Prima, endlich mal ein paar qualifizierte Meinungen und Infos mit technisch einwandfreien Angaben!!!
Der Materialmix macht die Musik, bei mir galt immer: 1/3 unten bocksteif und 100% UD Carbonfaseranteil, dann weich auslaufend und dann 1/3 am Tip möglichst weich mit Glas/Aramid und weichem Kern.
Ein oft vernachlässigter Knackpunkt (wie schön die deutsche Sprache das doch wiedergibt!) ist der Festigkeitssprung zum Fuß hin, da ist ein Carbongelege sehr sensibel auf die Lage der Fasern. Hier hilft nur 100% Carbon, der zur Verfügung stehende Querschnitt ist voll auszunützen um eine Überlastreserve von mindestens 100% zu erreichen.
Dann kann Wolfgang mit gutem Gewissen behaupten, seine Finnen brechen nicht (jedenfalls nicht bei normaler Belastung). Wenn man aber mit 300 Kg belastet, dann brechen sie natürlich auch ab.
Die üblichen Belastungen an der Finne :
maximaler statischer Druck des Surfers ca. 50% von seinem Gewicht
maximale dynamische Last etwa das doppelte (beim Absprung)
Die Finne sollte also mindestens 1000 N Druck bei halber Finnentiefe aushalten,
kann man testen, indem man sich bei waagerecht eingespannter Finne einfach draufsetzt.
Hält die Finne das aus, dann ist sie stabil genug.
Hält die Finne das nicht aus, dann hat man ein Problem und evtl ein paar Splitter im Hintern
meint
Dr. Spin Out