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How fast can we go?

  • Totti-Amun
  • 7. Juli 2015 um 17:30
1. offizieller Beitrag
  • Totti-Amun
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    • 7. Juli 2015 um 17:30
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Und, was meint ihr so?

    Ein netter Artikel:

    http://boards.co.uk/how-to/how-fas…e-of-speed.html

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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    • 7. Juli 2015 um 20:34
    • #2

    Ist im Ansatz grundsätzlich richtig, auch wenn man über die einzelnen %-Sätze von Board-Segel-Fahrer-Finne diskutieren kann.

    1.
    Ein wichtiger Fehler im Rechenansatz ist die Annahme, die Segelkraft in der Speedstrecke entspräche der maximalen Haltekraft des Fahrers. Diese Maximalkraft liegt nur in der Slingshot-Bescheunigungsphase, also vor der Speedstrecke an. Nur durch besonders gutes (und glückliches) Timing kann man nach dem Slingshot noch in eine Böe fahren und hat somit im Speedlauf tatsächlich mal richtig Druck in der Tüte. Normal ist in der Speedstrecke eher 2/3 der max Haltekraft durch die Reduzierung des scheinbaren Windes (starke Downwind-Komponente).

    2.
    Eigentlich ist der Boardwiderstand noch viel zu niedrig angesetzt, da die idealen Voraussetzungen bei der Wasserlage beim Speedsurfen eben nicht vorliegen.
    In der Theorie reduziert sich bei größerer Geschwindigkeit der Anstellwinkel des Boards und gleichzeitig reduziert sich die benetzte Fläche.
    Dadurch bleibt theoretisch der Boardwiderstand auch bei zunehmender Geschindigkeit konstant.
    Ein Blick auf den Kanal in Lüderitz zeigt, wie groß dort noch der Wellengang ist und wie stark der Bug jedes Boards tanzt. Also von einer kontinuierlichen Reduzierung der benetzten Fläche kann in der Realität wohl keine Rede sein.
    Der Widerstand des Boards wird also doch noch deutlich höher sein :eek: :eek:.

    3.
    Die Finne, das ewige Rätsel :confused:. Ich denke mittlerweile, die Finne alleine hat nahezu überhaupt keine direkte Bedeutung in der Widerstandsbilanz beim Speedsurfen.
    Rick Hanke berechnet ca. 11% vom Gesamtwiderstand und zeigt, wie gering der Speedgewinn bei einer Verbesserung der Finne um 10% ist (und 10% Verbesserung ist wirklich viel!) Hatte ich hier im Forum vor langer Zeit aber auch schon gesagt.
    Also da ist in der Realität nix zu holen, aber wie ist es möglich, daß nur durch bloßes Wechseln der Finne ein Fahrer plötzlich 2-3 kn schneller surft???
    Das Zusammenspiel Board/Finne ist das Geheimnis. Die Finne ermöglicht es dem Surfer, die Lage des Boards im Wasser zu verändern, zu optimieren, und da kommt dann der verringerte Widerstand und somit der Speedgewinn her.
    Ist ja eigentlich nix neues, kann ja jeder Slalomfahrer bestätigen. Dieses Zusammenspiel ist überhaupt noch nicht erforscht und die Erkenntnisse stammen von Versuchen einzelner Finnenbauer, ich kenne da auch einen aber es gibt natürlich auch noch ein paar andere.

    Also:
    Finne und Board kann man immer nur als Einheit betrachten, da sich beide sehr stark gegenseitig beeinflussen, es nutzt nix, sie einzeln zu berechnen. Die theoretisch beste Finne und das theoretisch beste Board können zusammen eine totale Gurke sein. Andererseits kann eine Finne, die statt 11% jetzt möglicherweise sogar 13% Widerstand hätte, in Zusammenarbeit mit einer Widerstandsreduzierung des Boards von 48% auf 44% sogar noch einen Speedgewinn ergeben. Also muß doch wieder jeder für sich testen, eben so, wie es schon immer so gemacht wird.

    Wir sind also wieder etwas schlauer geworden, aber leider nicht schneller

    meint

    Dr. Spin Out

  • Django
    Ich bin dann mal weg
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    • 8. Juli 2015 um 20:04
    • #3

    Gilt das mit den Finnen nur im Speedbereich oder allgemein?

    Demnach gäbe es keine „guten“ oder „schlechten“ Finnen. Nur „passende“ und „unpassende“.

  • Dr. Spin Out
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    • 8. Juli 2015 um 20:33
    • #4
    Zitat von Django

    Gilt das mit den Finnen nur im Speedbereich oder allgemein?

    Demnach gäbe es keine „guten“ oder „schlechten“ Finnen. Nur „passende“ und „unpassende“.

    Doch, es gibt natürlich einfach auch schlechte Finnen.
    Aber bei den guten und sehr guten kann man durchaus in passende und unpassende Finnen unterscheiden.

    Eine gute Finne, die in ihren Fahreigenschaften harmonisch zu Board, Segel und Fahrer passt ist in vielen Fällen schneller wie eine sehr gute Finne, die das Board zu einem wilden Rodeomustang macht und eben unpassend ist.

  • Moehnesurfer2
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    • 10. Juli 2015 um 18:41
    • #5

    sehr schön erklärt, sowohl der Artikel als auch Dr. Spin Out,
    die Frage ist was die angesprochenen kleinen Verbesserungen noch bringen?
    Das Material ist zweifelsohne auf einem Stand wo wir m.M.n. nicht mehr soviel herausholen können. Ich habe immer gedacht dass der nächste große schritt iwann die Foils wären aber die Erklärung mit dem zusätzlichen Widerstand der dicken Halterung des Foils sowie die Kontrollierung der Höhe (bei Americas Cup zum Beispiel durch eben genannte automatisierte Einstell-Systeme der Foils) wird sich wohl auf einem windsurfer als schlecht umsetzbar erweisen.
    Am Ende ist das wichtigste also doch wieder das platteste Wasser mit dem besten wind.
    Seit Luderitz 2012 sind schließlich die Finnen in der Therorie deutlich besser weil dünner geworden, aber wie der Artikel ja schön erklärt bringt das eben nur begrenzte kleine Vorteile im Gesamten. Schließlich ist der Rekord weder 2013 noch 2014 gefallen obwohl angeblich der Kanal jedes Jahr optimiert wird und das Material in der Theorie schneller wird, aber es waren keine Weltrekordbedingungen...
    finde dieses Thema sehr spannend, vor allem glaube ich dass ein neuer Rekord nicht mehr lange auf sich warten lässt. anwärter gäbe es ja genügend (H.Kreisel, A.Albeau,P.Diethelm,A.Bringdal,...)

    immer alles aktuelle auf meiner website: http://www.windsurfblog.de/

  • Lessacher
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    • 10. Juli 2015 um 19:09
    • #6

    Hydrofoils sind nur für Schwachwind eventuell ein Vorteil.Dünnere Finnen schneller??????????? Das bezweifele ich sehr. Rake 30° in 22cm fuhr Topspeed
    50 Knoten. 11-12mm dick, dann kam GASOIL MIT DÜNNEN FINNEN. Keiner wollte mehr dickere Finnen fahren. Also baute ich dünne und asymm. Finnen. Die 20er
    B+F Rake 30° fuhr 51 Knoten. Also fraglich,dünner oder nicht. Wolfgang

    Designlessacher.eu

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