Geeignetes Board für 9,6qm ?

Liebe Mitglieder,

die Surf-Wiki wurde für die Bearbeitung durch die Mitglieder des Surf-Forums freigeschaltet. Es können neue Artikel erstellt und vorhandene bearbeitet werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr braucht einfach nur die Surf-Wiki aufrufen und könnt sofort loslegen. Viel Spaß dabei.

Das Team des Surf-Forums
  • Da kannst du recht haben :)


    Aber ich denke, dass ich am Ende so oder so nichts wirklich falsch mache. Auf jeden Fall ist die Diskussion mit tausend verschiedenen Meinungen sehr erfrischend und hat mir die Richtung gezeigt. Es wird Glider 159 oder Bird 164. Der 149er wäre meiner Meinung nach inkonsequent, da frühes gleiten Priorität ist und nicht die Lebendigkeit. Wobei Lebendigkeit auch wieder eine Frage von Anspruch oder der Perspektive ist. Aber das ist wieder eine andere Diskussion ...;)

  • Es wird Glider 159 oder Bird 164. Der 149er wäre meiner Meinung nach inkonsequent, da frühes gleiten Priorität ist und nicht die Lebendigkeit.


    Aloha.


    Ich habe Deine Suche nach DEM Leichtwindboard mit einigermaßener Spannung mitverfolgt und wollte nur nochmal fragen:
    Was hat Dir denn an dem SLW nicht gefallen. Weil das Durchgleiten war ja, nach Deinen Aussagen, sehr gut.
    War es das Angleiten dass nur mit ein bissel Abfallen und Anpumpen an der Gleitgrenze ging oder war es die "Behäbigkeit" um die Kurve?
    Versteh mich nicht falsch, aber ich denke dass wenn es Zweiteres war, die o.g. "dicken Schinken" auch nicht gerade die "Raketen" um die Kurve sind...Angleiten wird sicherlich gut und auch ohne Pumpen flutschen.
    Bevor Du zuschlägst dachte ich gewichtest Du die beiden Aspekte nochmal, nicht das wieder ein ähnliches Ergebnis wie mit dem SLW rauskommt ;-)


    Irgendwie habe ich die Erfahrung gemacht, dass an der wirklich untersten Gleitgrenze Boards einfach nicht alles können können, dafür sind die Ansprüche an den Shape zu unterschiedlich:


    Gutes passives Angleiten= lange schmalere Gleitfläche = kein doller Speed und wenig Spedpotential
    Gutes Durchgleiten= kurze breite Gleitfläche=breites Heck
    "gute" Dreheigenschaften=schmales Heck
    guter Speed im unteren Windbereich=breites Heck


    Das oben ist sehr verkürzt dargestellt und nur eine Zusammenstellung aus eigenen Erfahrungen und hier und anderswo "erlesenen" ;-))


    Von daher würde ich mir die Eigenschaft raussuchen die mir am wichtigsten ist und dann die, die am zweit wichtigsten und danach das Board aussuchen...es werden einfach nicht alle Wünsche befriedigt werden können...leider :-(


    Eigentlich hätte ich Dir auch geraten Dich einmal auf einen FireMove 140 mit dem 9,5er Segel zu stellen und ihn wenigstens mal nen Stündchen an der unteren Gleitgrenze spazieren zu fahren um eine Referenz zu haben, wie sich das Boardkonzept für Dich anfühlt, da es deutlich anders ist als SLW oder SL-Boards oder FreeRacer o.ä. Dann könntest Du gut abwägen zwischen den Lorch Shapes und den modernen "FreeCarve" Shapes...aber wie ich oben gelesen habe, ist die Entscheidung schon gefallen...also vielleicht nur nochmal was zum nachdenken??
    Ach ja, in den kleinanzeigen von Ebay und DailyDose geht gerade ein neuer FireMove 140 aus 2013 für 829,- übern Tisch ;-))
    http://www.dailydose.de/privat…/detail.php?siteid=209290


    Nur mal so....

