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Boardreparatur

  • strandlaeufer
  • 24. Mai 2014 um 11:42
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    • 24. Mai 2014 um 11:42
    • #1

    Hi zusammen,

    nach einem Einschlag habe ich rechts vorne einen Riss im Brett. Es scheint aber nur der Lack gerissen / abgebröselt zu sein. Jedenfalls habe ich die Stelle großflächig mit Spüli eingeschmiert und das Brett schön in die Sonne / vor die Heizung. Nix geblubbert oder ähnlich.

    Nun stellt sich die Frage: Reparieren (lassen)? Wenn ja, wie? Einfach abschmirgeln und lackieren oder vorsichtshalber ne Schicht Glas oder nur Epoxy drauf?

    Vielen Dank im Voraus
    Strandläufer

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    • 24. Mai 2014 um 12:05
    • #2

    Das ist auf jeden Fall ein Laminatbruch! Das Borad ist sehr wahrscheinlich dadurch undicht und sollte so nicht mehr aufs Wasser. Wie viel genau kaputt ist, kann man nur sehen, wen man alles kaputte abschleift. Da es aber keine in normalfall sonderlich belastete Stelle ist, würde ich einfach anschleifen und überlaminieren. Evtl vorher noch dien Riss mit eingedicktem Harz zuschmieren, damit es wirklich dicht wird.

    Gruß, Onno

    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

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    • 24. Mai 2014 um 12:28
    • #3

    Hm, das habe / hatte ich befürchtet. Das einzige was mich ernsthaft wundert ist: ich bin zwar sofort vom Wasser, aber wenn das Brett undicht ist müsste es doch Wasser gezogen haben und dann hab ich es mit in die Wohnung genommen und direkt vor die Heizung gepackt. Kam auch nix. Spüli drauf. Immer noch nix. Kontrolle bei leicht geöffneter Schraube zeigte: da blubberte es wie blöd.

    Ich will mich nicht um die Reparatur drücken. Aber ich selber bin da nicht so der Experte. Ein bisschen lackieren hätte ich mir zugetraut, anschleifen auch ;) Aber Harz eindicken usw. - da bring ichs glaub ich lieber weg...

  • strandlaeufer
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    • 24. Mai 2014 um 12:29
    • #4

    ..was ich natürlich gerne vermieden hätte (auch wenn grad mal wieder kein Wind ist)

  • daddy_o
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    • 24. Mai 2014 um 13:17
    • #5

    Versuch doch ersteinmal selbst ohne Glasfaser. Schleifen, spachteln, schleifen und lackieren.

    Unten findest du viele Spachtelmassen. Habe ich auch schon bei OBI in der KFZ Abteilung gesehen.
    http://shop1.r-g.de/kat/Klebstoffe---Lacke---Spachtel

  • Slaughthammer
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    • 24. Mai 2014 um 17:03
    • #6
    Zitat von strandlaeufer

    Hm, das habe / hatte ich befürchtet. Das einzige was mich ernsthaft wundert ist: ich bin zwar sofort vom Wasser, aber wenn das Brett undicht ist müsste es doch Wasser gezogen haben und dann hab ich es mit in die Wohnung genommen und direkt vor die Heizung gepackt. Kam auch nix. Spüli drauf. Immer noch nix. Kontrolle bei leicht geöffneter Schraube zeigte: da blubberte es wie blöd.

    Herzlichen Glückwunsch, das Board ist noch dicht. Es ist also wohl nur das äußere Laminat gebrochen. Dies ist natürlich eine ziemliche lokale Schwächung, und beim nächsten Einschlag in der Gegen wird es wohl nicht so glimpflich verlaufen.

    Zitat von strandlaeufer


    Ich will mich nicht um die Reparatur drücken. Aber ich selber bin da nicht so der Experte. Ein bisschen lackieren hätte ich mir zugetraut, anschleifen auch ;) Aber Harz eindicken usw. - da bring ichs glaub ich lieber weg...

    Was daddy_o vorschlägt ist im Prinzip nur Kosmetik, was in diesem Fall, da das Board noch dicht ist, auch nicht weiter schlimm ist. Allerdings muss man sich im Klaren darüber sein, dass die Schwächung durch den Laminatbruch dadurch nicht behoben wird. An sich ist so eine Reparatur handwerklich gerade am Rail nicht so Anspruchsvoll. Gut anschleifen, was dann an Rissen sichtbar ist zuspachteln, und zwei Lagen drüber laminieren. Alles kein Hexenwerk. Gerade am Rail kann man das Laminat auch gut ohne Vakkum verpressen: Einfach mit einigen Streifen Klebeband Druck drauf bringen. Eine PE-Folie (z.B. Einkaufstüte) kann dabei gut als Trennschicht dienen. Eingedicktes Harz ist letztendlich auch nur Spachtelmasse. Bei Spachtelmassen ist auf Styroporverträglichkeit zu achten, falls irgendwo doch eine kleine Undichtigkeit ist, also keine Polyesterprodukte, sondern welcher auf Epoxy-Basis. Und dann kann man auch gleich mit Microballoons eingedicktes Laminierharz nehmen, denn das braucht man ja eh....

