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Welchen "Gang" einlegen beim Windsurfen

  • Witchcraft Sailboards
  • 5. August 2026 um 15:07
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    • 5. August 2026 um 15:07
    • #1

    Da wir vermehrt Kunden bekommen die geeignetes Material suchen was auf deren Fahrkönnen und sportlichen/fysike Möglichkeiten abgestimmt ist, habe ich hier mal ein Artikel über geschrieben um das weiter zu erklären und tiefer in die Materie ein zu tauchen.
    Mit Beispiele von Witchcraft Material ist aber natürlich auch extrapolierbar auf anderes Material.

    PRE-SHAPE OR FLAT- CUT WINDSURFING SAILS – OPTIMIZING YOUR SETUP |
    Boards Bouke Becker https://witchcraft.nu/pre-shape-or-flat-cut-windsurfing-sails-optimizing-your-setup/
    witchcraft.nu

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    • 5. August 2026 um 16:39
    • #2

    Wer noch Fragen hat kann die gerne hier stellen

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    • 6. August 2026 um 22:52
    • #3

    Bei den Artikel geht es z.B. auch drum wie man sein Material Körper und Gelenkschonend oder "Altersgerecht" abstimmt. Wir merken das bei zunehmenden Alter Kunden gerne einen "Gang" herunterschalten möchten. Dabei muss das Material das auch möglich machen.

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  • 1328tom
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    • 7. August 2026 um 00:59
    • #4

    Gerade in Punkt 2 / Gear 2 sprichst Du mir bezüglich Board + Finne + Segel für Aufsteiger aus der Seele. Ich habe das noch mal abfotografiert was Du zu diesem Punkt schreibst.

    Meine Frau ist ewige Aufsteigerin (Gleiten im Trapetz + Beach und gelegentlich Wasserstart) mit kleinem Segel (Lieblings Segel NP Combat. 4.7). Sie surft natürlich mit den Schlaufen innen, auf Ihrem Magic Ride mit 119l.

    Das Brett ist super, gleitet toll an usw. aber die Finnen war zu lang (38cm). Sie konnte, sobald sie in flotter Gleitfahrt war, nicht mehr abfallen. So wie Du es eigntlich für Performance Freeride beschreibst. Ich habe die Kombi selbst gefahren. Die Finne hatte zu viel Lift...für die Innenposition der Schlaufen ... komischer Stance. Ich hab ihr dann kleinere Finnen gegeben. Damit hatte Sie mehr Kontrolle und konnte auch im gleiten Abfallen... aber kam viel schwerer ins Gleiten und konnte die Höhe nicht mehr gut halten.

    Das heißt selbst mit einem auf Angleiten und Aufstiger optimiertem Shape ist noch nicht alles erledigt... Wenn man nur die Schlaufen nach innen schraubt, aber die Finne nicht anpasst endet man auch wieder in einem komischen Stance (ähnliche Probleme wie mit zu weit außen liegenden Schlaufen). Mit einer kleineren Freeride-Finne ist ein Aufsteiger dann aber auch wieder überfordert.

    Am Ende habe ich meiner Frau das Brett zu einem Thruster umgebaut mit 2x 12 cm Sidefins. Jetzt sind die Probleme gelöst.

    Wenn ich Sehe dass am gebraucht Markt 4 von 5 Freeride Boards mit den Fusschlaufen innen und der Serienfinne verkauft werden wundere ich mich nicht warum viele in diesem Stadium nicht weiter kommen oder den Spaß verlieren.

    .. Eine kurze aber dicke Finne mit Optimierung auf 10 bis 20 kN Speed, wäre toll und würde es ggf auch tun (muss kein Thruster sein).. aber in dem Bereich hatte ich irgendwie kein passendes Produkt gefunden.

    Danke für deine Übersicht. Solche Infos sollte in irgendeiner Weise jede Brand im Freeride Bereich gut sichtbar auf Ihrer Hompage positionieren (.. die Cracks oder weiter fortgeschrittenen wissen meist was Sie wollen... oder sind unbelehrbar!