  • .....Zu den SLM kann ich nix sagen, noch nie gefahren, aber ich persönlich käme nie auf die Idee für ein Twinser, ausser ich wäre an den Pfützen, wie ihr da oben habt, zu Hause und könnte nur da aufs Wasser. Schon mal nen PWA-Fahrer auf nem Twinser gesehen?
    Ich nich...
    Hol dir den Bird 149 und gut is, so günstig wirst du auch nie mehr an einen neuen rankommen.


    Gruß Stephan


    Moin,


    was haben wir denn da mit dir wieder für ein Früchtchen?? Wenn du das Fahrkönnen eines PWA-Fahrers hast, Hut ab...! Ich glaube aber nicht, dass ein Großteil der user hier dieses von sich behaupten können und ich glaube auch nicht, dass es Dirk darum geht. Übrigens fahren die von dir erwähnten PWA-Fahrer im wave fast alle Twinser, Thruster, Quattro usw......!


    Bei den "Pfützen" die wir oben haben, handelt es sich im übrigen auch um den Ringköbing Fjord in DK mit 30 km Länge und max. 15 km Breite....!


    Nun aber zur Sache: der Volumenunterschied zwischen dem Rocket 135 und dem Bird 149 wären auch nur 14 l, somit käme der 149er Bird für mich absolut nicht in Frage. Für das Anforderungsprofil von Dirk kämen daher nur noch der Bird 164, der SLM Madd 159 oder evtl. auch der PD Freeride 155 in Frage. Ich empfehle den Madd 159, da ich persönlich dieses Bord fahre und es somit einschätzen kann.


    Und zu guter letzt: wenn du noch nie ein SLM gefahren hast, hast du mit Sicherheit einiges verpasst....:tongue:!!


    Gruß, Jürgen


  • Da gehen mir die gleichen Fragen im Kopf rum.


    Ich glaube, wenn Leichtwindboard, würde es bei mir ein SLW werden. Durchgleiten traumhaft, irgend eine Böe oder Windwelle lässt sich eigentlich immer finden um auch nicht so aktiv abzugleiten, und dann scheinen die Dinger ja wirklich zu "fliegen". Ansonsten war in den letzten Jahren mein schönstes Schwachwinderlebnis ein uralter F2 Comet, 315 cm lang, 65 cm breit, 165l Volumen (etwa?). Fährt in Verdrängerfahrt bei 2-3 Windstärken souverän, zieht dann mit dem großen Segel ansatzlos früh ins gleiten, geht bei nachlassendem Wind ebenso ansatzlos wieder in Verdrängerfahrt. Das hat richtig entspannt Spaß gemacht. Durchgelittene Halsen bei dem Wind waren mir allerdings unmöglich. Dafür eine Schwachwind HeliTack.


    Wenn der Bird eine Weiterentwicklung in diese Richtung darstellt, für entspanntes Frühzeiten sicherlich eine sehr gute Wahl.

  • Eine Entscheidung - welches Board auch immer - ist immer schwierig ( Vorteile / Nachteile) :)


    Ich habe es so gelöst.
    Meine Boards ( für 2 Surfspots )
    135er Rocket
    145er Rocket
    164er Bird


    Mein Trockengewicht ca. 82 kg.


    Die Rockets sind ja eher als angleitstark bekannt. Der 164er Bird gleitet noch besser an.
    Da ich den Bird auf einem Baggersee verwende (ca. 1000 Meter lang und 400 Meter breit) war mir das angleiten am wichtigsten.


    Gefahren bin ich den Bird bisher mit Segeln 6,5 bis 9,0. Bei Wind für`s 6,5 Segel geht natürlich schon längst der 135er Rocket, wollte aber desöfteren - auch aus Zeitgründen - nicht mehr das Board wechseln.


    Ich habe (für meine Bedürfnisse) den Kauf nicht bereut, bin höchst zufrieden mit dem (164er) Bird.

