Standflächen Lack

  • Hatte eine kleine Reparatur und wie immer hinterher Probleme mit dem Standflächen Lack.

    Verwendete bisher den Nautix, leider wird der Härter nach kurzer Zeit in der Dose hart, auch greift er manche Lacke an.

    Bin jetzt auf IMG_0541.pngder Suche nach Alternativen auf den Wilsor Anti Rutsch Lack gestoßen. Kann jemand dazu was sagen?

  • Beim Nautix Standlack hatte ich auch den Eindruck, dass er sich nicht gut mit dem 1 k Lack darunter vertragen hat. Kann aber auch sein, dass der Lack noch zu frisch war.

    Berichte mal deine Erfahrung.

    Ich hab noch das hier gefunden.


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  • Ich habe letztes Jahr mein Board mit 1K Autolack auf Acrylbasis lackiert. Standlack habe ich mit Epoxy + Zucker gemacht.

    Die Farben waren gut getrocknet, trotzdem hat das Epoxy (oder der Härter darin) den Lack teilweise angelöst.

    Wenn ich es noch mal machen würde, nähme ich entweder Lack auf Nitrobasis oder vorher noch eine Schicht Klarlack drüber. Wollte ich aber nicht wg Gewicht.

    By the way, die Epoxy-Zucker Variante hält ist aus meiner Erfahrung länger als die üblichen Standlacke. Nur für Barfußsurfer vielleicht weniger geeignet.


    Gruß

    Hajo

    A bad day of surfin' beats a good day of workin'

  • Ich nehme immer 2K PUR-Lack und Remmers ADD 250 zum Einstreuen/Drüberblasen als Standlack.

    Das Remmers Zeug hatte hier mal jemand empfohlen, ist wirklich super!

    Und ist auch nicht so "seifig" im nassen Zustand wie das von Bacuplast. Habe ich zumindest den Eindruck.


    Generell gilt übrigens:

    Bei 2K Lacken auf 1K Lacke ist immer besondere Vorsicht geboten, weil die 1K Lacke oft nicht beständig ggü. der Lösemittel in den 2K Lacken sind und dann angelöst werden.

    Ich rate davon eher ab.

    Andersrum mit 1K auf 2K hatte ich auch beruflich noch nie Probleme.


    Schöne Grüße

  • Hi JanL,


    darf ich fragen, was Du beruflich machst? Ich kenne es generell nur anders herum, 1K-Lack (auch als Basislack bezeichnet) als Farbauftrag und eine Versiegelung mit 2k-Klarlack. So arbeiten alle Autolackierer die ich kenne und bei denen ich teilweise auch schon selber in der Lackierkabine Sachen lackiert habe. Natürlich müssen Lacksysteme zueinander passen, aber 1K-Lack ist eher aggressiver als 2K.


    David

  • Moin David,

    ich komme aus dem Bootsbau, und da hatten wir abundan Probleme mit 2K auf 1K Grundierung.

    Ich hab es vielleicht ein bisschen überspitzt formuliert...Sorry ;)

    Es gibt Systeme, gerade innerhalb eines Herstellers, wo man durchaus mit 2K auf 1K lackieren kann.

    Das Problem ist, dass es auch immer auf die chemische Zusammensetzung der Lacke ankommt. Sei es jetzt PU, Alkydharz usw.


    Falls es bei einem Board nicht klappt, ist es natürlich ärgerlich, aber kein Weltuntergang, wenn man alles wieder abziehen muss.

  • Ich habe auch den Nautix genommen, der löst die Farbe schon leicht an, aber nicht so tragisch

    Am Patrik zeichen gut zu sehen.20201210_124658.jpg

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • mein Kombo steht schon bereit 💥🔫💥

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  • Moin Leute,


    ich habe jetzt auch wieder die erste Boardreparatur des Jahres hinter mir. Aber wie heißt es so schön: "Nur das Board, das man nicht benutzt, bleibt heil." Gehört einfach dazu ;)


    Ich hatte von einer Welle einen Schubser beim Gang aus dem Wasser bekommen und habe dabei das Board am Rail über die Steine geschubbert. Ein Abschleifen um die Kratzer herum zeigte dann zum Glück, dass es nur ein paar fiese Kratzer waren, keine tiefen Risse. Diese habe ich dann abgeschliffen, 2 K Epoxy Spachtel aufgetragen, wieder abgeschliffen (dabei kam ich mir vor wie ein cooler Shaper 8) ), 2 K Epoxy Grundierung aufgetragen, Acryllack in Boardfarbe aufgetragen und nun am Ende den 2 K Epoxy Toplack aufgetragen. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass das mit dem Acryllack zwischen den beiden Epoxy-Schichten hinhaut, wenn ich die Beiträge hier so lese :/ Granulat o.ä. habe ich mir am Rail geschenkt. Siehe Fotos... nicht schön aber selbst gemacht ;)


    So und dann stand ich da mit meinem übrigen, tollen, fertig angerührten, teuren 2 K Epoxy Toplack. Da habe ich mir dann mein Longboard (Skateboard) geschnappt, wo auch schon der Standlack abgenutzt war. Ich habe das Deck ordentlich abgeschliffen, den übrigen Toplack aufgetragen und nun mal Zucker aufgestreuselt, ganz nach Surfer-Manier. Mal gucken, ob das funktioniert... Das Longboard ist nämlich meine "Kein-Wind-Alternative".


    Aloha!

  • Ich nehme immer Salz. Funktioniert astrein.

  • Um den Belag aufzufrischen, habe ich sehr gute Erfahrungen mit Anti-Slip Lack aus der Sprühdose von Action gemacht. Die Dose kostet 2,99 €. Die Reaktion ist sehr ähnlich dem Nautix Standlack, der angemischt werden muss.