COVID-19 Basisdiskussion und Auswirkungen auf die Surf-Branche

  • Bezüglich Reinfektion von Genesenen, und der Weiterverbreitung des Virus durch Asymptomatische ist vielleicht die auf nature publizierte große Wuhan-Studie interessant:

    https://www.nature.com/articles/s41467-020-19802-w


    Da wurde nach dem Mega-Lockdown fast die gesamte Bevölkerung der Stadt einem Screening unterzogen - rund 10 Mio Menschen.


    Es wurden KEINE neue Erkrankung festgestellt - jedoch 300 asymptomatisch Infizierte (bzw. positiv Getestete) ohne COVID-19-Vorgeschichte. Die wurden samt engen Kontakten sofort für 2 Wochen isoliert - mit dem Ergebnis - dass KEINER der asymptomatisch Positiven das Virus weitergegeben hat - und in KEINEM Fall konnte in Gewebeproben ein vermehrungsfähiges Virus nachgewiesen werden.


    Bei den von einer COVID-19-Erkrankung Genesenen gab es einen sehr geringen Grad an Reinfektionen - ich glaub es waren 0,3% - die aber ebenfalls komplett asymptomatisch abliefen ohne Nachweis eines vermehrungsfähigem Virus.


    Die Autoren weisen aber darauf hin - dass „Präsymptomatische“ - also Leute die später doch Symptome entwickeln - sehr wohl Viruslasten entwickeln können, die ausreichen, um Andere anzustecken.

    —————————————-


    Ist also die Geschichte der „asymptomatisch Infektiösen“ einer fehlenden Unterscheidung von „asymptomatisch“ und „präsymptomatisch“ geschuldet?


    Ich fände das für die Bewertung eines Gefährdungspotentials durch „Ungeimpfte“ ja wesentlich.

  • Das Problem ist, dass das Gesundheitsamt (kann nicht für alle sprechen) nach 3 Monaten und 1 Tag, den Status Genesener nicht mehr akkzeptiert. Meine Frau war 1 Tag drüber und deswegen erneut in Quarantäne als Kontaktperson.


    So wie auch im GreenPass System diesen Sommer eben unterschieden werden soll zwischen Geimpft (vollständig/unvollständig), Genesener (<90 Tage) und Genesener >90 Tage (und für den sind keine "Privelegien" mehr vorgesehen wie für jemand komplett geimpften vorgesehen).


    Warum bekommt man dann als „Genesener“ keine Impfung?


    Meine Mutter, 85, Bayern, genesen vor 8 Monaten (hatte keine Symptome, nur positiver Test)

    hat keine Impfung bekommen.


    Das beißt sich doch. Keine Impfung bekommen, aber keine Privilegien bekommen.

    Das ist doch gerichtlich nicht haltbar, da wird es Klagen geben.
    Man hat als Genesener ja nicht weniger Antikörper als ein Geimpfter. Möglicherweise sogar

    mehr, das ist ja ganz individuell verschieden.

  • Bekommt man doch ca. sechs Monate nach überstandener Infektion. Ist auch offizielle Empfehlung des RKI. Kenne auch persönlich ehemals infizierte und jetzt geimpfte.

  • Das war bei der Online-Anmeldung. Da kam die Frage, ob man bereits vorher erkrankt war,

    bei „ja“ war die Anmeldung beendet. Es gibt keine Impfung.

  • die Impfung der Genesenen soll nach der STIKO erst nach 6 Monaten erfolgen.

  • Ja, das war aber definitiv nach mind. 8 Monaten. Vielleicht war das Online-Portal da etwas „hinten nach“ ...

  • Ja, das war aber definitiv nach mind. 8 Monaten. Vielleicht war das Online-Portal da etwas „hinten nach“ ...

    Ohje, dann versucht ihr jetzt telefonisch einen Termin zu bekommen? Schon speziell, um es positiv auszudrücken, das nicht danach gefragt wird, wann man erkrankt ist. Stattdessen gleich rausfliegt ☹️

    Ich habe ewig gebraucht um meine Eltern online in Ba-Wü anzumelden... bin lange gar nicht weiter gekommen, es hiess an 3 Impfzentren keine Termine frei. Vor etwa 10 Tagen hat es dann plötzlich funktioniert und sie haben diesen Mittwoch einen Termin, um mit AZ geimpft zu werden.


