((!!) is ne Ferndiagnose, ich müsste das streng genommen mal anschauen können!) deshalb dezentriert auf seinem Board, weils mit der Koordination im Rigghandling deutlich hapert. In Geradeausfahrt, wohlgemerkt! Ist ein Klassiker, übrigens! Der steckt tief in einer fahrtechnischen Sackgasse, was sich dann – wen wunderts – insbesondere unter etwas erschwerten Fahrbedingungen (Chop) zeigt, aber ganz sicher auch bei Glattwasser erkennbar ist. Nur sind bei einfacheren Bedingungen die negativen Konsequenzen für ihn leichter kompensierbar.

    Der Fahrer hat aber Unterricht bekommen. Davon stammen auch seine Drone Videos die er mir geschickt hatte.


    Hi Bouke,

    ich schicke mal eins voraus: Meine Windsurfschule gehörte ganz sicher zu den ersten, die in eine hochwertige Videoanlage investierte (mit Ultra-Zeitlupenfunktion usw.), was damals echt sauteuer war! Aber: Wir hatten das schnell erkannt, dass der Einsatz von Video nur bei ganz wenigen, ausgewählten Lerninhalten von Vorteil für den Lernprozess ist und folglich eben auch für diese Fälle eingesetzt wurde. Video war und ist an bestimmten Stellen bestimmter Lernprozesse tatsächlich äußerst hilfreich! In Bezug auf den größten Teil der Lerninhalte ist der Videoeinsatz völlig ohne Effekt auf den Lernprozess. Und: Videoeinsatz als "Showeffekt" habe ich immer abgelehnt.

    Dem von dir beschriebenen Fahrer hilft das Video für seinen Lernprozess nicht, das ist völlig klar!

    Fazit: Dort an der Schule hats offenkundig für die Investition in teuere Drohnen gereicht, mit sowas kann man ja auch Kunden beeindrucken... !

    Leider sind aber die Lehrer an einer adäquaten Bewegungsanalyse gescheitert und in der Folge an der Erstellung einer auf den Fahrer und seine Bewegungsprobleme zugeschnittenen Didaktik.

    Echt grausam!

    Aloha

    Claudio

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    • 22. September 2026 um 23:48
    • #98
    Zitat von RobertP
    Zitat von Claudio

    so extrem fällt der Wind da am Gargano von hier auf jetzt nicht runter. Dass draußen fett Gleitwind ist und dann am Ufer null Wind ist, halte ich für ne Übertreibung. Kenne ich da so nicht.

    Ich hänge dir den Screenshot von #36 nochmal an:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    Hey Robert,

    der rote Pfeil soll die Windrichtung anzeigen? Da habe ich Zweifel:

    1. Der "Scirocco", so nennen die Locals ja diesen Wind, weht mehr oder weniger sideshore in diese Bucht, tendenziell mal gaaanz leicht ablandig oder aber an anderen Tagen auch leicht auflandig. Ich beziehe mich auf die Mitte der Bucht! Ausnahmen - die es in der Meterologie immer gibt - bestätigen die Regel.
    2. Schau dir mal den Winkel draußen in der Dünung zwischen deinen Fahrten raus und rein und den eingezeichneten "Windsrichtungspfeil" an! Für meine Begriffe kann das so nicht stimmen. Will sagen: Der Wind kam und kommt da deutlich östlicher als vom Pfeil angezeigt.

      Herzliches Aloha

      Claudio

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  • RobertP
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    • 23. September 2026 um 07:27
    • #99

    Ich habe dir die Windrichtung in Orange eingezeichnet

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Der rote Pfeil markiert die Stelle des 180° Winddrehers, der mich beim Dümpeln (der grüne Graph unten im Bild ist die Fahrgeschwindigkeit) vom Brett geholt hat.

    Wie du dem grünen Graph entnehmen kannst war am Anfang der Session etwa 5 Minuten Dümpeln angesagt bis in die Windzone, am ende der Session waren es eher 10, weil sich der Wind noch mehr nach draußen verlagert hatte.

    An dem Tag bin ich 7,0 und das 120l Freemove Brett meiner Frau gefahren. Ein 75kg Surfer der Zeitgleich mit mir draußen war 100l Freewave und 5,3.

