Projekt: Kopie eines bestehenden Boards als Hohlbau - Es hat begonnen

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  • Wird es eine Entlüftung/Entwässerungsmöglichkeit geben?

    z.B. Löcher durch alle Rippen, ganz nah an den Kanten, damit eingedrungenes Wasser aus allen Hohlräumen

    an der Kante entlang nach hinten (oder vorne?) zur Öffnung/Ventil ablaufen könnte. Oder Ähnliches.

  • Hatte ich schon geschrieben, aber in meinem ganzen Gequassel geht sicher schnell was unter ;) (Post #60 etwa in der Mitte)

    Geschlossene Kammern wären im Havariefall wohl sicherer, aber eben kein Druckausgleich und wenn irgendwo Wasser reinkommt wird's sch..... :/

    Also kommen Verbindungsöffnungen direkt unterm Deck in die "Schotten". Beim Fahren bleibt dann eingedrungenes Wasser da, wo es ist, hann aber durch Umdrehen des Boards gesammelt und abgelassen werden.

    Die Mastbox von Flikka enthält schon eine Entlüftungsschraube, ich möchte aber noch eine Goretex-Membrane zum permanenten Druckausgleich einbauen. Mit dem Alter wird man ja vergesslich :headscratch:

    Beim Vakuumieren der Außenlagen werde ich damit wohl auch Normaldruck im Inneren zu halten versuchen, das sollte unliebsamen Überraschungen vorbeugen. Aber ob ich das so dicht bekomme? :5:

  • Ah, alles klar. Klingt gut. Sorry, ich hatte dann wohl nicht alles gelesen.

  • Update: Die abgespachtelte 1,7 m²-Platte ist nun abgeschliffen und hat dabei nochmal 35 Gramm verloren :super: - von 945 auf 940 Gramm.

    Schade daß sich dieser Verlust wieder relativiert, wenn der ganze Verschnitt wegfällt ;)

  • ooooch - eher an missverstandener Ironie :P

  • ups - sch.... Tippfehler: 975 auf 940 Gramm meinte ich :whistling:

    Aber meine vorgetragene Begeisterung war natürlich trotzdem etwas ironisch gemeint.

  • Bevor es mit dem laminieren des Stringer-Materials weiter geht, (hatte meinen Carbon -Bestand überschätzt und musste nachbestellen :rolleyes:), habe ich nochmal einige Proben laminiert um zu sehen, in welcher Relation das Laminat zur senkrechten Druckbelastbarkeit steht. Das Ergebnis ist für mich einigermaßen erstaunlich, weswegen ich es nicht vorenthalten möchte.

    Die erste Probe war beidseitig mit 200 Gramm Leinwand 0/180° laminiert und hat daher nur begrenzte Aussagekraft.


    Aufbau:

    Je ein Streifen Sandwich 100x10 mm, als Kern 6 mm abgespachteltes Rohacell IG-F 51, mit verschiedenen Laminaten (jeweils beidseitig gleich).

    Probe mit dem unteren Ende ca. 10 mm in einer Art Schraubstock fixiert, auf eine Personenwaage gestellt und mittels einer Standbohrmaschine mit einem Schleifstein als Stempel Druck ausgeübt, bis das Material nachgab oder brach. Dabei den Anzeigewert der Waage beobachtet und notiert.


    Ergebnisse:

    ProbeBruch bei xx kg, Probe 1 cm breit
    Rohacell IG-F 51 roh
    3
    Roha + 30 g/m² UD-Carbon senkrecht
    19
    Roha + 30 g/m² UD-Carbon senkrecht + 30 g/m² waagerecht31
    Roha + 60 g/m² UD-Carbon29
    Roha + 60 g/m² UD-Carbon senkrecht + 30 g/m² waagerecht38


    Gewundert hat mich, dass bei reiner Druckbelastung in Faserrichtung die beiden Varianten 60 Gramm UD und 30+30 Gramm 90° gegeneinander sich doch nicht so viel nehmen.

    Und nun stellt sich die Preisfrage, welche Variante ich wähle. Theoretisch natürlich die letzte Variante, aber wie viel ist notwendig, welches Gewicht kann man sparen? :/

    "Gewichtskosten": Jede 30 Gramm mehr Carbon /pro Seite, zuzüglich Harz) schlagen mit ca. 170 Gramm auf die Gesamtkonstruktion.

    Im Standbereich sind die "Felder" 15x10 cm groß, Ein Feld verteilt sich also auf 50 cm.


    Die erwartete Lieferung besteht aus 50g UD-Carbon - aktuell tendiere ich nach dem Test zu 50g senkrecht + 30 g waagerecht.

    Macht insgesamt ca. 300 g Laminat/m², 420 g für die Gesamtkonstruktion.

