Posts by robi

    wenn ich das richtig gerechnet habe, (1m2 x 3mm x Dichte Pappelsperrholz 0,35) gibt ca. 1kg pro Seite, damit bin ich immer noch klar unterhalb der knapp 7 kg meines Doubles. Gewogen habe ich allerdings jeweils erst das gepackte Paket.

    Ich habe zwar einen flugzeugtauglichen Double-Bag mit Rollen und Polsterung (DaKine, knapp 7kg netto), brauche den jedoch kaum noch. Ich packe meine Boards in einen übergrossen Daylight und lege oben und unten ein passend gesägtes 3mm Pappelsperrholz auf. So ist es sicher verpackt (an die Rails Neo und Badetücher tapen) und geht im Gewicht immer durch. Segel wickle ich stets straff rund um die Masten. Habe so schon lange keine Probleme mehr gehabt. (Ausser Rissen am BoardbagX()


    Gruss

    Robi

    das nenn ich mal einen werdegang! was würdest du schätzen, wie viel an investitionskosten hat man rein für die benötigten maschinen und werkzeug welche man zum custom board bau braucht? schleifgeräte, vakuumpumpe, etc...

    Oops, jetzt sind wir deutlich Off-Topic:/

    Du brauchst für ein Sandwichboard:

    - Raum zum Arbeiten mit (zusätzlich) gutem seitlichen Licht, es wird Staub und Dämpfe geben, deshalb wenn möglich mit Luftabzug und beheizbar

    - Schutzmaterial: Staub- und Atemmaske (wie die Autolackierer haben, FFP2 oder3 reicht nicht ;)), Wegwerf-Handschuhe (z.B. aus dem Medizinalbereich)

    - Werkzeuge/Geräte: Vakuumpumpe, Oberfräse, Bohrmaschine, Winkelschleifer, evtl. Excenterschleifer und Elektrohandhobel (kann durch Surformhobel ersetzt werden), Kompressor und Spritzpistole, Digitalwaage auf 1/10g genau, weiteres übliches Handwerkzeug

    - Selber angefertigte Schleifklötze, z.B zum Schleifen von Konkaven, idealerweise einen Shape-Bock

    Wie gross da die Kosten dafür ausfallen, ist schwierig zu sagen, bei euch in Germany ist alles deutlich günstiger, auf Ebay oder ähnlichen Plattformen noch einmal weniger kostspielig.

    Es schaut nach viel aus und zumindest am Anfang braucht es schon ein bisschen Mut, sich in dieses Abenteuer zu stürzen. Andererseits: es ist für mich immer noch ein spezieller Moment, das erste Mal mit dem neuen Selbstgebauten zu wassern.


    Grüsse

    Robi

    beneidenswerte fähigkeiten die du da hast! wie lange baust du schon boards und mit welchen mitteln bzw. welchen umständen? vielleicht werde ich mich irgendwann auch mal ran wagen! größten respekt für diese handwerkliche meisterleistung!!!

    Hallo Choco


    Danke für die Blumen. Mein erster Eigenbau entstand im Winter 1982 / 83, 330*70, Thruster, Kern mit 2K PU-Schaum zusammengeklebte Styrodurplatten, normal laminiert mit Epoxy, Gleitfläche 2 Lagen, Deck 3 Lagen Glas 160g/m2, war 12,5 kg "leicht" und den damals noch deutlich schwereren Serienbords überlegen. Ich hatte in dieser Zeit mein letztes Serienboard, einen Klepper S5, der mit dem fetten grünen Pintail-Heck (Wenn der Surfer knapp mittelmässig ist, muss er dies mit besserem Material ausgleichen:P)

    Zwischenzeitlich sind pro Jahr zwischen 1 - 4 Neubauten entstanden, habe sie nicht gezählt, es dürften so zwischen 60 - 70 Boards sein. Die Technologie hat sich seither stark gewandelt, mit dem Bau von Sandwichboards zu Beginn der 90er z.B. der Einsatz einer Vakuumpumpe. Ich würde mich nicht als handwerklich besonders begabt bezeichnen, höchstens oberer Durchschnitt, aber nach so langer Zeit sammelt sich schon ein bisschen Erfahrung an. Zudem gibt es im Netz unwahrscheinlich hilfreiche Seiten, welche für Anfänger und manchmal auch noch für mich eine wahre Goldgrube sind. Mein klarer Favorit ist dabei "le guide du petit shapeur amateur" ist zwar in französischer Sprache, aber die Videos von Antoine sind weitestgehend selbsterklärend.


