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Zu steife Gabel?

  • Totti-Amun
  • 3. November 2009 um 12:17
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    • 3. November 2009 um 12:17
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Moin,

    ich habe ein längeres Gespräch mit Ant Baker gehabt über Gabelbäume. Im Verlauf sind wir auf das Thema Steifheit gekommen und wohl den Umstand, daß eine zu steife Gabel negative Auswirkungen haben kann.

    Nein, ich meine nicht zu weiche Gabeln. Zu steife. ;)
    Nichtmal nur auf das Kopfstück bezogen...

    Wie sind eure Meinungen dazu? Evtl. eure Erfahrungen?

    Grüße

    Totti

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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    • 3. November 2009 um 13:22
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Hi,

    kann ich nicht sagen, eher im gegenteil, aber bezieht sich Ant da auf das i-frontstück ? oder auf "die" gabel im allgemeinen?

    gruß herry

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    • 3. November 2009 um 13:52
    • #3

    Hi, beim Gabeltest (war im WSJ oder?) gab es dazu ja auch schon interessante Aussagen.
    Die Frage ist für mich zu steif für was - oder: Was ist zu steif?

    Bei einer Gabel ist es bestimmt auch so wie bei vielen Dingen, dass zu viel Härte unkomfortabel ist. Auch wenn es der Performance nicht schadet.
    Das muss ja nicht rein auf das Kopfstück bezogen sein sondern auch auf die Gabel als ganzes. Ich habe steife Gabeln immer als besser empfunden. Komme allerdings von ganz unten. Also North Progression teilbar. Da war meine erste North Carbon schon ein positiver Meilenstein und die ist bestimmt zu Gabeln wie AL noch butterweich. Bei einem sehr gut arbeitenden Mast und einem Segel das geil twistet, kann ich mir kaum vorstellen das die Gabel zu steif ist. Besonders bei Längen über 200cm. Bei Wavesegeln kann das schon wieder ganz anders sein.

    Gruss
    Guido

  • Kris
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    • 3. November 2009 um 18:31
    • #4

    Hallo Guido,

    ja, ich erinnere mich auch dunkel an solche Aussagen (aus dem Gabeltest). Dort hieß es doch, dass ein paar Pros getestet haben mit welcher Gabel sie am schnellsten seien. Zur Überraschung was dies eine ältere Arrows Gabel die nicht ganz so steif wie neuere Carbongabeln ist. Vielleicht wird durch die etwas weichere Gabel der Chop besser gedämpft und man fährt so schneller.

    Wurde das nicht auch von den North Entwicklern bzgl. des iFront gesagt? Also bei choppy Bedingungen das Frontstück weicher einstellen und bei Flachwasser härter.

    Gruß,
    Kris

  • Totti-Amun
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    • 3. November 2009 um 19:06
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Ich kann das jetzt auch nur vom Hörensagen wiedergeben:

    Dunki wollte immer eine megasteife Gabel, vor Allem aber auch einen steifen Head.

    Ich habe vor 2 Jahren mal auf Sylt mit Raoul Joa darüber gesprochen (North-Sails Chef). Er sagte, alles Käse. Ein zu harter Head würde die Schläge des Boards ungefiltert ins Rigg übertragen (daher wahrscheinlich jetzt auch die neue Verlängerung mit Dämpfer). Die haben wohl seitens North Speedtests gemacht und dabei festgestellt, daß die harten Gabeln nicht die Schnellsten waren.

    Sicherlich kann man jetzt darüber streiten pro/contra Testergebnis und/oder die persönlichen Vorlieben eines Fahrers.

    Mir geht es in diesem Thread weniger um den Head, als um die Steifheit der Gabel insgesamt. Da spielt ja auch rein, wie dick die Holme im Durchmesser sind, wie dick ist die Materialstärke des Holms? Endstück stramm oder eher locker, Double-Pin, Endstückholm über dem Griffholm oder darin?

    Mich hat die Aussage von Ant eben überrascht, daß eine Gabel zu steif sein kann und diese dann u.U. Fehler beim Fahrer provozieren kann.

