Zweitboard neben 159L-Freerider

  • Hi liebes Forum,


    Ich will ein zweites Brett zu meinem 2022er JP Magicride 159L kaufen.

    Ich versuche alle relevanten Infos anzugeben, wenn etwas fehlt bitte melden.

    Gewicht: 92kg bei 188cm

    Level: Aufsteiger (Halse, Trapez geht, Wasserstart auch, kostet aber Kraft, Powerhalse nicht)

    Reviere: Binnensee, Grevelingenmeer, kein offenes Meer


    Bisher fahre ich vor allem bei 3-5 Bft auf Binnenseen mit folgenden Segeln:

    2022er Gunsails 9.5, 7.7, 6.0.


    Nun ist mein Plan auch bei stärkerem Wind zum Beispiel in Holland zu surfen und überlege mir ein zweites Brett für Segel unterhalb 6,0qm zu kaufen. Könnt ihr mir Boards empfehlen?


    Ich hatte an ein Tabou Rocket 125 oder Starboard Carve 119 oder 129 gedacht.

    Ist das noch zu nah an meinem Erstboard und soll ich weiter runter mit dem Volumen? Andererseits sollte zur Not auch noch ein Schotstart möglich sein.


    Danke für alle hilfreichen Antworten.

  • Auf was du neben dem Volumen schauen solltest ist die Breite. Dein Magicride ist 83cm breit, sinnvoll darunter wäre ein etwa 10cm schmaleres Brett.

    Vom Volumen her geht der Schotstart bei deinem Gewicht noch gut auf einem Brett mit 120l. Drunter wird es dann immer schwieriger.

  • Moin!

    Wie zufrieden bist du mit dem Magic Ride? Ich habe es in 119l jetzt ein paar mal auf Rhodos geliehen und zum üben von Manövern finde ich es echt gut. aAuch bei etwa 100kg kann ich damit locker einen Shotstart machen. Besorg Dir dazu eine kleinere Finne und Du kannst auch kleinere Segel fahren. Das 6.0er ist ja eigentlich schon zu klein für dein 83cm Board. 5.8 geht auf dem 74cm breiten 119er noch gut. Mit Kompromissen kannst Du mit einer kleineren Finne auch noch 5.0 fahren. Wenn Du kein Überflieger bist, macht in naher Zukunft ein noch kleineres Brett vermutlich keinen Sinn.


    Hang loose. David

  • Danke euch für die Überlegungen. Überflieger bin ich definitiv nicht.

    Mit dem JP bin ich ganz zufrieden, vor allem bei den für mich üblichen Tagen mit 8-12 ktn.

    Das 6.0 habe ich zusammen mit dem Brett noch nie ausprobiert,denke aber auch, dass es nicht zusammenpasst.

    Kleiner als 5.0 wollte ich aktuell mit dem segeln nicht gehen. Tendiere im Moment zum Rocket 125. Hättet ihr noch weitere Empfehlungen?

  • Wenn Du kein Überflieger bist, macht in naher Zukunft ein noch kleineres Brett vermutlich keinen Sinn.

    Kommt halt immer drauf an wo man fährt (wie konstant der Wind ist / Stehrevier / kaltes Wasser) und wie gut der Wasserstart sitzt.

    Mit einem kleineren Brett auf dem bei Wellengang kein Schotstart mehr geht macht es keinen Spass, wenn plötzlich der Wind weg ist.


    Hatte einmal am Gardasee in Malcesine das Problem, dass ich mit 6,0 und 105l Brett rausgegangen bin (bei 100kg).

    Anfangs ging es super gut, Brett und Segel haben perfekt gepasst. Als der Wind dann nachließ bin ich wieder Richtung Ufer, allerdings war 500m vom Ufer weg der Wind gleich 0, die Wellen aber noch da.

    Kurz nicht aufgepasst und ich bin reingeflogen und nicht mehr aufs Brett gekommen. Die Schwimmeinlage war richtig anstrengend und trotz 3/5mm Neo wurde es dann irgendwann ziemlich kalt.


