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Hand Leash beim Windsurfen?

  • papapatrick
  • 17. April 2026 um 18:54
  • papapatrick
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    • 17. April 2026 um 18:54
    • #1

    Ich poste das hier, obwohl ich davon ausgehe, dass ich in der Luft zerrissen werde. Ich bin auch selber bei weitem nicht von dem Konzept überzeugt.

    Nachdem ich vor ein paar Jahren mein Material verloren hatte und das Ufer nur mit letzter Kraft und Todesangst erreicht hatte, habe ich mir Gedanken um die Sicherheit gemacht. Ich hab wieder viele gute Sessions ohne Leash gehabt.

    Anfang des Jahres war schöner Ostwind, Wasser-Temperatur wird nur 6°, Wind side shore, somit bin ich schon mal weiter aufs offene Wasser raus. Ich hatte mir einfach mal zum Spass und zum Ausprobieren kurzfristig eine Surf Leash bestellt und an diesem Tag benutzt, das lief gar nicht so schlecht.

    Man kann halt nur halsen oder wenden, keine Duck Jibe machen. Die Leash hat mich nur etwas gestört, wenn die Leash-Hand backhand war.

    Achtung, Leashes bieten auch große Risiken, daher habe ich die Schlaufe für die Hand riesengroß gemacht, elastisch und rund. Ich habe es ausprobiert, die Leash dehnt sich weit genug, dass ich trotzdem in allen Richtungen unter dem Segel heraus tauchen kann. Im Wellenbereich gibt es auch Safety Devices für Leashes mit Magnet.

    Natürlich darf das auch nicht zum Gefühl falscher Sicherheit verleiten.
    Trotzdem ist es eine Überlegung wert, in bestimmten Situationen so eine Leash zu benutzen. Ich weiß aber nicht, ob ich sie nochmals benutzen würde.

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    • 17. April 2026 um 20:25
    • #2

    Hm ja, die beste Regel ist immer noch, nie allein surfen.

    Ich finde es toll, dass du dir Gedanken machst, und für dich eine praktikable Lsg gefunden hast.

  • elgreco111
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    • 18. April 2026 um 07:43
    • #3

    Nur ein Gedanke, die Leash am Fuss befestigen und auf eine hintere Fussschlaufe ?:?:

    Servus aus Wien

    Robert

  • papapatrick
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    • 18. April 2026 um 08:08
    • #4
    Zitat von elgreco111

    Nur ein Gedanke, die Leash am Fuss befestigen und auf eine hintere Fussschlaufe ?:?:

    Ich glaube, das würde zu sehr im Wasser schleifen und bremsen und aus einer Handleash kommt man, glaube ich, leichter heraus. So machen es auch die Surfer auf den stehenden Flusswellen, viele haben die Leash an der Hand oder halten die Leash nur mit der Hand fest

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    • 18. April 2026 um 08:53
    • #5

    Wo hast du die nun befestigt? Ich hätte jetzt, wenn ich die Idee entwicklen müsste, gesagt: Hand zu Mastfuss.

    Und da fällt eben auf, dass es eine Parallele zur Startschot gibt. Die Startschot ist nur kürzer.

    Vielleicht die Startschot weglassen und Gabelkopf zu Hand die Leash.

  • papapatrick
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    • 18. April 2026 um 09:06
    • #6

    Sorry, hab ich nicht gut erklärt, ich dachte es wird auf dem Bild klar. Ich habe die Leash vorne am Gabelbsum-Kopf befestigt und ich könnte sie tatsächlich auch als Startschot benutzen, aber sie dehnt sich natürlich zu sehr 🙂

  • aurum
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    • 18. April 2026 um 09:26
    • #7

    wie wäre Befestigung unterhalb Trapezhaken? Befestigung am Rigg im oberen Drittel der Startschot?

