SUP am Bodden

  • Nun habe ich mich doch gegen ein noch größeres Segel für's Windsurfen entschieden, um die "Flautentage" nicht an Land zu hocken, und verschiedene SUP's probiert.

    Glücklicherweise kommt die Balance-Erfahrung vom Windsurfen meiner "unteren Motorik" offensichtlich zu Gute. Will sagen, dass auch bei etwas Welle der Stand gut klappt. Ursprünglich dachte ich, dass mir das SUP zu langweilig sein würde, aber da habe ich mich geirrt. Hier im Naturschutzpark gibt es fast endlose Möglichkeiten mit dem SUP Zeit in der Natur auf dem Wasser zu verbringen und der körperliche Input des SUP ist echt interessant.8|

    Ich bin ein wenig unschlüssig, welches SUP nun für meine Belange perfekt geeignet wäre, vermutlich brauche ich aber eher 2.

    Eines für Flaute und längere Touren (kaum Welle und Wind) und eines für etwas "mehr" Wind (auflandig) und Welle und mit Kajakpaddel für etwas "Wildwasser-Feeling".

    Für Fall 1 (wenig Wind/Welle) ist formmäßig mein Favorit so etwas wie das

    Touring 500 / 12'6 -29" Itiwit/Decathlon (ein ähnliches SUP bin ich testweise gefahren und ich fand es richtig gut für meine 75kg) Ps: ist gerade preislich auf 385 € gefallen, weswegen die Verlockung schon beachtlich ist. Also schlanker spitzer Bug und schmales Heck, dafür etwas länger.


    Für Fall 2 (mehr Wind/Welle) so was wie das

    AZTRON Sirius 9.6 iSUP Sup Stand up Paddle Board Wildwasser

    Bin ich noch nicht gefahren, habe aber ein Video im Fluss gesehen, was vielversprechend aussah (bis auf die spröde Finne)

    Breitere kürzere Form und Finnenpositionen (1 Center+4 außen) weiter zur Mitte/vorn angebracht (wendiger?))


    Natürlich würde ich gern ein SUP für beide "Anwendungsfälle" nehmen, aber ich bin doch sehr skeptisch, ob das "lange spitze SUP" das ansatzweise bringen kann. Glaube kaum.

    Einige "Abwürfe" (im flachen Boddenbereich und bei auflandigem Wind) sind durchaus wünschenswert und kein Problem.

    Ich bin mir aber auch nicht wirklich sicher, ob das Wildwasser-SUP (was ja eher für "wildes Wasser" im Flussbereich, aber wenig oder kaum Wind gedacht sein wird) mit Kajakpaddel und Knieposition/Sitzposition bei mehr Wind (bis 5-6 WS ???) sinnvoll gegen den Wind bewegt werden kann.

    Was sind da Eure Erfahrungen.:/

  • Moin,


    ich sehe nur einen Einsatzbereich.

    Für mehr Wind ist hinknien dann Pflicht.

    Ein 12'6 er ist genau richtig, ob nun der von Decathlon tut, keine Ahnung.


    Bei mehr Welle ist ein Hardboard wohl angenehmer.


    Ein Wildwasser SUP ist Quatsch, völlig falscher Focus, aber probiere es aus.


    Ein SUP heißt ja nunmal auch SUP und nicht Kajak, zum Sitzen taugt das überhaupt nicht, ist meist auch zu breit um vernünftig zu paddeln, zu hoch und unbequem ist es zudem.

    Gebrauchte thermoplast Kajaks gibts auch sehr günstig.


    Grüße

    teenie

  • Moin,

    Versuch dir einen Allrounder zu besorgen.

    Ich bin mit meinem sehr zufrieden.

    Hüft bis fast kopfhohe Wellen an der Nordsee gehen damit,

    aber auch längere Touren auf dem See.

    Ich war gestern fast vier Stunden auf dem Plöner See und konnte so der Hitze entfliehen und habe dort die Wasserzeit genossen.

    Ist ein Hardboard definitiv keine Option?

    Ich sehe immer öfter I SUPs mitten auf dem See und Frage mich was die Leute bei einem Defekt so machen,nur so nebenbei.

    Ich empfehle dir einen Allrounder und gut,evtl Mal bei Gong schauen,die haben auch genug I SUPs.

