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Foil Segel mit und ohne Cam (speziell Freeride)

  • BlowMountain
  • 3. Dezember 2024 um 17:27
  • BlowMountain
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    • 3. Dezember 2024 um 17:27
    • #1

    Frage an die Foil Experten hier: sind die Vor-/Nachteile von Cam/NoCam Segeln fürs Finne Windsurfen jeweils übertragbar auf Foil-Segel? Was gäbe es sonst noch zu bedenken hinsichtlich der Unterschiede was fürs Windfoil-Surfen spezifisch ist?

    Mir gehts dabei primär um Segel fürs Freeride Windfoilen (mit vs. ohne Camber), weniger um den Vergleich von Camber Segeln untereinander (2Cam zu 3/4Cam). (aber vielleicht lässt sich das nicht so scharf trennen bzw. vielleicht braucht es das komplette Spektrum um die Unterschiede zu veranschaulichen :/ ?)

    Bin gespannt :)

    PS: hab vorher die Suchfunktion bemüht aber nichts passendes gefunden. Falls es Threads gibt hierzu, gerne her mit den links.

  • surfred007
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    • 4. Dezember 2024 um 07:29
    • #2

    Meine Meinung: beim Freeride Foilen ab 10kn No-Cam Segel wegen des Vorteils beim Handling bzw. bei Manövern. Unterhalb macht ein Cam Segel Sinn, wenn du beim Rauspumpen Energie sparen möchtest, und in diesem Windbereich idR auch die Windlöcher ausgeprägter sind, und man in diesem Fall weniger Mühe hat, im Fliegen zu bleiben.

  • cad184
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    • 4. Dezember 2024 um 08:11
    • #3

    Da Du beim Foilen die Fahrgeschwindigkeit in Relation zum Wind höher ist als beim Windsurfen, finde ich Camber da noch wirkungsvoller. Es fehlt beim Foilen oft der Winddruck um ein Profil in einem camberlosen Segel auszubilden. Mit Camber hast du immer ein gutes Segelprofil und mehr Leistung vor allem bei wenig Wind. Weiters bleibt der Druckpunkt im Segel an einer Stelle, du musst weniger korrigieren.

    Das Handling ist bei aktuellen Foilsegeln auch mit Camber in der Regel gut. Wenn du ein Modell mit schmaler Masttasche nimmst (Severne Foilglide, NP V8 Flight oder ähnliches) hast Du da mit passendem Mast eine sehr gute Rotation der Camber, somit auch gutes Handling. Slalom/Racesegel mit breiter Masttasche sind da anspruchsvoller, vor allem wenn Du schotstarten musst, und die Masttasche voll Wasser ist.

    Wenns Dir ums gerade aus fahren und Halsen geht, klare Empfehlung zum Cambersegel.

    Willst Du mit dem Foil springen, 360er, Duckjibes fahren, dann ohne Camber.

  • BlowMountain
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    • 4. Dezember 2024 um 10:53
    • #4

    Danke für Eure Einschätzungen, sehr hilfreich. Ich foile aktuell mit einem 7.0 und 6.0 Gun Raise 2cam (Foilsegel). Kürzlich sagte jemand, nocam Foilsegel seien in Windspitzen weniger anfällig, sprich unsensibler im Handling (was ich interessant fand den ich kenne es bisher so daß Cam Segel eher stabilisieren als noCams) und auch einfacher in der Halsenrotation (was an sich logisch ist, wobei ich diesbezgl. bei den Raise nie Probleme habe).

    Wenn ich die beiden oa. Meinungen zusammenfasse könnte man sagen: im Leichtwind Bereich mit abfallenden Windverhältnissen (Windlöcher) sind Cam Segel von Vorteil, sobald konstanter Basiswind herrscht (der reicht um das Profil auszubilden) können für komfortbewußte Foiler noCam Segel entspannter wirken.

    Werde also drüber nachdenken das 6.0 Raise gegen ein 5.8 Flylite tauschen.

  • cad184
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    • 4. Dezember 2024 um 13:03
    • #5

    Bin da anderer Meinung. Die Camber stabilisieren das Profil auch bei mehr Wind. Das Flylite wir da ziemlich sicher nicht so stabil sein wie das Raise. Lediglich das Handling wird ohne Camber besser, Segel ist etwas leichter. Wenn Du aber mit dem Raise da keine Probleme hast, die Camber gut umschlagen. was soll der Wechsel auf das Flylite bringen?

    Welches Board und welches Foil fährst Du?

  • BlowMountain
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    • 4. Dezember 2024 um 14:52
    • #6

    Tabou Fifty 125 plus GA Hybrid Foil (1200 und 900 Flügel)

    Es gibt zwei irrationale Gründe warum ich an dem Flylite interessiert bin:

    1) Neugierde wie sich ein NoCam foilen würde

    2) Das 2025er Flylite sieht einfach mega aus imo :love:

    Dazu dann kam die wie erwähnt gehörte Aussage, daß noCam FoilSegel in böigen Bedingungen mehr Komfort bieten, weil Cam Segel durch die starke Profilierung in starken Böen spürbarer reagieren, wo sich ein noCam einfach flach macht. Das fände ich in der Tat einen Aspekt der es für mich weiter interessant macht. Wenn's denn stimmt. Daher meine Eingangsfragen oben.

