Posts by Teichi

    Vor einigen Tagen waren wir zu zweit für eine Woche in Viganj, hier mein Eindruck und Vergleich zu Bol (mit Bol meine ich den Spot an der Surfstation Aktive Bol):

    Ich fand es unglaublich, wie viele Windsurfer es in Viganj gibt. Ich hab mal zwischendurch über 200 Windsurfer auf dem Wasser(!) gezählt und da war grad die Regatta nicht draußen. Natürlich verteilt sich das über einen großen Bereich, aber vor den Surfschulen ist es doch schon sehr voll. Das Wasser ist total zerfahren. Entspannt mit dem Foil Höhe laufen und Halsen trainieren ist schon nervig, da man permanent schauen muss, ob Platz ist. Außerdem nimmt der Wind zur anderen Uferseite hin ab, sodass man nicht den ganzen Platz ausnutzen kann. Wahrscheinlich ist es aber mit der der Regatta extremer als normal, da diese ja auch einiges an Platz braucht. Um einen Parkplatz zu kriegen muss man dort recht früh sein (vor 10 Uhr) oder Glück haben.

    Richtig gut hat mir jedoch der Einstieg ca 500 m westlich gefallen. Dort ist viel weniger los und das Wasser ist flacher und nicht zerfahren. Hier steht ein Apartment nach dem anderem am Wasser, wo man das Surfmaterial in Garagen und auf den Terrassen gelagert sieht :D

    Untergekommen sind wir in Orebic. Für das nächste mal würde ich aber definitiv etwas direkt etwas in Virganj suchen um vom Bett aufs Brett zu kommen, entweder Campen oder mal schauen, ob man so ein Appartement direkt am Wasser mieten kann.

    Der Wind fand ich in Bol besser, dort hatten wir auch ein paar mal stärkeren Wind und ich es war gefühlt weniger böig. Der Wind kam in Viganj auch erst später.

    Meine Freundin fand es als Aufsteigerin (Trapez -Fahren geübt, jetzt kurz vor den ersten Gleitfahrten) in Viganj besser, da es weniger wellig als in Bol ist und man bequemer mit dem Auto direkt ans Wasser kann. In der Pause findet man am Strand eine Platz, um das Material liegen zu lassen, in Bol muss man es aufgrund der sehr steilen Lage eine Etage höher tragen zum ablegen. Außerdem kann man in Viganj wenn man abtreibt an sehr vielen Stellen vernünftig an Land, in Bol kann man erst nen Kilometer später am Goldenen Horn wieder an Land, der Rest der Küste ist einfach viel zu felsig.

    Insgesamt war es sowohl in Bol als auch in Viganj richtig klasse, die Windsicherheit ist schon beeindruckend (zumindest fürs Foil bzw. großen Kram) und bei Sonnenschein ohne Neoprenanzug bei dem Panorama zu surfen macht richtig Spaß :)

    Männers danke für die ganzen Erfahrungsberichte ihr seid spitze 8)

    Teichi wo bist du in Bol untergekommen? Ging dort vom bett aufs brett? Wir überlegen auch nach bol für paar tage bevor nach Viganj :)

    Wir sind in einem Apartment in Bol untergekommen, von Bett aus Brett hat bei uns nicht geklappt.

    Falls du Campen willst kann ich aber das Aloa Camp empfehlen, das ist direkt am Wasser und macht echt einen super Eindruck. Falls man einen der vom Wasser weiter entfernteren Stellplätze bekommt empfiehlt sich aber evt. ein kleiner Karren, da der Campingplatz am Hang liegt und man sehr schnell sehr viele Höhenmeter zum Wasser laufen muss :)

    Von Surfspot und der Atmosphäre fanden wir es dort am angenehmsten, der ist etwas außerhalb und nicht so voll wie in Bol. Generell hat man an den Surfstränden ein Platzproblem, in der Pause sollte man den Kram am besten etwas hoch tragen.

    Die Jungs und Mädels von der dortigen Surfstation fanden wir auch nett und hilfsbereit, die holen auch Leute mit dem Boot raus, falls die nicht zurückkommen. Falls du abtreibst, ist der nächste Spot wo man gescheit rauskommt das Goldene Horn, der Küstenabschnitt dazwischen ist zu felsig, um vernünftig an Land zu gehen.