    Aloha Gunnar

  • Ich sehe immer öfter I SUPs mitten auf dem See und Frage mich was die Leute bei einem Defekt so machen,nur so nebenbei.

    Aufm Plöner See die max. 1,5km schwimmen?! m.E. nach sollte man als SUPer und Surfer so eine Distanz bewältigen können.

  • Ich sehe immer öfter I SUPs mitten auf dem See und Frage mich was die Leute bei einem Defekt so machen,nur so nebenbei.

    Aufm Plöner See die max. 1,5km schwimmen?! m.E. nach sollte man als SUPer und Surfer so eine Distanz bewältigen können.

    ...ist zwar nicht das Thema,aber OK.

    Weiß zwar nicht ob die max Distanz 1,5 km sind,aber mitten aufm See ohne Luft im Board,dazu hat der See diverse Strömungen, ich hätte da kein Bock drauf.

    Warst du denn schon Mal auf dem großen Plöner See???

    Aloha Gunnar

  • SUP werde ich sicher bei Touren nur mit einer kleinen Schwimmweste (vielleicht pack ich auch noch ein paar meiner Flossen ins Netz) und vorerst schön an der nahen Küste entlang. Wußsten schon die Wikinger warum. Erst Erfahrung sammeln und dann Stück für Stück weiter.

    Kajak geht leider wegen meines kaputten Wirbels gar nicht. Habs als Erstes versucht und es war niederschmetternd. Keine Chance. Nada.

    Einen Sitz nehme ich nur mit, um ihn mal zu testen, wie mein Wirbel die Position abkann. Im knien geht es aber erstaunlicherweise richtig gut. Habe auch 2 Kniebandagen (mi dem Silikonring) probiert, dies finden meine Knie richtig klasse. Der Silikonring liegt dann im Knien auf dem Bord plan auf und gibt gefühlt noch mehr Stabilität.

    Ein Hardboard (langsam geht mir aber der Platz aus) wäre vielleicht was für richtig Kabbelwelle und auflandigen Wind. Das wäre nur Fun. Ich muss damit dann keine Strecke machen, sondern nur etwas gegen den Wind raus und dann mal sehen wie lange das Spaß macht und wieviel Boddenwasser ich trinken kann. Hinzukommt, daß bei Kabbelwelle ja auch der Wind da ist. Und dann steht da neben dem SUP ja das Windsurfboard. Mal sehen wer dann gewinnt.

    Für die Strecke nehme ich sicher ein Allrounder ISUP, mit wirklich nach oben gezogener Nase Ich bin einige flache Bugformen gefahren und fand sie schon bei kleinen Wellen nicht so gut. Vielleicht hätte ich da aber auch einfach etwas nach hinten "gehen" müssen. Tja, es gibt wieder viel zu lernen...

    Hat schon wer ein SUP mit einem (momentan aktuellen) Wing in den Händen probiert?

  • Ich sehe immer öfter I SUPs mitten auf dem See und Frage mich was die Leute bei einem Defekt so machen,nur so nebenbei.

    Ich empfehle dir einen Allrounder und gut,evtl Mal bei Gong schauen,die haben auch genug I SUPs.

    Aloha Gunnar

    Moin, für diese Notfälle habe ich mir ein restube gekauft. Ich hoffe ich werde es nie brauchen 😉.

    Grüße Alex

    Waiting for wind, is better than waiting for nothing :)

  • Moin,


    mir gefallen Isups überhaupt nicht. Unbestritten sind sie ungemein praktisch, aber mir gefallen sie halt nicht.


    Am besten für rumcruisen funktionieren Touringboards, Scoop was du vielleicht meinst mit aufgebogenem Bug, haben nur Waveboards, Boddenwellen kann man kaum sinnvoll abreiten, die Touringboards haben spitze Bugpartien, die schneiden da sauber durch, am besten funktioniert das bei Hardboards.


    Das mit dem Sitz ist Spielerei, taugt zum planschen, sonst nix...


    Supen wird mit etwas Wind schnell unangenehm...


    Grüße

    teenie

  • "hochgezogene" Nase ist vielleicht etwas übertrieben formuliert, aber ein wenig sollte es schon sein.

    Hatte ein paar SUP's gefahren, die waren flach wie ein Brett. Höchstens 1-2 cm gings am Bug nach oben. Jedenfalls in der Realität. Auf den Produktbildchen sah dies viel mehr aus, da hat der Photoshopper lange dran gebastelt.

