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Mastfuß weiter vor oder Backwing Winkel verstellen? Foilanfänger

  • Martin94
  • 2. Januar 2025 um 22:55
  • Martin94
    Anfänger
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    • 2. Januar 2025 um 22:55
    • #1

    Servus zusammen und erstmal frohes neues Jahr!

    Mein erster Beitrag in diesem Forum :)

    Habe mitte vergangenen Jahres mit dem Windfoilen begonnen und konnte auch recht schnell erste längere Flüge genießen. Leider konnte ich bis jetzt nicht wirklich entspannt am Gabelbaum hängen und musste immer viel Gewicht auf den vorderen Fuß bringen um zu verhindern, dass das Foil zu hoch steigt. Meine erste Maßnahme war den Mastfuß weiter nach vorne zu schieben und man hat sofort gemerkt, es will nicht mehr ganz so stark steigen, aber ich musste dabei auch immernoch leicht das Segel öffnen um nicht schneller zu werden und wieder aufzusteigen. Ich habe ca bei der Mitte der Mastspur gestartet und bin jetzt ca. zu 75% vorne. Nach einer kurzen Recherche habe ich auch gelesen ich könnte den Backwing mit einer Unterlegscheibe verstellen um weniger Lift zu bekommen.

    Zu meiner Frage: Wo liegt der Unterschied in diesen beiden Optionen und welche sollte ich zuerst versuchen um die Nase auf der gleichen Flughöhe zu halten ohne dieses viele Gewicht auf dem vorderen Fuß zu haben? Das Foil hatte keine dieser Shims dabei und ich habe gelesen ich müsste das mit einer normalen Beilagscheibe verstellen.

    Ich möchte natürlich nicht ausschließen, dass ich Fahrfehler mache, schließlich bin ich noch Anfänger. Mein vorderer Fuß ist im Flug in der Schlaufe. Der hintere vor der Schlaufe, leicht zur mitte versetzt und wie gesagt, immer mit mehr Gewicht auf dem vorderen Fuß als auf dem Hinteren. Eingehängt bin ich nach dem Take-off nichtmehr.

    Zum Board, Foil und Segel.

    JP Australia Hydrofoil 133 - 84cm breit

    Segel NP V8 Flight 6qm

    Foil: Gunsails 1500 Frontwing, Backwing 316

    Nettogewicht von mir ist ca 75kg

    Grüße Martin

  • chris87
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    • 2. Januar 2025 um 23:42
    • #2

    HI

    da spielen natürlich diverse Aspekte mit hinein ich versuche mal zu strukturieren:

    Mastmuß-Position: die sollte so gesetzt sein, dass sich der Frontflügel idealerweise in der Mitte zwischen deinen beiden Füßen befindet. D.h. die Position ist eher abhängig von der Länge deiner Fueslage. Längere Fuselage, tendenziell eher mehr nach vorne, kürzere Fuselage tendenziell eher nach hinten.

    Backwing-Position: das ist korrekt. Hast du zu viel Power, dann kannst du mit einem angestellten Backwing etwas depowern.

    Ansonsten bleibt zu sagen:

    Der 1500er Flügel ist schon sehr groß. Ich kenne jetzt zwar dieses Foil nicht, kann mir aber vorstellen dass der Flügel generell schnell überpowert ist. Ggf dann eher zu einem kleineren Segel greifen.

    Fahrtechnik: das was du beschreibst ist gerade als Anfänger normal. Der Schritt in die hintere Schlaufe benötigt zu Beginn einen gewissen Mut. Normalerweise würdest du zumindest im Trapez hängen und Druck machen. Das bringt dann die Boardnase nach unten. Wenn du keinen Druck im Trapez hast oder gar ausgehängt bist, dann fehlt natürlich der Druck und das Board steigt. Das kannst du am Anfang zum Üben erstmal kompensieren, in dem du einfach das Segel aufmachst oder ggf. eine kleinere Segelgröße aufbaust. Beim Foilen hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten zu trimmen - entweder Segel-Größe oder den Frontwing. Da ich davon ausgehe dass du aktuell nur einen Frontwing hast geht erstmal nur der Trimm über ein kleineres Segel und ggf. über einen angestellten Backwing.

