Dakhla - Neuere Erfahrungen?

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  • Hallo liebe Leute


    War jemand in den letzten Monaten in Dakhla/Marokko?


    Hier im Forum gibt es nur relativ alte Posts, aber die tönen grundsätzlich alle sehr positiv.


    Ich überlege mir, im Frühling dorthin zu gehen. Mich würden Erfahrungen von Hotels und Surfstationen interessieren.


    Kommen Kiter und Surfer aneinander vorbei? Oder gibt es eher Kiter-Spots und Surfer-Spots? Bzw. Kiter-Hotels und Surfer-Hotels?


    Und wie sieht die Sicherheitslage aus? Spürt und sieht man irgendetwas davon? Ich erinnere mich an die 90er-Jahre in Hurghada, wo Soldaten am Strand patrouilliert haben. War nicht so mein Ding.


    Ganz herzlichen Dank für alle Infos und schönen Tag allerseits


    Steffen

  • Noch nicht, aber ich fahre in der letzten Januarwoche zum Learnival von Surfaction dorthin und kann dann berichten.

  • Wenn ich das so sehe, will ich auch unbedingt nach Dakhla:


    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • ich war das letzte mal 2014 da, habe aber vergangen sommer mit einer hotelmitarbeitern gesprochen. mittlerweile sind 4 oder 5 neue hotels eröffnet worden, der spot somit mittlerweile ziemlich voll.


    Mit windsurfer /Kiter ging es damals halbwegs gut, ein problem war aber dass ziemlich viele kiteboards "herrenlos" herumgetrieben sind und wenn das licht blöd steht sieht man die nicht.... durch die flache lagune sind die anfänger ohne ihr board zu fuss nach luv, und die stationsmitarbeiter haben irgendwann mal am abend die boards mit dem schlauchboot eingesammelt..


    nachdem es einer der schönsten spots ist wo ich je war überlegen wir da mal mit womo hinzufahren, da es aber scheinbar immer voller wird lässt die lust darauf etwas nach.


    sicherheitstechnisch vor ort war das damals easy und laut einigen wohnmobilisten ist das immer noch so, es gibt fixe kontrollposten und gut isses



    und nochwas - dakhla ist eigentlich westsahara und von marocco annektiert, laut uno ein schwelender konflikt wikipedia es hat da auch lager in denen seit jahrzehnte saharaouis weggesperrt werden, einge sind da geboren und waren noch nie draussen ( doku dazu bei arte) und die situation ist immer noch "heiss" NZZ

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • c-bra


    deine Erfahrungsberichte sind echt top, danke dafür


    allerdings ist es dir immer überall zu voll?! ist halt so das an schönen Orten auch andere Surfer sein wollen, würdest du es so ganz einsam dann nicht zu langweilig finden? nix hat offen, keine infra etc. etc.


    😉😜

  • ich muss nicht immer alleine sein, am gardasee ist man das auch nie, aber august geht eben garnicht


    in dakhla ist es eher geografischer natur - die lagune ist eben sehr klein, das geht mit 50 oder 100 leuten gut, aber nicht mit 5x so vielen.


    als wir dort waren gabs das ocean vagabond für ca 50 leute und attitude etwas südlcih für etwas mehr leute - sonst nix. das hatt dann auch ganz gut gepasst, jeder hat ein fleckerl gefunden, im bereich der stationen aber durchaus eng.


    ist halt so, zwingt mich ja auch keiner hinzufahren, u.a. deshalb bin ich halt hauptsächlich april bis juni und september oktober unterwegs, da finden sich haufenweise spots an denen es mir nicht zu voll ist.


    aber 5000km fahrt nach dakhla, bzw der flug mit umsteigen, übergepäck gerödel etc ist halt weniger toll wenn dir täglich einer die frau vom board holt ;)


    aber "offen" oder "infra" - was meinst damit? da brauch ich eigentlich garnix ausser einem legalen parkplatz und der seenot - rettungsnummer. wenns mehr gibt fein, wenn nicht auch fein ;)