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    • 7. August 2026 um 13:13
    • #5
    Zitat von 1328tom

    Gerade in Punkt 2 / Gear 2 sprichst Du mir bezüglich Board + Finne + Segel für Aufsteiger aus der Seele. Ich habe das noch mal abfotografiert was Du zu diesem Punkt schreibst.

    Meine Frau ist ewige Aufsteigerin (Gleiten im Trapetz + Beach und gelegentlich Wasserstart) mit kleinem Segel (Lieblings Segel NP Combat. 4.7). Sie surft natürlich mit den Schlaufen innen, auf Ihrem Magic Ride mit 119l.

    Das Brett ist super, gleitet toll an usw. aber die Finnen war zu lang (38cm). Sie konnte, sobald sie in flotter Gleitfahrt war, nicht mehr abfallen. So wie Du es eigntlich für Performance Freeride beschreibst. Ich habe die Kombi selbst gefahren. Die Finne hatte zu viel Lift...für die Innenposition der Schlaufen ... komischer Stance. Ich hab ihr dann kleinere Finnen gegeben. Damit hatte Sie mehr Kontrolle und konnte auch im gleiten Abfallen... aber kam viel schwerer ins Gleiten und konnte die Höhe nicht mehr gut halten.

    Das heißt selbst mit einem auf Angleiten und Aufstiger optimiertem Shape ist noch nicht alles erledigt... Wenn man nur die Schlaufen nach innen schraubt, aber die Finne nicht anpasst endet man auch wieder in einem komischen Stance (ähnliche Probleme wie mit zu weit außen liegenden Schlaufen). Mit einer kleineren Freeride-Finne ist ein Aufsteiger dann aber auch wieder überfordert.

    Am Ende habe ich meiner Frau das Brett zu einem Thruster umgebaut mit 2x 12 cm Sidefins. Jetzt sind die Probleme gelöst.

    Wenn ich Sehe dass am gebraucht Markt 4 von 5 Freeride Boards mit den Fusschlaufen innen und der Serienfinne verkauft werden wundere ich mich nicht warum viele in diesem Stadium nicht weiter kommen oder den Spaß verlieren.

    .. Eine kurze aber dicke Finne mit Optimierung auf 10 bis 20 kN Speed, wäre toll und würde es ggf auch tun (muss kein Thruster sein).. aber in dem Bereich hatte ich irgendwie kein passendes Produkt gefunden.

    Danke für deine Übersicht. Solche Infos sollte in irgendeiner Weise jede Brand im Freeride Bereich gut sichtbar auf Ihrer Hompage positionieren (.. die Cracks oder weiter fortgeschrittenen wissen meist was Sie wollen... oder sind unbelehrbar!

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    Ja, mit dem Freeride stance ist es andersherum auch so. Innenliegende Schlaufen mit lange Finne macht das das Brett auf die Leekante kippen will.
    Dazu musste man den Hebel der Finne(n) reduzieren und optimal geht das mit mehr Finnen. Eine kurze, breite, dicke Finne bremst mehr als mehr Finnen Die vom Aspect Ratio optimiert sind. Wodurch mehr Segelpower notwendig ist. Aber gehen wurde es mit eine kurze dicke Finne auch.
    Und bei niedrigeren Geschwindigkeiten funktioniert ein dickeres Profil besser, einfacher.
    Aber auch das Segel deiner Frau ist nicht wirklich geeignet. Die Combats haben mittlerweile zwar deutlich mehr profil in den unteren 2 Latten eingebaut als den meisten Marken, es braucht aber immer noch ordentlich Winddruck um ein volles Profil zu bekommen.