    Der spitz zulaufende schnittige Bug ist vom Gefühl her auch meine Wahl, dies werde ich die nächsten Tage noch mal antesten.

  • Wie gesagt, Scoop braucht ein spitzer Bug nicht, im Gegenteil.

    Scoop haben allrounder. Bei Isups biegt sich das Teil eh, da macht die Position auf dem Board ne Menge aus...

    Probiere ein ordentliches Hardboard...


    Grüße

    teenie

  • Seh ich ähnlich, du surfst und hast ein Windsurfboard und wohnst nah am Wasser. Da würde ich keine 2 iSUPs kaufen, es sei denn du nimmst ständig beides mit und der Platz wird eng oder der Preis ist wirklich ein Kriterium. Ein festes Board ist grundsätzlich immer performanter und auch sicherer gerade auf dem Meer, aber wozu gibts Rettungshilfen. Eine 2. Luftkammer funktioniert da dann auch nicht mehr viel besser.


    Mir wurde aus versehen mal ein Starboard Blend Starshot geliefert. Das war schon ein sehr geiles Board. Hätt ich den Platz gehabt, hätt ich es behalten. Auch die Fanatic Flys und Rays (schon gefahren), BIC etc. sind gute Boards und noch relativ günstig. Einige Hardboards haben ein konkaves Unterwasserschiff und sind bei moderater Breite noch sehr kippstabil und laufen dadurch auch wesentlich spurstabiler als jedes iSup in der gleichen Größe. Mit Windsurf-Option auch wunderbare Leichtwind-Geräte. Mit 10'8-11'6 hättest du einen guten Allrounder, beim Focus auf Touren eher 11'6-12'6. Breiten um 75 cm aufwärts sind eigentlich ausreichend stabil und problemlos zu fahren.


    Die iSups oben sind sicher allesamt brauchbar.

  • Ein Hardboard ist leider nicht realisierbar. Das Problem ist die Lagerung und der Weg dorthin. Max 2,6 m Länge, so wie mein Windsurfboard, und dies wäre für ein SUP meiner Nutzung eher sinnlos. Vielleicht ergibt sich späer noch mal was bezüglich Unterbringung. Das ISUP muss es erst mal sein. In einem Jahr, wenn ich mir klar bin, was mein Wirbel dazu sagt, wie oft und gern ich es nutze und ob es gar die Zeit auf dem Wasser vom Windsurfen reduziert und hin zum SUP verlagert. Dann kann ich die Frage nach einem Hardboard und/oder höherwertigen SUP nochmal stellen.

    Was ich aber ganz sicher brauche, ist ein wirklich gutes leichtes Doppelpaddel. Das Alu-Paddel (2in1), was ich mir erst mal angeschafft habe, wird's auf Dauer nicht sein können. Es wiegt zwar nur 1,2 kg, aber es fühlt sich zu schwer an. Vielleicht trifft aber auch da der Spruch zu: "ist es zu schwer, bis du zu schwach".


    Übrigens bin ich dieses No-name "Bluzelle", wirklich preiswerte ISUP probegefahren und ich finde es bisher, im Vergleich zu den anderen 12 getesteten, wirklich gut. Der Bug ist so, wie ich mir dies erst mal vorgestellt habe, es geht gut durch kleine Wellen, und auch das Heck ist schön schnittig. Insgesamt bleibt es gut in der Spur und ist auch nicht langsam.

    Ich bin auch wirklich preislich höhere testweise gefahren und keines war bisher besser für mich. Natürlich fehlt mir für eine wirkliche Einschätzung die Erfahrung und das Wissen, aber vom Gefühl her und für ein Jahr passt es erst mal. Vielleicht schüttle ich nach einem Jahr den Kopf und verstehe meine heutige Entscheidung im Rückblick nicht wirklich, dann wird die Frage neu bewertet oder meine Lady möchte damit cruisen (die Farbe Orange erfüllt da schon mal ein wichtiges Kriterium :)).

    bluzell2.jpg

  • Der Scoop macht meiner Meinung nach keinen Sinn.

    Das Paddel ist sauschwer, unter 700g sollte es wiegen unter 500g ist super.


