Wie erklärt ihr Familie, Freunden und Bekannten, dass ihr euren Urlaub und Freizeit liebend gerne mit eurem Hobby kombinieren wollt? Wie sind die Reaktionen? Zu welchen Kompromissen seid ihr bereit? Was seid ihr bereit dafür zu opfern?
Surfsüchtig, oder was?
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Ich fange mal an. Regelmäßig halten mich alle für bekloppt, dass ich seit mehr als 30 Jahren nach Gran Canaria fliege. Aus deren Sicht verstehe ich das. Eine ziemlich öde Rentner Insel, ... ja wenn man nicht Wassersportler ist. Dabei gibt es doch noch so viele Ziele, wo man sein Fähnchen auf der Weltkarte einstecken kann. Die Fernreise als Statussymbol. Jaja. Keine Lust mehr auf die Gespräche. Habe ich etwas verpasst? Ganz bestimmt nicht. Never ever. Aber trotzdem ganz schön verrückt dieser Typ. Und dann immer diese riesigen Bags am Flughafen...
Wahrscheinlich surfsüchtig?

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wenn du da seit 30 Jahren hinfliegst: warum lässt du den Krempel nicht dort und sparst jedesmal die Zusatzgepäckkosten und Schlepperei?
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Bei mir in der Familie ist es akzeptiert, dass die Planung des Sommerurlaubs auch immer von der Verfügbarkeit von Windsurfspots abhängig ist und das ganze Geraffel mitreisen muss.
Gab früher Diskussionen, mittlerweile nicht/kaum mehr. Allerdings machen wir keine Flugreisen und geeignete Spots sind nur ein Kriterium unter mehreren nicht-windsurfspezifischen. Das sind - wenn man so will - meine Kompromisse.
Allerdings ist auch niemand von uns - mich eingeschlossen - ein Ein-Ort-Urlauber: zweimal hintereinander am gleichen Ort wird uns meist schon langweilig. Ebenso würde es mir wohl gehen, wenn der Urlaub jedesmal monothematisch, also nur auf Windsurfen ausgerichtet wäre.
Insofern würde ich mich zwar durchaus als surfsüchtig bezeichnen, aber mir genügen mit dem familiären Frieden verträgliche Dosen.
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Ich habe nur mit kleinen Kompromissen gute Erfahrungen gemacht, bei grossen Kompromissen herrscht am Ende doch Unzufriedenheit, denn wenn einer unzufrieden ist, sind es am Schluss alle. Einzig sinnvolle Lösung bei uns seit 15 Jahren: Sylt.
Meine Familie genießt Strandkörbe, Restaurants und das Shoppen und Schlendern in Westerland und ich genieße den Wind am Ellenbogen und Möwennest. Den Rest der Zeit sind alle zufrieden und glücklich zusammen. Einmal im Jahr macht meine Familie auch ein Großstadturlaub.
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In meiner Bekanntschaft, im Freundeskreis und natürlich in meiner Familie ist allen klar, dass ich mich bei jeder Party und Einladung abmelde, wenn Wind ist. Meine Frau weiss das seit wir uns kennen (50ig Jahre) und findet es auch heute immer noch besser, als wenn ich mit anderen jeden Sonntag irgendwo zum Frühschoppen abhängen würde.
Logische Folgerung - die Ferien wurden immer an Windsurfspots geplant - meist mit Wohnmobil aber alle -2- Jahre mit Flieger Weltweit.
Fazit: definitiv unheilbar surfsüchtig von Anfang an, also inzwischen 52 Jahre
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wie jetzt, es gibt noch andere Urlaubsziele außer denen, wo man windsurfen kann? ach ja, die mit den Schneepisten, ja, kenne ich

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Wir trennen die Urlaubsziele vollständig.
Zum Surfen fahre ich alleine, Auto voll, immer nach DK, wenn möglich 2x im Jahr, Mai und September.
Dazu kommen kürzere WE Trips.
Die gemeinsamen Urlaube haben mit Wassersport nichts zu tun, natürlich geht es da auch in tolle Gegenden, aber es fehlt halt etwas, mir zumindest

Der dauernde Streitpunkt sind meine bevorzugten Zeiträume Mai und September, denn da ist es halt auch woanders schön.
Surfsüchtig schon, aber es muss relativ leer und weit sein.
Gardasee war ich nur zweimal, zum ersten und letzten Mal, solche Locations sind absolut nichts für mich.