Hallo, ich hab voriges Jahr im Urlaub wegen Materialverlust (die "Aktion" war hier ausgiebig thematisiert) "in der Not" ein gebrauchtes Flikkaboard in der Dyneemaversion gekauft. schon bald zeigte sich, dass das Laminat an den Rails undicht war und nach der Session in der Sonne "schwitze" und sogar tropfte, was wohl ein sehr häufiges Problem dieser Bauweise ist, wie ich jetzt weiß. ich hab die betroffenen Bereiche noch vor Ort mit 3 Lagen Glasfaser überlaminiert (Köperbindung, g/qm nicht bekannt)
seltsamerweise gab es danach sogar durch das Glas-epoxi punktuell Wasseraustritt.
Ich seh ja, dass die Lagen alle durchtränkt sind, denn es ist ja ein Unterschied, ob milchig durchscheinend trocken oder durchtränkt klar der Untergrund sichtbar ist. aber warum ist das immer noch nicht dicht? ich habe das Harz sparsam verwendet, was bzgl. Gewicht vs. Stabiltät wohl sinnvoll ist.
und keine abschließende Gelcoat-oder Lackschicht. bringt eins der beiden erst die Wasserdichtheit?
ist schon frustrierend, zu wissen, dass da wieder Wasser eingedrungen ist, nachdem ich es vor dem (vermeintlichen) Versiegeln tagelang in der Sonne "ausbluten" ließ.
was kann ich jetzt verbessern? Abschlussschicht Harz drüber? oder noch eine Lage Glas, diese aber sehr satt tränken? oder beides?
warum mehrere Lagen GFK nicht wasserdicht?
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Das Problem ist das anscheinend alle Gewebelagen Wasser ziehen. Bei mehrtägigen dünnen Glasgewebe hatte ich bisher keine Probleme. Wenn das durchsichtig getränkt ist kann ich mir kaum vorstellen das es Wasser zieht. Ich denke es ist noch Wasser im Kern und das schwitzt. Gegen Eindringen von aussen reicht eine Schicht Lack, Harz... aber ohne pinholes. I'm zweifel danach noch einmal hart abspachteln
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Mehrlagig dünnes Gewebe. Mit Microballon-Epoxy gut abspachteln.
Dann noch 2K Klarlack wenn mal wieder einer offen und Bedarf denkbar.
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Darf ich mein Wissen kurz einbringen?
Ohne Topcoat ist kein Board dicht. Topcoat ist unerlässlich um das Board dicht zu bekommen. Da kann man noch so viele Lagen Glas auflaminieren!
LG Scharli
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Einer der Gründe, warum Boote und Pools Gelcoat haben (natürlich auch wegen der Optik) und auch das penibel verarbeitet gehört.
Ohne nicht möglich.
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Einer der Gründe, warum Boote und Pools Gelcoat haben (natürlich auch wegen der Optik) und auch das penibel verarbeitet gehört.
Ohne nicht möglich.
Gelcoat ist die selbe Basis wie Topcoat. Gelcoat wird direkt im Laminierungsverfahren (Infusionssystem) verwendet, und Topcoat auf fertig laminierten Bauteilen, da nur Topcoat luftseitig aushärtet.
Kurze Info am Rande: Auch Harz in Verbindung mit Micropalloons hat Lufteinsschlüsse und ist unweigerlich nicht dicht. Harz alleine kann man verwenden aber dann bitte nur in Kombination mit einem "Systementlüfter" dem man dem Harz beim Anmischen zugibt. Ist halt ein etwas mühseligerer Weg, da man in der Regel mindestens 2-3 mal das Harz Schicht für Schicht aufbringen muss.
Topcoat lässt sich auch sehr gut verschleifen.
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danke Scharli, natürlich lese ich gerne auch und insbesondere deinen Rat.
dann war der Fehler bei dem Flikka schon angelegt, denn die rails haben nur hauchdünne unvollständige graue Deckschicht und stellenweise ist das dyneema nahe der Oberfläche. diese graue Deckschicht ist bei genauestem Ansehen flächig von hauchfeinen Rissen durchzogen.
oberhalb der rails und auf dem Unterwasserschiff ist dann eine dünne Lackschicht . es gibt allerdings direkt an den Kanten auch 2 Stellen, wo ein kleiner Riss im Lack quer zur Kante je 2cm in Unterwasserschiff und rail reicht und Wasser ausschwitzt, wenn ich das Board in die Sonne lege.
dann werde ich heute das einzige verbliebene dichte robuste Board (quatro quad) nutzen und die anderen beiden nach dem Tag in der Sonne wieder mal flicken(2. Patient ist ein allerbilligst defekt als Reserveboard gekauftes Starboard Nano, das ich ebenfalls ohne Topschicht geflickt habe und zudem, wie ich jetzt bemerkt habe, noch ca 15 Minilöchlein im Unterwasserschiff hat, die wohl ein klein wenig Wasser nur in deren jeweiliger Nähe gezogen haben. aber dass so winzige Steinchen/korallspitzenschäden gleich zu gewisser Undichtigkeit führen, hat mich bei dem Nano schon arg gewundert, und würde mich massiv ärgern, wenn ich das neu oder jung gebraucht gekauft hätte.
(als ich vor 40 Jahren mal 2 Boards komplett gebaut hatte, hatte ich eh Spachtel und Lack drauf, nur bei den Reparaturen jetzt kams mir nicht so auf die Optik an, dass da stellenweise die Gewebestruktur sichtbar ist.ok, geht auch um die Funktion) -
danke Scharli, natürlich lese ich gerne auch und insbesondere deinen Rat.
dann war der Fehler bei dem Flikka schon angelegt, denn die rails haben nur hauchdünne unvollständige graue Deckschicht und stellenweise ist das dyneema nahe der Oberfläche. diese graue Deckschicht ist bei genauestem Ansehen flächig von hauchfeinen Rissen durchzogen.
oberhalb der rails und auf dem Unterwasserschiff ist dann eine dünne Lackschicht . es gibt allerdings direkt an den Kanten auch 2 Stellen, wo ein kleiner Riss im Lack quer zur Kante je 2cm in Unterwasserschiff und rail reicht und Wasser ausschwitzt, wenn ich das Board in die Sonne lege.
dann werde ich heute das einzige verbliebene dichte robuste Board (quatro quad) nutzen und die anderen beiden nach dem Tag in der Sonne wieder mal flicken(2. Patient ist ein allerbilligst defekt als Reserveboard gekauftes Starboard Nano, das ich ebenfalls ohne Topschicht geflickt habe und zudem, wie ich jetzt bemerkt habe, noch ca 15 Minilöchlein im Unterwasserschiff hat, die wohl ein klein wenig Wasser nur in deren jeweiliger Nähe gezogen haben. aber dass so winzige Steinchen/korallspitzenschäden gleich zu gewisser Undichtigkeit führen, hat mich bei dem Nano schon arg gewundert, und würde mich massiv ärgern, wenn ich das neu oder jung gebraucht gekauft hätte.
(als ich vor 40 Jahren mal 2 Boards komplett gebaut hatte, hatte ich eh Spachtel und Lack drauf, nur bei den Reparaturen jetzt kams mir nicht so auf die Optik an, dass da stellenweise die Gewebestruktur sichtbar ist.ok, geht auch um die Funktion)Tja, was soll ich dazu sagen. Da tue ich mich jetzt etwas schwer. Ich verstehe dich. Ich hatte auch schon ewig viele verschiedenste Boards zur Reparatur in meiner Werkstatt. Ich habe festgestellt, dass es extreme Unterschiede gibt. Von Panzer bis rohe Eierschalen war da alles dabei. Ich habe festgestellt, dass es dabei aber nicht unbedingt nur am Deckschichtharz liegt, sondern an der Kombination des Laminataufbaues, den Materialien und der Deckschicht. Man denkt sich, was soll da schon so unterschiedlich sein, aber es ist nahezu eine Wissenschaft, die richtigen Materialien entsprechend zu kombinieren. Kunststofftechnik und Chemie sind sehr besonders. Ein Chemiker wird mir da mit Sicherheit zustimmen.