    Doppelpaddel sind für Kajaks, aber das hatten wir schon.


    Viel Spaß weiterhin du hast dich ja schon entschieden.


    Grüße

    teenie

  • Ein kleiner Erfahrungsbericht zum ISUP. Hat etwas Zeit gebraucht, bis mal kein Wind hier war und das Windsurfboard "verloren" hat.

    Also ISUP auf dem Ostseebodden ist anspruchsvoller, als ich gedacht hätte. Bei "mehr" (WS3, ja dann vielleicht in der Welle?) Wind macht es für mich wohl nicht so viel Sinn, fürchte ich. Bin ca eine Stunde am Schilfgürtel entlang und hatte da vielleicht eine WS 1 seitlich im Rücken. Dachte, dass es zurück bei dem wenigen Wind kein Problem wird. Also im Stehen SUP paddeln mit etwas Wind/Welle von der Seite ist "interessant" :S und schult den Gleichgewichtssinn ungemein. Macht aber Spaß. Dann frischte der Wind auf eine WS 2+ (viel früher wie angekündigt) auf und ich dachte mir, dass ich dann mal langsam lieber kehrt mache, da ich zurück ja gegen den Wind/Welle fahren muss. Aber WS 2, mal ehrlich, dass ist doch sicher kein Problem. Nun, es war ein Irrtum. Für den Rückweg habe ich volle 2 Stunden in der Knieposition paddeln dürfen und war froh, dass ich mein Doppelpaddel mitgenommen hatte). Vielleicht geht es auch, wenn man viel mehr Übung mit dem Stechpaddel hat. Letztlich war ich echt froh nach gut 3 Stunden wieder am Startpunkt angelangt zu sein.

    Hatte mir auch 4 Ringe für den Sitz noch aufgeklebt, um den mal zu testen. Für kurze Strecken kann man damit (auch mit Doppelpaddel) fahren, aber das richtige Ding ist es natürlich nicht. Für Leute mit "Rückenproblemen", so wie bei mir, ist der Wechsel der Positionen sehr sinnvoll und wenn die Knie auch etwas kritisch sind, dann ist ein Sitz nicht schlecht. Den jungen "biegsamen" Fahrern entlockt dies natürlich nur ein mitleidiges Lächeln.

    Die spannende Frage wird aber sicher sein, wie oft ich mit dem ISUP wirklich auf den Bodden raus gehe (Windbedingungen)...:/

    Grundsätzlich finde ich die Fahreigenschaften dieser SUP-Form (Speed, Geradeauslauf...) nach meiner Einschätzung aber angenehmer, als die "Tankerform".

  • Ein Carbonpaddel beim SUP ist wie Mountainbiking mit E-Bike8o. Benutzt man demnächst auch Carbon-Hanteln (unter 700g):D?


    Joerge:

    Ich habe auch den Eindruck, dass bei mir die Lücke zwischen SUP und Windsurfen noch nicht ganz geschlossen ist.

    Aber was soll man machen? Größeres Segel? Foilen oder gar kiten=O? Ich habe das Glück, dass ich neben meinem Hauptspot Dümmer noch einen relativ windgeschützten Flussspot, die Werre, habe. Aber manchmal erwischt es einen halt unvorbereitet. Ablandiger Wind (Ost) ist auf dem Dümmer Fluch und Segen zugleich. Einerseits ist das Wasser schön ruhig, der Wind in Ufernähe auch nicht zu stark, anderseits ist man mit einem ISUP ja schon ein ziemliches "Opfer", sobald Wind einsetzt (oder ein Mückenschwarm auftaucht;)). Trotzdem liebe ich mein ISUP, denn bevor ich mit dem SUPpen anfing, war für mich eine Grundvoraussetzung es einfach zu halten - nicht so einen komplizierten Materialberg wie beim Windsurfen aufzubauen.

  • Ein Carbonpaddel beim SUP ist wie Mountainbiking mit E-Bike. Benutzt man demnächst auch Carbon-Hanteln (unter 700g)?

    es war (leider) kein Carbonpaddel und ich habe heute einen krassen Muskelkater in Bereichen, wo ich gar nicht dachte, dass da Muskeln gbraucht werden 8|, da merkt man erst mal wieder wie unausgewogen der eigene Körper ist.:whistling:, weil man so häufig im Trapez rumhängt.