    Ich bin gerade zum ersten mal in Kroatien auf Brac bei Bol und fahre morgen auch nach Viganj. Die Thermik und soll hier wohl sehr ähnlich sein wie in Viganj. Ich bin echt überrascht, wie windig es hier ist. Hier war die letzten anderthalbwochen jeden Tag Gleitwind, fürs 8,6er hats/hätte für mich mindestens immer gereicht (zwei Tage war Bora, da haben wir dann Pause gemacht, da der an unserem Spot ablandig kommt. Man hätte aber auch auf die andere Seite der Insel fahren können). Meistens wars aber zu groß und ich bin gefoilt. Habe leider nur mein großes Slalomboard dabei, was ich auch zum Foilen nutze. An vielen Tagen ging es auch mit 4,6 oder 3,7 zum Folien.

    Die Slalomfahrer fahren hier meist 7,8 oder 8,6 und seltener 7,0 oder 6,3. Ich ärger mich etwas, dass ich mein 100 L FSW Board nicht mitnehmen konnte, weil es noch in Reparatur ist. Das hätte ich hier an dem Großteil der Tage fahren können.

    Dafür üb ich jetzt fleißig die Foilhalse auch bei mehr Wind :)

    Die Locals meinen, dass das wohl im Sommer hier von den Bedingungen ganz normal ist. Ich glaube, ich komm wieder :)

    Man kann mit jedem Segel lernen, da braucht es kein Kindersegel, schon garnicht bei einem 50 kg Kind.

    Gib ihm was um die 5qm und ein Board, dann fahr mit ihm raus und sag ihm was er machen soll.

    Geduld ist das Wichtigste.

    Geduld ist das Wichtigste, das stimmt. Aber den Rest kann ich so nicht stehenlassen. Das ist ein guter Weg, um Kindern den letzten Spaß am Windsurfen zu nehmen. Das Segel ist einfach zu schwer und groß. Gerade am Anfang fällt das Segel oft ins Wasser, da muss das Segel ohne große Anstrengung herausgezogen werden können. Die kleinen Segel reichen in Verdrängerfahrt vollkommen aus. Es geht viel mehr um die richtige Fahrtechnik. Mit einem großen Segel wird man bei den Bedingungen auch nicht signifikant schneller. Schulungssegel gibt es oft nur bis 5 oder 5,5 qm, das hat halt auch seinen Grund.

    Ich gebe häufiger Windsurfkurse (meist aber Erwachsene) und bei den ersten Surfstunden erhalten erwachsene Anfänger Segel zwischen 3,5 und 5 qm. Damit werden einfach am schnellsten Fortschritte gemacht (es gibt natürlich auch Ausnahmen). Als ich vor einigen Jahren Kinder unterrichtet habe, haben diese Segel zwischen 1 und 3 qm bekommen, nur zur Orientierung. Mit fortschreitendem Fahrkönnen können dann natürlich auch die Segel größer ausgewählt werden.


    Hier wurden schon viele gute Tipps gegeben.

    Ich würde auch schätzen, dass dein Sohn das Segel zu sehr dichtholt und dadurch abtreibt, das ist ein typischer Fehler, gerade bei wenig Wind. Aber aus der Ferne ist das schwer zu beurteilen. Am besten wäre es wohl, wenn du mal einen Surflehrer daraufschauen lässt.


    Der hat mit 8 Jahren schon mal mein 9.2er Cam-Segel aus dem Wasser aufgezogen (was ich ihm dann aber verboten habe).

    Okay das ist krass 8|

    Dann schafft er bestimmt auch etwas größere Segel, aber es geht wie gesagt am Anfang nicht darum, welches Segel man hochziehen kann, sondern welches man ohne viel Kraftanstrengung hochziehen kann.



    Ich hab auch schon gute Erfahrungen gemacht, Surfschüler mit einem Seil abzuschleppen. Gerade wenn sie viel Höhe verloren haben, kann man das Kreuzen ganz gut üben. Oft fehlt es auch einfach an Orientierung auf dem Wasser, da kann es schonmal helfen, konkret zu sehen, welcher Kurs gefahren werden kann und wie es richtig geht. Da hatte ich dann aber auch sehr ähnliches Material wie die Surfschüler, war also nicht zu sehr "übermotorisiert", sodass die Schüler dann auch viel selbst gefahren sind. Vielleicht einfach mal austesten, ob das funktioniert. Aber generell gehört Höhe verlieren am Anfang dazu.