    Ich habe mich auch online registriert in der Schweiz .... gefragt wurde ich, ob ich erkrankt gewesen bin, aber ich weiss nicht mehr, ob sie nach dem Datum gefragt haben. Registriert bin ich aber, wurde mir per sms sofort bestätigt. Mal sehen, wann ich wieder was höre. Sonst werde ich nachfragen. In 2 Tagen bin ich über 90 Tage seit der Erkrankung. Mein Mann hat heute Nachmittag die zweite Impfung bekommen.... alles okay, Arm schmerzt leicht.

  • Ohje, dann versucht ihr jetzt telefonisch einen Termin zu bekommen?

    Nein. Sie hat jetzt nochmal einen Antikörper-Test gemacht, ist immer noch gut ausgefallen,

    (nach 6 Monaten war es ein Wert von 100, nach 9 Monaten immer noch 50, was laut Arzt sehr

    gut ist) ... also ist es eh besser, noch nicht zu impfen.

  • Also, ich habe mich jetzt mal testweise in Bayern zum Impfen angemeldet. Es ist jetzt

    tatsächlich so, dass nur eine Covid Erkrankung zählt, die nicht mehr als 6 Monate zurückliegt.

    Ansonsten wird man geimpft.

    Komisch, wenn man erst in 4 Monaten geimpft wird, liegt es dann 10 Monate zurück.

  • Danke Django für die Infos. Ja, es ist „komisch“ seltsam- kompliziert organisiert, das Anmeldeverfahren ...

    Werde mich mal schlau machen, wie es hier mit dem AK Test ist ... hab noch nicht gehört, das der bei Genesenen gemacht wird. Ich habe keine Ahnung wieviel AK ich habe. Ich könnte natürlich noch warten, solange der Impfstoff knappe ist. Die Klinik hat uns Mitarbeiter aber empfohlen sich anzumelden, egal welcher Status. Ich denke es dauert eh noch ne gute Weile.

  • sehr sehr sehr selten schwer erkranken und meistens keine Folgeschäden haben.

    bisher waren in Deutschland allein mit einer best. Folgeerkrankung (einer überschießenden Immunreaktion) rund 250 betroffen und meist intensivpflichtig behandelt. Etwas 1/4 davon habe bleibende Schäden z.B Herz.Ich weiß jetzt nicht die Gesamtzahlen der Erkrankten, aber Ich find das viel....

    - und das kommt mit 4-6 Wochen Verzögerung; und die Fallzahlen bei Kindern steigen ja erst in den letzen 3 Wochen....


    Außerdem gibt es immer mehr berichte über ernste neurologische Symptome oder eben nicht die Atemwege betreffende (oder "Auffälligkeiten") ich bin hier sehr vorsichtig, da einfach noch sehr wenig bekannt ist; es ist eine Erkrankung ob der die Pathologen sich schon "gruseln"; Kinder sind glücklicherweise noch wenige gestorben. ich hoffe, es ist nicht so wild, aber, dass es dann bei Kindern so "harmlos" sein sollte scheint mir irgendwie nicht logisch.

  • ich bin hier sehr vorsichtig, da einfach noch sehr wenig bekannt ist; es ist eine Erkrankung ob der die Pathologen sich schon "gruseln"; Kinder sind glücklicherweise noch wenige gestorben. ich hoffe, es ist nicht so wild, aber, dass es dann bei Kindern so "harmlos" sein sollte scheint mir irgendwie nicht logisch.

    ja, sicher, besser vorsichtig sein. Bisher war die Datenlage so, nach einem Jahr Pandemie, dass sich Kinder unter 10 J. weniger angesteckt haben. darum blieben ja Schulen und Kitas in vielen Ländern fast durchgehend offen. Und es traten auch keine vermehrten Spots auf ... soweit ich weiss.


    Das ändert sich jetzt ja leider und man beobachtet es. Gründe kann es viele haben, das vermehrte Testen, die ansteckende Virusvariante oder es war schon immer so, aber man hat es nicht gemerkt, da die meisten Kinder asymptomatisch blieben.

    In einer Studie (vom letzten Herbst) des Helmholtz Zentrums München kam man zu dem Ergebnis, dass sechsmal mehr Kinder in Bayern mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert waren als gemeldet. Wäre dann auch ein Grund ...


    ich habe mal Daten aus der Schweiz gefunden (vom 18.12.2020)

    Kinder sind von COVID-19 selten betroffen, in der Schweiz sind es 3696 Kinder < 10 Jahre mit bestätigter Infektion (0.9%; 137 waren hospitalisiert). Die Inzidenz bei < 10-jährigen (420/105) ist 11x tiefer als bei Erwachsenen, bei 10-19-jährigen (32625 Fälle) liegt sie bei 84 % nahe jener der Erwachsenen.