    Sicherlich muß man auch in diesem Zusammenhang über die neue Platinum Slalom Gabel von North-Sails reden. Diese ist ja in der Härte im Head verstellbar, aber auch im Endstück.
    Die machen das ja auch nicht nur aus Spaß an der Freud, ich hatte mir da aber früher keinen Kopf drüber gemacht. Auch nicht vor etwas über 1 Jahr, als ich die Platinum Slalom 2009 das erste Mal in den Händen hatte...

    Grüße

    Totti

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    • 3. November 2009 um 19:23
    • #6

    Ich kann mir gut vorstellen, dass in Bedingungen mit extremen Böen eine zu steife Gabel Nachteile mit sich bringt. Eine zu steife Gabel gibt jede Böe direkt vom Segel an den Fahrer weiter, grundsätzlich ist das super. Wenn die Böen aber extrem stark sind kann das leicht in einem kapitalen Schleudersturz enden.
    Das Sturzrisiko ist mit Sicherheit bei jedem Segel gegeben, ich würde aber fast sagen, dass gerade bei, Freeriden eine zu steife Gabel diesen Nachteil mit sich bringt, weil man hier nicht unbedingt mit voller Spannung an der Gabel hängt.

  • simmerfreak
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    • 3. November 2009 um 20:16
    • #7

    Schöne Grüße aus der Reha,
    meine Meinung ist immer Fahrer abhängig, ich fahre am liebsten steife Harte Finnen mit wenig bis garkeinen Flex, so ist es auch kein Wunder das ich bei den Gabeln auch immer gerne Steif/hart fahre .z.zt. fahre ich 3 Carbon-Gabeln von HPL und 1 von Tekkno
    Habe mir letztens die Allu und die Carbon von Simmer angeschaut und die wären schon meine Kragenweite !
    Gruß
    Holger

  • Boddi
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    • 3. November 2009 um 21:31
    • #8

    Puh.. das kann ja noch heiter werden hier.......
    Um die Sache mal zu gliedern stell ich mal ein paar Thesen auf:
    Vorweg:

    P Eine Gabel kann nicht unendlich steif sein. Ist logisch oder.
    Wir können hier ja gerne von einer illusorischen Gabel ausgehen die selbst bei einer Zugkraft von 1000000000000000000...Newton nicht ein mm nachgibt.

    1. Eine zu steife Gabel im allgem. gibt es nicht.
    -> weil unter normalen bis unterpowerten Bedingungen eine steife Gabel immer mehr Leistung bringt (Profil bleibt stabil da die Achterliekslänge sich nicht verkürzt -> bei Anpumpen z.B., oder Einfallende Böen können sofort zu 100% in Vortrieb umgesetzt werden)

    2. Ja eine steife Gabel fühlt sich hart und direkt an und ist unter Umständen nicht komfortabel
    -> weil Schläge vom Brett bei z.B. Kabbel direkt und zu 100% an den Fahrer übergehen
    -> das kann den Fahrer überfordern
    -> irgendwo wurde mal ein interessander Vergleich zu einem MTB (Fahrrad) gemacht. Ein voll gefederter Downhiller ist schneller als ein Hardtail
    .> Fahrer muss sich nicht permanent bemühen die Schläge auszugleichen bzw, besser gesagt muss nicht angestrengt darauf achten die Schläge vorauszusehen, zu reagieren und zu verhindern. Beim Bike kann er sich bei manchen Unebenheiten darauf verlassen, dass die Federung das kompensiert. Analog dazu beim Surfen. Beim Biken wie surfen ist es klar, dass Unebenheiten bremsen.

    3. Wir reden hier ums Speedsurfen, bzw. schnell Heizen
    -> hier stimme ich zu, dass eine ultrasteife Gabel bei rauer Piste keine Vorteile bringt
    -> Man fährt nur mit full power im Segel (Überpower - Über-Überpower)! und die Piste ist selten spiegelglatt

    4. Beim "just-for-fun" Surfen (wie ich es tue) ist es mir egal ob ich in der Welle beim anfahren ein Rampe 40kmh habe oder 37kmh. Ich weiß aber, das ich mit einer steifen Gabel unter normalen Umständen früher angleite und bei einfallenden Böen einen stabilen Druckpunkt habe. Kurz ich fahre auf einer Einstellung länger, da ich einen größeren Windbereich abdecke mit der steifen Gabel