  • aurum
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    • 18. April 2026 um 10:09
    • #8

    in welchen Bedingungen hattest du Materialkomplettverlust?
    nicht mehr gesehn wegen Wellen? durch Wind zu schnell getrieben?


    ich hatte mit Komplettmaterial nur einmal das Problem, dass das Segel so doof nach vorne umgekippt ist, dass der Gabelbaum genau mit Segelschwerpunkt über und auf dem Deck liegenblieb (war wohl damals noch mit dem 282 langen Ray aus 1995, heute mit den kurzen Boards und meiner recht hohen Gabelposition dürfte das nicht mehr passieren) und dann fuhr das Zeug mit erstaunlicher Geschwindigkeit downwind. wenn alles komplett im Wasser lag hatte ich Jahre später (in anderem Revier) nur dann Probleme, wenn das Zeug in einem richtig großen Set, in dem ich in den Wellen immer abtauchte, außerhalb meiner Sichtweite gespült/getrieben wurde und ich erstmal jemanden brauchte, der mir die Richtung zeigt. auf dem Board stehend hat man ja ganz andere Sichtweite übers Wasser als schwimmend

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    • 18. April 2026 um 11:00
    • #9

    Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein Shortboard (<100l) samt Rigg bei relativ moderatem Wind (5-6bft.) so schnell abgetrieben wird, dass man es nicht mehr erreicht. Vor ein paar Jahren habe ich das aber bei einem Kumpel selbst gesehen. Ich war in der Nähe und konnte das Material stoppen. Wir hatte aber deutlich höhere Temperature als Papi. Eine Leash käme für mich nicht in Frage.

  • papapatrick
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    • 18. April 2026 um 11:04
    • #10

    Das war beim Freeriden auf dem Bodensee, kein großer Wellengang, aber das Segel lag ganz ungünstig, und das Material trieb zügig ab bis es an Land war, es kam praktisch nicht zur Ruhe, bis es am Ufer war. Ich habe es mit viel Mühe zum Ufer geschafft. Für den Wind war das Material zu groß, ich hatte die Kontrolle verloren als der Wind unerwartet stark zunahm. Etwas vergleichbares ist mir davor und danach nie passiert. Das Wasser hatte 6 Grad und ich war ohne Auftriebsweste unterwegs. Seitdem fahre ich mit Impact Vest und Restube, wenn die Bedingungen nicht ganz easy sind

  • papapatrick
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    • 18. April 2026 um 11:06
    • #11

    es war ein 6.9er Segel und ein relativ großes Board mit 80 cm Breite, der Wind hatte unerwartet zugenommen, vielleicht auf 30 Knoten

  • Capricorn
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    • 18. April 2026 um 11:37
    • #12

    hattest du damals ja schon geschrieben und hat mich eine Zeitlang auch beschäftigt, weil...... ich selber oft ganz allein auf dem Wasser bin das ganze Jahr über. Hab das allerdings wieder völlig verdrängt, weil ich mir einbilde, dass ich JEDE Variante von Sturz und Schwimmen in all meinen Jahren wohl schon erlebt habe..... ausser der von dir beschriebenen.

    Weisst du, wie lange man vom Reichenauer Spitz bis Ermatingen schwimmt (mit allem Geraffelt, ziehend, stossend etc.), wenn das Brett zu klein ist und der Wind wie bei uns üblich mit dem Kippschalter ausgeknipst wird.....?

    Mir ist auch das mal passiert zu den Sinkerzeiten..... Super angepowert hoch bis zur Schifflände Reichenau und etwas darüber - dann schläft der Wind urplötzlich ein..... Es waren 4 Std. von 17.00h bis 21.00h im Spätherbst und es war schon ziemlich dunkel, als ich angekommen bin....

    Noch etwas weiter unten hat's mir mal den Gabelbaum geknallt auf einer Seite. Ich bin dann immer bis an's Ufer gefahren, hab das Teil gedreht und bin mit noch ganzem Holm raumschot nach Hause.

    Eigentlich seither fahr ich nur noch ganz selten weiter wie bis zur Reichenauer Stedi, immer darum weil ich denke, dass es mir weiter unten bestimmt was knallt - also so gesehen, kann ich deine Vorsicht gut nachvollziehen. Ich bin da aber letztendlich doch Fatalist - sowas passiert eigentlich statistisch, theoretisch, rechnerisch, plausiblerweise nur "once in a livetime".......

