Junger Windsurfer von Tragflügelboot überfahren

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  • das Tragflügelboot hat keine Chance auszuweichen, es ist dafür zu schnell und zu wenig wendig

    einzig der Surfer hätte vorrausschauender fahren können & müssen, bzw eine Halse im letzten Moment machen müssen


    ähnliches gab es vor vielen Jahren auch am Gardasee, wo mind. ein Windsurfer gestorben ist, weil er überfahren wurde

    auch bei anderen (mir geliebten) Spots gibt es ähnliches Verhalten von einigen Surfen, die meinen, genau noch EBEN vor der Berufsschiffahrt noch schnell durchfahren zu müssen ... ;(


    über die korrekten Verhaltensregeln hier wieder zu diskutieren, bringt niemand weiter, ist aber genau DAS Thema, welches viele LEIDER nicht hören wollen

  • Ich glaub schon dass solche boote früher abbremsen und abdrehen könnten. Hupe haben sie sicher auch. Da haben sicher beide nicht aufgepasst. Der bootskapitän hat aber mehr verantwortung mit seinem höllengerät. Meine Meinung dazu.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Local, ein Windsurf-Profi, der Führende aus der Jugend in Russland,

    in seinem Revier die Verhaltensregeln nicht kennt.


    Er hat einfach an diesem Tag nicht aufgepasst.


    Vor diesen Tragflüglern habe ich höchsten Respekt. In Kroatien oder am Gardasee... was ist, wenn der Wind einschläft,

    dann dümpelst du rum und hast keine Chance, wegzukommen. Die passen dann in der Regel schon auf und können

    auch ausweichen. In der Regel ...

  • Der Kurs des Tragflügelbootes war klar und ersichtlich. Daher sehe ich die Schuld beim Surfer, da ist auch kein Erkennen, Ausweichen oder Segel fallen lassen zu sehen.

    Der Surfer hat das Tragflügelboot komplett falsch eingeschätzt, was für einen Local merkwürdig ist. Da der Kurs fast 90 Grad ist, vielleicht eine Art Mutprobe, wie knapp man vorbeifahren kann ?

  • Das Boot kann auch die ganze Zeit im „toten Winkel“ gewesen sein, und wenn er es auch nicht gehört hat ...

    Mutprobe denke ich nicht, dann hätte er im letzten Moment immer noch stoppen können.

  • Das ist natürlich richtig unschön. Solange man nichts Genaueres weiß, kann man auch nicht viel dazu sagen.

    Vielleicht war einer genau in Richtung der Sonne, so dass er nicht gesehen werden konnte.

    Ohne spekulieren zu wollen, sollte man sich damit aber wieder vergegenwärtigen, dass man in gefährlichen Gegenden (und auch sonst) immer alles im Blick haben sollte, auch wenn man dafür die Haltung oder den Kurs ändern muss.

    Bereiche, die man nicht sieht, sind nicht 'wahrscheinlich leer', sondern benötigen besondere Aufmerksamkeit.

  • So ein Speedboot sollte man sehen und hören könnte man meinen.

    Aber ich habe selbst schon so eine Speedfähre nicht wahrgenommen

    weil ich dermaßen im Flow war das ich nichts um mich herum wahrgenommen habe!

    Ich hatte einfach Glück dass nichts passiert ist.

  • Ist eigentlich bekannt, welche Kollisionsverhütungsregeln da gelten? Nach den internationalen hätte das Schnellboot doch sogar ausweichen müssen.

    Ich würde denken, dass das zur Anwendung kommt:


    Regel 9 Enge Fahrwasser

    a) Ein Fahrzeug, das der Richtung eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne

    folgt, muß sich so nahe am äußeren Rand des Fahrwassers oder der Fahrrinne an seiner

    Steuerbordseite halten, wie dies ohne Gefahr möglich ist.

    b) Ein Fahrzeug von weniger als 20 Meter Länge oder ein Segelfahrzeug darf nicht die

    Durchfahrt eines Fahrzeugs behindern, das nur innerhalb eines engen Fahrwassers oder

    einer Fahrrinne sicher fahren kann.

    c) Ein fischendes Fahrzeug darf nicht die Durchfahrt eines anderen Fahrzeugs behindern,

    das innerhalb eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne fährt.

    d) Ein Fahrzeug darf ein enges Fahrwasser oder eine Fahrrinne nicht queren, wenn

    dadurch die Durchfahrt eines Fahrzeugs behindert wird, das nur innerhalb eines solchen

    Fahrwassers oder einer solchen Fahrrinne sicher fahren kann. Das letztere Fahrzeug

    darf das in Regel 34 Buchstabe d vorgeschriebene Schallsignal geben, wenn es über die

    Absichten des querenden Fahrzeugs im Zweifel ist.