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  • und ganz ehrlich - so ganz alleine ist schon geil ;)


    hier mal aus dakhla


    auf dem bild meiner frau siehst wie eng es da ist, und in der ecke wurden zu dem kleinen ocean vagabond (übrigens super da) noch einige hotels / stationen dazugebaut

  • auf dem Bild rechts unten sieht die Lagune aber recht groß aus ;-)


    (mich schrecken die absurden Preise seitens der Lodges für den kurzen Transfer rüber zur Meerseite)

  • c-bra kommt man denn gut an den spot, von wo ich das video verlinkt habe? bei deinen fotos sieht es nicht nach so schönem glattwasser aus... und ist es da jeweils voll? Ist das der speed spot?

    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • ich war das letzte mal 2014 da, habe aber vergangen sommer mit einer hotelmitarbeitern gesprochen. mittlerweile sind 4 oder 5 neue hotels eröffnet worden, der spot somit mittlerweile ziemlich voll.

    ....

    der glaube ich das durchaus

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  • auf dem Bild rechts unten sieht die Lagune aber recht groß aus ;-)


    (mich schrecken die absurden Preise seitens der Lodges für den kurzen Transfer rüber zur Meerseite)

    ja - das ist die gaaaanz grosse lagune ;) - wollte einfach die varianten zeigen


    wir hatten noch einen einfachen wagen mit fahrer, das war durchaus bezahlbar, und die warten i.a. auch bis man fertig ist mit surfen. haben halt jetzt viel business weil auch sehr viele wellenreiter da sind. die küste ist sehr schön, einige wavespots, aber fahrerisch(auto) etwas anspruchsvoll und weiter weg sollen dann auch minen liegen(wohl eher ein thema für die wohnmobilisten


    hier ein paar bilder vom auto / Küste. wir sind auch mal vom ocean vagabond zum atlantik spaziert - eugentlich sehr schön wenn nicht so unglaublich viel müll wäre

  • c-bra kommt man denn gut an den spot, von wo ich das video verlinkt habe? bei deinen fotos sieht es nicht nach so schönem glattwasser aus... und ist es da jeweils voll? Ist das der speed spot?

    ich bin da runter und wieder heimgesurft - hab mich (mit eigenem material) an der station abgemeldet und gut isses.

    bei der photosession wars ein "downwinderausflug" von der station mit photographin


    ja das ist der "speedspot" - aber da kann man dann auch weiterziehen wenn man will

  • nur um das klarzustellen - wie oben beschrieben einer der schönsten spots wo ich je war, aber in den letzten paar jahren halt viel voller, also nicht von den schönen alten bildern einen falschen eindruck / erwartungen holen

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  • Bin von Mitte bis Ende April auch dort. Unterkunft Dakhla Attitude und Station Freak.

    Aktuell kann ich mich nicht so recht entscheiden, ob ich ein 94l oder 103l Freestylewave als Fixboard mit meinen 96Kg nehmen soll.

    Zuhause fahre ich fast nur 93l.

  • Ich war in der letzten Januar-Woche diesen Jahres dort und es hat mir extrem gut gefallen. Weitgehend glattes Wasser, konstanter Wind und immer genug Platz auf dem Wasser. Ich hatte am Learnival von Surf + Acton teilgenommen und wir waren an der Freak Windsurf Station im Dakhla Altidude.


    Wir waren 14 Windsurfer in der Gruppe. Außer uns waren maximal noch 3-5 andere Windsurfer auf dem Wasser und ich schätze nie mehr als 20-30 Kiter. Die Lagune ist bei Flut ca. 1 km breit, bei Niedrigwasser sind etwas mehr als 500 m fahrbar. Bei den meist vorherrschenden Windrichtungen fährt man auf Halbwind direkt zum gegenüberliegenden Ufer:

    Dahkla 1.png


    Von der Station muss das Material bei Ebbe ca. 300-400 Meter zum Wasser getragen werden. Die Bereiche links und rechts vom Einstieg sind Kite-Bereiche. Zum Surfen gibt es eigentlich einen Korridor, aber da die Kiter oft von der anderen Seite kommen, mischt sich das dann auf dem Wasser. War aber nie ein Problem, da es genug Platz gab und Vorfahrtsregeln meist beachtet wurden. Allerdings waren wir auch vor der Passatsaison dort und die Anlage war noch recht leer.