    Ich hoffe das hilft :)

  • cad184
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    • 3. Januar 2025 um 17:54
    • #3

    Versuch einfach mal den Backwing etwas flacher zu stellen, das sollte den Druck vom vorderen Fuß nehmen.

    Wenn du den Mastfuß schon weit vorne hast und trotzdem ständig gegen das Aufsteigen ankämpfen musst, sollte der shim helfen.

    Der shim am Backwing wirkt sich mit zunehmender Geschwindigkeit mehr aus, während die Mastfußposition eher nicht so abhängig von der Geschwindigkeit ist (so richtig schnell wirst du mit dem großen Flügel ohnehin nicht sein). Einfach verschiedene Settings/Kombinationen probieren und spüren wie sich das anfühlt. Gibt leider kein allgemeingültiges Rezept, da zu sehr abhängig von Fahrergewicht, Segel, Foil (größe und Art)…

  • su22371
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    • 3. Januar 2025 um 18:24
    • #4

    Ich empfehle mal den Windfoilguide zu lesen, dort werden die Zusammenhänge schön erklärt.

    Beitrag

    RE: Windfoil Guide Version 5

    Hey Boris,

    vielen Dank erst einmal, dass Du Dir jedes Mal eine solche Mühe mit dem Foilguide machst!



    Wenn es nur um die Übersetzung des kleinen Abschnittes auf der letzten Seite geht - there you go...

    EN

    Flugtechnik Racetack/Wende:

    • Land the board flat - avoid heavy railing
    • Maintain as much speed as possible (sounds obvious)
    • Helps keep the water flowing over the foil for early flight
    • Fast feet around the mast - less steps - land where you need to be
    • Pull the sail forward and place the hands
    …
    Mr.MOK
    5. Februar 2023 um 18:37

    Gruss

    Carlo

  • Martin94
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    • 3. Januar 2025 um 22:03
    • #5

    Hi,

    super, vielen Dank für die Antworten und Erklärungen.

    Ich werde mir auch mal diesen Guide durchlesen um die zusammenhänge besser zu verstehen. Danke fürs Teilen!

  • David R-T
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    • 5. Januar 2025 um 10:42
    • #6

    Ich hab auch erst begonnen und hatte anfangs das selbe Problem.

    zunächst hat ein kleineres Segel geholfen. Dann konsequent immer im Trapez fahren und ordentlich Last (nach unten) einbringen.

    Dann konsequent immer in beiden Schlaufen fahren (das ging bei mir erst mit dem Wechsel vom Super Sport auf ein Foil Board).

    Den Winkel am Tail Wing zu verringern hat vor allem den speed verbessert, machte den Takeoff aber deutlich schwieriger und der höhere speed macht Angst und erfordert flottere Reaktionen. Die Nase naja, blieb fast gleich steigwillig, aber halt erst schneller (nicht so angenehm).

    Für mich haben Trapez und beide Schlaufen zu nutzen am meisten gebracht, die Nase unten zu halten. Auf Raumwind hilft mir nur das Segel weit auf zu machen, voll im Trapez hängen zu bleiben und zu beten, dass keine Böe kommt. Zudem hilft mir ein Segel zu verwenden, dass den Zug sehr kontinuierlich mit dem Anstellwinkel ändert, das ich also gleichmäßig Zug-ärmer machen kann mit dem auf machen und das andersrum beim dicht holen nicht ab einem gewissen Winkel sehr plötzlich anschiebt. Das F-Type und bei wenig Wind auch E-Type funktioniert für mich gut. Ach ja der 85er Mast ist sicher nicht zu lang bei mir. Kürzer hätte sicher öfter Probleme gemacht, man hat dann einfach Null Spielraum.

  • Suedostler
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    • 10. Juli 2025 um 08:17
    • #7

    Mit langen Tampen richtig ins Trapez hängen, dann kannst du in Böen das Gewicht besser nach vorne schieben und die Kräfte gehen nicht so direkt ins "System". Lange Tampen machen beim foilen mit den größten Unterschied, finde ich.

    Mit etwas weniger Downhaul bleibt die Boardnase in Böen evtl. auch stabiler...

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