    Ein Windbereich worin leichtere Surfer oder Surfer die nicht zu schnell werden wollen, nicht wirklich kommen. Dann bleibt das Segel recht plan und muss man ein größeres fahren als was notwendig wäre. Und dann ist das Segel nervöser, die Powerzunahme ist abrupter, den Anstellwinkel ist schwieriger zu finden und die Endgeschwindigkeit höher. Was für weniger geübte Fahrer oder ältere Windsurfer oft nicht gewollt ist, vor allem wenn es kabbelig ist.

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    • 7. August 2026 um 14:19
    • #6

    "Die Combats haben mittlerweile zwar deutlich mehr Profil in den unteren 2 Latten eingebaut als den meisten Marken, es braucht aber immer noch ordentlich Winddruck um ein volles Profil zu bekommen."

    Das ist richtig. Aber wir teilen uns eine Segelpalette. Sie ist sportlich und bringt genug Power auf (und Gewicht auf die Wage...) das das Segel relativ gut steht. Früher hatte ich ältere Gaastra Manics von ca 2010 mit sehr viel Tuchspannung, da blieb das Segel sehr flach, obwohl es bei mir gepasst hat... für Sie zu nervös und gar nicht geeignet, was dann auch der Grund zum Wechsel der Segelpalette war.

    Wir hatten auf Empfehlung unseres Surfshops ein 5.7 Wizzard... mit Dacron Luff-Panel. Damit hat es nicht so gut geklappt / Ausgesehen wie mit den Combats.

    Ich wollte schon öfter mal einen kürzeren Mast Riggen und stärker verlängern... Aber wegen der gemeinsamen Nutzung habe ich das bis jetzt nie probiert (Nicht dass Sie auf den Geschmack kommt und ich dann permanent am umriggen bin)

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    • 17. August 2026 um 18:51
    • #7

    Ich habe das nch mal erweitert mit ein Video wie man den Windbereich von Segeln erweitern kann durch die Latten mehr zu profilieren. Wenn man mal eine mittlere Latte aus sein Segel holt kann man sehen wie der sich biegt. Wenn man die nach vorne hin dünner schleift bis auf 1,6mm dicke, wirft das Segel bei weniger Wind schneller und mehr Profil wodurch es mehr Power bekommt. Auch wird es im oberen Windbereich mehr Druckpunktstabilität bekommen. 3ens wird es einfacher sein die richtige Anstromwinkel zu finden, die Powerzunahme kontollierter und die Lattenrotation geschmeidiger. Bei ältere Witchcraftsegel schon deutlich spurbar, bei allen flach geschnitte Segel (Segel die ohne Winddruck flach oder fast flach stehen) könnte man das Windbereich schon fast verdoppeln.

    Improving the wind range of your sail by profiling the battens | Witchcraft Windsurfing
    how to improve the windrange of the older Witchcraft sails by giving the middle 2 or 3 battens a bit more taper by sanding the batten tips down to 1.6mm right…
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    • 18. August 2026 um 10:14
    • #8

    1328tom Bei Sailloft gibt es bei vielen 2 Masten zu Wahl für <70kg und drüber.

    Ich fahre mit 72kg immer die kürzere Variante, die Segel werden etwas weicher und regieren besser / langsamer auf Böen, die Kraftspitzen sind besser zu handeln.

    Die Druckpunktstabilität ist weiter ausreichend, leichte Personen kommen eh nicht in den Grenzbereich moderner Segel, wenn sie nicht sehr fortgeschritten sind.

    Das hilft leichten Personen sehr, hier mit dem Mast zu experimentieren, zusammen mit einer angepassten Finne kann das den Spaß deutlich erhöhen.

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    • 19. August 2026 um 16:00
    • #9

    Klar sollten leichtere Fahrer weichere Masten fahren und schwerere Fahrer härtere Masten. Ein Segel sollte "atmen" können aber auch wieder nicht zu viel da es unstabil wird. Das ist ja auch prima. Die meisten Windsurfer fahren ja schon seit vielen Jahren mit immer ähnlichem Material in ähnlichen Bedingungen und wissen genau wo der für sie komfortable Windbereich ist. Damit bleibt man in der eigenen Komfortzone und ist damit zufrieden, das ist normal.

