Vater und Sohn mit wenig Ahnung

  • Wir haben im letzten Sommer in Kroatien ein paar Tahe die Gelegenheit gehabt Windsurfing auszuprobieren und waren begeistert.

    Haben jetzt die Gelegenheit 2 Wochen auf Laesö (Insel in Norddänemark) weiterzumachen. Dort gibt es leider keinen Verleih und keine Schule.

    Daher unser Gedanke: Gebrauchtgerät kaufen. Ich habe versucht da durchzusteigen. Scheint eine Wissenschaft für sich zu sein…. =O

    Was können/sollen wir tun?

    Mein Sohn (16) wiegt 55 kg. Ich wiege 93 kg.

    Wir würden gerne gleichzeitig auf Wasser sein können - und wenn möglich dennoch nicht alles doppelt kaufen müssen (Segel).

    Sollte kippstabil sein und dennoch ein Spaß bei Fortschritt erlauben. Also Anfängersituation mit Entwicklungsmöglichkeit. Außerdem würden wir so wenig wie möglich - und so viel wie nötig ausgeben wollen. Was braucht man - was braucht man nicht?

    Was würdet Ihr empfehlen? Vermutlich am besten Komplettausrüstung? Marke und Aussehen ist und egal. Vielleicht gibt es ja Dinge mit gutem Preis-Leistungs-Verhätnia womit man Spaß haben kann? Oder kann man irgendwo für 2 Wochen leihen? Wir würden auf der Strecke von Düsseldorf bis Nord-Dänemark einladen können - haben aber keine Windsurfscheine o.ä.

    Für Eure Tipps bin ich Euch sehr dankbar!

  • ich würde als Erstes die Teilnahme an einem Windsurfgrundkurs (DK z.B. Hvidesande West Winds) empfehlen und erst nach dessen Kompletion und dem Willen/Entschluß dabei zu bleiben an Materialkauf denken.

  • Selbst wenn ihr wenig ausgeben möchtet kannst du mit 2000€ rechnen für Material mit Zukunft.

  • Vielen Dank für die Tipps bisher. Ja, ein Kurs wäre eigentlich gut. Versuche das vorher an Wochenenden in Holland zu realisieren.

    Puh, ganz schön teuer die Ausrüstung. Wie sieht es denn mit älterem Gerät aus. Ist das nicht zu gebrauchen?

  • Ich habe auch noch so alte Gurken in der Garage, würde die aber nicht mehr empfehlen, die

    sind veraltet, was Finnensystem, Fußschlaufen, Mastsystem angeht und Shape sowieso. Auch wenn

    der Zustand noch gut sein sollte, würde ich so etwas nicht mehr nehmen, auch nicht geschenkt.


    So grob seit 1995 gibt es halbwegs „aktuelle“ Boards, Segel und Komponenten. Wenn man Geduld

    hat, bekommt man auch jüngeres, <10 Jahre altes Zeug sehr günstig. Manche hier verschenken auch

    fast neuwertige Teile. :)

  • Habe für meinen Sohn jetzt ein Board von Exocet (Nano 125) im Auge.

    Scheint für Anfänger in seiner Gewichtsklasse geeignet - u. evtl. auch eine Weile nutzbar zu sein. Ich suche noch.

    Was für Segel (Größe) würdet Ihr empfehlen?

    Wir werden auf Laesö Dänemark unterwegs sein. Mein Sohn wiegt ca. 60 kg. Ich binmot 93 kg dabei.

  • Ist sicher machtbar aber nicht optimal damit surfen zu lernen. Optimal ist eher 135 l, 75cm Breite und Centerfinne. Die nimmt man bis es mit der vorderen Schlaufe und Trapez klappt. Dann lässt man sie weg. Wenn gleiten in den Schlaufen gut klappt gibt es was kleineres. Für dich eher 160l. Centerfinne erleichtert es am Anfang deutlich! Volumen verringert nur das häufige ins Wasser fallen am Anfang.

  • Ich schließe mich t36 an. Werde oft von meinen Windsurfschülern gefragt, ob eine eigene Ausrüstung nach dem Kurs sinnvoll ist. Meine Antwort: In den meisten Fällen Nein. Und das aus mehreren Gründen:

    • Viele Einsteiger sind am Anfang total euphorisiert und kaufen sich für viel Geld eigenes Material, nur um dann zu merken dass Windsurfen doch ein ganz schön aufwendiger Sport ist. Das Windsurfzeug verstaubt dann im Keller oder wird mit Verlust weiterverkauft.
    • Wie du selbst geschrieben hast, ist die Ausrüstung ziemlich umfangreich und teuer. Man sollte sich Zeit nehmen, sich dort reinzulesen und die Zusammenhänge zu verstehen. Sonst kaufst du am Ende doppelt.
    • Die Anforderungen an eine Windsurfausrüstung verändern sich mit zunehmendem Können schnell. Kaufst du dir ein zu kleines Board, bist du am Anfang nur am schwimmen, aber wächst mit der Zeit hinein.Passt das Board vom Volumen, hast du anfangs viel Spaß, aber wächst auch schnell aus ihm raus und brauchst dann wieder ein kleineres.
    • Und noch ein paar Sachen mehr, über die man nachdenken sollte: Wo wollt ihr das lagern, wie transportieren etc. etc.


    Außerdem möchte ich zu bedenken geben: Wenn ihr letztes Jahr zum ersten Mal für ein paar Tage auf dem Board standet und danach nicht mehr, werdet ihr beide mehr oder weniger wieder bei null anfangen. Ein Kurs ist auf jeden Fall empfehlenswert!


    Und nicht zu vernachlässigen: Wenn es vor Ort keine Windsurfschule- oder station gibt, seid ihr komplett auf euch alleine gestellt. Sowohl was z.B. den Segelaufbau angeht, als auch die Sicherheit! Selbst als erfahrener Surfer achte ich darauf, möglichst nicht alleine surfen zu gehen - immerhin kann immer etwas passieren. Aber ich kenne den Ort auch nicht, vielleicht gibt es da auch eine Surfszene. Wie ist denn das Revier vor Ort? Bei ablandigem Wind z.B. solltet ihr als Einsteiger gar nicht rausgehen, wenn euch niemand beaufsichtigt und im Zweifel mit dem Boot abholt.


    Sorry wenn sich das jetzt etwas negativ liest. Aber gerade den letzten Punkt finde ich sehr wichtig.


    LG

    Paris