    Seitdem bin ich vorsichtiger geworden was das Brettvolumen angeht...

  • 120L als nächstkleineres Brett passt genau. Max 125L. Alles drüber überlappt schon zu sehr mit dem 159. Wenn dir das Magic Ride passt (war 2017 auch mein erstes Board), nimm doch das 119er. Starboard Carve 119 passt auch - das ist aber mit 71cm etwas schmaler als das Magic Ride. Da kann der Umstieg in den ersten paar Sessions etwas herausfordernder sein.


    Lg

    Mariachi76

  • OK, danke. Hatte an das carve 129 gedacht, weil ich nicht so oft zum surfen komme und das 119 mit meinen >90kg vielleicht eine bessere Technik benötigt. Habe leider nicht so oft die Möglichkeit zum surfen und will Frust durch zu kleines Board vermeiden. Machen die Gedanken Sinn oder bin ich zu ängstlich was das Volumen angeht?

  • Wenn du einen 130er nimmst, kannst du den großen einmotten. Da packst du dann ein 8,5er drauf und deckst nach unten fast den gleichen Windbereich ab, wenn du deine Technik etwas weiter entwickelst.

    Wenn es choppy wird, hast du mit etwa 70 cm Breite ein viel ruhigeres Leben als mit 75+.

  • OK, danke. Hatte an das carve 129 gedacht, weil ich nicht so oft zum surfen komme und das 119 mit meinen >90kg vielleicht eine bessere Technik benötigt. Habe leider nicht so oft die Möglichkeit zum surfen und will Frust durch zu kleines Board vermeiden. Machen die Gedanken Sinn oder bin ich zu ängstlich was das Volumen angeht?

    Klar, je kleiner das Board, desto weniger verzeiht es Belastungsfehler. Oder anders ausgedrückt, große boards kaschieren Fehler eher. Ich würde es eher so sehen, dass ein kleineres Board dich dazu zwingt, deine Technik zu verbessern. Es wird ein paar Sessions dauern, aber 119L ist kein Problem. Da geht auch ein Schotstart noch problemlos.

    Vom Windrange her wäre dein 159er und 9.5 nur mehr dein Leichtwindbrett von 8-15kn. Ab 16-17kn solltest du mit deinem 7.7 gut ins gleiten kommen. Und dein 6er sollte so ab 21-25kn passen.


    Ich glaube nicht, dass du momentan ein kleineres Segel als 6.0 brauchst. Und wenn, wäre das 119er fast schon wieder zu groß :D.


    Es ist eher eine große Lücke zwischen 7.7 und 9.5. gerade im häufigen Bereich von 15kn ist das 9.5 er wahrscheinlich schon grenzwertig groß bei Boen, und das 7.7.er noch relativ klein.


    Aber zurück zum Board - keine Angst vor kleinen Volumen (und 119 ist nicht wirklich klein). Gerade ab 18kn hast du unweigerlich chop, und da ist ein kleineres Brett viel besser zu kontrollieren.


    Solltest du dich wirklich nicht drüber trauen, bringe ich nochmal das Magic Ride 119 ins Spiel. Das ist 3cm breiter als das Carve, und Breite gibt Stabilität und Sicherheit. Auch in Binnengewaesssern mit tw. böigem Wind halte ich breitere Boards für besser beim Durchgleiten.


    Schau mal, ob du ein 120L Brett ausleihen kannst. Probieren geht über studieren. ;)


    Lag

    Mariachi76


  • Danke euch, das sind sehr wertvolle Tipps für mich.


    Ich habe das Gefühl, dass ich fahrtechnisch von euch etwas überschätzt werde.

    In den letzten 2 Jahren kam ich vielleicht auf insgesamt 10 Surftage. Da verbessert man seine Technik auch nicht so leicht und das gerade gelernte ist 1 Jahr später natürlich nicht mehr einfach abrufbar.

    Jetzt will ich das Ganze in den nächsten Jahren neben Job und Familie etwas intensivieren, aber einfach wird das nicht.