    Wir erfahren aus sehr unterschiedlichen Bedingungen und sehen dabei ganz klar, dass der Windbereich flach geschnittener Segel deutlich kleiner ist. Kleines Beispiel: Bei schönen Leichtwindbedingungen wie z.B. am Glass Beach kommen flache Segel oft nicht ins Gleiten, laufen schlechter Höhe und bekommen deutlich weniger Wellen. Manche denken dann es liegt an mangelnder Erfahrung am Spot, aber das stimmt nicht ausschließlich. Die Erfahrung hilft beim Wellenlesen aber nicht ob man früher gleitet oder besser Höhe läuft. Oft wird versucht das zu lösen, indem (für deren Gewicht) deutlich größere Segel gefahren werden. Die sind denn wieder schwerer, unhandlicher und dazu bei Waschgänge anfälliger für Ausdehnung, Segelschaden oder Mastbruch. Aber auch bei Starkwind wie z.B. Pozo vergleichen wir, das flache Segel unruhiger und nervöser sind.

    Fährt man selbst, ist man mit ganz vielen Sachen auf einmal beschäftigt. Dadurch kann man sich nicht absolut fokussieren auf eine Sache, das geht nicht beim Fahren. Womit ich bei der Entwicklung also auch arbeite sind Videos in Slow Motion. Dort kann man mit der richtigen Perspektive eine Druckpunktwanderung beobachten. Dort wo die meiste Biegung (Profil) ist, wird auch der größte Vortrieb generiert. Und die Aerodynamik lernt uns das das Profil weiter vorne sitzen soll. Da will man ja auch hin. Bei vielen Segel sieht man aber das die Biegung, je nach Situation deutlich nach hinten wandert. Sogar bis über 50%.

    Versucht es selbst, am besten etwas von oben oder unten, in einem 90° Winkel.

    Hier ein Test Video, der meine These untermauert: Dieses Video wurde speziell in super Slow Motion (25%) gemacht, um das Verhalten vom 3.4er Karma Prototyp in Manöver zu beobachten:

    Witchcraft Karma 3.4 working in slow motion
    Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.
    www.youtube.com

    Auch ich habe früher Mainstreammarken gefahren oder auch verkauft. Daraus sind meine Entwicklungen ja entstanden. Ich habe selbst mit so manchem der Branche debattiert. Marktbeherrschende Segelnamen haben aber oft nicht die Flexibilität um Entwicklungen, die gerade, wenn sie aus einer Nische kommen mitzugehen. Das sind legitime Wirtschaftsinteressen.

    Bei mir ist es so, dass ich Entwicklungen nur starte, wenn etwas unzufrieden zurücklässt, es ein Problem oder eine Reparatur zu lösen gilt. Das ist meine Motivation.
    So war es auch bei allen damals genutzten und auch in meinem Geschäft verkauften Segeln. So habe ich in der Praxis zum Beispiel schon öfters erlebt, dass wenn ich gebrochene Latten von anderen Segeln mit meinen Latten ersetze, die Leute denn später zurückkommen und sagen das es auf einmal besser funktioniert, es gleitet früher und fährt ruhiger. Bei einer Latte ist das weniger merkbar aber bei 2 oder 3 entsprechend schon.

    Für Technikinteressierte: Eine Latte im Segel, unter seitlichem (Wind) Druck biegt auch mehr nach hinten, als wenn man die staucht, wie in dieses Video gezeigt:

    https://witchcraft.nu/improving-the-…ng-the-battens/.

    Um ein aerodynamisch ideales Profil unter Winddruck von 30% zu erreichen (schaue z.B. bei Flugzeugflügel), muss ich es bei 22-25% einbauen.