  • Nachdem ich schon seit längerem mit meinem Madd 136 sehr zufrieden bin hatte ich mir bei einer guten Gelegenheit einen Rocket 145 gekauft als Frühgleitbrett mit ausreichend Volumen für Schotstarts. Habe ich nach 3 Monaten wieder verkauft und einen Madd 162 als Alternative gekauft.


    Der Madd 162 gleitet auch passiv früher an wie der Frühgleitweltmeister Rocket 145, läuft bei gutem Wind deutlich freier und flacher über das Kabbelwasser (Dümmer, Stein, Cux) und ist bei der Halse 3 Klassen besser wie der Rocket!!! Druckvolle Halsen bei einer 1m Grunddünung sind fast unglaublich mit so einem 162 l Board. Und es ist eins der ganz wenigen Bretter, die ich mit den Originalfinnen fahre, bei Seegras mit 2x Duo Weed 28.


    Ich dachte bisher immer, der 136 wäre genial - aber nein, der 162 ist genialer!!!


    Mein Tipp: kaufen


    Dr. Spin Out


    übrigens:
    mein Madd 162 war gebraucht 3 Jahre alt und hat mich trotzdem noch € 9oo,- gekostet, und ich war glücklich :D bei so einem Schnäppchen. Soviel zum Thema Wertverlust!

  • ... uralter F2 Comet, 315 cm lang, 65 cm breit, 165l Volumen (etwa?). ... zieht dann mit dem großen Segel ansatzlos früh ins gleiten, geht bei nachlassendem Wind ebenso ansatzlos wieder in Verdrängerfahrt. Das hat richtig entspannt Spaß gemacht. ... Wenn der Bird eine Weiterentwicklung in diese Richtung darstellt, für entspanntes Frühzeiten sicherlich eine sehr gute Wahl.


    Hallo Peter, mir ist etwas unklar, was du mit "ansatzlos" meinst. Ich hab' ja den Comet 315 mit 149 l Volumen und 63,5 cm Breite und den X-Cite Ride 130 mit 72 cm Breite. Wenn ich die beiden vergleiche, stelle ich folgendes fest:
    Der Comet hat einen harmonischen Übergang vom Dümpeln ins Gleiten, so eine Art "Halbgleiten"-Zustand. An der Gleitgrenze hebt er sich etwas "behäbig" in den Gleitzustand, wenn eine kleine Bö kommt. Es drückt ihn sozusagen in den Gleitzustand.
    Der X-Cite Ride ist da anders: vom Dümpeln stellt er sich bei Wind knapp unter der Gleitgrenze mit der Nase etwas höher auf, schiebt dann eine kleine Welle vor sich her. Ich hab' immer das Gefühl, gleich geht er drüber - aber das macht er nicht. Kommt dann die kleine Bö, gibt es nicht den harmonischen Übergang des Comet, sondern er geht mit einem kleinen "Schwupps" auf die Welle drauf und gleitet sozusagen "plötzlich" an. Ich denke, das ist der Effekt der größeren Breite. Und bei noch breiteren Boards könnte der noch ausgeprägter sein.
    Allerdings komme ich mit dem Comet trotz des harmonischen Übergangs nicht bei weniger Wind ins Gleiten als mit dem X-Cite Ride (beides passiv, also ohne Pumpen).
    Mit dem X-Cite Ride hab' ich auch schon öfter versucht, durch Pumpen ins Gleiten zu kommen (oder eine kleine Welle mit Raumschotkurs dafür zu nutzen). Beides geht, aber mein Board bleibt dann nicht im Gleiten, wenn ich wieder halbwind fahre oder leicht anluve. Nutzt mir also nicht wirklich viel. Ich vermute, das liegt daran, dass auch 72 cm noch eine moderate Breite ist. Ein deutlich breiteres Board konnte ich leider noch nie probieren.