    Ich denke, ihr überschätzt vielleicht meine Technik etwas. Die hintere Schlaufe klappt schon öfters nicht und nach ein paar vermurksten Halsen bin ich über mehr Stabilität bei der Wende dankbar.


    Ihr habt sicherlich recht, dass 120L das richtige Board wären, wenn ich auf mehr Surftage käme. Ich werde nochmal bisschen in mich gehen und die Vor- und Nachteile abwägen.

    Sind denn breitere Boards so viel schwieriger zu kontrollieren als schmale bei 6-7 Bft?

  • komm, trau dich! 120er und dann die ersten Ausflüge zu einem schönen Stehrevier.

    Oder wie Mariachi schrieb am besten erst mal testen.

  • I have 83cm wide board, my next size is 73cm wide. The magic ride 119 (74cm wide) is a good step in my opinion. If you want to get used to small boards Strand Horst or Makkum can be ideal (no swimming because it is shallow there).


    With the smaller board (10cm smaller):

    -Fin is shorter (shallow water spots are possible)

    -small board is good when the average windspeed is higher. Windrange is 5~10 kts higher

    -small sail is better balanced (board will be easier to ride once planning)

  • Mit der Aussage, dass der TE sein 6.0er noch gar nicht gefahren ist, würde ich empfehlen eine ca. 4cm kürzere Finne gebraucht zu kaufen und dann bei stärkerem Wind das 6.0er zusammen mit der relativ kleineren Finne auszuprobieren und Erfahrung sammeln.


    Erst wenn diese Kombi "langweilig" werden sollte, würde ich an ein kleineres ~119L Board nachdenken.

    Vorteil: Der Geldinvest ist überschaubar(40-60€), es gibt kein Tranportthema (6 Bretter) und die kleinere Finne ist auch zum 6.0er "artgerechter"


    Windige Grüße

  • Hallo Zusammen,


    Ich habe die gleiche Fragestellung, bei etwas anderen Parametern.

    Ich komme gefühlt zu selten ins Gleiten mit meinem 155l Tabou Bullit aus 2020.

    Und wenn es mal klappt, dann endet es zu oft in unkontrolliertem abheben.

    Klar ist Fahrtechnik … durch mehr üben.

    Dennoch überlege ich, ob eine Boardwechsel wirklich spürbar unterstützen könnte.


    Hinzu kommt, dass ich hoffe mit weniger Volumen insgesamt mehr ausbeute zu bekommen.


    Gewicht 95kg, 6.4 GA Hybrid, 7.8 Duetone Epace, Tabou Bullit 2020 mit 155l (76 Breite, 50Finne)


    Überlegungen in Richtung Gecko, weil ich es eher wohl ganz einfach brauche.


    148l mit 83cm Breite für mehr Stabilität und Gleitausbeute bei mittleren Winden?

    Oder

    135l mit 79cm, vielleicht noch besser bei stärkeren Winden?


    Den 135 gibt es auch mit Foiloption …. auch hier gehen Überlegungen hin …


    Status: immer noch besserer Aufsteiger … zum Gleiten, wenn es mal passt, komme ich in die Schlaufen, Shotstart muss noch sein, Wende sicher, Halse nur bei schwachem Wind …


    Wenn ich das selber lese, überlege ich meine Frage zurückziehen :-) und lieber Üben zu gehen mit meinem alten Board…

    Aber vielleicht hat jemand Tipps oder Erfahrungen in dieser Konstellation?


    Danke vorab

  • Breite Bretter haben im Regelfall eine noch höhere Gleitschwelle. Wenn du unbedingt investieren willst besorg dir noch ein größeres Segel. Vielleicht günstig gebraucht, wenn du in 2025 mit einem neuen Brett auch Folien probieren willst. Bis dahin noch eine Saison Üben!

    (Ich gehe mal von Binnenrevier aus.)

  • Danke dir, ja Binnensee: Wandlitz, wird bei stärkerem Wind für mein Gefühl überraschend auch stark wellig.