    Sogar hier auf Fuerteventura wo wir mehr Wellenabreiten als Springen finden wir perfektes "Depoweren" oder "On-Off" trotzdem weniger wichtig als früh Gleiten bei gutem Handling, Druckpunktstabilität, Kontrolle. Also ist das für meine Entwicklung nicht der Hauptfokus und kein gutes Argument für flache Segel. Wavesegel die z.B. nicht zum frontside Wellenabreiten benutzt werden brauchen schon mal gar kein „On-Off“.

    Es gibt natürlich die Momente für flache Segel. Im Bottomturn möchte man die Luft "schneiden", damit man weniger Widerstand hat, man wird dann schneller als der Wind wobei der scheinbare Wind von vorne kommt. Slalomfahrer legen beim Halsen dazu das Segel ein Moment flach. Die Latten sorgen selbst dafür, indem sie materialbedingt selber immer wieder gerade werden wollen und so werden auch Wavesegel mit eingebautem Profil trotzdem recht gut flach. Dazu hat das Slayer mit dem Dacron Luvpanel und PVC Fenster ein dynamisches Profil.



    Es gibt übrigens durchaus zum Beispiel Freeracesegel, wo Profile richtig einbaut werden und auch die Latten richtig profiliert sind (meist mit Tubelatten). Bei den meisten Wavesegeln Fehlanzeige. Tube Latten gehen in Wavesegel gar nicht also muss man die Latten vorne dünner machen. Die Biegefestigkeit geht ja auf oder herunter mit der 3e Exponent. Also die Latten Spitze von 1,8mm auf 1,6mm dünner zu schleifen ist 42%! weicher. 1,8³=5,832. 1,6³=4,096. 5,832-4,096=1,736. 1,736/4,096=0,42

    Ich verbinde also nur die Welten, neu erfinden brauchte ich sie nicht.

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    • 19. August 2026 um 17:33
    • #10

    .. ich habe die Erfahrung gemacht, dass man auch modern Mainstreamsegel (Simmer) in einem sehr viel weiteren Trimbereich einsetzen kann als man sich das allgemein vorstellt. Bei bauchigen Trimm stehen diese Segel ohne Wind relativ flach, aber schon bei Wind unter der Gleitfahrt füllt sich das Profil bis zur Gabel.. Die Angleitleistung ist damit deutlich besser .. das Segel fühlt sich dabei auch nur geringfügig schwerer an.

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    • 19. August 2026 um 20:59
    • #11

    verstehe ich das richtig, dass ihr mit gleichmäßiger Mast Biegelinie sprich constant curve arbeitet?

    aus meiner nicht ganz frühen Zeit hat man versucht die Böen auszugleichen, sprich den Druckpunkt hinter dem Mast stabil zu halten, indem man den Mast und das Segel oben weicher gestaltet hat, damit das Segel oben aufmacht wenn die Böe einfällt. Da war auch ein spielen beim Lattentrimmen dabei.
    Aber das war damals von Entwicklern und Surfern wohl eher ein Spiel mit try und Error.
    Mobile Messtechnik, mit Kameras, Druck-, Kraftsensoren, GPS, Drohnen gab es ja noch nicht.

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    • 19. August 2026 um 22:35
    • #12

    Was wir bei Fahrer mit solche Segel beobachten ist das wenn die mit so einem, für die Segel, bauchigen Trimm noch unterhalb der Gleitfahrt sind, wir aber schon gleiten wobei das Segel über 50-70cm voll am Gabelbaum anliegt.
    Und das Profil trotzdem stabil bleibt und nach vorne zieht. Letzte Woche noch war ich am Punta Blanca, die Wellen waren gut, der Wind war aber schwacher als vorher gesagt. Einen regelmäßigen Fuerte Besucher aus Nord-Deutschland ist da mit ein 106L JP und 5.7er Severne Segel heraus gegangen. Und es war noch eine bekannte (ex) Profi aus Irland da mit 5.8 und 105L von Duotone, beide konnten aber nur dümpeln, der Profi hat es beim hereinfahren noch geschafft ins gleiten zu kommen und konnte ein wenig Wellenabreiten. Ich hatte gar kein großes Brett dabei aber ein 5.8er Slayer mit 88L Serum. Bin da trotz das das Brett eigentlich zu klein war, mehrmals an den vorbei geglitten und noch einige Backloops und Wellenritte machen können während die wieder an Land gegangen sind. Man wird dann mit so ein bauchigen Trimm nicht schnell aber man ist am Gleiten. Am nächsten Tag stand der eine dann bei mir im Laden.

