RRD Foil mit Tuttel und Powerbox Option

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  • Ja das sind auch meine Bedenken.. Doch ich habe da keine Praxis Erfahrung..

    Einige meinten das sei unproblematisch... Hätte auch Bedenken dass es dir Schraube einfach durch den Kasten zieht:(

    Wenn jemand damit Erfahrung gesammelt hat.... Hoffentlich postive das wäre das schon sehr interessant..:thumbup::thumbup:

  • Ich hatte ein paar bestellt, die sind aber aktuell nicht lieferbar.

    Es gibt auch kein Lieferdatum (dito der von Fanatic). Vom Run darauf vollkommen überrascht...

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  • Die RRD sind heute gekommen, habe aber noch nicht reingeschaut. Bin mal gespannt...

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  • Erste Erkenntnis:


    Sieht gut aus, aber es sind nur TB Ausführungen, trotz anders lautender Aussage des Vertriebs. :cursing:

    Die hatten mir geschrieben, Powerbox und Tuttlebox.

    Mal nachhaken...

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  • Fehl-Info vom Vertrieb, oder eben Änderung: Den Powerbox Adapter gibt es optional, muss man dabei bestellen und kostet 109€ extra obendrauf.

    Das Teil wird also nur mit TB Adapter ausgeliefert!

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  • Das ist ja wieder typisch. Wird Werbung für mit Powerbox gemacht und dann geht das nur per Adapter mit 100 Euro Aufpreis.8|

    Aber sei's drum, ärgerlich jedoch kein K.O. ^^

    Richtig interessant ist's ja wie sich das Teil ersten fährt und zweitens ob die Boards, die nicht auf Foil ausgelegt sind, das auch mitmachen...

    Beides würde mich sehr interessieren, soweit Erfahrungen vorhanden sind!


    CU

    Michi

  • Erfahrungen werden folgen, es sind mehrere im Forum unterwegs. Sowohl Powerbox, als auch Tuttle Versionen...

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  • Hatte das Ding als Foil-Anfänger in Lauterbourg getestet, für gut befunden und jetzt bestellt. Sieht alles gut aus, nur brauche ich längere Schrauben, da die Base ja keine Deep-Tuttlebox ist. Ich werde es in einem alten Fanatic Falcon testen sobald hier wieder mal Wind ist.

  • So, ich erlaube mir mal, hier den ersten Erfahrungsbericht zu schreiben.


    Das Foil ist am Freitag von Totti geliefert worden, am Samstag habe ich es zum ersten Mal zusammengebaut. Der Aufbau ist einfach und selbsterklärend. Der PB-Adapter war im Paket mit dabei und ich habe ihn gleich montiert. Die einzelnen Teile sehen (einigermassen) hochwertig aus, die Flügel haben anscheinend auch noch Carbon-Anteil. Im Paket ist es mir ziemlich schwer vorgekommen, zusammengebaut fühlte es sich wesentlich leichter an.


    Am Sonntag bin ich dann bei leichter Thermik an den Urnersee gefahren. Zuerst hat es nach super Thermik ausgesehen (15-20kn), der Wind ist aber ziemlich schnell wieder runter. Gemessen wurden 18kn max, am Felsen hatte es aber in den Böen über 20kn. Weil ich das ganze Setup nicht den steilen Weg am Gruonbach runterschleppen wollte, bin ich von der anderen Seite Isleten (Föhnspot) gekommen und musste erst einmal auf die andere Seite des Sees rüberdümpeln. Das Foil habe ich auf meinen alten PD FS 99l gepackt und ein 4.8 Gun Beat geriggt, da ich mit dem 5.3 nicht überpowert sein wollte für den Anfang. Schlussendlich wäre es aber auch mit 5.3 gegangen.