    Grüsse

    Robi

    DSC04645_autoscaled.jpgDSC04646_autoscaled.jpgDSC04647_autoscaled.jpg


    Die Lockdown- ,oder wie wir es bei uns handhaben und nennen, die Slowdown-Planke ist fertig. Misst 226*60,5, Singlefin-Freewaver, mit Tuttlebox. So sieht die Freewave-Konfiguration aus mit 27er Fastwave von Select. Die Freeridefinne habe ich noch nicht, soll mein Lieblingsstachel für ruppigere Bedingungen, eine Tectonics Falcon in 32cm werden.

    Gleitfläche ist ein dezentes Doppelkonkav, plane Stelle von 30 - 75cm vom Heck, 7mm Rocker

    Jetzt ist vorerst mal Warten angesagt, freue mich schon jetzt auf den Frühling:)


    Grüsse

    Robi

    Kannst du mir bitte eine ungefähre Angabe zum Thixo geben. Ist wohl die beste Lösung die Einsaugtiefe halbwegs zu kontrollieren. Bei deinem Furnierboard hast du ja mit Baumwollflocken gespachtelt, wäre das vlt. eine bessere Lösung als MB zu benutzen? Also Harz+ Baumwoll+ thixo?

    Sorry für die fülle der Fragen!

    Hallo Andi


    So genau kann ich dir dies nicht sagen. Ich spachtle zuerst das Airex. Dabei ist das Harz-Balloons-Gemisch recht dünnflüssig, wie warmer Honig. Nachher gebe ich in das Gefäss zusätzlich das Thixotropiermittel dazu, wird in etwa im Verhältnis 2 :1 (Micro : Thixo) liegen. Die Masse ist dann deutlich dickflüssiger, sollte sich jedoch noch gut auf dem Styropor verspachteln lassen. Zu den Harzmengen: ich mische in etwa Gewebegewicht x 1,5 an, das ist meistens etwas zuviel, wobei nicht alle Gewebe gleich viel Harz pro Gewichtseinheit "saufen".

    Baumwollflocken geben zusätzliche Stabilität, vergrössern jedoch das Volumen nicht spürbar, d.h. die Dichte der Spachtelmasse ist damit etwas höher. Für ein "normales" Sandwich nehme ich keine Flocken.

    @ Michael: Ist mir bis dato ca. 3 mal passiert und zwar ausschliesslich in der Gleitfläche. Ist meiner Meinung nach nebst der Bauweise und der flexenden Fläche wohl abhängig vom Einsatzbereich und Fahrstil. Das PVC Sandwich hat jeweils auf dem Styropor gehalten, der Styro ist in einer Tiefe von ca 2 cm in sich gebrochen. Ein Profi (auch aus FUE;)) hat mir mal erklärt, dies sei bei seinen Boards auch schon passiert und liege an schlechter Styro-Qualität, einfach Pech sozusagen.

    @ Andy: Ich stringere meine Blanks immer (Waveboards mit Glas, Slalomboards mit Carbon). Bei den Waveboards kommen die beiden zusätzlichen T-Stringer in die Mitte der beiden Boardhälften.


    Grundsätzlich bin ich mittlerweile deutlich weniger sparsam mit dem Auftragen von Harz. Meine Boards wäge ich nicht nach jedem Bauschritt, dies mit der Absicht, um nicht aus übertriebenem Gewichts-"Wahn" ein Wegwerfprodukt zu bauen.