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    • 19. August 2026 um 22:53
    • #13
    Zitat von aussteiger-oldi

    verstehe ich das richtig, dass ihr mit gleichmäßiger Mast Biegelinie sprich constant curve arbeitet?

    aus meiner nicht ganz frühen Zeit hat man versucht die Böen auszugleichen, sprich den Druckpunkt hinter dem Mast stabil zu halten, indem man den Mast und das Segel oben weicher gestaltet hat, damit das Segel oben aufmacht wenn die Böe einfällt. Da war auch ein spielen beim Lattentrimmen dabei.
    Aber das war damals von Entwicklern und Surfern wohl eher ein Spiel mit try und Error.
    Mobile Messtechnik, mit Kameras, Druck-, Kraftsensoren, GPS, Drohnen gab es ja noch nicht.

    Constant Curve ist eigentlich kein Constant Curve weil der Mast im Top trotzdem mehr biegt als unten. Auch bei Hard Top masten ist das noch der Fall, nur die Unterschied ist kleiner. Also die Benahmung ist eigentlich irreführend aber ist nun mal so seit Jahren eingeführt.

    Ein Segel muss ja immer oben aufmachen (loose leach) weil der Scheinbare Wind hat unten immer eine flachere Anstromwinkel als oben. Das hilft auch beim Druckpunkt Stabilität aber ist nicht der einzige Weg. Der 2e Methode ist Lattenprofilierung. Und der 3e ist Buach im Segelschnitt einbauen.
    Der Nachteil von Loose Leach und vor allem viel Loose leach ist beim Wellenabreiten in On shore Bedingungen wo man Schothorn voraus zurück zur Welle fährt. In diese Situation arbeitet Loose Leach gegen einem. Der Druckpunkt wandert nach oben und der Druck nimmt zu wodurch man vorneherüber geschleudert wird. Oder wenn man versucht den Druck heraus zu lassen kann es sein das der Wind unten in der andere Seite vom Segel schlägt und man rückwärts abgeworfen wird. Für solche Bedingungen sollte man maximal ein moderaten Loose Leach verwenden.

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    • 19. August 2026 um 23:11
    • #14

    EDIT: Du warst schneller mit deiner Anwort

    ich zweifle hier nichts an ! denn ich bin jetzt fast 30 Jahre aus der Surf Thematik draußen.
    Ich möchte nur ansatzweise verstehen welche Entwicklungen in dieser Zeit erfolgt sind.

    Aus meinem früheren Leben kenne ich etwas Meßtechnik, und es hat mich während meiner Surfzeit immer gestört dass es mir mit meinen Mitteln nicht möglich war diese effektiv einzusetzen.

    Aber heute ?
    Mich interessiert konkret welche Technik heute eingesetzt werden könnte um vergleichbare Werte und Ergebnisse zu bekommen.
    Ich habe volles Verständnis dass es nicht einfach ist bei diesen vielen Variablen auf dem Wasser zu arbeiten und vor allem dass dies alles nicht unbedingt günstig zu haben ist.
    Doch z.B.: eine App auf dem Handy aus dem OFFROAD Bereich gibt mir alle Winkel.

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    • 20. August 2026 um 08:56
    • #15

    Ich finde die Erklärungen zu bauchigen Wavesegeln schon schlüssig, warum sollten die im Low Wind Bereich auch anders funktionieren als z.B. Freemove Segel.

