Posts by robi

    NCX fahre ich in den Grössen 5.5 , 6.5 und 8.0 , für mich tolle Segel. Bin weit davon entfernt, ein Experte zu sein, glaube jedoch schon gehört zu haben, dass nicht alle CC Masten den Flex gleich verteilt haben, zB Pryde mehr Flex im Top. Die beiden kleineren Grössen fahre ich mit MauiSails-Masten, die ein vergleichsweise hartes Top haben. Ich finde, die Masten passen perfekt. Das 5.5er mit einem 400er RDM 100, das 6.5er mit einem 430er SDM 100. Für das 8.0er (19er Modell) habe ich den passenden Severne 490er SDM 100.

    Ich gehe mit Hifly666 einig, dass aufgrund deines Beschriebs deine Masten ein zu weiches Top besitzen. Ich würde zumindest mal den 490er in das 8.0er stecken, evtl. verringert sich dadurch das Looseleech.

    Meine Erfahrung:

    Singlefin zu Twinser: Plus an Grip in Turns, Twins sind viel lebendiger, minus an Topspeed

    Abstand der Twinser-Boxes: Je näher zueinander, desto mehr gleicht sich das Fahrverhalten einer Singlefin - Variante an. Wenn man einen Quad in TwinserSetup fährt und die gleiche Lebendigkeit erwartet, liegen da die hinteren Boxes zu nahe beieinander. Köster widerlegt jedoch diese Meinung :/ aber der ist halt in einer gaaaaanz anderen Liga


    Für dich würde sich evtl. folgende Variante eignen: stabile Boxes (Minituttles sind nicht tief genug) als Thruster-Sidefin einbauen, damit die Eignung als Twinser und als Thruster mit der Singlefinkonfiguration abgleichen. Dazu brauchst du jedoch verschiedenste Finnen. Könnte ein kostspieliger Versuch werden...

    Hallo Patrick


    Ohne Anspruch auf wissenschaftlich erhärtete Richtigkeit hier meine Meinung dazu:

    Da ich meine Boards ja selber baue, habe ich mit verschiedenen Twinser-Konfigurationen experimentiert. Grundsätzlich stimmt für mich die Regel: je näher die beiden Kästen zueinander eingebaut werden, desto weniger Toe-in (Anstellwinkel) braucht es. Bei zB 14cm Distanz reichen max. 2 mm Unterschied zwischen vorderem und hinterem Mas der Finboxes, ergibt gemäss K4 Toe-in Rechner 0,4°

    https://www.k4fins.com/fin-toe-angle-calculator/

    Viel näher zueinander würde ich bei einem Twinser die Boxen nicht setzen, da sich durch mögliche Verwirbelungen die Fins gegenseitig beeinträchtigen. Die überwiegende Mehrzahl der Serienbords haben jedoch keinen oder fast keinen Anstellwinkel.

    Bei meinem vorletzten Waveboard habe ich die Finboxes im maximalen Abstand eingebaut:DSC02365.jpeg

    Die Centerlines der Boxen liegen vorne 189mm auseinander, hinten 200mm, entspricht einem Anstellwinkel von 2,25°

    Da der Wasserabfluss an der Gleitfläche immer seitlich von der Längsrichtung abweicht, sich mit zunehmender Wassertiefe jedoch immer mehr einer Parallele zur Centerline annähert (Bouke schätzt dies auf ca 15cm Wassertiefe unterhalb der Gleitfläche), habe ich mir zusätzlich vertwistete Fins gebastelt.DSC_0144.jpeg

    Mittlerweile habe ich an die 15 verschiedene Finnenpaare gebaut, alle vorgetwistet, unterschiedliche Längen und Outlines, einige asymmetrisch und mit verschiedenem Flex experimentiert. Die beiden auf dem Bild sind 17cm lang. Bin überzeugt, dass die grosse Distanz der beiden Fins wesentlich zu dem für mich positiven Fahrverhalten des Boards beitragen.