    Wenn ich bei wenig Wind unterrichte, dann fahr ich am liebsten mit dem größtmöglichen Board (ca 220 L) und Segel um die 5 qm. Dann kann man sich am Besten auf die Schüler konzentrieren und fährt auch nicht viel schneller als diese. Und Leichtwindtricks kann man auch am besten damit machen 8)


    Und ganz wichtig: Einfach Spaß auf dem Wasser haben. Der Rest kommt dann irgendwann ganz von selbst. :)

    verkauf dazu noch dein 4.7er Segel, mit dem wirst du wahrscheinlich nie fahren.

    Das würd ich nicht machen, sonst verpasst du doch die windigsten und besten Tage :O

    Aber das kommt natürlich auf deinen Spot an.


    Ich würde mich den Beiträgen zuvor anschließen, such nach einem vergleichsweise schmalen Board mit viel Volumen.

    Den Severne Dyno gibts auch in 125 L, der könnte ebenfalls eine Option sein.

    Am besten wäre es ja, die Boards einmal selbst zu testen, falls du die Möglichkeit hast.

    Eine günstige Alternative sind vielleicht noch ältere gebrauchte Boards, die ja prinzipiell länger und schmaler sind.


    Ich wiege knapp 100 kg ... und mein Lorch mit 130 L geht bei 6 -7 Bft. noch gut zu kontrollieren,

    darüber wirds dann halt stressig.

    Sorry, aber wenn ich so einen Blödsinn lese, muss ich lachen ! Warum schreibt immer irgendjemand so einen Unfug ?

    Ich finde, dass man das nicht einfach über einen Kamm scheren kann. Bei oberen 7 Beaufort Grundwind geb ich dir absolut recht, dass das nicht mehr sinnvoll fahrbar ist. Aber bei bei 24 Knoten Grundwind (und 7er Böen) ist das was anderes. Es kommt auch extrem stark auf das Revier, das Können und auch auf den eigenen Anspruch auf die Fahrweise des Boards an.


    Ich bin häufiger als Surflehrer unterwegs und fahre dann auch ab und zu das Material meiner Surfschüler, um das besser einschätzen zu können. Als Anfänger/Aufsteiger ist es viel einfacher, mit einem (zu) großen Board und (zu) kleinem Segel zu fahren. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass bei 24 Knoten Grundwind ein 150 L Board (aber so 70 bis 75 cm Breite) und ein 4 qm Segel gefahren wird. Unkontrollierbar? Definitiv nicht! Das ist deutlich einfacher zu fahren, als mein 100 L Board und 4,5/5,3 qm Segel, was ich dann fahren würde. Die Boards liegen dann deutlich satter im Wasser (kein freies über die Finne fahren), werden nicht so schnell und sind viel träger und langweiliger zu fahren. Aber für Aufsteiger ist das positiv. Wenn ein Surfschüler nicht mehr klarkommt, dann ist das einfachste Mittel ein größeres Board und/oder ein kleineres Segel. Ein 240 L Schulungsboard mit 3 qm kann da jeder fahren, ist halt nur (für erfahrenere Windsurfer) total langweilig. Aber kontrolliertes Gleiten und Powerhalsen sind mit den 150 L Boards bei den Bedingungen definitiv drin. Richtig schnelles und freies Gleiten sowie Sprünge kann man damit natürlich vergessen.

    Wenn der Wind allerdings auf echte 7 im Grundwind aufdreht, dann wirds für Surfschüler aber einfach zu viel.


    Entscheidend ist allerdings, dass das Wasser (vergleichsweise) flach ist, was durch das große Stehrevier in Makkum kommt, wo wir immer sind. In der Welle würde das hinten und vorne nicht passen.


    Ich selbst fahr aber auch lieber möglichst kleine Boards. Die sind halt viel spaßiger:)

    Hast du vielleicht eine Stelle in einem Video, wo man das gut beobachten kann? (ich hab grad keine Zeit mir das selbst rauszusuchen, die Videos von dem SeilGP-Youtubechannel sind ja über eine Stunde lang 8|


    Zur Fliehkraft aka Zentrifugalkraft aka Trägheitswiderstand: https://de.wikipedia.org/wiki/Zentrifugalkraft

    Und was soll mir der Artikel jetzt sagen? :/

    Die Zentrifugalkraft ist keine "echte" Kraft. Wenn du den Windsurfer aus dem Inertialsystem eines außenstehenden ruhenden Beobachter betrachtest, gibt es keine nach außen wirkende Kraft. Man kann natürlich das System auch aus dem Bezugspunkt des beschleunigten Surfers betrachten, dass macht die Betrachtung meistens aber nur unnötig komplex.

