Posts by p51flier

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    So, hier mal ein paar Profile mit den dazugehörigen Koordinaten:

    Profildicke Rücklage

    8% 35%

    8,4% 35%

    9,44% 38%

    9,54% 42%

    Mein derzeitiger Favorit ist das 8,4er/35%. Das sind alles leicht modifizierte Profile von gängigen Finnen. Durch die Ungenauigkeit und die Glättung der aufgenommenen Koordinaten im CAD (mit der Funktion "Curvature") bleibt aber niemals genau das Originalprofil übrig. Sehr harmonisch schauen die Profile von cfin und Carpenter aus. Die sehen den im Modellbereich bei den Hochleistungsseglern (schnelle F3F, eher langsame F3J) angesagten Profilen sehr ähnlich. Natürlich nur deren Oberseite, denn diese Profile haben ja eine sog. Wölbung, d.h. sie sind asymmetrisch. Die Koordinaten dazu kann man in den üblichen Modellbauforen/seiten bekommen.

    Das Geheimnis einer guten Finne liegt für mich primär im Layup. Ein passendes Profil (Basis kann ohne weiteres das uralte NACA 64A010 sein das man dann etwas dünner macht) und die Outline passen gleich einmal und damit die Form.

    Noch ein Kommentar dazu: ....passen gleich einmal .......OK, ein Profil mit ca. 8,5-9,5% Profildicke und 30-38% Dickenrücklage sollte es dann schon sein. Ganz klassische Profile mit 10-12% und der dicksten Stelle bei 25% sind einfach zu langsam (aber sehr einfach zu fahren).

    Wipe Out.....Du kannst eine Form auch auf die klassische Art machen: ein Urmodell abformen. Aber wie kommst Du zu einem solchen? Am sichersten ist da das Kopieren einer Finne oder einer billigen Glasfinne aus einer Negativform. Wie man sowas macht, findest Du zB auf der r&g Homepage und wie schon erwähnt in den einschlägigen Modellbauforen.

    Ein Urmodell händisch zurechtschleifen geht natürlich auch, das schaffen aber nur die alten Haudegen (Lessacher, Othmar, Puritscher) mit ihrer langen Erfahrung darin.

    Da stehst aber lange an der Bohrmaschine.....


    Gestern ist eine neue Finne geschlüpft. Die Finne wird noch mit 600er geschliffen, dann sieht man die Spuren aus der Form auch nicht mehr. Spürbar sind sie frisch aus der Form aber auch nicht. Die Finne ist jetzt für mehrere Stunden in der Temperbox.

    Tja, im CAD steht so eine Form gleich einmal. Nur, wer fräst sie mir? Meine ersten Formen hat mir scalemodellbau.de gefräst (gibt's nicht mehr), die folgende konnte mir ein Freund von einem Autoindustriezulieferer fräsen lassen (war purer Zufall), die letzte fräste mir cnc-negativformen.de in der Nähe des Starnberger Sees. Es gibt 100%ig genügend private Fräser, aber die wollen verständlicherweise ihre Ruhe. Und echte Profifräser sind nicht bezahlbar. Eine Ureol-Form kostet ca. 300-450 Euro, eine Alu-Form 400-600 Euro, Plexiglas weiß ich nicht. Aber so eine Form macht man ja nicht jedes Monat..... angeblich ändert Jack Carpenter an seinen Finnen über mehrere Jahre überhaupt nichts (ob's stimmt...)


    Offener Umgang..... Ich bin auch Modellbauer, hier gibt's diesbezüglich gar keine Geheimnisse. Hier wird zB die Entwicklung neuer Profile offen diskutiert, fast wie Open Source. Und erst der ach so geheimnisvolle Formenbau. Da wird oft jeder kleinste Schritt dokumentiert (klassische Bauweise und auch CAD/CAM) und Formen manchmal sogar verliehen. Und gegen diese Formen sind Finnenformen Kindergeburtstag. Schaut mal bei rc-Network.de oder rcgoups.com bei den Amis rein.