  • Gerade werde ich wieder unsicher:

    Aus reiner Neugierde mal einen Streifen Balsa in meine "Maschine" eingespannt - Bruch bei 50 kg, also besser, als Rohacell + 60+30 Carbon (38 kg)

    Der Balsa-Streifen wiegt dabei 0,83 Gramm, das Sandwich 0,98 Gramm.

    Balsa also 0,016 g/kg Bruchlast, Sandwich 0,025 g/kg Bruchlast.


    OK - das Balsa müsste noch gegen Wasseraufnahme imprägniert werden - im Gegenzug könnte man es an einigen wenig belasteten Stellen eventuell noch lochen :/


    Mist - und gerade hatte ich mich auf das Sandwich eingeschossen :rolleyes:

  • und weils so schön ist, noch 3 mm Pappelsperrholz 3 mm: wie das 7 mm starke Balsa 50 kg Bruchlast, aber 1,6 Gramm Gewicht, macht 0,032 g/kg Bruchlast.


    And the Winner ist: Balsa 8|

  • und weils so schön ist, noch 3 mm Pappelsperrholz 3 mm: wie das 7 mm starke Balsa 50 kg Bruchlast, aber 1,6 Gramm Gewicht, macht 0,032 g/kg Bruchlast.


    And the Winner ist: Balsa 8|

    Aber ich tippe mal nicht, wenn man es noch mit Harz so tränken muss, dass kein Wasser mehr rein geht, mal ganz davon ab, dass ich nicht weiß wie das geht......also würde ich da doch bei "Deinem" Grundkonzept bleiben...

    Alles was eine Chance hat durch einen eigentlich egalen Produktions oder aber Benutzungsfehler das ganze Board zum Wegwerfgegenstand zu degradieren, würde ich aussonderen als theoretisch toll, aber praktisch noch nicht verwendbar...

  • An der Überlegung ist einiges dran :/

    Ich werd' mich heute Abend mal bei den Flugzeug- und Modellbauern umschauen. Eine Alternative zum ersäufen in Epox (was neben dem Gewicht auch die Stauchfestigkeit erhöhen dürfte - beides in bisher unbekanntem Ausmaß), wäre eine Folienbeschichtung der Basisplatte noch eine Überlegung. entsprechende Folien gibts ab ca. 2g/mm - soll ja nur das Holz im worst-Case vor Wassereinbruch schützen.


    Ich werde wahrscheinlich beim Sandwich bleiben, aber trotzdem nochmal in mich gehen.

  • Kannst dich auch mal beim den SUPern und Wellenreitern umschauen. Da gibt es einige, die aus Balsa oder Paulowina Hohlboards bauen...

  • und um diech noch ein wenig mehr zu verwirren... waben wären ja auch denkbar, ich bau mir da jetzt mal zum ausprobieren einen tisch. ein kleines handmuster aus 8mm waber war durchaus vielversprechend


    Thermhex

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • Zu spät - bin ja schon verwirrt :P

    Waben, auch aus PP, hatte ich auch schon im Kopf, aber zu wenig verwertbare Daten und Bezugsmöglichkeiten im kleinen Maßstab gefunden.

    Die Teile müssten ja im Maximum auch 12 cm, hoch sein, 30 mm sind da deutlich zu wenig.

    Wollte die Tage mal noch probieren, Kunststoff-Strohhalme zu einer Matrix zu verkleben.....:/

  • falsch verstanden - mit waben platten machen - carbon biax decklaminat und hochkant reinstellen.


    so hohe waben wirst nicht bekommen


    trinkhalme verkleben wird zu schwer


    es gäbe da noch ein altes ausgelaufenes patent aus den frühen 1980ern das man pimpen könnte, aber der aufwand ist nicht unerheblich ;)


    wabenkern für surfboard über 3m im bereich von etwas unter 2 kg....


    sprengt aber diesen thread

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  • Hatte ich schon geschrieben, aber in meinem ganzen Gequassel geht sicher schnell was unter ;) (Post #60 etwa in der Mitte)

    Geschlossene Kammern wären im Havariefall wohl sicherer, aber eben kein Druckausgleich und wenn irgendwo Wasser reinkommt wird's sch..... :/

    Also kommen Verbindungsöffnungen direkt unterm Deck in die "Schotten". Beim Fahren bleibt dann eingedrungenes Wasser da, wo es ist, hann aber durch Umdrehen des Boards gesammelt und abgelassen werden.

    .....

    überlege dir ggf durch ein durcgehendes schott wenigstens 2 kammern zu erzielen. eine zweite verschlussschraube wiegt fast nix, 50%restvolumen können aber durchaus hilfreich sein

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  • Danke - gute Idee - ist notiert :thumbup:

    Höhere Waben gibt's schon - die hier könnten interessant sein

  • ui - 12" dick - kannte ich nicht. wird dann aber vermutlich schwer


    und wie wills da mit vertretbarem aufwand die deckschichten verbinden - das ist ja "der witz" bei den Thermhex waben. ich hab da nass drauflaminiert - mit dem geeigneten harz sieht das bislang sehr gut aus

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