    Mit der Windausbeute war ich trotzdem sehr zufrieden. Wir waren 6 Tage vor Ort und hatten jeden Tag Gleitwind. An den ersten beiden Tagen reichte es für mich mit 82 kg für 5.2 und 6.2. Danach war dann jeweils größeres Material angesagt (1 x 7.2, 1 x 7.7 und 2 x 8.2). Zweimal gab es auch ablandigen Wind und man konnte parallel zum Ufer bis zur Dracheninsel fahren, die den Teil der Bucht abschließt:


    Dahkla2.PNG



    Da war das Wasser dann besonders spiegelglatt. Ansonsten gab es mal max. 20-30 cm Windwelle. Bei der Richtung muss man bei Niedrigwasser durch eine ca. 200m breite Rinne zwichen den Sandbänken durchfahren. Das könnte dann eng werden, wenn es dort mal voller ist. Ich vermute aber, in der Passatsaison ist die Richtung eher selten.


    Entgegen vielem, was ich vorher in Revierberichten gelesen habe, ist das Wasser nur am Rand der Lagune stehtief. Etwas im Luv der Station sind größere Sandbänke, an denen man dann mit längeren Finnen vorsichtig sein muss. Da tummeln sich dann oft die Kite-Anfänger und an manchen Tagen auch Muscheltaucher. Die hatten aber immer Flöße dabei und waren schon von weitem gut erkennbar.


    Die Station war recht gut ausgestattet mit JP Boards (Magic Ride, FSW, Superride und noch ein paar ältere x-cite Ride) und NP Segeln (Ryde, Speedster, Wizard). Die Station stellt aber zu dieser Saison auf Gaastra um. Die Segelwahl war allerdings oft recht limitiert, wenn 14 Leute gleichzeitig das passende SEgel haben wollten. Bin aber im RAhmen von +/# 0,5 qm immer glücklich geworden. Der ein oder andere hatte dann aber an einzelnen Tagen weniger Glück und war stark unter- oder übermotorisiert unterwegs. Es sollten aber eigentlich neue (Gaastra-)Segel geliefert werden, die dann nur während unseres gesamten Aufenthalts im Zoll feststeckten.


    Ansonsten war alles schick, nette Leute, guter Service an der Station, schlichte, aber sehr nette Zimmer, saugutes Esssen.

  • Hihi, wir haben hier 10 x 10 Kilometer und Kiter nur unter Land, meistens^^

    Warum soll ich da hinfahren?

    Korallen abbrechen, Plastikmüll sammeln oder die Bevölkerung ausbeuten, haben wir doch alles selber hier.

    Bissel kälter ist es hier aber dafür keinen Hautkrebs ;-)

  • Immerhin gibt's dort keine Korallen. Aber dahinzufliegen ist ökologisch natürlich trotzdem Kacke. Habe zwar Ablass auf atmosfair.de bezahlt und mir vorgenommen, als Miniausgleich jetzt immer mit dem Rad zum Homespot zu fahren, aber so ganz versöhnt hat das mein Gewissen dann doch nicht. Für's Surfen werden wir ja alle schnell Mal zum schlechteren Menschen, kaufen Plastikboards und Riggs aus Asien, vernachlässigen unsere Familien, fliegen durch die Gegend oder fahren kilometerweit Auto. Muss halt jeder seine eigenen Grenzen ziehen und immer mal wieder drüber nachdenken.


    Du hast schon Recht, hier ist es auch schön. Wobei das schon eine üble Umgewöhnung war, nach einer Woche bei 25 Grad Luft und 18 bis 20 Grad Wasser Zuhause wieder in den 6/5er Neo zu steigen und mit Handschuhen und Schuhen zu fahren. Hat sich angefühlt, als wäre man in einen Teppich gewickelt 😉.