    Schon beim Dümpeln hat sich das ganze Setup komplett anders als sonst angefühlt. Man musste etwas weiter vorne stehen, da das Foil mit dem Eigengewicht gut hinten runter drückt. Mit einem grösseren Board lässt sich das sicher besser ausgleichen. Anluven mit Segelsteuerung ist schwieriger, da der Lateraldruckpunkt wesentlich weiter hinten ist als sonst und das Segel also mehr nach hinten geneigt werden muss. Ich bin eigentlich ganz froh, musste ich erst ein wenig dümpeln und bin nicht schon vollgas los. In den einzelnen Böen, die durchgekommen sind, habe ich ganz lehrbuchmässig versucht anzupumpen und mich hochzukriegen. Ging aber irgendwie nicht so gut. Das Board liegt extrem plan auf dem Wasser und ist sehr stabil. Das erlaubt ein frühes nach Hinten steigen und mit dem vorderen Fuss schon in leichter Angleitfahrt in die Schlaufen zu gehen. Das Foil erzeugt super früh schon sehr viel Lift und mit einem kräftigen Pump kriegt man das Board schon ein wenig aus dem Wasser.


    Nachdem ich dann drüben beim Felsen war (der Wind wird dort um den Felsen gedrückt und verstärkt sich), war ich die elende Pumperei leid und habe mich entgegen aller Vorsichtsmassnahmen eingehängt und passiv angleiten lassen. Mein Tipp: Pumpt am Anfang nicht zu fest, sondern versucht lieber etwas zu fächern (analog den Freestylern) und eher passiv anzugleiten. Das Problem beim Pumpen ist, dass das Board sich auf der Längsachse seitlich neigt und das Foil dadurch verschneidet und wieder absackt. Wenn man das Board schön plan liegen lässt, kommt es stabiler hoch. Das Angleiten passiert schon bei gefühlt 0 Wind und die ganze Phase verschiebt sich extrem nach vorn. Wo ich früher nicht mal mit grossem Segel geglitten bin, kriege ich mit dem Foil schon extrem viel Segeldruck.


    Und dann war es da: Das erste mal Fliegen!! Wow!! ich bin noch immer total stoked! Wisst ihr noch, wie sich damals das erste Mal Gleiten angefühlt hatte? Ich nicht mehr (das war vor 18 Jahren). Als ich das erste mal geflogen bin, wusste ich, das ist es!! Das ist wieder das Gefühl, welches ich schon lange vermisst habe. Etwas Neues und doch so bekannt. Natürlich wollte ich zu hoch raus und irgendwann fängt das Foil an leicht zu gurgeln und sackt aus 85cm runter auf 0. Wenn man sich aber darauf einstellt, geht es ganz gut aus. Mein grösstes Problem anfangs war, dass ich das Board falsch belastet habe und beim Fliegen dann unkontrolliert geneigt habe. Dadurch macht es unkontrollierte Schlangenlinien und irgendwann steht es so quer, dass kein Lift mehr generiert wird und absackt. Ich habe so fast zwei andere Surfer über den Haufen gefahren, ich kannte sie aber und sie haben mir verziehen :-)


    Mit der Zeit habe ich dann den Dreh raus gekriegt. Nach etwa 1.5-2h bin ich dann nur noch geflogen und habe mich an das Feintuning gemacht. Mastfuss etwas anders positioniert (2cm hinter Mitte) und die Füsse etwas mehr auf die Kante gestellt. Dadurch ergab sich eine noch stabilere Flugphase. Bei Windlöchern habe ich festgestellt, dass man vor dem Windloch richtig hoch muss um dann während dem Loch immer leicht nach unten zu fahren und dadurch mehr Speed zu haben, was das Durchgleiten erleichtert. Bezüglich Schlaufen empfehle ich erst mal in der Mitte zu stehen und nach einiger Zeit die Schlaufen eher aussen zu montieren. Die Flugphase ist viel kontrollierter, wenn man eher auf dem Rail steht.


