Trimmmöglichkeiten bei Surfsegeln

Liebe Mitglieder,

die Surf-Wiki wurde für die Bearbeitung durch die Mitglieder des Surf-Forums freigeschaltet. Es können neue Artikel erstellt und vorhandene bearbeitet werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr braucht einfach nur die Surf-Wiki aufrufen und könnt sofort loslegen. Viel Spaß dabei.

Das Team des Surf-Forums
  • Hallo,


    mich würde mal interessieren, welche Sachen ihr schon mal ausprobiert habt (ausgenommen natürlich Vorliek bzw Achterliektrimm & verschiedene Masten) und welche Veränderung was bewirken.
    Positives wie negatives


    zB
    andere Segellatten ? (härter, weicher, andere Profilierung)


    Warum fahren manche Leute mit recht wenig Lattenspannung bei den nicht Camberlatten ?
    Sinnvoll ? welche Vor & Nachteile ?

  • geringere spanung in den nichtcamber latten sollte für eine rotation im segel sorgen so dass das profil nach oben hin noch deutlich flacher wird ausserdem müsste das, dass loose leach unterstützen...

  • mich würde interessieren wofür die Spacer bei Camber Segeln gut sind und was man mit mehr oder weniger Spacern bewirken kann was man nicht auch über die Lattenspannung erzielen könnte (falls dieser Zusammenhang überhaupt besteht, ihr seht mir sagt das nix mit den Spacern.

  • soweit ich es bislang verstanden habe ...


    früher haben sich die latten über die camber direkt am mast abgestützt (zB North mit den weichen Cambern)


    bei moderneren segeln stützt sich die latte gegen die lattentasche ab. der camber sitzt nur noch zwischen lattentaschenende und mast ähnlich wie ein "abstandshalter".
    wenn sich jetzt das segelmaterial der masttasche etwas weitert (oder man mehr druck auf den mast haben möchte), wird die sache nicht mehr straff sein. um jetzt wieder mehr druck vom camber auf den mast zu bekommen (und damit das profil noch stabiler zu machen), werden diese abstandsdinger (spacer) zwischen camber und endpunkt segellatte gelegt.
    somit mehr druck auf den mast => bei höherer geschwindigkeit kein gegenbauch bei segel (wie bei den camberlosen segeln)


    bei zu viel druck auf den mast, rotiert das segel nur noch schlecht, was man auch nicht (oder nur begrenzt) durch geringere lattenspannung ausgleichen könnte


    wer es besser / korrekter erklären kann ...

  • Ich meine, da sollte man sich keine großen Gedanken drüber machen. Die Latten eben
    so fest ziehen, dass das Segel faltenfrei steht, und fertig. Noch größere Spannung geht
    wieder zu Lasten der Haltbarkeit und Empfindlichkeit bei Stürzen etc.


    Naja, das ist etwas sehr pauschal. Für nicht-camber Segel mag das so gelten, aber für richtig sportliche Segel eher weniger.


    Grundprinzip:
    Oben Latten eher locker, damit sich das LL schön entwickelt. Untere Latten schön anziehen, damit sich ein gutes Profil entwickelt (man kann es hier auch "übertreiben", wenn man einen speziellen Effekt erzielen will, siehe Lüderitz).

  • hier geben ein paar Experten Tips: http://www.continentseven.com/…o-tune-a-speedsail-video/


    auch das Thema Spacer wird erwähnt. Teilweise widersprüchliche Aussagen (Outhawl), aber klar: jeder hat seine Vorlieben.


    sehr interessantes video - danke


    ich finde die ganze ghosts of speed geschichte sowieso sehr interessant

    Manche Menschen haben einen Stock im Arsch, und andere einen ganzen Grenzpfosten! c miss_paran0ia

  • mich würde interessieren wofür die Spacer bei Camber Segeln gut sind und was man mit mehr oder weniger Spacern bewirken kann was man nicht auch über die Lattenspannung erzielen könnte (falls dieser Zusammenhang überhaupt besteht, ihr seht mir sagt das nix mit den Spacern.


    Bei meinem Cannonball 7,0 musste ich länger mit den Spacern rumprobieren, bis der Anpressdruck der Camber gleichmässig war und die CB sauber shifteten und das obwohl ich den empfohlenen Mast nutze. Ohne Spacer bei Latte 2+3 lag der Druck i.W. auf dem untersten Camber.
    In der Aufbauanleitung von GUN wurden die Spacer garnicht erwähnt, liegen dem Segel aber bei.
    Offensichtlich muss man bei CB-Segel mit breiter Masttasche anfangs etwas mehr Mühe reinstecken. Bei genügend Vorliekspannung muss man die Latten dann nur noch soweit spannen, bis die Falten verschwinden. Über den CB habe ich eher wenig Spannung drauf. Auf das Shiften hat die Lattenspannung m.E. wenig Einfluß.


    Sauberes Umschlagen kann man zu zweit auch an Land testen, wenn einer das Top unten hält und der andere den Mastfuß herunter drückt (oder umgekehrt).

  • habe mit meinem Gun MegaXS auch zzt noch das problem das mit der zweite camber mal überhaupt nicht rotiert(der untere will dann auch nicht weil der von oben keinen impuls bekommt) da ist max spanung drauf. ich muss dann schon von hand mehr als kräftig nachhelfen dnn springt der untere aber auch problemlos um...


    Spacer habe ich zzt gar keine drinn...
    bringt es was wenn ich am ersten oder dritten camber nen spacer einsetze um den zweiten camber zu entlasten?....


    der vorbesitzer hatte wenn ich das richtig im kopf habe am unteren camber nen spacer drin.



    Gruß


    Alex


  • das ist in der Theorie schwer zu sagen. Ich würde sagen: ausprobieren!
    Ev. schlagen CB auch deshalb nicht um, weil sie garnicht richtig am Mast anliegen. War bei mir ohne Spacer an den beiden oberen CBn der Fall. Wenn die Vorliekspannung richtig war (Loose Leech bis Fred), war der Mast nicht soweit durchgebogen, dass die Masttasche auf ganzer Länge durchgespannt war. Folge: der untere CB lag voll an und die beiden oberen nur sehr locker; sehr schlechte Rotation. An Land hatte die Masttasche auf der Leeseite über die gesamte Länge am Übergang zur Segelfläche eine Längsfalte, m.E. ein Zeichen dafür, dass der Mast nicht gennug durchgebogen wurde. Mit Wind im Segel ging die Falte vermutlich weg und die Spannung der CB wurde vermutlich noch geringer. Mit 2 Spacern am CB über der Gabel und einem am Obersten war die Camberspannung ausgewogener und die Rotation besser. Zusätzlich gebe ich auch etwas mehr Vorliekspannung als angegeben, dafür kaum Schothornspannung. Dadurch ist die o.b. Falte fast weg.


    Es lohnt auch die Camber alle einmal herauszunehmen und an der jeweils richtigen Stelle am Mast zu testen, ob sie sauber nur mit den Rollen anliegen. Ich musste einen CB nachfeilen. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass CB verschiedener Größe im Segel vertauscht waren.


    Bei CB-Segeln mit enger Masttasche kenne ich auch noch ein anderes Phänomen (NP V6, NP Spirit). Wenn man für Starkwind Vorliek und Schothornspannung erhöht um das Segel flacher zu trimmen, schlagen die Camber nicht mehr synchron und ohne nachdrücken vollständig um.


    Es lohnt sich mal einige Zeit zu investieren um das optimale Tuning zu finden. Viel Spaß dabei :)


    sportliche Grüße,
    fm