    Ob du dies alles auf dein Freerideboard übertragen kannst und welche Vorteile im Fahrverhalten zu erwarten wären?

    Dazu müsstest du die Masse deines Boards, v.a. auch das Mass one Foot off (Boardbreite bei 30cm) berücksichtigen und dir den Einsatzbereich gut überlegen. Aus der Ferne betrachtet finde ich eine Singlefin in einem Freerideboard passend. Andere Variante wäre eine Thrusteranordnung, dabei die Boxen der Sidefins ebenfalls anstellen.


    Grüsse

    Robi

    War letzten Herbst ca. 6 mal auf dem Wasser mit dem Foil, bin ja noch der totale Foil-Anfänger mit den entsprechenden Schwierigkeiten, ein fundiertes Feedback geben zu können. Und ja, die Mastfussposition habe ich variiert, Position auf ca. 125cm vom Heck hat bis jetzt am besten gepasst, was aber eine vorläufige Einschätzung ist. Ich habe mir kürzlich ein 7er Foilglide zugelegt, welches sicher noch einmal weitere Anpassungen erfordern wird. Bin selber gespannt und warte sehnlichst auf wärmere Temperaturen...

    Hier ein Bild vom letzten Sept.:

    IMG_2346.jpg

    - 0,4 ist dann definitiv zu viel Unterdruck, wenn zusätzlich die Temperatur zu hoch ist. Ist mir auch schon beim Aufbringen des Airex auf die Gleitfläche bei gleichzeitigem Heizen passiert.

    Ansonsten: top Ergebnis, Bravo!


    Gruss

    Robi

    Mein 7er Foilglide inkl. passendem Mast konnte ich gestern im Surfshop abholen. Der Shop darf bei uns in CH zwar erst nächste Woche öffnen, mit Voranmeldung und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen hat das Abholen jedoch geklappt.

    DSC04671.jpeg

    Ich sehe die Situation in der Schweiz in der Arroganz des Wohlstands begründet.

    Im Großen und Ganzen ist es das überall...

    Als (auch) Schweizer sehe ich ein anderes Grundproblem:

    Unser kleinräumiges Denken und Handeln (Reagieren) mag in "normalen" Zeiten mehr oder weniger funktionieren, in einer Pandemie versagt dieses System kläglich, wie Figura zeigt. Beispiel: bei uns entscheiden Kantonsregierungen über die Schliessung von Skigebieten. Die Innerschweizer, deren Regierungen in ihren Kantonen das Skifahren eingestellt haben und welche bei Prachtsverhältnissen wie heute auf die Piste möchten, fahren zu uns ins Berner Oberland, ins Wallis, ins Bündnerland usw. Die Pervertierung des "Kontakte-Vermeidens".

    Wir müssten viel grossräumigere Strategien verfolgen und den "Demokratie-Löffel" für eine bestimmte Zeit abgeben. Nach meiner Überzeugung müsste europaweit konsequent für eine überblickbare Zeit alles heruntergefahren werden und so dem Virus den Boden unter den Füssen weggezogen werden. Kann man mittlerweile sogar von Ökonomen lesen, viele Gesundheits-Wissenschafter fordern dies ja schon lange. So wie das bei uns momentan im schweizerischen Mikrokosmos angegangen wird, führt das unweigerlich von einer Massnahme zur nächsten, jeder möchte "sein Süppchen" am Kochen halten. Es ist wie beim Milchkochen: sobald die Sauce steigt, Pfanne vom Herd nehmen, warten bis sich das Niveau genügend abgesenkt hat und dann Pfanne wieder auf den Herd stellen...bis zur Herdenimmunität via Impfung.


    Grüsse

    Robi


    PS So sieht es momentan aus: https://panocam.skiline.cc/lauberhorn

    Der Ausschnitt der Starterbar beim Lauberhorn-Start ist seit gestern verpixelt, wohl, damit man den Dichtestress nicht sieht;)

    wenn ich das richtig gerechnet habe, (1m2 x 3mm x Dichte Pappelsperrholz 0,35) gibt ca. 1kg pro Seite, damit bin ich immer noch klar unterhalb der knapp 7 kg meines Doubles. Gewogen habe ich allerdings jeweils erst das gepackte Paket.