    In den Böen kann man die ganzen gelernten Fahrtwinkel vergessen, mit dem Foil kannst du quasi 0° gegen den Wind fahren. Nicht ganz, aber gefühlt! Voll auf Raumwind heizen habe ich mich noch nicht getraut. Das Ding wird in kurzer Zeit so richtig schnell und man kriegt es anfangs schon mal mit der Angst zu tun. Auch eine Halse habe ich noch nicht probiert, aufgrund der viel höheren Geschwindigkeit ist mir aber ein paar Mal fast das Wasser ausgegangen und ich konnte mich nur mit grösster Müh noch vor den Steinen retten. Das Durchdrücken mit den Füssen bei der Wende geht natürlich ein wenig schwieriger, ist aber möglich.


    FAZIT:

    Ich bin hoch begeistert! Es ist der Wahnsinn, wie man ohne nur den leisesten Ton übers Wasser saust und das Ganze bei gefühlt 0 Wind und mit Mini-Segel. Die Flugphase ist einigermassen stabil, selbst Chop bringt einen nicht aus der Ruhe und man schneidet einfach durch. Meine ideale Flughöhe lag so bei 40-50cm, somit hatte man noch genug Spielraum gegen oben und unten. Die Steuerung der Höhe kriegt man ganz einfach raus und geht nur über Gewichtverteilung. Der Tipp, am Anfang einmal Ollie-mässig mit dem hinteren Fuss zu kicken, um das Board raus zu kriegen, hat viel gebracht. Man kann aber auch normal auf dem Wasser gleiten, so dass das Board das Wasser immer berührt. Einen heftigen Sturz hatte ich nicht, ich empfehle aber mindestens einen Helm anzuziehen. Vielfach ist das Board leicht seitlich abgeknickt und ich bin so schräg nach unten gekommen. Wichtig: Immer den Gabelbaum festhalten und niemals loslassen.


    PS:

    Die Powerbox-Adapter-Schraube war zu lang. Ich habe noch etwa 5-6mm Unterlagsscheiben unterlegen müssen, sonst hätte es gewackelt in der Box. Die Schraube werde ich also noch ca. 5-7mm kürzen. In der Anleitung hiess es, das PB-Loch mit einer Rundfeile zu vergrössern, was ohne Probleme ging. Ich habe dann aus Angst, dass es mir die Box rausreisst, das Foil noch mit einer Schnur (Leash) an der Schlaufe befestigt, das werde ich auch in Zukunft so machen. Das Board hat das Experiment ohne Schaden überstanden. Trotzdem werde ich noch einige Lagen Glas um die Box rum laminieren, damit die Auflagefläche eben (durch die Doppelkonkave im UW lag die Platte nicht überall 100% bündig an) und der Bereich um die Box ein bisschen verstärkt wird.


    Probiert es aus! Es geht schnell, bis man den Dreh raus hat und das Gefühl ist einfach überwältigend! Danke Windsurf-Industrie, dass du mir einmal mehr eine geile Alternative aufgezeigt hast. Danke Totti für den immer sehr guten Kontakt und den reibunglosen Bestellvorgang! Danke Windsurfen, dass du einfach meine grösste Liebe bist und mir seit bald 20 Jahren positive Energie schenkst!

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    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • Danke sheshe für den schönen Bericht.

    Ein Freund von mir hat das gleich Foil, allerdings mit der TB-Version.

    Sieht wirklich sehr gut verarbeitet aus.

    Er hat es am Samstag dabei und hat es mir zum ausprobieren geben. Leider war der Wind so schwach, das selbst mit Pumpen, 135l-Board und 7.5er Segel nichts zu machen war ... schade.

    Ich hoffe ich komme bald nochmal dazu es auszuprobieren - durch die extrem lange Fuselage scheint es mir sehr stabil zu fahren sein.

    Am Sonntag war ich dann wider mit meinem eigenen Foil unterwegs und mit einem 4.2er Segel, während meine Freunde mit 7.0-7.5 fuhren :)