    Aus dieser Erfahrung heraus gehe ich davon aus, dass größere Breite des Boards grundsätzlich früheres Gleiten ermöglicht. Und ab einer bestimmten Breite dürfte es den Punkt geben, wo man zwar sehr früh gleiten kann, aber nur wenn man dazu aktiv beiträgt, um die Gleitschwelle zu überwinden. Denn mit zunehmender Breite wird der Widerstand der Bugwelle immer größer, den man überwinden muß, und liegt dann immer deutlicher über dem Widerstand beim Gleiten selbst. Dass mit zunehmender Breite die Halsen größer und etwas mühsamer werden, ist physikalisch auch logisch. Bissle was kann man mit dem Shape da noch machen, aber im Prinzip ...


    Zumindest für mich sind damit die entscheidenden Punkte genannt. Ich will halbwinds oder leicht angeluvt möglichst früh und entspannt gleiten und dann 'ne möglichst gute Halse hinkriegen. Und so ähnlich hab' ich DiNiNe auch verstanden. Wenn er da mit dem Super Lightwind und 90 cm Breite nicht zurecht gekommen ist (da sieht man mal, wie relativ Tests sind: laut SURF soll der doch so easy zu surfen sein), könnte der Bird mit seinen 80 cm Breite deutlich einfacher gehen (der Rocket 145 hat ja auch schon 76). Allerdings würde ich vermuten, dass der Bird zwar früher ins gleiten kommt als der Rocket, aber spürbar später als der SLW ... aber ich könnte mir vorstellen, dass jeder selber herausfinden muß, welche Breite für ihn noch passt.


    HL - Wolfman

  • moin Jürgen :D ,


    vielleicht hättest du den Bird 149 mal nicht unbenutzt wieder verkaufen sollen :rolleyes:
    Gabs nicht vor Jahren schonmal Twinserkonzepte für den Flachwasserbereich, glaub Bic war das, kann mich aber
    auch täuschen. Komisch haben sich irgendwie nicht durchgesetzt...aber gut, vielleicht hat SLM das ja nun
    hinbekommen...


    Und ja, Reviere wie großes Meer und Co. bezeichne ich durchaus als große Pfütze. Was soll das denn anderes sein,
    wenn ich mit ner 40er Finne Angst haben muss gleich nen ungewollten Salto zu schlagen.
    aber klar, ok, so'n Wasserstart wird natürlich schon anstrengender im laufe der Jahre :D ;)


    schöne Grüße vom Bodenseefrüchtchen :keks:

  • Hab' gerade gesehen, DiNiNe hat den 135er Rocket mit 72 cm Breite, da ist schon der Bird mit 80 cm deutlich breiter und sollte entsprechend früher angleiten ...


    MuS - Wolfman

  • Mal schnell die Fragen noch beantwortet.


    Der SLW scheint wirklich sehr früh übers Wasser zu fliegen und gleitet auch gut durch. Aber das war es dann auch für mich. Man steht mit den Fersen ständig im Wasser, muss ordentlich Durck auf der Kante haben und im Wesentlichen fährt es nur noch geradeaus. Nochmal: das Board ist gut und sicher für den einen oder anderen auch noch immer sehr gemäßigt zu handhaben, aber der Stil ist halt generell nicht meiner. Ich wollte es mal versuchen und habe es mal probiert ... eine Erfahrung, die ich auch nicht missen möchte. Anonsten wäre ich immer noch neidisch auf die Klotürenfahrer, die ja so von außen gesehen ach so entspannt bei kaum Wind über das Wasser gleiten.:)


    Was ich will im Ranking:
    - Frühes passives Angleiten und einfach(er)es Handling auf dem Wasser
    - Bequem und entspannt fahren (Freeride!)
    - Angenehm zu Dümpeln
    - Gute Verträglichkeit mit dem großen Segel (meist 9,6, mit dem 8er gehe ich schon auf den Rocket)
    - noch einigermaßen in die Halse zu bewegen
    - Möglichkeit, es auch noch als angenehmes Beginnerboard für die Tochter zu nutzen (Nebeneffekt)
    - Topspeed (unwichtig)


    Wobei die zweiten drei eigentlich alle auf zwei stehen.


    SLM hat auf meine freundliche Anfrage reagiert und so könnte es zugunsten der kurzen Finnen vielleicht tatsächlich der Madd 159 werden. Bin zum Glück kein PWA-Fahrer.