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danke Scharli, natürlich lese ich gerne auch und insbesondere deinen Rat.
Und.....
D A N K E, dafür!

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Was macht ein Topcoat besonders gegenüber einem Laminierharz (beides Epoxy)?
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Was macht ein Topcoat besonders gegenüber einem Laminierharz (beides Epoxy)?
Im Detail musst du diesbezüglich einen Chemiker fragen!
Wäre es nicht extra dafür gemacht, und es hätte die gleichen Eigenschaften wie Laminierharz würde man es nicht brauchen, und es würde es auch nicht geben.
Eigenschaften in der Verarbeitung:
- wie zuvor bereits beschrieben, hat es keine Lufteinschlüsse (einer der wichtigsten Punkte für Decklaminat)
- härtet Luftseitig aus
- sehr gute Verbindungseigenschaften zu verschiedensten Laminierharzen
- Bessere Nachbearbeitungseigenschaften (schleifen)
- Bessere Eigenschaften für die Verbindung zu Lacken
- ....
Und Achtung: Viele Laminierharze sind auch nicht als Deckschichtharz geeignet! Es gibt tausende verschiedene Harze. Wären die jeweiligen Eigenschaften der Harze für die besonderen Anforderungen und Einsatzbereiche nicht so besonders, würde es nicht tausende geben.