    Gruß, Onno

    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

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    • 25. Mai 2014 um 19:54
    • #7

    Hm, gut. Habe heute also mal mit Schleifpapier angesetzt. Zuerst hab ich die Stelle flächig mit etwas gröberem Papier (60er) freigelegt und dann mit 120er in der Mitte das lose entfernt. Dabei immer mal vorsichtig mit einer Stecknadel getestet ob noch Vertiefungen/Risse da sind. Zuletzt habe ich dann noch ein bisschen nachgelegt, um "auf Nummer Sicher zu gehen". Nun ist folgendes passiert (siehe zweites Bild, der helle Punkt in der Mitte): Plötzlich ist taucht eine relativ weiche helle Schicht auf, unter der es dann wieder hart ist. Doofe Frage: Ist das das Sandwich (also das Holz)? Wenn ja, wie ist dann vorzugehen? Einfach zwei Schichten glas drauf und anpressen? Sollte ich die Stelle noch großflächiger freilegen? Oder Brett einfach wegbringen, bevor ich noch was (mehr?) kaputt mache?

    Vielen Dank im Voraus
    Strandläufer

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    • 25. Mai 2014 um 19:59
    • #8

    Ergänzung: Für mich sieht es so aus als gäbe es unter dem Finish drei Schichten (bevor das helle Zeug kommt) - gut zu erkennen an den Jahresringen. Das Finnish sieht man an der Farbveränderung zum rest vom Ring. Danach scheinen drei Lagen Glas zu kommen, die entweder gerissen waren oder die ich großzügig durchgeschliffen habe :( Egal. Laut Ricci ist der Aufbau: EPS/Full Wood Sandwich top and bottom / Biaxial Glass 190 g on deck. Wäre es denkbar, dass wir hier das Biaxiale (also zwei gegen einander verdrehte Schichten) und ne extra Schicht Glas am Nose Rail sehen?

    Ich frag mich halt, ob es mit zwei Lagen Glas drüber getan ist...

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    • 26. Mai 2014 um 17:52
    • #9

    Hm, hat keiner einen Tip? Oder gilt nach wie vor was Onno vorschlägt, Expoxy drauf, Glas drauf (zwei bis drei Lagen), schleifen, spachteln, lackieren, fertig? Will nicht nerven, aber mir auch nicht das Boad ruinieren...

  • windrider
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    • 26. Mai 2014 um 18:21
    • #10

    so richtig viel anders wird keinem dazu einfallen. Ist schon der richtige Weg.
    Wie oben schon mal geschrieben, in der Rundung ist es eigentlich ziemlich einfach, dass ordentlich hinzubekommen.
    Glasgewebe, keine Schnitzelmatte, genaues Mischungsverhältnis, damits nicht klebrig wird

    Gruß, windrider

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    • 26. Mai 2014 um 21:17
    • #11
    Zitat von strandlaeufer

    Ich frag mich halt, ob es mit zwei Lagen Glas drüber getan ist...

    So würde ich es auch machen.

  • strandlaeufer
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    • 26. Mai 2014 um 21:26
    • #12

    Alles klar, das hilft schon mal sehr!

    Was mich noch interessieren würde: a) Ist das helle auch Eurer Meinung nach das Holz / Laminat? und b) ich habe jetzt eher vorsichtig und im Bereich des Risses geschliffen wodurch sich dort eine Mulde ergibt (ich glaube auf den Bildern gut zu erkenne). Sollte ich großflächiger schleifen oder direkt so Glas drauf packen (und das entsprechend klein zuschneiden)?