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  • Claudio
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    • 23. September 2026 um 23:09
    • #100
    Zitat von jensemann

    ...Lehrbücher/-videos sind ja schön und gut aber wie es aussieht, wenn man auf dem Wasser versucht das umzusetzen kann ja letztlich nur ein kompetenter "Zuseher" beurteilen/analysieren. Claudio gibst Du denn noch Surf-Unterricht? ...

    Hi Jense,

    sehe ich auch so. Das Beste, was dir passieren kann: Du bekommst Feedback und darauf aufbauend Unterricht von jemandem, der viiiiiel Erfahrung hat und Bewegung gut sehen und beurteilen kann und der die entscheidenden Sachen sieht. Das ist meiner Erfahrung nach eine echte Gabe, die nur wenige haben!

    Ich hab das mit dem Feedback vor langer Zeit mal beim Skifahren im Dialog zwischen einem Fahrtechniktrainer und dem damals jungen, aber schon sehr erfolgreichen Ch. Neureuther beobachtet. Die haben sich gemeinsam ein Video angeschaut, vom Neureuther bei einer seiner Slalom - Trainingsfahrten und das hat der Trainer sehr sehr eingehend analysiert. Der hat den Neureuther dann auf ganz kleine Bewegungseinzelheiten aufmerksam gemacht und vorgeschlagen, da was anders zu machen. Und der Neureuther hat sich da total drauf eingelassen! Das war für den völlig selbstverständlich, weil das ist eben professionell. Anders kommst du da nicht an die Weltspitze. Die haben bestimmt den nächsten Tag gemeinsam am Hang gestanden und der Neureuther hat, um diese Bewegungs - Winzigkeiten zu verändern, Bewegungsaufgaben abgearbeitet. Jede Wette!

    So ähnlich läuft das im besten Fall auch im Windsurfen... ;) .... und da ist die Könnensstufe m.E. völlig egal!

    Deine Frage, ich hole etwas aus, dann wird das nachvollziehbar:

    Ich war mehrere Jahrzehnte Gymnasialehrer (Sport / Bio) und habe mich nebenberuflich als freier Wissenschaftler mit der Bewegungslehre des Windsurfens auseinander gesetzt und dazu zwei Bücher veröffentlicht. Nun bin ich seit diesen August im Ruhestand - den Gymnasiallehrer betreffend - und habe viel Zeit.

    Höchste Priorität hat, dass ich jetzt erstmal sehr deutlich an meiner eigenen Fahrtechnik feilen muss... ich hab da so ein paar Ziele... ;).

    Zitat von eki
    Zitat von Claudio

    Hab zur Aufsteigetechnik mal ein Video veröffentlicht

    Claudio wann kommt die Neuauflage deines Buches raus?

    Wenn Flaute ist, schreibe ich an den Überarbeitungen zur dritten Auflage meines Lehrbuchs, die sind teilweise recht aufwändig, da ist in den vergangenen Jahren so einiges an Erkenntnissen dazu gekommen.

    Eki, ich denke, dass ich das zum Frühling kommenden Jahres hinbekommen sollte, mit der dritten Auflage.

    Zurück zu deiner Frage, Jense:

    Ich erteile wahnsinnig gern Unterricht, insbesondere, wenn die Schüler sehr motiviert sind und es nicht um Noten, sondern tatsächlich um den persönlichen Lernzuwachs geht. Im Kern ist eigentlich nur das sinnvoll! Und am liebsten, wenn es ums Windsurfen geht! Damit fing übrigens mein "Tun" als Lehrer tatsächlich mal an, da war ich 16. Insofern könnte ich mir vorstellen - in irgendeinem, noch nicht zuende gedachten, organisatorischen Rahmen - im Fortgeschrittenenbereich - in allerdings sehr sehr begrenztem Umfang, nochmal als Windsurflehrer / -trainer aktiv zu werden. Mit dem Ziel, wirklich nur sinnvolle Sachen zu machen, also hohe Qualität, mit der ich mich identifizieren kann (!).

    Das ist aber noch völlig offen und eher eine denkbare Option, die, ich denke das ist deutlich geworden, ich mir gut vorstellen kann.

    Herzliches Aloha

    Claudio

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