    Ich habe zwar einen flugzeugtauglichen Double-Bag mit Rollen und Polsterung (DaKine, knapp 7kg netto), brauche den jedoch kaum noch. Ich packe meine Boards in einen übergrossen Daylight und lege oben und unten ein passend gesägtes 3mm Pappelsperrholz auf. So ist es sicher verpackt (an die Rails Neo und Badetücher tapen) und geht im Gewicht immer durch. Segel wickle ich stets straff rund um die Masten. Habe so schon lange keine Probleme mehr gehabt. (Ausser Rissen am BoardbagX()


    Gruss

    Robi

    das nenn ich mal einen werdegang! was würdest du schätzen, wie viel an investitionskosten hat man rein für die benötigten maschinen und werkzeug welche man zum custom board bau braucht? schleifgeräte, vakuumpumpe, etc...

    Oops, jetzt sind wir deutlich Off-Topic:/

    Du brauchst für ein Sandwichboard:

    - Raum zum Arbeiten mit (zusätzlich) gutem seitlichen Licht, es wird Staub und Dämpfe geben, deshalb wenn möglich mit Luftabzug und beheizbar

    - Schutzmaterial: Staub- und Atemmaske (wie die Autolackierer haben, FFP2 oder3 reicht nicht ;)), Wegwerf-Handschuhe (z.B. aus dem Medizinalbereich)

    - Werkzeuge/Geräte: Vakuumpumpe, Oberfräse, Bohrmaschine, Winkelschleifer, evtl. Excenterschleifer und Elektrohandhobel (kann durch Surformhobel ersetzt werden), Kompressor und Spritzpistole, Digitalwaage auf 1/10g genau, weiteres übliches Handwerkzeug

    - Selber angefertigte Schleifklötze, z.B zum Schleifen von Konkaven, idealerweise einen Shape-Bock

    Wie gross da die Kosten dafür ausfallen, ist schwierig zu sagen, bei euch in Germany ist alles deutlich günstiger, auf Ebay oder ähnlichen Plattformen noch einmal weniger kostspielig.

    Es schaut nach viel aus und zumindest am Anfang braucht es schon ein bisschen Mut, sich in dieses Abenteuer zu stürzen. Andererseits: es ist für mich immer noch ein spezieller Moment, das erste Mal mit dem neuen Selbstgebauten zu wassern.


    Grüsse

    Robi

    beneidenswerte fähigkeiten die du da hast! wie lange baust du schon boards und mit welchen mitteln bzw. welchen umständen? vielleicht werde ich mich irgendwann auch mal ran wagen! größten respekt für diese handwerkliche meisterleistung!!!

    Hallo Choco


    Danke für die Blumen. Mein erster Eigenbau entstand im Winter 1982 / 83, 330*70, Thruster, Kern mit 2K PU-Schaum zusammengeklebte Styrodurplatten, normal laminiert mit Epoxy, Gleitfläche 2 Lagen, Deck 3 Lagen Glas 160g/m2, war 12,5 kg "leicht" und den damals noch deutlich schwereren Serienbords überlegen. Ich hatte in dieser Zeit mein letztes Serienboard, einen Klepper S5, der mit dem fetten grünen Pintail-Heck (Wenn der Surfer knapp mittelmässig ist, muss er dies mit besserem Material ausgleichen:P)

    Zwischenzeitlich sind pro Jahr zwischen 1 - 4 Neubauten entstanden, habe sie nicht gezählt, es dürften so zwischen 60 - 70 Boards sein. Die Technologie hat sich seither stark gewandelt, mit dem Bau von Sandwichboards zu Beginn der 90er z.B. der Einsatz einer Vakuumpumpe. Ich würde mich nicht als handwerklich besonders begabt bezeichnen, höchstens oberer Durchschnitt, aber nach so langer Zeit sammelt sich schon ein bisschen Erfahrung an. Zudem gibt es im Netz unwahrscheinlich hilfreiche Seiten, welche für Anfänger und manchmal auch noch für mich eine wahre Goldgrube sind. Mein klarer Favorit ist dabei "le guide du petit shapeur amateur" ist zwar in französischer Sprache, aber die Videos von Antoine sind weitestgehend selbsterklärend.


