Bei meinen MFC Quad Finnen ist auch die Fläche angegeben. Ich habe die 250er, die mit 8/14 genau den aktuellen Finnen für das Ultra Grip 76 entsprechen.
Bei meinen MFC Quad Finnen ist auch die Fläche angegeben. Ich habe die 250er, die mit 8/14 genau den aktuellen Finnen für das Ultra Grip 76 entsprechen.
Thruster sind sehr gut geeignet bei geringen Wassertiefen, wo sonst nur noch Weedfinnen fahrbar sind ohne Gefahr zu laufen aufzusetzen. Das Hängenbleiben mit der Finne ist besonders bei geringer Wassertiefe gefährlich, da kann man sich den Hals und die Knochen im Ernstfall brechen.
Dem kann ich nur zustimmen, ich habe mir vor vielen Jahren bei einem Finnenaufsetzer mit Overpower-Böe auf einer Sandbank Elle und Speichedes linken Arms knapp über dem Handgelenk komplett gebrochen. Dabei hat der Arm beim Aufprall auch den Gabelbaum zerlegt, was aber das geringste Problem war.
Das war eine langjährige Angelegenheit - 2 Jahre bis ich den Arm nach dem Zusammenwachsen wieder voll drehen konnte.
Seither hänge ich mich im Bereich von flachen Sandbänken immer aus dem Trapez und schalte mindestens einen Gang runter - mit und ohne Thruster.
Da habe ich auch schlechte Erfahrungen beizusteuern, Stein mit der Finne getroffen, Schleudersturz, Sprunggelenk gebrochen - am ersten Urlaubstag ![]()
War vor der Thruster Zeit.
Ich fahre am Strand erst los, wenn ich eine Wassertiefe gut über Kniehöhe habe, also Thruster wegen geringer Wassertiefe ist bei mir kein Thema.
Bei K4 und Witchcraft sind die genauen Finnen Flächen ausgewiesen. Guter Anhaltspunkt.
Die Fläche ist sowohl bei Finnen als Segeln nicht ganz so entscheidend wie die Länge.
Ich hatte früher rund 2012 mal eine Serie Finnen breiter gemacht um mehr Fläche zu bekommen und kleinere Finnen fahren zu können. War aber kaum der Fall und dazu waren die noch langsamer auch weil um keinen Strömungsabriss bei hohen Anstromwinkeln zu bekommen, müssen die Finnen auch dicker werden.
Wie bei allen Profilen ist die Faustregel: 2/3el der Lift (Power) kommt aus den ersten 1/3el. Schau nach Windräder oder Segelflugzeuge. Warum Finnen nicht genauso lang und schmal gestaltet werden liegt daran das bei Finnen und Segel, die Hebel und stabilität auch mitbedacht werden.
Auch bei Segeln sollte man zumindest neben die Fläche auch die Mastlänge mit beachten. Ich habe früher mal einen Ezzy 5.2 gegen ein Naish Chopper 5.2 mit einen +/- 40cm kürzeren Mast getestet. Wo ich mit den Ezzy normal gleiten konnte, war es mit den Chopper schwer überhaupt einen Wasserstart zu machen und als es denn geklappt hat war an gleiten nicht zu denken. Es fühlte sich zwar etwas händlicher an aber was nutzt das bei ein 5.2er wenn es nur die Power einer 4.7 liefert. Das war eine gute Lehre.
Aus diesem Beitrag ergibt sich dann, dass zu kurze Finnen doch Nachteile mitbringen.
Man muss halt einen persönlich guten Kompromiss finden, und die vier oben genannten Kriterien für sich gewichten.
Bei mir ist das, wenn ich Thruster nutze
1. Kontrolle
2. Agilität
3. Geschwindigkeit
4. Angleiten
Angleiten ist ganz hinten, weil das mit meinem Material und Gewicht eh kein Thema ist, Gewindigkeit mit den WC Finnen auch nicht wirklich, also geht es für mich darum, mich auf dem Board und in der jeweiligen Situation sicher und wohl zu fühlen, um das zu machen was ich kann und will.
Wen ich Single Fin nutze ist weniger Wind und eher cleanes Wasser, dann ist es eher
1. Geschwindigkeit
2. Agilität
3. Kontrolle
4. Angleiten