    Das Geheimnis einer guten Finne liegt für mich primär im Layup. Ein passendes Profil (Basis kann ohne weiteres das uralte NACA 64A010 sein das man dann etwas dünner macht) und die Outline passen gleich einmal und damit die Form. Nach 2 - 3 Finnen hat man dann schon halbwegs ein Gespür für das Layup für Twist und Flex.....dann geht das große Experimentieren los.

    Nein, Angst habe ich diesbezüglich keine. Aber empfindlich ist die Spitze schon. Auf den Beton- oder Schotterboden stellen ist keine gute so Idee. Wenn die Spitze mal einen anständigen Macken abkriegen sollte, dann kann man ja mit Harz + Gewebe reparieren oder einfach abschleifen ("clipped wing"). Es gibt ja einige Hersteller die das schon so ausliefern, wie zB die cfin 5.0.

    Das Reinstechen ist mMn nicht soo ein großes Problem, eine sehr scharfe Endleiste dürfte da schon mehr Gefahrenpotential haben.

    Ich habe das Ende deswegen so schmal gemacht, weil damit ein (theoretisch) halbwegs ellipitischer (zumindest kein rechteckiger) Auftriebsverlauf über die Finnenlänge erreicht werden kann/könnte.....wie auch immer, diese Finne ist damit ziemlich einfach und sicher zu fahren.

    Hier mal die erste Form. Sie hat noch keine Harzrinne vor der Nasenleiste, die ist aber im CAD nachträglich einfügbar. Harzrinnen haben hier den Vorteil, dass das Harz, das beim Schließen der Form immer in kleinen Mengen in die Trennebene eintritt, nicht bis zu den Verschraubungen (sind nicht im STEP-File anhalten, werden nachher gebohrt) vordringen kann. Das Rausklopfen der verharzten Schrauben nervt dann ziemlich.


    Mit dieser Form lassen sich Finnen bis 43cm Länge laminieren. Die Endleiste ist ca. 0,18mm dick, d.h. man muss ein leichtes Gewebe mit 0,08 bis 0,1mm Dicke als erste Schicht nehmen. Eigentlich als 2. Schicht, die 1. ist immer ein dicht gewobenes dünnes 55er Glas. Ich verwende dzt. z.B. BIAX 60 von hp-Textiles oder 64er Spread Tow von r&g, dann BIAX80 und BIAX100 (alles in 45/45 Grad Ausrichtung) für die ersten 4 Lagen, dann UD30/80/150/200 in unterschiedlichen Abstufungen. Achtung: BIAX 60 hat recht große Zwischenräume, kann bei sehr harzarmem Laminieren zu kleinen Lufteinschlüssen führen, die man dann nach dem Tempern sieht. Eine Liste mit einem für mich guten Layup stellen ich demnächst hier rein. Ich muss dazu auch noch ein Foto der Schablone machen.


    Dann sind noch die zwei Tuttleboxen als STEP-File dabei. Da das Bohren der 8mm-Löcher für die M6-Schrauben doch etwas umständlich ist, forme ich diese Bohrungen ab. Ein Freund hat mir dazu einfach zwei M16-Schrauben teilseise auf 8mm abgedreht. Alles (Formen und Schrauben) mit dem Spray-Trennmittel von r&g einsprühen, leicht abwischen, fertig. Die Schrauben lassen sich mit den M16-Muttern leicht in der Form bzw. Finnenbasis lockern und können dann mit einem "Plopp" aus der Finnenbasis gezogen werden. Die Oberfläche des 8mm-Teils der Schrauben muss dabei gar nicht soo super sein. Die Tuttleboxen sind auf eine Dicke von 16mm ausgelegt. Erstens schrumpft das Harz etwas und die Cobra-Boxen sind sehr unterschiedlich und können schon mal fast 16mm weit sein.