    Bei mir ist es aber so, dass ich bei meinen relativ seltenen Wave Ausflügen schon ausreichend Druck im Segel haben will sonst lasse ich es lieber. Dass dies bei Lokals und Profis anders ist, ist nachvollziehbar. Mir reicht daher aber ein relativ flaches Segel, da ich versuche das Segel zu wählen, das zum Wind gut passt und mich gut Gleiten lässt, daher immer Powerwave Segel.

  • Witchcraft Sailboards
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    • 20. August 2026 um 10:34
    • #16
    Zitat von rrd248

    Ich finde die Erklärungen zu bauchigen Wavesegeln schon schlüssig, warum sollten die im Low Wind Bereich auch anders funktionieren als z.B. Freemove Segel.

    Bei mir ist es aber so, dass ich bei meinen relativ seltenen Wave Ausflügen schon ausreichend Druck im Segel haben will sonst lasse ich es lieber. Dass dies bei Lokals und Profis anders ist, ist nachvollziehbar. Mir reicht daher aber ein relativ flaches Segel, da ich versuche das Segel zu wählen, das zum Wind gut passt und mich gut Gleiten lässt, daher immer Powerwave Segel.

    Das ist eigentlich aber eine krumme Gedankenweise. Ja, mit Wellen gibt es an Sandstrände oft auch Strömung und möchte man sofort ins gleiten kommen. Soweit alles richtig. Aber mit ein flaches Segel braucht man ein größeres Segel. Wobei den Anstromwinkel anfälliger ist. Und ein größeres Segel leidet an sich schon mehr unter Druckpunktwanderung. Oder mit ein bauchigeres Segel hat man mit weniger Wind schon ausreichend Druck zum gleiten. Also ist das Risiko wenn man zur Küste fährt, kleiner das der Wind evt doch nicht ausreicht. Ein bauchiges geschnittenen Segel kann man immer auch flach ziehen. Es fährt sich denn aber wie allen flachen Segel nervöser.
    Ich denke der Name "Powerwavesegel" ist oft auch irreführend denn die meisten liefern überhaupt nicht mehr Power und oft sogar weniger. Denn meist ist der einzige Unterschied eine Latte mehr. Sowohl die 4 als 5 Latten Varianten sind meist flach geschnitten und beim 5 Latten Variant muss also noch eine Latten mehr gezwungen werden zu biegen. Braucht also mehr Wind um den gleichen Bauch zu bekommen. Wegen der eine Latte mehr kann es denn aber auch etwas mehr Wind haben. Bei mir hat das Karma schon mehr Power als der Slayer weil es hat mehr Bauch eingebaut. Es hat aber vor allem deutlich mehr Windbereich wegen der etwas andere Outline wodurch der Druckpunkt niedriger ist und vor allem andere Materialien, Materialverlauf und der 4e Latte ist eine rechteckige Latte mit Tubelatten ähnliche Profilierung, nur nicht mehr Bruchanfälliger als normale runde Latten. Was alles zusammen einen noch größeren Unterschied in Druckpunktstabilität gibt.

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    • 24. August 2026 um 22:15
    • #17

    Hallo Bouke,

    bei den 1,7 mm runterschleifen sollte noch gesagt werden, ob es sich um eine Rundlatte (mit Abflachung vorn) handelt oder um eine Rechteck-Latte und die Breite der Latte sollte berücksichtigt werden.

    Ich habe mit gutem Ergebnis an der Spitze abgeflachte Rundlatten an der Spitze auf ca 2,5 mm heruntergeschliffen. Die Breite war dabei 8 bis 10 mm. Auf weniger als 2,5 mm würde ich nicht bei diesen Latten gehen.