    Danke
    Strandläufer

  • windrider
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    • 27. Mai 2014 um 09:00
    • #13
    • ich würd nur die Lackschichten etwas großflächiger wegschleifen
    • rundherum sauber und faltenfrei mit breitem, klarem Tesaband abkleben
    • dünnflüssiges (angewärmtes) E-Harz drauf, was in alle Ritzen zieht
    • leicht eingedicktes Harz im Bereich der Mulde drauf
    • kleines Glaspflaster im Bereich der Mulde, den Riss mind. 1 cm allseits überlappend
    • etwas größeres Glaspflaster, nass in nass
    • etwas größeres Glaspflaster, nass in nass
    • Glaspflaster bis zum Rand des Tesa-Bandes, nass in nass
    • nochmals leicht Harz drüber
    • PE-Folie mit Klebeband faltenfrei fixiert, Luftblasen und überflüssiges Harz rausstreichen, drauf achten, dass du die Mulde nicht wieder eindrückst
    • nach 1 Tag PE-Folie abziehen
    • glattschleifen, abklebung abziehen, Feinschliff
    • beilackieren
    • ab aufs Wasser

    Und über die Farben der angeschliffenen Schichten würd ich mir keine allzugroßen Gedanken machen

    Gruß, windrider

    2 Mal editiert, zuletzt von windrider (27. Mai 2014 um 09:03)

  • strandlaeufer
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    • 28. Mai 2014 um 23:17
    • #14

    Hi, danke für die Tipps. Ich werd's mal versuchen! Ein paar Fragen hätte ich aber noch:

    - Als Harz habe ich nur so eine Zweikammerspritze aus nem Reparaturkit, ist das ok?
    - Verflüssigen durch anwärmen ist klar (Heizung reicht nehme ich an), aber wie eindicken? glasfaserschnippsel rein?
    - Und was ist nass in nass? Stelle auf Brett einschmieren und in Harz getränktes Pflaster drauf?
    - Und alles in einem Arbeitsgang nehme ich an?

    Danke und Gruß
    Strandläufer


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  • potz!
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    • 29. Mai 2014 um 02:17
    • #15
    Zitat von strandlaeufer

    - Als Harz habe ich nur so eine Zweikammerspritze aus nem Reparaturkit, ist das ok?


    Ich wüsste kein solches Harz, das eine ausreichend lange Topfzeit hat. 20min sollten absolutes Minimum sein. Du verlierst alleine schon 5min für das Rühren. Ich gehe auch davon aus, dass solche Harze dadurch, dass sie nicht auf das Laminieren abgestimmt sind, noch andere Nachteile haben.

    Zitat von strandlaeufer

    - Verflüssigen durch anwärmen ist klar (Heizung reicht nehme ich an), aber wie eindicken? glasfaserschnippsel rein?


    Bedenke: du reduzierst die Topfzeit durch erwärmen sehr stark! Datenblätter helfen weiter, diesen Effekt einigermaßen abzuschätzen.

  • kaktus
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    • 29. Mai 2014 um 07:58
    • #16

    Da gibt es eine einfache Regel. Temperaturerhöung um 10° verkürzt die Varbeitungszeit um die Hälfte. Ich würde auch zu einem anderen Harz greifen, was besser zum laminieren geeignet ist.

    gesendet und fertsch

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • PeeJott17
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    • 29. Mai 2014 um 12:35
    • #17

    Aloha...
    Wenn es schnell gehen soll, dann zu Conrad, die haben das R&G EPOXY L und Härter L mit einer Topfzeit von 40min...das reicht für so eine kleine Rep dicke. Was schnelleres würde ich nicht nehmen. Die "Spritzen" sind meistens eher mit EPOXY-Kleber gefüllt mit einer Topfzeit von 5-10 Minuten...das wird echt eng...außerdem ist das recht zähflüssig und tränkt die Glasfasermatte nicht sooooo gut....

    BAY-6868

  • PeeJott17
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    • 29. Mai 2014 um 12:37
    • #18

    Schau Dir einfach mal diese HP an...da wird alles wirklich fast bis ins Detail erklärt:
    http://www.boardlady.com/fiberglass101.htm

    BAY-6868

  • daddy_o
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    • 29. Mai 2014 um 13:23
    • #19
    Zitat von PeeJott17

    Die "Spritzen" sind meistens eher mit EPOXY-Kleber gefüllt mit einer Topfzeit von 5-10 Minuten...das wird echt eng...außerdem ist das recht zähflüssig und tränkt die Glasfasermatte nicht sooooo gut....

    So ist es.

    Da die defekte Stelle mittlerweile recht großflächig geschliffen wurde würde ich jetzt auch zu 1-2 Lagen Gewebe greifen. Das Harz kann zum Verspachteln mit sog. Thixotropierpulver angedickt werden. Ansonsten einfach die vorgeschlagenen Spachtelmassen nehmen. Zum Laminieren des Gewebes aber nicht extra andicken.

  • Slaughthammer
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    • 29. Mai 2014 um 13:29
    • #20

    Nass in nass bedeutet, dass du die Schichten alle auf einmal aufbringst, ohne zwischendurch zu warten, bis das Harz ausgehärtet ist. Also einmal Harz anmischen, dann nacheinander alle Lagen in einer Topfzeit aufbringen, dann abdecken/anpressen und aushärten lassen.

    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

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