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Wenn überpowert - kleinerer Frontwing oder kleineres Segel?

  • galileo
  • 17. April 2024 um 10:35
  • galileo
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    • 17. April 2024 um 10:35
    • #1

    Hallo,

    Letzten Herbst am Gardasee hatte es mehrere Tage einen etwas uneinheitlichen Nordwind. Oberhalb von Malcesine waren die ersten 500m fast kein Wind, dann 500m guter Wind für meine Kombi mit NP Flight V8 in 5.0 und Sabfoil 800 mit 840cm2 Fläche bei 88kg Körpergewicht. Und dann kamen 500m auf welchen ich komplett überpowert war. Konnte entweder nur stark Höhe ziehen oder das Brett immer wieder auftischen lassen um Speed rauszunehmen und nicht abzufliegen. Mastfuss war entsprechend nach vorne verschoben, der Stab schon auf etwas mehr Abtrieb geshimmed. Irgendwo geht halt nicht mehr sonst wird es komplett unharmonisch. (Ja, noch längere Trapeztampen wären gut - fahre bis 34 - noch länger muss ich mir erst erarbeiten.)

    Was wäre Eure Wahl bei solchen Bedingungen - kleineres Foilsegel oder kleinerer Frontwing? Bin eher so Freeride/Freerace mäßig unterwegs. Kein Racing oder Freestyle.

    Ach ja, hab mal kurz mein 4.7 Combat verwendet aber das hatte in den "low Wind" Bereichen viel zu wenig Zug und fühlte ich auch nicht mehr stimmig an

    Danke

    Christian

  • thesurfer1999
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    • 17. April 2024 um 10:56
    • #2

    Hallo Christian.

    Ich handle das folgendermassen:

    1. das Segel ist nicht mehr zu kontrollieren und wird unstabil-> kleineres Segel

    2.das Setup insgesamt ist nicht kontrollierbar und ich kann meine gewünschten Kurse nicht fahren oder und habe zu viel Lift aufm Foil

    -> kleineren Wing


    Gruss

  • Jaxblckk
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    • 17. April 2024 um 11:11
    • #3
    Zitat von thesurfer1999

    Hallo Christian.

    Ich handle das folgendermassen:

    1. das Segel ist nicht mehr zu kontrollieren und wird unstabil-> kleineres Segel

    2.das Setup insgesamt ist nicht kontrollierbar und ich kann meine gewünschten Kurse nicht fahren oder und habe zu viel Lift aufm Foil

    -> kleineren Wing


    Gruss

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    Stimme ich zu.

    Freerace oder Race macht nicht so einen riesen Unterschied wie man denkt. Freeride dagegen schon, da steht man ja gerade drauf. Braucht man keine langen Tampen.

    Bei Freerace und Race willst du definitiv lange Tampen um die Böhen für Speed mit zu nehmen, allerdings ist 800cm^2 schon viel bei "starkem" Wind.

    Ab dem Moment, in dem es dich einfach mit dem Segel hebt würde ich kleiner fahren. Sonst wird man einfach viel langsamer.

    Wenn du allerdings super drin hängst und du aus den Schlaufen musst um die Nase unten zu halten würde ich den Frontwing tauschen.

  • cad184
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    • 17. April 2024 um 16:49
    • #4

    Ich bin da auch noch nicht so erfahren, foile seit letzter 1,5 Saisonen, habe aber heuer zu Ostern am Gardasee erstmals vermehrt den kleineren Wing (650 statt 800/900cm²) genutzt und war erstaunt wie gut der eigentlich gleitet. Man muss das Board etwas mehr auf Geschwindigkeit bringen zum abheben, Halsen sind schwieriger, aber in der Luft ist der kleine Wing einfacher zu kontrollieren und schneller.

    Bin meist mit 8,0 Segel gefahren. Für mich die Erkenntnis: so rasch es geht auf kleineren wing wechseln (Ausnahme man will viel Upwind fahren, wo man die Power braucht) oder hat viele Windlöcher und eher das Segel größer wählen als umgekehrt (großer wing und kleines Segel). Sobald man permanent eher zu viel Zug/Power vom Segel hat, auch auf kleineres Segel wechseln, ist schneller.

    Ist eine Umstellung vom Slalomsurfen, wo man eher immer überpowert fährt.

  • galileo
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    • 17. April 2024 um 20:55
    • #5

    Vielen Dank für Eure Antworten! Das hilft mir.

    Dann werde ich meine Frontwings wohl noch um einen 650 cm2 Frontwing ergänzen.

    VG

    Christian

  • cad184
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    • 17. April 2024 um 21:13
    • #6

    Ich fahre auch sabfoil und unter dem 800 er den 740 er wing.

    Noch zum Setup. Mastfuß vor bringt Kontrolle, kann aber auch dazu führen, dass in der Bö dir das Segel die Boardnase zu sehr runter drückt. Dann muss der Mastfuß etwas zurück.

    Bei zunehmendem Wind stellt man den Stabi eher flacher, um den Auftrieb zu reduzieren. Sabfoil verkauft nur shims, um den Stabi steiler zu stellen, (für mehr lift) ich hab mir von einem Forumskollegen shims drucken lassen, mit denen man den Stabi zum depowern flacher stellen kann. Fahre den 800 er mit 0,5 Grad und den 740 er mit 0,5 bis 1 Grad flacher ( mit der 105 Race Fuselage)

    Welche fuse hast du. Die 1010 oder 1003 kraken fuse hat den Stabi von Haus aus steiler als die Race Fuselage, da würde ich eher noch mehr auf depowern shimmen.

    Es hängt halt echt viel vom Setup ab, da muss man viel ausprobieren bis es passt.

  • galileo
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    • 18. April 2024 um 10:39
    • #7

    Hallo cad184,

    ich fahre die 1003 Kraken mit dem 800-er wing normalerweise mit dem 1 Grad Shim für weniger Lift.

    DIe Sabfoil Shims hab ich am Ende um einen halben Zentimeter gekürzt - damit nichts übersteht - und nutze sie um 180 Grad gedreht immer nur für weniger Lift. (Schon witzig - da überschlägt sich Sabfoil permanent mit Neuerungen aber Shims für weniger Lift schaffen sie nicht)

    Danke für den Hinweis mit den Grad Einstellungen der Fuselages selbst. Gerade nochmal nachgesehen. Die Red Devil hat -1.5 Grad, die !003K hat -2.3 Grad. Und Ja, mit den Shims werde ich nochmal rangehen. Ist aber echt nicht einfach gerade wenn die Bedingungen immer schwankend sind den besten Kompromiss zu finden.

    Welchen Stabilizer fährst Du mit dem 740 er?

  • cad184
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    • 18. April 2024 um 17:16
    • #8

    Ich fahre den 399 er, habe auch mal bei Sabfoil angefragt und die haben den als am besten passend empfohlen.

    Der User T36, von dem ich das foil gekauft habe hat glaube ich den kleineren 370 er Stab genutzt, den aber dann etwas auf mehr Power geshimt.

    Ja wechselnde Bedingungen sind schwierig um ein Setup zu finden. Das macht man idealerweise, wenn konstanten Wind hat und selbst dann ist es nicht ganz einfach...

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