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Ich habe schon etliche Boote, Jollen, Kanus nur mit GfK repariert und abgedichtet, ein paar Lagen
Glasfaser, satt mit Epoxy getränkt, die waren eigentlich alle 100% dicht. Es kommt wohl auf die Menge des Harzes an und die Art. Ich habe früher Kurolon verwendet, das ist sehr einfach zu verarbeiten. Gibt es aber leider nicht mehr. -
... ich habe bei meinen Boards immer nur pigmentierten 2k Akryllack als letzte Deckschicht verwendet. Der deckt auch in weiß bei geringer Schichtdicke und ist auch perfekt dicht .. solange man nicht beim Grammsparen übertreibt. Pinholes müssen natürlich unbedingt vermeiden werden.
.. von welcher Harzbasis sprecht ihr bei Topcoat?
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.. von welcher Harzbasis sprecht ihr bei Topcoat?
Epoxy
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Der Harzanteil im mehrlagigen dünnen Epoxy-Handlaminat wird auch in Bezug auf Dichtigkeit eine Rolle spielen,
in diesem Fall ist halt eher ein etwas höherer Harzanteil erwünscht. Im typischen Reparatur-Handlaminat ist er eh schon eher hoch (mit Vakuum, Abreißgewebe, Flies - reduziert er sich und da macht ein Topcoat jedenfalls Sinn).
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... ich habe bei meinen Boards immer nur pigmentierten 2k Akryllack als letzte Deckschicht verwendet. Der deckt auch in weiß bei geringer Schichtdicke und ist auch perfekt dicht .. solange man nicht beim Grammsparen übertreibt. Pinholes müssen natürlich unbedingt vermeiden werden.
.. von welcher Harzbasis sprecht ihr bei Topcoat?
Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten. Akryllack ist halt sehr schlecht in den Nacharbeiten (schleifen, ...) Wenn das Ergebnis nicht 1a sein soll, genügt das schon...

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Acryllack ist halt sehr schlecht in den Nacharbeiten (schleifen, ...) Wenn das Ergebnis nicht 1a sein soll, genügt das schon...

Interessanterweis musste ich mehrmals genau diese sehr schlechten Erfahrungen mit unterschiedlichen Epoxy Topcoats in meiner DIY-Anfangszeit machen.
Mit "meinem" 2k Acryllack wurde das Ergebnis auf Anhieb 1a.Seither gilt: "Never change a running system!"
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Die boards , vorallem von cobra, haben doch gar keinen richtigen topcoat? Zumindest nicht so wie im Bootsbau. Für mich schauen die nur abgespachtelt und geschliffen, danach lackiert bzw mit Standlack beschichtet aus. Aus was der Spachtel besteht würde mich aber brennend interessieren. Mit Baumwolle denke ich nicht optimal dicht, Microballons sind nicht gut zu spachteln, epoxispachtel ist zu schwer und die die ich kenne sind viel härter zu schleifen als jedes Boardmaterial
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Tsja, Dyneema ist nicht gleich Dyneema.... es kann ein Brett auch schlechter machen wenn falsch verwendet oder ein falsche Webart gewählt wird. Ich lasse meine speziell nach meinen Vorgaben weben. Da habe ich schon viel Lehrgeld für bezahlt.
Those Small But Significant Differences. Part 2: Dyneema (is not always Dyneema) | Witchcraft Windsurfingexplanation of the do´s and don´ts of the high performance fibre Dyneemawitchcraft.nuBis zum Ende lesen.
Zum spezifischen Problem ohne Bilder oder noch besser selber betrachten zu können:
Erstmal gut trocknen mit ein Heißluft Gebläse. Dann einen dünnflüssigen langsamen Harz anmischen und der Bereich erneut erwärmen so das so viel wie möglich Luft heraus geht, das Harz dünner wird damit es in jeden Haarriss eindringt und bei Abkühlen das Harz noch weiter herein saugt. Nach ausharten Abreißgewebe abziehen und noch mal einschmieren mit Harz.
Dann sollte das wieder dicht sein. Nur wird es halt nie optimal weil einmal ausgeharteten Harz sich nicht so gut mit frischen Harz verbindet.
Normal ist ein gutes PVC auch wasserdicht wenn zumindest keine Schnitte angebracht sind. Ich brauche nur 2 kleine Einschnitte beim Heck und Spitze, weiter nicht. Danach versiegeln wir das PVC noch mal mit eine spezielle, geheime sehr leichte Mischung die auch sehr fein ist. Das macht das PVC druckfester und es gibt eine vollflächige Verklebung. Danach wird Vakuumlaminiert mit immer etwas zuviel an Harz und mit eine Methode die Luftbläschen verhindert. Da wir das Harz leicht Blau einfarben sieht man Lustbläschen und die gleichmäßige Harzsättigung auch viel besser. Die Kante bekommt sowieso einen Überlappung vom Deck und Bodem. Danach wird das Laminat noch wieder gefüllt mit unsere leicht Mischung. -
Danach versiegeln wir das PVC noch mal mit eine spezielle, geheime sehr leichte Mischung die auch sehr fein ist.
... mit geschmolzenem mittelalten Gouda?
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