    Wenn wir die Abfallbewegung als Kreisbahn modellieren würden, dann hätten wir allerdings eine ins Kurveninnere gerichtete Zentripetalkraft. Aber die kann die Geschwindigkeit betragsmäßig nicht verändern, da sie per Definition senkrecht auf der Bewegungsrichtung steht. Sie verändert also nur die Richtung des Geschwindigkeitsvektors.

    Der Grund für den Slingshoteffekt müsste meiner Meinung also ein anderer sein, die Zentripetalkraft hat wohl eher nichts direkt damit zu tun.


    Was Andy Laufer in deinem verlinkten Artikel sagt, spricht aber dafür, dass der Slingshot nochmal etwas Geschwindigkeit bringen würde.

    "[Ich gehe danach auf] Speed-Max- Jagd – zirka fünf bis zehn Sekunden Vollgas mit kleinen Slingshots am Ende."

    https://www.surf-magazin.de/fa…interview-mit-andy-laufer


    Ich bin aber noch nicht überzeugt, dass dieser Effekt überhaupt auftritt oder halt nicht doch mit der weniger idealen Wasseroberfläche zu tun hat, die bei den tieferen Downwindkursen auftreten. Mir fehlt halt noch die Erklärung:/

    Die Physik des Windsurfens find ich auch echt spannend (und leider auch ziemlich komplex :D)


    Nils Bach hat ein Video zum Slingshot gemacht, das find ich echt ganz gut.

    https://www.youtube.com/watch?v=sPPZlg1pgvc


    Den potentiell größten Segeldruck und Speed hast Du beim schwungvollen Abfallen a la Slingshot mit bereits hohem Ausgangsspeed

    Den potenziell größten Speed? Gibts da konkrete Messungen oder Beispiele zu?


    So wie ich die Erklärung von Nils verstanden habe und ich das physikalisch verstehe, ist der maximale Topspeed prinzipiell nicht unbedingt beim Slingshot. Die maximale Geschwindigkeit kann prinzipiell beim tiefen Downwind erreicht werden. Wenn ich also aus einem weniger tiefen Downwind- oder gar Halbwindkurs auf den idealen Downwindkurs wechsle, werde ich beschleunigen. Das was man vor allem spürt, ist die starke Beschleunigung in dem Manöver. Habe ich den idealen Kurs erreicht, sollte man so lange weiter beschleunigen, bis der maximale Speed erreicht ist.

    Nils spricht allerdings an, dass in der Praxis der Chop die Geschwindigkeit auf tiefen Raumwindkursen oft sehr reduziert, da man zu stark von hinten auf den Chop stößt. Dadurch kann nur eine kurze Zeit der tiefe Raumwindkurs effektiv gefahren werden, was das Slingshotmanöver dann effektiv werden lässt. Das ist auch gut in 2:04 im Video beobachtbar. Ich denke, dass er einen noch höheren Topspeed fahren könnte, als die 85 km/h im Video, wenn das Wasser entsprechend flach wäre.

    Eine zusätzliche Kraft, die beim Slingshot wirkt, die zu einer höheren Geschwindigkeit als beim (idealen) tiefen Raumwind beiträgt, sehe ich jetzt nicht. Die "Zentrifugalkraft" kann es auf jeden Fall nicht sein, die ist ja garkein echte Kraft :D.


    "Ansonsten fördert abfallen den Speed und das Gleiten." Ich würde daher sagen, dass es präziser wäre zu schreiben: Ein tiefer Raumwindkurs fördert den Speed (und das gleiten). Aber nicht das abfallen an sich.


    Das sind jetzt meine Gedanken dazu. Es kann auch gut sein, dass ich etwas übersehen habe, ich bin auch kein Experte in der Physik des Segeln/Surfens. ^^


    Wie sieht das denn beim Foilen aus? Da spielt die Wasseroberfläche ja eine untergeordnetere Rolle. Wo erreicht ihr da euren Topspeed? Während des Slingshots oder irgendwann danach auf einem geradlinigen tiefen Raumwindkurs?

    Vorhin waren die Finalläufe der Damen und Herren, Sebastian Kördel ist auch im Finale.


    Das Finale der Herren war echt spannend, das lohnt sich wirklich anzusehen!