    Übrigens, dann lieber mit SLM Leichtschlaufen oder Standard ? Sind die 50 Euro Aufpreis wert?


    LG
    Dirk

  • hallo Dirk,


    das mit den PWA war natürlich bewusst überzogen, wollte damit sagen, wenn du eine wirklich gute
    Leistung für Flachwasser willst, wirst du vermutlich nicht im Twinserbereich landen.
    Aber da das ja nicht ausschlaggebend für dich ist, du auch was für die "Pfützen" ;) brauchst, ist die Lösung mit dem SLM
    doch top und deine Tochter wird auch gut damit zurecht kommen.


    Leichtschlaufen sind Geschmackssache, ich selbst hab welche auf dem Breeze. Barfuß und mit schmalen Schuhen die nicht
    soviel Gummiteile auf dem Spann haben richtig gut. Sind auch was breiter und eben leichter.
    Nachteil du kannst sie eben nur über die Schraubenlöcher verstellen und mit breiten Schuhen bleibst auch mal hängen.
    Da dein Brett ja auch etwas familientauglich sein soll, nimm eher die normalen...meine Meinung


    Gruß Stephan

  • Hallo Peter, mir ist etwas unklar, was du mit "ansatzlos" meinst. Ich hab' ja den Comet 315 mit 149 l Volumen und 63,5 cm Breite und den X-Cite Ride 130 mit 72 cm Breite. Wenn ich die beiden vergleiche, stelle ich folgendes fest:
    Der Comet hat einen harmonischen Übergang vom Dümpeln ins Gleiten, so eine Art "Halbgleiten"-Zustand. An der Gleitgrenze hebt er sich etwas "behäbig" in den Gleitzustand, wenn eine kleine Bö kommt. Es drückt ihn sozusagen in den Gleitzustand.


    Allerdings komme ich mit dem Comet trotz des harmonischen Übergangs nicht bei weniger Wind ins Gleiten als mit dem X-Cite Ride (beides passiv, also ohne Pumpen).
    HL - Wolfman


    Diesen harmonischen Übergang meinte ich beim Comet, hätte mich klarer ausdrücken sollen. Der springende Punkt ist, dass er das mit großen Segeln jenseits der 9 qm völlig entspannt tut, du kannst komplett passiv im Trapez hängen und er beschleunigt nicht explosiv, aber harmonisch. Ich vermute, das tut in der Tendenz auch ein großer Lorch Bird, wahrscheinlich nur besser und früher. Mit dem 130iger Freerider ist es wie von dir beschrieben, du stehst mit Riesemsegel garantiert nicht so entspannt, um ins Gleiten zu kommen. Wann es dann tatsächlich losgeht, ist eine andere Frage. Bei Wind mal über mal unter der Gleitgrenze aber garantiert nicht entspannt.


    Im übrigen kann man in Bezug auf Angleiten nicht isoliert auf die Brettbreite abstellen, man muss die Gesamtgröße der Gleitfläche betrachten. (Du kannst eine Klotür längs oder quer durchs Wasser schieben, beide Male die gleiche Fläche.)

  • Quote

    das mit den PWA war natürlich bewusst überzogen, wollte damit sagen, wenn du eine wirklich gute Leistung für Flachwasser willst, wirst du vermutlich nicht im Twinserbereich landen.


    Ist mir klar und war auch nur eine kleine Retourkutsche;). Die Frage, um die es hier aber allgemein geht, glaube ich, ist wer eigentlich Leistung wie genau definiert. Ist Leistung hier jetzt Angleiten, Topspeed, Wendigkeit, Durchgleiten oder oder oder ?!? Ich denke, die meisten beziehen sich auf Topspeed und Agilität. Und das ist für mich in dieser Volumenklasse nicht so wichtig UND Speed ist doch sowieso immer von mehreren Faktoren wie zB Board- und Segeltrimm und Fahrkönnen abhängig. Mit falschem Trimm und falscher Technik kann das schnellste Brett schnell das Langsamste werden. Und da wäre ich ein guter Kandidat, das Meinige exzellent dazu beizutragen.