    Ich habe gelernt, dass Kursschiffe IMMER Vorfahrt haben (bzw. alle anderen Ausweichpflicht). Dies gilt soweit ich weiss sogar für manövrierunfähige Surfer.


    PS: Also ich höre das Tragflügelboot schon, wenn es in Colico losfährt und ich in Domaso bin - Es ist also wirklich laut! Zudem schaue ich dann, dass ich nicht in die Fahrlinie des Kursschiffes komme. Kenne aber den besagten Spot nicht.

    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • b) Ein Fahrzeug von weniger als 20 Meter Länge oder ein Segelfahrzeug darf nicht die

    Durchfahrt eines Fahrzeugs behindern, das nur innerhalb eines engen Fahrwassers oder

    einer Fahrrinne sicher fahren kann.

    Die Unfallstelle kenne ich nicht, aber ich glaube nicht, dass das für das Tragflügelboot anwendbar ist. Dafür müsste es neben der Fahrrinne so flach sein, dass das Tragflügelboot nicht mehr sicher fahren kann.

    Ich habe gelernt, dass Kursschiffe IMMER Vorfahrt haben (bzw. alle anderen Ausweichpflicht). Dies gilt soweit ich weiss sogar für manövrierunfähige Surfer.

    Nach Regel 18 a der Internationale Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See müssen Maschinenfahrzeuge Segelfahrzeugen ausweichen. Eine Unterscheidung aufgrund des Zwecks der Fahrt ist da nicht gegeben. Die Frage ist, ob Surfbretter Fahrzeuge sind. Soweit ich weiß, aber ohne eine Quelle nennen zu können, sind sie es, im Gegensatz zu bestimmten deutschen Gesetzen, in denen zwischen Segelfahrzeugen und Sportgeräten unterschieden wird.


    Nebenbei, richtig schön: Auszug aus Regel 3a, zur Frage, ob ein Surfbrett ein Wasserfahrzeug ist: "Der Ausdruck "Fahrzeug" bezeichnet alle Wasserfahrzeuge[…]"

  • Ich denke, die Frage stellt sich so nicht. Für eine Schuld des Kapitäns müsste der das Ausweichen mit Absicht

    vermieden haben. Aber wohin hätte er ausweichen sollen? Der Surfer war in voller Fahrt und hätte jederzeit

    seine Richtung ändern können. Ob der Kapitän der Fähre ein Warnsignal abgegeben hat, wissen wir nicht.

  • das ist Ausschnitt aus russische Zeitung.: Der Untersuchungsausschuss beabsichtigt, nach der Kollision eines 18-jährigen Windsurfers mit Meteor ein Strafverfahren einzuleiten. Die Überwachungskamera hielt die Schnelligkeit ihres Treffens fest. Akimov raste auf einer illegalen Strecke über die ZSD-Brücke. Am Tag seines Todes schlüpfte er zweimal an den Schiffen vorbei. Der dritte war der letzte.

  • Im Bereich des Zusammenflusses der Kleinen Newa und der Kleinen Newa befanden sich weitere Sportler, eine große Anzahl. Der junge Mann war auch dabei, sagt Rodionov. - Irgendwann, ganz unerwartet, löste er sich von der Gruppe, überquerte die Wasserfläche über den Kanal, erreichte Wassiljewski, drehte sich um und ging zurück. Dann fing er den Wind wieder auf, beschleunigte Kilometer auf sechzig pro Stunde und kollidierte mit dem Meteor.

  • Rodionov zufolge ist die Organisation des Schiffsverkehrs im Wolga-Ostseebecken klar geregelt. Passagierschiff kann nicht mit Caravanschiff gemischt werden, kleine müssen außerhalb des Kanals oder im Extremfall am Rand gehen. Einzelne Boote, Kanufahrer - auf keinen Fall.
    „Die Mitglieder des Verbandes sind seit langem der Meinung, dass es nicht nur notwendig ist, Sportler zu befragen, sondern ihnen auch Übungsflächen zuzuweisen“, fährt Vladimir Rodionov fort. "Selbst nach dem Befehl der Regierung von St. Petersburg haben wir Regatten und andere Segelwettbewerbe an Orten, die nicht für diese Zwecke vorgesehen sind."

  • Am Tag seines Todes schlüpfte er zweimal an den Schiffen vorbei. Der dritte war der letzte.

    Boah, das ist echt heftig!!!


    Danke Aristarh

    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • Im August 2019 verunstaltet St. Petersburg die Weltmeisterschaft im Windsurfen in der Klasse RS: X. Artyom Akimov bereitete sich darauf vor. Nach den Trauerveranstaltungen werden seine Partner im Team ihre Ausbildung fortsetzen, sie haben keine weiteren Ausbildungsplätze.