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    • 24. August 2026 um 23:34
    • #18
    Zitat von Delphi777

    Hallo Bouke,

    bei den 1,7 mm runterschleifen sollte noch gesagt werden, ob es sich um eine Rundlatte (mit Abflachung vorn) handelt oder um eine Rechteck-Latte und die Breite der Latte sollte berücksichtigt werden.

    Ich habe mit gutem Ergebnis an der Spitze abgeflachte Rundlatten an der Spitze auf ca 2,5 mm heruntergeschliffen. Die Breite war dabei 8 bis 10 mm. Auf weniger als 2,5 mm würde ich nicht bei diesen Latten gehen.

    Doch, man kann prima bis auf 1,6mm herunter schleifen. Sowohl bei 8,5 als 10mm breite Latten. Die waren ja seit 10 Jahre schon auf 1,8mm (ohne Schrumpfschlauch gemessen). Aber 1,6 mm funktioniert deutlich besser da das Profil sich leichter und weiter vorne bildet. 1,4mm wird was zuviel. Eine Profilierung bis 2,5mm ist beim Biegen eigentlich kaum zu erkennen, der Biegung oder Profiltiefe ist dann fast noch bei 50%.

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  • Delphi777
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    • 26. August 2026 um 16:49
    • #19

    Ich habe weniger nach Dicke geschliffen, sondern nach Position der Profiltiefe. Bearbeitet habe ich bei 2 Segeln die Latte direkt über der Gabel und die Fußlatte. In jedem Fall hat es den gewünschten Effekt gebracht.

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    • 26. August 2026 um 19:35
    • #20
    Zitat von Delphi777

    Ich habe weniger nach Dicke geschliffen, sondern nach Position der Profiltiefe. Bearbeitet habe ich bei 2 Segeln die Latte direkt über der Gabel und die Fußlatte. In jedem Fall hat es den gewünschten Effekt gebracht.

    Die Fußlatte sollte gar nicht geschliffen werden. Da habe ich die über die Jahre einige Male ein wenig Profil aus dem Schnitt und weniger Luffcurve gegeben da unten die scheinbare Wind mehr von vorne kommt. Also der Anstromwinkel ist flacher und deshalb sollte auch das Profil flacher sein.
    Das sind immer kleine Änderungen die ohne es zu wissen nicht auffallen. Ich kommuniziere solche feintuning meistens nicht.
    Ich arbeite gerne mit Slow motion Videos wo man gut sieht wie das Segel sich in jeder Situation verhält. Wo das meiste Profil ist wird auch die meiste Power generiert, man kann also sehen ob sich der Druckpunkt wandert.
    Mein Teamfahrer Nestor in Pozo hat mir dieses Video noch mal speziell noch langsamer gemacht als er das ein Proto Karma 3.4 mit 50 Knoten getestet hat:

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    Auch Gopro videos aus dem Masttop sind sehr hilfreich um das Verhalten zu beobachten.
    Bei manche Segel sieht man soviel Luffcurve bei der Fußlatte das auch im Gleiten die Masttasche noch herumschlabbert und nicht Geschmeidig anliegt. Auch positioniere ich den Profil auf der Fußlatte bei 32%. Weiter oben bei 25 bis 18% weil dort hat man weniger scheinbare Wind und Profil hat immer die Neigung nach hinten zu wandern.
    Es sollten die mittlere 2 (Slayer oder andere 4 Latten Segel) oder 3 (Karma oder andere 5 Latten Segel) Latten geschliffen werden. Da Latten auch immer etwas Profil (oder fehlenden Profil) "erben" von die Latten daneben, solle man schon diese Latten alle machen.
    Fast alle Marken sollten davon profitieren. Mehr Power bei wenig Wind, mehr Kontrolle bei viel Wind, geschmeidigere Powerzunahme, einfacher den Anstromwinkel zu finden, geschmeidigere Lattenrotation. Die einzige Marke wovon man die Latten nicht schleifen braucht ist Ezzy. Die haben schon gut profilierte Latten.

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