Standlack auf PE-Boards

  • Moin Männers,
    Ich hätte da mal eine Frage.
    Ich hab schon eine ganze Menge Erfahrung im Reparieren von Boards, nur eine Frage hatt sich mir bis jetzt noch nie gestellt.
    Als ich jetzt im Urlaub in Dänemark war, hat mich jemand von der Surfschule gefragt, wie er den Standlack auf den HIFLY Schulungsboards wieder hinbekommt. Hat denn jemand von euch eine Idee? Haftung auf PE ist ja wirklich mal eine Herausforderung.
    Das geht ja nicht nur diese Schule an, also wir sind für jeden Hinweiß dankbar.


    Kaktus

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • am einfachsten ist es zu beflammen


    gas - lötlampe und damit leicht übers vorher gereinigte PE fächern bis sich ein LEICHTER umschlag im glanz an der oberfläche ergibt. nicht anschmelzen !


    dadurch werden die makromoleküle an der Oberfläche für kurze etwas reaktions/bindungsfreudiger und wenn man kurz darauf ( ca 15 min) lackiert sollte man eine ansprechende haftung erzielen.


    alternativ kann man auch mit chemikalien ran, aber das wird für die meisten zu gefährlich, oder plasma/coronabehandeln, aber das werden die wenigsten herumstehen haben

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • Das ist ja schon mal interresant. Geht denn vieleicht auch ain Kunststoffhaftvermittler aus dem KFZ Bereich?
    Oder anstatt der Flamme auch eine Heißluftpistole?

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • haftvermittler - keine ahnung, auch nicht wie der dann mit UV unter dem transparenten standlack umgeht


    heissluft - soweit ich weiss nicht, weil du die chem. reaktion an der oberfläche brauchst - die genauen vorgänge hab ich mir ende der 80er das letzte mal durchgelesen, selber nutze ich i.a. industriellere verfahren, oder zur reparatur die gaslötlampe

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  • Jede Idee ist besser als keine.
    Vieleicht gibt es ja noch jemand, der Ahnung in Sachen Kunststoff hat speziell in Sachen PE.
    Meine Idee war ein "2-Komponentiger PU-Lack aus der Fußbodentechnick (Eine sogenannte Kopfversieglung) mit dann eingestreutem Antirutschsubstrat.
    Ich bin mir halt nicht sicher ob PU-Lack auf PE haftet.


    Kaktus

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  • Wir hatten bei uns an der Surfschule das gleiche Problem:
    Gut erhaltene HiFly Mambo und Motion mit zu wenig Grip.


    Folgende Lösung:
    Die einfachsten EVA Gummi Matten von B3
    http://www.ozu-tarifa.com/index.php?id=835
    Kostet 20 €, gibt einen Super Grip und sieht auch noch gut aus!
    Wichtig: Ecken abrunden, Kanten mit dem Cutter anschrägen. Brett säubern (evtl. leicht mit Verdünner), Kontaktkleber (wie Pattex) beidseitig auftragen, trocknen lassen und mit viel Druck verkleben.


    Hält auch im Schulungsbetrieb locker 2 Jahre und ist deutlich angenehmer zu Knie und Ellbogen der Anfänger als ein neuer Belag...


    Wenn ich mal Zeit habe, kann ich auch Fotos machen.



    Hatte dazu schon mal was im Bereich SUP geschrieben:


    siehe hier:
    http://issuu.com/b3-tarifa/docs/catalogo-b3-2010-pvp
    Auf Seite 21 kann man eine EVA Matte 50 cm x 100 cm (leider nicht selbstklebend); für sage und schreibe 20 € kaufen. Noch etwas Pattex und fertig ist der Belag! (Für ein Einsteiger Tuning reicht eine Matte, besser sind 1,5 bis 2 Matten).Der Pad ist dick, bequem und gut strukturiert. Vielleicht gibt es ja auch in D etwas ähnliches.
    Und ja Teenie: das geht dann auch für einen abgelutschten Standbelag fürs Windsurfen. (Wenn man die Kanten anschrägt, hält das sogar in einer Surfschule über ein Jahr – ideal für PE Boards wie Hifly oder ähnliches)
    Bei Da Kine gibt es übrigens für ca. 120 € ein komplettes Pad, sogar selbstklebend, und es gab früher auch Footpad Material mit Kleber und Folie zum abziehen (das benützt Proof heute noch).

  • Klarlack auf die Standfläche und dann in den nassen Klarlack ZUCKER streuen, danach trocknen lassen und dann noch eine Schicht Klarlack zum Schutz des Zuckers auftragen. Nicht zu viel Zucker, sonst wird es zu rau, am besten mit einem engmaschigen Mehlsieb auftragen.

  • Mit dem Zucker war die Idee damals, daß der Zucker sich auswäscht und die Krater für den Grip sorgen.


    Am Brouwersdam haben die Schulungsboards keine Antirutschbeschichtung. Die Schüler sollen zur Standhaftung Schuhe tragen. Die bieten dann auch Schutz gegen Steine und Muscheln.

  • Moin,


    clausBF: Wieso nennst du mich in dem zusammenhang? Für Schulungsbretter ist doch deine Variante die sinnvollste! Teppich ist perfekt für die knie beim aufsteigen, bevor der Beachstart kommt...
    Das ein Anfänger immer Schuhe tragen sollte ist eh klar, allein wegen des Schwertknaufs.


    Bei den PE Boards haben wir damals im Winter immer dieses Spray von M2(?) verwendet. Kostete die dose 20,-DM und reichte für 2 Boards.
    Leider war der nicht wirklich gut haltbar, aber eben die einzige Variante die auf PE überhaupt hielt.


    Grüße
    teenie

  • Ich danke erst mal für alle Ideen. Mir persönlich gefällt die Idee mit dem Softdeck am besten. Ich werde es so weitergeben.
    Also noch mal Danke.
    Aber vieleicht habt ihr ja noch mehr Einfälle


    Kaktus

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Ich will den alten Thread noch mal wiederbeleben bzw. fragen, ob jemand zwischenzeitlich weitere Infos beitragen kann.


    Bin letztens mal auf die PE-Schulungsbretter unseres Vereins gestiegen und habe festgestellt, dass wir da dringend was machen müssen.


    Bin für jede Art von Hinweisen dankbar.


    In anderem Thread frage ich mal nach Alternativen für den Ersatz der alten Bretter.