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2-K-Epoxidharzklebstoff härten

  • poseidon
  • 23. September 2012 um 19:40
  • poseidon
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    • 23. September 2012 um 19:40
    • #1

    Hi,

    eine Frage an die Kunststoff und Kleberexperten:

    2-K-Epoxidharzklebstoff (z.B. UHU PLUS ENDFEST 300) kann man härten, wenn man die Verklebung einer erhöhten Temperatur aussetzt. Die Endfestigkeit wird dadurch erhöht.

    Wann kann man mit der Härtung beginnen, schon während der Topfzeit direkt nach dem Aufbringen des Klebers (in diesem Fall 120 Minuten), oder erst nach der Topfzeit?

    Gruß
    Poseidon
    -------------------

  • kaktus
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    • 23. September 2012 um 20:12
    • #2

    Bei Epoxidharzen findet eine Polyaddition statt. Das ist eine exotherme Reaktion, das heißt, bei der Reaktion wird Wärme frei. Bei größeren Ansätzen kann es sogar zur Selbstentzündung kommen. Wobei man aber eben auch wissen muß, das bei zu geringen Temperaturen die Reaktion zum stoppen kommt. Deshalb wird eigentlich immer eine Mindesttemperatur von 5 Grad verlangt. Man kann auch einen Harzansatz im Kühlschrank lagern, ohne das er fest wird. Bei wieder steigenden Temperaturen beginnt die Reaktion wieder. Die Angaben zur Topfzeit beziehen sich eigentlich immer auf eine Temperatur von 20°C und 75% Luftfeuchte.
    Wenn man nun die Temperatur um 10°C erhöht, verkürzt sich die Verarbeitungszeit um die Hälfte. Meistens verbessern sich durch die Temperaturerhöhung die mechanischen Eigenschaften. Es gibt eben Harze, die getempert werden müssen, weil sonst die Reaktion gar nicht erst in Gang kommt und die sogenannten "kalthärtenden" Kunststoffe. Bei den genannten Klebern handelt es sich um solche Kunststoffe. Man kann natürlich sofort nach dem applizieren mit demTempern beginnen. Erstens wird das Ganze viel schneller fest und hat, wie gesagt, meist bessere Eigenschaften. Mann darf es aber mit der Temperatur auch nicht übertreiben, aber dafür gibt es ja die technischen Merkblätter oder es steht einfach die Temperaturbeständigkeit auf der Verpackung. Ich denke, so um die 50°C machst Du nichts verkehrt.

    mfg

    Kaktus

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Multi_Fan
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    • 24. September 2012 um 08:51
    • #3

    Kommt auf die Klebung an, es wird unter Temperatur dünnflüssiger und läuft dir eventuell weg.
    Die Temperaturen und die zu erwartende Festigkeiten stehen ja auf der Packung, ich habe schon Krümmer von Verbrennungsmotoren mit Endfest 300 geklebt, kein Problem!

  • Pat
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    SAB
    • 24. September 2012 um 21:38
    • #4

    Hi,
    Eigentlich sollte man die Temp. kontinuierlich erhöhen, 10 Grad pro Stunde wäre ideal.
    So hat man auch keine Probleme mit dem Davonlaufen des Harzes.
    In der Praxis stelle ich das Werkstück erst mal an die Wärme im Schatten und erst später, wenn es schon fest ist in die volle Sonne oder Ofen zum Tempern.
    Zusätzliche Glasfasern im endfest halten das Harz fest, Abkleben mit Tape drückt überflüssiges Harz aus dem Gewebe und macht die Oberflache schön glatt.

  • p51flier
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    JoseFIN
    • 25. September 2012 um 07:34
    • #5

    Beim Kleben mit dem Endfest 300 kannst Du sofort mit dem Fön draufhalten oder das Bauteil für 5 Minuten ins Backrohr bei max 120 Grad geben, wenn's das Bauteil aushält.

    Beim Tempern von neuen, bei Raumtemperatur ausgehärteten neuen GfK-Teilen machst Du's so wie Pat obn schrieb. Aber der Endfest 300 ist ja kein Laminierharz, zur Verstärkung kannst Du aber natürlich schon noch Glasfaser(schnitzel) dazugeben (siehe oben).

    Sepp

    Wer sich hinter meinem Rücken den Mund über mich zerreißt, ist genau in der richtigen Position um mich am.......

  • aurum
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    • 25. September 2012 um 18:07
    • #6

    krümmer vom Motor?
    ausgehärteter epoxikleber wird doch bei 200 Grad oder so wieder weich
    ich muß manchmal solche Verklebungen lösen: etwas warmmachen und ziehen, easy
    egal ob uhu oder sonstwas

  • Multi_Fan
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    • 28. September 2012 um 11:28
    • #7

    War der Krümmer von einem Modellflugmotor mit gut 60cm³, allerdings eher am Resorohr als an der Brennkammer. Dürften aber auch weit über 200° gewesen sein!

  • poseidon
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    • 1. Oktober 2012 um 10:12
    • #8

    Hi,

    vielen Dank für Eure Beiträge.

    Ich habe die selbe Frage an UHU gestellt. Die Antwort sinngemäß in Kürze:

    Es muss sofort nach dem Fügen getempert werden.
    Wenn die chemische Reaktion abgeschlossen ist, ergibt eine Temperaturerhöhung keine höhere Festigkeit.

    Gruß
    Poseidon
    -------------------

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