    Man kann nur hoffen, dass es weiterhin relativ harmlos bleibt bei den meisten Kindern. Ihr Immunsystem ist anders, reagiert schneller, sie bilden Allrounder AK, sie scheinen auch weniger ACE Rezeptoren zu haben in Lunge und Rachen, da kann der Virus sich nicht anbinden. Alles Möglichkeiten, warum bisher Kinder im Vergleich zu Erwachsene eine geringere Inzidenz und nur selten schwere Fälle entwickelten. Aber klar, jeder schwere Fall ist einer zu viel.


    Bisher habe ich aber nichts gelesen von einer starken Zunahme von schweren Fällen und mehr Einweisungen ins KH. In der Schweiz auch nicht, obwohl hier die Schulen/ Kitas offen waren und die Zahl der infizierten Kinder auch sehr stark gestiegen ist in den letzten Wochen. Es bleibt abzuwarten ...

  • In GB waren es rund 3 Wochen nach der "großen Welle"; bis jetzt auch noch, durchgehend 100, teils 200 Krankenhauseinweisungen (>60% intensiv) <19Jahre mit dem PIM Syndr. (verspätete System. Entzündungsrktn meist nach einer Infektion; einfach gesagt)/Woche!

    - die in Deutschland genannten Fälle betreffen nur die im Register aufgenommenen - also nicht alle.

    Ob die Mutation eine Rolle spielt ist nicht sicher, aber schon möglich oder gar wahrscheinlich.


    davon sind nicht alle, aber geschätzte 3/4 wahrscheinlich auf eine durchgemachte COVID-19 Infektion zurückzuführen.


    Un dazu kommen natürlich noch die von der tatsächlichen Infektion betroffenen, während der Coviderkrankungen.

  • darum blieben ja Schulen und Kitas in vielen Ländern fast durchgehend offen.

    ...das hatte hier im Saarland mit absoluter Sicherheit andere Gründe.

    nicht umsonst hat sich die Gesundheitsministerin ja bezeichnender Weise völlig aus der föderalen Schulsache ausgeklinkt - wie das in der Schweiz ist mit den Schulen weiß ich nicht.

  • Schon das gelesen / gehört ?

    Geht um Sputnik https://www.wiwo.de/unternehme…36.html?wt_mc=zeitparkett


    Wenn es nur wahr werden würde ...


    „Das Interesse an dem russischen Corona-Impfstoff ist in der EU allerdings nur mäßig ausgeprägt. Thierry Breton, der zuständige EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen und Leiter der Impfstoff Task-Force der EU, erklärte am Sonntag gegenüber dem französischen Fernsehsender TF1: „Wir haben absolut keinen Bedarf an Sputnik V“. Allein mit den in Europa hergestellten Impfdosen, die er auf 300 bis 350 Millionen beziffert, könne schon bis zum 14. Juli eine „Herdenimmunität“ auf dem gesamten Kontinent erreicht werden. Aus Sicht von Breton sollte die EU europäischen Impfstoffen den Vorrang geben.„

  • das ist absoluter Schwachsinn, für die Wirtschaft und auch die Bevölkerung ist jede Woche, in der die herdenimmunität früher erreicht werden kann, Gold wert.


    Das Ablehnen von Impfstoffen kostet Menschenleben. Sorry kein Verständnis für solche kapitalistischen Spielchen.

  • das ist absoluter Schwachsinn, für die Wirtschaft und auch die Bevölkerung ist jede Woche, in der die herdenimmunität früher erreicht werden kann, Gold wert.


    Das Ablehnen von Impfstoffen kostet Menschenleben. Sorry kein Verständnis für solche kapitalistischen Spielchen.

    Da stimm ich dir ausnahmsweise zu.

  • . gefragt wurde ich, ob ich erkrankt gewesen bin, aber ich weiss nicht mehr, ob sie nach dem Datum gefragt haben.

    zum Thema Impfung nach COVID-19 Infektion; im Aufklärungsbogen für die mRNA Impfstoffe steht, es gibt keine medizinischen Gründe die gegen eine Impfung nach durchgehabter Infektion sprechen - unabhängig davon wann (natürlich nicht mehr akut).

    Es wird auch gar nicht abgefragt; nicht bei Anmeldung, nicht bei Impfung (also hier im Saarland zumindest).