  • cad184
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    • 4. Dezember 2024 um 15:00
    • #7

    Wenn sich ein No cam flach macht, wandert auch der Druckpunkt (eigentlich wird sich in der Böe eher mehr Bauch bilden, weil es die Masttasche auseinanderzieht). Ergo musst Du das mit den Armen ausgleichen, das überträgt sich über die Beine das Foil und bringt Unruhe ins System.

    Das Cambersegel bleibt stabil, genug loose leech vorausgesetzt (also vernünftig getrimmt) und du kannst normal weiter fahren.

    Aber probiere es aus, wenn Dir das neue Design so gut gefällt. Sei aber bitte nicht verwundert, wenn sich Deinen Erwartungshaltung der besseren Kontrolle nicht erfüllt.

  • Dan2024
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    • 4. Dezember 2024 um 15:00
    • #8

    In einer Böe bläst sich ein NoCam mehr auf als ein Cam, es wird dich deutlich mehr fordern als ein Cam Segel..

    Such andere Gründe das Flyte zu kaufen, aber Foiltechnisch findest du keine echten und noch weniger das 2 Cam wegzugeben.

  • fuggi
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    • 4. Dezember 2024 um 16:41
    • #9

    Habe das Flylite 2023 in 5.8

    Eigentlich für meinen Sohn gekauft - nun fährt er aber anstelle des Flylite mein 5,6 GS-F

    Somit bin ich das Segel nun schon ein paar mal gefahren und habe den direkten Vergleich zum GS-F

    In Böhen ist defintiv das GS-F stabiler und ruhiger.

    Bei starken Böhen fängt das Achterliek zu flattern an (insbesondere wenn das Segel flach getrimmt ist) und der Druckpunkt wandert.

    Den Vorteil des Flylite sehe ich beim Handling insbesondere beim Anpumpen - da ist wesentlich weniger Kraft erforderlich

    Ansonsten finde ich das Flylite für no cam richtig gut und macht auch mit Slalommaterial Spaß.

    Schnell ist es mit dem richtigen Foil auch.... :P

  • BlowMountain
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    • 4. Dezember 2024 um 17:00
    • #10

    na, somit gibts als Argument für einen Wechsel vom Raise zum Flylite wohl nur noch die hübsche lila Farbe ... :D

    Danke fürs feedback, dann bleibts bei den beiden Raise. Und ich kann das Geld für ein anderes Segel ausgeben 8)

  • surfred007
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    • 5. Dezember 2024 um 08:27
    • #11

    Die genannten Gedanken zur Profil-Stabilität durch Camber - in jedem Windbereich - sind natürlich richtig, allerdings sollte man auch nicht außer Acht lassen, dass es bei rauhen Bedingungen auch noch die Möglichkeit des Segelwechsels gibt 8o . Ich benutze GUN Raise 7.0 (2 Camber) und DUOTONE F-Pace 5.8 und 4.0 (No-Cam) und decke damit meinen ganzen Windbereich ab. Wenn mir die Bedingungen fürs 5.8er zu unruhig werden, wechsle ich aufs 4.0er. Wenn's auch mit dem nicht mehr Spass macht (sehr selten !!!), lass ich's bleiben, genauso wie ich nicht aufs Wasser gehe wenn's mit dem 7.0er keine Chance gibt, ins Fliegen zu kommen (auch sehr selten ;) ).....

  • fuggi
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    • 5. Dezember 2024 um 09:49
    • #12

    Kommt immer auf den Wind an - bei uns (z.B. Brombachsee) gibts Tage da ist der Wind schon extrem Böig - da brauchst Du ein Segel das bei wenig Wind schnell in Fahrt kommt und auch im Grenzbereich noch kontrollierbar ist. Da ist Segelwechsel nur bedingt zielführend.

  • thesurfer1999
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    • 5. Dezember 2024 um 14:24
    • #13
    Zitat von fuggi

    Kommt immer auf den Wind an - bei uns (z.B. Brombachsee) gibts Tage da ist der Wind schon extrem Böig - da brauchst Du ein Segel das bei wenig Wind schnell in Fahrt kommt und auch im Grenzbereich noch kontrollierbar ist. Da ist Segelwechsel nur bedingt zielführend.

    ich habe vieles probiert- wenn es richtung freerace oder slalom geht. Dann sind die Vorteile von cambersegel riesig ….

    Bei deinem freeride setup kann man sich drüber streiten und ich würde wenn möglich testen.

    Zum Beispiel ist ein patrik foil ride viel länger und früher fahrbar als das vergleichbare avanti icarus.

    Gruss

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