    Grüsse

    Robi

    DSC04645_autoscaled.jpgDSC04646_autoscaled.jpgDSC04647_autoscaled.jpg


    Die Lockdown- ,oder wie wir es bei uns handhaben und nennen, die Slowdown-Planke ist fertig. Misst 226*60,5, Singlefin-Freewaver, mit Tuttlebox. So sieht die Freewave-Konfiguration aus mit 27er Fastwave von Select. Die Freeridefinne habe ich noch nicht, soll mein Lieblingsstachel für ruppigere Bedingungen, eine Tectonics Falcon in 32cm werden.

    Gleitfläche ist ein dezentes Doppelkonkav, plane Stelle von 30 - 75cm vom Heck, 7mm Rocker

    Jetzt ist vorerst mal Warten angesagt, freue mich schon jetzt auf den Frühling:)


    Grüsse

    Robi

    Kannst du mir bitte eine ungefähre Angabe zum Thixo geben. Ist wohl die beste Lösung die Einsaugtiefe halbwegs zu kontrollieren. Bei deinem Furnierboard hast du ja mit Baumwollflocken gespachtelt, wäre das vlt. eine bessere Lösung als MB zu benutzen? Also Harz+ Baumwoll+ thixo?

    Sorry für die fülle der Fragen!

    Hallo Andi


    So genau kann ich dir dies nicht sagen. Ich spachtle zuerst das Airex. Dabei ist das Harz-Balloons-Gemisch recht dünnflüssig, wie warmer Honig. Nachher gebe ich in das Gefäss zusätzlich das Thixotropiermittel dazu, wird in etwa im Verhältnis 2 :1 (Micro : Thixo) liegen. Die Masse ist dann deutlich dickflüssiger, sollte sich jedoch noch gut auf dem Styropor verspachteln lassen. Zu den Harzmengen: ich mische in etwa Gewebegewicht x 1,5 an, das ist meistens etwas zuviel, wobei nicht alle Gewebe gleich viel Harz pro Gewichtseinheit "saufen".

    Baumwollflocken geben zusätzliche Stabilität, vergrössern jedoch das Volumen nicht spürbar, d.h. die Dichte der Spachtelmasse ist damit etwas höher. Für ein "normales" Sandwich nehme ich keine Flocken.

    @ Michael: Ist mir bis dato ca. 3 mal passiert und zwar ausschliesslich in der Gleitfläche. Ist meiner Meinung nach nebst der Bauweise und der flexenden Fläche wohl abhängig vom Einsatzbereich und Fahrstil. Das PVC Sandwich hat jeweils auf dem Styropor gehalten, der Styro ist in einer Tiefe von ca 2 cm in sich gebrochen. Ein Profi (auch aus FUE;)) hat mir mal erklärt, dies sei bei seinen Boards auch schon passiert und liege an schlechter Styro-Qualität, einfach Pech sozusagen.

    @ Andy: Ich stringere meine Blanks immer (Waveboards mit Glas, Slalomboards mit Carbon). Bei den Waveboards kommen die beiden zusätzlichen T-Stringer in die Mitte der beiden Boardhälften.


    Grundsätzlich bin ich mittlerweile deutlich weniger sparsam mit dem Auftragen von Harz. Meine Boards wäge ich nicht nach jedem Bauschritt, dies mit der Absicht, um nicht aus übertriebenem Gewichts-"Wahn" ein Wegwerfprodukt zu bauen.