    Fazit für mich: eine steife Gabel, hat wie alles im Leben nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile. Wie im Leben ist es so, dass bestimmte Vorteile auch Nachteile sein können gemessen unter anderen Gesichtspunkten.
    Für mich sind die Nachteile der extremen Steifigkeit einer ausgesprochen steifen Carbongabel nicht relevant. Das mag auch daran liegen das meine Segel extrem soft und gedämpft sind. (Btw geile Kombi;) super steife Gabel und Sf... daran kann North ja nicht denken;)) Die Vorteile der Steifigkeit sind für mich ausschlaggebend. Das Sf ist durch das Gedämpfte keine Leistungsmaschine, aber die steife Gabel lässt mich das Maximum an Angleitpower und Druckpunktstabilität aus dem Segel rausholen.

    Einmal editiert, zuletzt von Boddi (3. November 2009 um 21:37)

  • Boddi
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    • 4. November 2009 um 08:38
    • #9
    Zitat von Boddi

    ....
    -> irgendwo wurde mal ein interessander Vergleich zu einem MTB (Fahrrad) gemacht. Ein voll gefederter Downhiller ist schneller als ein Hardtail
    ....

    *(offroad oder downhill natürlich)

  • DrMorewind
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    • 4. November 2009 um 17:45
    • #10

    kann ich mir auch nicht vorstellen das eine Gabel zu steif sein kann. Die Abfederung oder Dämpfung der Hackböen wie auch immer man das nennt ist Aufgabe des Segels, und nicht der Gabel. Nicht umsonst fahren wir alle mit reichlich LL im Segel rum. Das sollte funktionieren..Wenn nicht, dann Segel entsorgen!

    Etwas anders siehts aus, wenn man in extrem kabbeligen Revieren unterwegs ist. An manchen Binnenseespots laufen Wind und Kabbelwelle auch nicht unbedingt parallel, so das man auf je einer Seite permanent gegen die Welle hopelt. Comersee raus zu Richtung Kloster ist da ein klassische Beispiel für. Bei solchen Bedingungen bin ich dann auch sehr dankbar wenn die Gabel ein paar Einschläge unterm Bug etwas wegfedert. .. North hat da ja jetzt was erfunden,.. hats schon jemand probiert?

    ..und zu aller letzt hängt das auch davon ab, wieviel Spannung der jeweilige Surfer überhaupt auf den Tampen bringt. Warum das noch keiner gemessen hat ..???

    Aloha Doc

  • platinmartin
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    • 4. November 2009 um 20:08
    • #11

    meiner meinung nach können die holme, egal ob kappel, überpowert oder sonst was, nicht steif genug sein. sobalt sie sich aufbiegen, also den schlag oder böe abfedern, wird die federwirkung durch das segel umgekehrt. durch verkürzung mehr bauch und so..
    beim kopfstück macht ne dämpfung schon eher sinn, aber auch nur bei kappel.

  • Pat
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    • 4. November 2009 um 22:55
    • #12

    Heute das erste Mal mit der (für mich) neuen AL360 Carbongabel gefahren.
    Meist fahre ich auch mit einer recht weichen Arrows Carbongabel.
    Im Gegensatz zu der ist die AL360 steif wie Eisenbeton.
    Das ist schon recht gewöhnungsbedürftig, gerade bei den sehr böigen Verhältnissen hier bei uns.
    Hatte das Gefühl, dass die Böen viel direkter zu spüren waren.
    Negativer hab ich aber das hohe Gewicht von dem Teil empfunden.
    Positiv ist die Gewissheit, dass das Teil nicht so schnell den Geist aufgibt beim Surfen. Hab diese Saison schon drei Gabeln kaputt gemacht.

  • platinmartin
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    • 4. November 2009 um 23:17
    • #13

    hm, hatte nach dem ersten mal mit der x9 das gefühl, das böen dem segel nichts mehr anhaben können. vorher, mit alu, hat man deutlich mehr druckpunktveränderungen im segel gespürt. das segel setzt jetzt die böen eher in vortrieb um und vorher hats viel mehr in quer richtung gezogen.

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