    Ich laminiere das innere Laminat inzwischen wie folgt:

    - Blank und Airex staubfrei machen

    - Harz - Microballoons nicht allzu dickflüssig anmischen und Airex (70.75) einspachteln

    - Harz-Microballoons-Gemisch mit ein bisschen Thixotropiermittel andicken und Blank spachteln

    - Gewebe auf Plastik laminieren und mittels Kartonrolle auf den Blank übertragen und mit Spachtel glatt streichen und andrücken

    - Airex auflegen per Tape fixieren und vakuumieren


    Um allfällige Delaminationen auch innerhalb des Styros zu minimieren, mache ich zusätzlich in der Gleitfläche ca. 5cm tiefe Einschnitte (ab 40cm von Heck bis ca 180), in welche ich getränktes Laminat mit dem Spachtel hineinstopfe.


    Grüsse

    Robi

    Corona- / Lockdown-konformes Verhalten: ab in die Shapebude, da trägt man ohnehin stets Schutzausrüstung und kann auch die sonstigen Hygieneregeln locker einhalten;)

    Hier mein Neues, soeben aus dem Vakuumsack gepellt und Abreissgewebe entfernt. Wird ein Freewaver 227*60,5 , Singlefin (wieder einmal). Hat auch aussenliegende Schlaufenpositionen fürs Freeriden. (rote Punkte sind die Streichholzköpfe in den Schlaufenplugs)DSC04643_autoscaled.jpg

    Soviel ich verstanden habe, wurden weitere Läufe aus Sicherheitsgründen abgesagt und durch einen Sprungcontest ersetzt:

    https://www.windsurfjournal.co…nane-le-jump-contest,8465

    Hallo Jan

    Was würdest du denn ändern an einem Nachfolge-Shape? Nur Länge und Breite? Oder gibt es noch andere Dinge, welche dir als nicht optimal aufgefallen sind?

    Nach etwa einem halben Dutzend Sessions mit Anfänger-Flügen (inkl. den obligaten Abstürzen^^) auf meinem Selbstbau ist mir Folgendes aufgefallen:

    - Ich bringe das Board bei erstaunlich wenig Wind auf die Stelzen, mit 6.5 bereits in der 1. Etage, wenn ich mit normaler Finnenplanke und 8er noch gar nicht versuchen würde mich ins Gleiten zu pumpen. Der grosse Frontflügel erzeugt reichlich Auftrieb.

    - Das Board stimmt für mich bezüglich Volumen und Grösse. Ich kann trotz der geringen Länge problemlos wenden. Geht gefühlt mit grossem 8er- Segel fast noch besser als mit dem 5er.

    - Habe die vorderen Schlaufen nun in die vorderste Position gesetzt, evtl. werde ich noch eine zusätzliche Reihe weiter aussen und nach vorne ausgerichtet einbauen. (zuerst aber weitere Erfahrungen sammeln, ist ohnehin eine Winter-Arbeit)

    - Ich habe den Segeln anfänglich zu wenig Looseleach verpasst, in der falschen Annahme, es brauche einen absoluten Schwachwindtrimm. Die Folge waren das anfänglich zahlreiche Overfoiling, weil sich zu viel Druck auf dem Achterliek entwickelte und ich auch falsch reagierte.

    - Das Foilen hat mich gepackt. Es ist etwas Neues und spannend. Ich bereue fast ein wenig, nicht schon vor ein paar Jahren ein solches Teil gebaut zu haben.

    - Ich überlege mir, für die nächste Saison ein spezielles Foilsegel zu erwerben (z.B. FoilGlide). Ich könnte mich dann von meinem 8er inkl. 490er Mast trennen.


    Grüsse

    Robi

    Noch kleiner Nachtrag: Vom Esquinzo bis Gorriones musst du nun via Ausfahrt Costa Calma oeste fahren. Die Autobahn erlaubt zwar höhere Geschwindigkeit, als Surfer bist du in dieser Gegend jedoch der Verlierer: durch die Umwege hat man deutlich längerX(