  • papapatrick
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    • 18. April 2026 um 12:19
    • #13

    Hallo Capricorn,

    ja, das war einfach riesengroßes Pech. Ich will es jetzt auch nicht übertreiben und immer mit Angst aufs Wasser gehen, sondern mit Spaß. Auf Google Maps sehen die Entfernungen nicht so riesig aus, aber wenn man mittendrin zwischen Mannebach und der Schiffslände sein Material verliert und die Strecke bei 6° Wassertemperatur schwimmen muss, dann wird es schon sehr sehr eng. Ich bin nicht unsportlich, aber auch nicht super gut trainiert, das muss ich natürlich zugeben.
    Impact West mit 50 N. Auftrieb und Resttube müssten ausreichen. Von der Handleash bin ich bei weitem nicht überzeugt, es war nur so eine Idee.

  • aurum
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    • 18. April 2026 um 12:49
    • #14

    was soll die restube zusätzlich zur 50N-Weste bringen?
    ich hab die ION Booster X West, die wahrscheinlich etwas weniger als 50N Auftrieb hat, aber er reicht (mir)
    eine zusätzliche Luftwurst behindert (angebunden oder in der Hand) nur beim Vorwärtsschwimmen, finde ich

  • papapatrick
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    • 18. April 2026 um 12:59
    • #15
    Zitat von aurum

    was soll die restube zusätzlich zur 50N-Weste bringen?
    ich hab die ION Booster X West, die wahrscheinlich etwas weniger als 50N Auftrieb hat, aber er reicht (mir)
    eine zusätzliche Luftwurst behindert (angebunden oder in der Hand) nur beim Vorwärtsschwimmen, finde ich

    okay, muss ich mal überdenken und nochmal mit der Impact Vest schwimmen gehen wenn es wärmer wird um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie stark der Auftrieb ist

  • Django
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    • 19. April 2026 um 20:35
    • #16

    Ist mir auch schon passiert, in großer, weiter Dünung auf dem Meer, Board mit Segel davongeschossen ... in geschätzt 50 Meter Entfernung zum Glück erspäht, hab es dann noch geschafft, es wieder schwimmend einzuholen. Ich war allein, ablandiger Wind ...
    Leash werde ich mir aber nicht antun. Sondern bei Stürzen die Gabel nicht loslassen. Das wird nicht immer gelingen, auch klar.

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    • 20. April 2026 um 08:28
    • #17

    Restube fände ich interessant wenn es wirklich hart wird, also keine Kraft zum Schwimmen mehr, schlechte Sichtverhältnisse und fremde Hilfe muss her. Ist wohl kein Fehler, die mit dabei zu haben.

    50kn Prallschutzweste hilft, grade auch wenn man beim Schwimmen mal Pause machen muss. Ist andererseits auch etwas hinderlich.

  • elgreco111
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    • 20. April 2026 um 09:05
    • #18
    Zitat von Django

    Ist mir auch schon passiert, in großer, weiter Dünung auf dem Meer, Board mit Segel davongeschossen ... in geschätzt 50 Meter Entfernung zum Glück erspäht, hab es dann noch geschafft, es wieder schwimmend einzuholen. Ich war allein, ablandiger Wind ...
    Leash werde ich mir aber nicht antun. Sondern bei Stürzen die Gabel nicht loslassen. Das wird nicht immer gelingen, auch klar.

    Das sagt schon Sam Ross Always Keep hold on the boom

    Servus aus Wien

    Robert

  • gotoh2o
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    • 20. April 2026 um 15:39
    • #19

    Vor 1-2 Jahren musste ein Kollege aus der Nordsee gefischt werden, zum Glück noch stehend, aber net mehr lange, da er sein Mat verlor.

    Seitdem surft er nur noch mit einer Art selbstaufwickelnden Hundeleine zwischen Trapez und Mat. Irgendwo findet sich der Artikel bestimmt noch.

    Es kommt auch immer wieder an der Ostsee vor ...

  • Django
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    • 20. April 2026 um 16:25
    • #20
    Zitat von gotoh2o

    Vor 1-2 Jahren musste ein Kollege aus der Nordsee gefischt werden, zum Glück noch stehend, aber net mehr lange, da er sein Mat verlor.

    ... stimmt, ja, der stand auf einer Sandbank in den Wellen und hatte ein riesen Glück, dass ihn zufällig jemand vom Schiff aus gesehen hat. War in den Schlagzeilen ...

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