    Übrigens hatte ich gedacht, dass SLM mir die Entscheidung abnimmt und nichts mit dem Preis macht ... dann wäre es garantiert der Bird geworden. Mist, nun muss ich nochmal drüber schlafen :) Aber danke für den Tipp mit den Leichtschlaufen. Würde dann die normalen nehmen.


  • Moin Stephan (nun ohne Polemik),


    der Bird 149 hatte mich wie schon geschrieben vom shape und der outline überhaupt nicht überzeugt, ich konnte mich mit der Kiste echt nicht anfreunden.


    Das Twinser-Konzept hat Klaus Jocham von Surfline Munich schon seit 1983 konsequent entwickelt und mit den HiFly Twinsern zur Perfektion gebracht. Dieses setzt er nun, übrigens überaus erfolgreich, und nicht nur auf unseren "Pfützen" mit den SLM-Boards fort. Da brauchste auch kein Wasserstart, da du jede Halse problemlos packst...:tongue:! Hilfreich ist natürlich auch, dass z.B. das Große Meer aufgrund der Nähe zur Nordsee (ca. 15 km Luftlinie) viel besser belüftet wird als dein geliebter Bodensee..:D!


    Und das die SLM bzw. HiiFly-Twinser nicht nur im Flachwasserbereich bestens funtionieren hat ja wohl Doc Spin Out eindeutig formuliert.


    Gruß, Jürgen

  • ...
    SLM hat auf meine freundliche Anfrage reagiert und so könnte es zugunsten der kurzen Finnen vielleicht tatsächlich der Madd 159 werden. Bin zum Glück kein PWA-Fahrer.


    Übrigens, dann lieber mit SLM Leichtschlaufen oder Standard ? Sind die 50 Euro Aufpreis wert?


    LG Dirk


    Moin Dirk,


    solltest du den SLM Glider 159 vernünftigerweise wirklich nehmen, dann auf jeden Fall mit den Leichtschlaufen. Die neuen Surfline Munich Leichtschlaufen sind wirklich topp und haben die von Stephan alias scout68 beschriebenen Schwierigkeiten überhaupt nicht mehr. Außerdem sehen die Originalschlaufen auf diesem tollen Board dann doch recht mickrig aus.


    Solltest du dann mit dem Board wirklich nicht zufrieden sein (was ich aber nicht glaube), ist ein Wiederverkauf absolut kein Problem, da gibt es unzählige Interessenten.


    Aber du kannst Doc Spin Out und mir bestimmt glauben, dass du mit dem Kauf eines Madd Glider 159 niemals einen Fehler machst.


    In diesem Sinne, Gruß


    Jürgen

  • Ist mir klar und war auch nur eine kleine Retourkutsche;). Die Frage, um die es hier aber allgemein geht, glaube ich, ist wer eigentlich Leistung wie genau definiert. Ist Leistung hier jetzt Angleiten, Topspeed, Wendigkeit, Durchgleiten oder oder oder ?!?


    Ich würde Leistung als die Summe aus Angleiten+Durchgleiten+Topspeed (l/m) verstehen...andere aber bestimmt irgendwie ander ;-))


  • Also wenn 1-4 DIE Kriterien für Dich sind, würde ich wohl den Bird nehmen. Aus den Erfahrungsberichten und den Tests scheint sich der klar als super easy going Frühgleitboard mit entspanntem Fahrverhalten herauszustellen bei dem man wirklich ohne Input seine Langschläge über alle möglichen Gewässer ziehen kann...
    Bei den SLM (die ja hier ganz klare Befürworter haben) würde ich dann landen, wenn ich fast nur auf Gewässern fahre, die mehr als 40cm Finnenlänge nicht zulassen, da ne wie auch immer geartete Seegras- oder Flachwasserfinne die Angleitleistung immer drosselt...Da dürften die SLM dann vor dem Bird liegen, da die ja nu auf 2 kürzere Finnen designt wurden...