    Schöne Grüße

    Sepp

    ........ kein Wissen weitergeben wollen oder können, aber nur wissen wollen wo es billig Messinginserts

    gibt. Wolfgang

    Uuiuiui...... Na ja. Egal. Jeder hier, auch Du, kann meine Formen (Finnen, TB-Box, DTB-Box) als STL-Datei haben, verwenden, modifizieren wie er will, nicht verwenden oder ignorieren. Meine Liste mit den für mich passenden (und auch die nicht so gut passenden) Layup-Beschreibungen, Tipps zum CAD, Profidaten etc. natürlich auch. Alles. Reicht Dir das?

    hier sind viele leute vetreten die mehr oder weniger professionell finnen bauen / gebaut haben.

    Also ich eher weniger professionell.....Gott bewahre, 3-4 Finnen am Tag, never! Da spielt mein Kreuz nicht mit, keine Lust dazu. Maximal 6 Stück pro Jahr, für mich selbst und 1-2 Freunde.

    Schon mal ans S2Maui Wicked als Foil- und Finnensegel gedacht? Ist eines der leichtesten Segel überhaupt und in Frankreich sehr beliebt.

    Mach mich mal schlau darüber

    Ich fahre derzeit das Racesegel von S2Mau, das Venom in 7,7 (aus 2017 und 2019) und einige Wavesegel (Dragon). Nachdem ich letzten Sommer am Pier bei einem Testwocheende auch das 7,0er Wicked fuhr, habe ich mich für ein ganzes 7,0er Wicked-Rigg entschieden. Jedem, der das Rigg damals aufhob, fiel sofort das niedrige Gewicht auf. Ebenfalls sehr auffällig war die sehr leichte Rotation der beiden Camber. Das Material ist Monofilm und ein leichtes X-Ply-Laminat. Am Wasser fühlte es sich ebenfalls sehr leicht an, die Druckpunktstabilität ist einem 2-Camber-Segel entsprechend auch gut. Lässt sich schön anpumpen, besser als das Venom. Fühlt sich für ein 7,0er eher klein an (OK, bin 7,7 gewohnt).

    S2Maui gibt's in GER im einen oder anderen Shop und beim Importeur TPE-Sports (dort mal anrufen). Die Preise sind OK.

    Hast Du eine günstige Quelle für Quermutterbolzen aus Messing hier in Europa? Sind ja eigentlich Teile für den Möbelbau. Ich konnte nur welche bei alibaba finden. Oder eben selber machen. Wenn eine der verzinkten Quermutterbolzen zu rosten anfängt, dann wird sie eben entsorgt. Im Süßwasser nach 1-2 Saisonen, im Salzwasser nach 1-2 Monaten. Bei Stückpreisen von 20-40 Cent nicht wirklich ein Problem.

    Messung der Finnenhärte? Klassisch mit Federn und Messuhren oder mit div. Messaufnehmern?


    Erster Beitrag für günstige Quermutterbolzen: seimatec (ich nehme nur mehr die verzinkten Teile, das Selbermachen aus Messing war mir mit der Zeit zu nervig....)

    Hier im Forum sind ja einige Finnenbauer unterwegs. Besteht Interesse das Wissen und die Erfahrungen hier auszutauschen? In den diversen Modellbauforen ist das üblich (no secrets).

    Bei einer Änderung des Rakes von 0° auf 4° ändert sich am Lift so gut wie gar nichts. Aber der Trimm sehr wohl, und dadurch kann das Brett eben freier laufen.

    Bei einer Änderung des Rakes von 0° auf 60° änder sich der Lift natürlich, er ist nur mehr halb so groß.

    evtl. würde es sich auch anbieten einen eigenen bereich anzulegen, finnenbau, Daten, download etc - dann hätte das etwas nachhaltigkeit

    Währe dabei.

    Bei den Franzosen gibt's zB auch eine Site mit vielen Rocker-Linien. Warum hier nicht auch was für Finnen?