    Auf jeden Fall bin ich auf den ersten Fahrbericht gespannt ;-))

  • Eine Frage wurde hier nocht nicht explizit an den TE gestellt: Wieviele Boards möchte er zeitgleich besitzen und nutzen?


    Sind es drei, wäre die Volumenklasse eines Bird 164 eher interessant, wären es nur 2 Bretter, wären es wohl eher die 149L und die 106L.
    Das muss er selbst wissen, aber zu eng staffeln macht wenig Sinn. (Gilt sinngemäß auch für Segel).


    Mein vorletztes und vielleicht am frühesten angleitendes Brett war ein Thommen 305, der mit einem 10.5er V8 wirklich schnell im Gleiten war. Aber, bei meinem Können hat er häufiger in der Powerhalse "verschnitten", weil die Rails bis vorne messerscharf waren. Für Pro's keim Problem, für mich schon. Mein noch aktuelles LW Board, welches auch schöne easy um die Kurve geht misst:
    Width: 77.8 cm
    Length: 270 cm
    Floatability*: 165 l.
    Volume: 149 l.
    Tail width: 50.3 cm
    Weight: 8.3 kg


    Für mich persönlich ist das Brett mit seiner Outline und sccop-rocker line ein sehr angenehmer Kompromiss in flachem Wasser. (Nicht bei starkem chop eben) Früher also in meinen 40ern habe ich gerne das V8 10.5 dafür hergenommen. Mittlerweile habe ich auf GTX 9.8 abgespeckt und bin nach wie vor happy.


    Mein Punkt: Das beste Brett ist immer ein Kompromiss uns bildet immer die persönlichen Präferenzen am besten ab. Je weniger extrem, desto besser.
    Dass der JP SLW dem Threadersteller zu kompromisslos seinwürde hatte ich da schon vermutet, wollte aber bei der Begeisterung nicht reingrätschen.
    Ich denke DiNiNe wird nun wieder etwas längere und schmalere Bretter zuschätzen wissen - ausgewogenere eben. Ausserdem wird er sich Gedanken machen, ob er immer drei Bretter besitzen möchte oder eben nicht. Der Rest wird sich für ihn einfach ergeben.


    PS: Surfe nun schon seit 1980 und habe immer noch viel Spass damit.


    Sunzi

  • Quote

    Also wenn 1-4 DIE Kriterien für Dich sind, würde ich wohl den Bird nehmen. Aus den Erfahrungsberichten und den Tests scheint sich der klar als super easy going Frühgleitboard mit entspanntem Fahrverhalten herauszustellen bei dem man wirklich ohne Input seine Langschläge über alle möglichen Gewässer ziehen kann...


    Das gleiche lobt natürlich nun auch SLM aus. Leider gibt es nirgendwo einen "neutralen" Testbericht, der das unterlegt. Bis auf die beiden SLM-Verfechter :)



    Quote

    da ne wie auch immer geartete Seegras- oder Flachwasserfinne die Angleitleistung immer drosselt...Da dürften die SLM dann vor dem Bird liegen, da die ja nu auf 2 kürzere Finnen designt wurden..


    Das ist im Moment mein hauptsächliches Argument. Ich fahre überwiegend Veluwemeer weil nah dran, gerne großes Meer oder auch ab und an Makkum. Daneben Dümmer (selten genug Wind) und einmal im Jahr den Sommerurlaub, wo es sicher tief ist. Nächsten Sommer wieder Sardinien. Das heißt, wenn ich den Bird zu 70-80% mit Seegrasfinne fahren würde, wäre der eventuelle Angleitvorteil wahrscheinlich eh dahin.

  • Quote

    Eine Frage wurde hier nocht nicht explizit an den TE gestellt: Wieviele Boards möchte er zeitgleich besitzen und nutzen?


    3


    Allride 106
    Rocket 135
    und ….


    Der 149er ist daher raus, 159 oder 164 wären dann glaube ich beide passend. Und wie gesagt, ich glaube nicht, dass mit einem der beiden grundsätzlich etwas falsch machen würde.