    Zum Zeitpunkt 1h 17 min und 20 s startet im Stream das Finale.

    https://www.youtube.com/watch?v=FKDpTnk-Mts


    Das Format kannte ich so noch garnicht, ist das komplett neu? Nur 4 Fahrer im Finale, mal was anderes :D

    Insgesamt finde ich die Kursrennen auf dem Foil ziemlich spannend anzusehen. Da krieg ich schon Lust auf Olympia in 3 Jahren!

    Cool, dass du mit deinem 3s so zufrienden bist!

    Das ist natürlich eine Entscheidung, die du treffen must. An sich denke ich, dass du das Rocket weglassen kannst. Ich wechsle von 81 cm breiten Slalomboard auf meinen 100L Freestylewave, für mich passt das super so. Dein Jp SLW ist natürlich nochmal ne Nummer breiter, aber ich glaube, dass der Unterschied nicht so gravierend sein wird, da dein 3s ja auch größer ist.

    Was ich super praktisch finde ist, dass ich mein 6,6er auf beiden Boards noch gut fahren kann und so weniger umriggen muss, sondern einfach nur das Board wechlse.

    Hast du denn schon mal ausgetestet, wie gut das 7,5er auf dem SLW oder gar auf dem 3s funktioniert?

    Du bist ja jetzt super ausgestattet, probier einfach mal aus, ob du den Rocket noch fährst, und welche Kombination für dich noch gut fahrbar sind. Prinzipiell kannst du den Rocket ja auch behalten. Man kann eigentlich nie zu viele Boards haben, nur zu wenig Stauraum ^^

    Die Unis machen es sich aber einfach und sagen „wir machen alles wie gewohnt vor Ort“. Das ist aber absoluter Schwachsinn. Die nächste Welle wird mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen. Da kann man doch direkt im Juni sagen:,,das kommende Wintersemester wird definitiv nicht in Präsenz durchgeführt, die Professoren werden ihre Lehrpläne dementsprechend auf Fernunterricht auslegen.“


    Nein, stattdessen lügt man sich selbst in die Tasche und wundert sich dann im Oktober, dass man ganz überraschend auf Onlinekurse umsteigen muss und durch die kurze Vorbereitungszeit die Qualität des Unterrichts sinkt.


    Warum kann „normal“ an einer Uni nicht online sein?

    Die Unis machen es sich nicht einfach. Ich kann nur für meine Uni sprechen, aber die macht sich gefühlt so viele Gedanken um den Coronaschutz wie keine andere Institution, die ich kenne. Der Coronaschutz geht an vielen Stellen weit über die gesetzlichen Beschränkungen hinaus.

    Aber man muss eben die Vor- und Nachteile abwägen. Und Onlineunterricht hat gewisse Nachteile. Besonders die soziale Komponente mit den Kommilitonen, das Brainstorming im Flur nach der Vorlesung oder das gemeinsame Üben lässt sich in Distanz in der Breite nicht gleichwertig ersetzen.

    Mittlerweile bin ich aus dem Uni-Betrieb schon lange draussen ... gibts sowas eigentl mittlerweile?

    Ja gibt es, bei uns gab es das in manchen Veranstaltungen auch schon vor Corona. Das Prinzip finde ich ziemlich gut. Vorallem kann man langweilige Abschnitte in erhöhter Geschwindigkeit schauen, während man an schwierigen Stellen pausieren oder sich das nochmal anhören kann. Technische Probleme spielen an meiner Uni jetzt eher eine untergeordnete Rolle. Alle Arbeitsmaterialien sind ja soweiso schon seit Jahren in digitalen Lernräumen.

    Viel liegt auch in der eigenen Verantwortung der Dozierenden, es gibt ja relativ viele Möglichkeiten, das Lehrangebot zu gestalten.

    Mir haben Live-Onlinevorlesungen nicht viel gebracht. Mir bringt eine gute Livevorlesung oder eben gut aufbereitetes Marerial zum selbstlernen deutlich mehr. Die soziale Komponente und die Interaktion fehlt einfach.

    Als Unterkunft kann ich, wenn es vom Zeitraum passt, das Camp von JAS Tours empfehlen. Waren 2018 dabei, alles sehr familiär und entspannt organisiert. Die Unterbringung ist dann beim "Camping Capfun Ile des Pêcheurs". Von da kann man auch direkt in den kleinen Etang rein. Wassertiefe für Foil dürfte da aus meiner Erinnerung heraus reichen

    Bei JAS Tours war ich auch mal mit, kann ich auch nur empfehlen.

    Der Spot ist auf jeden Fall Foiltauglich. Nach gefühlt 20 vom Ufer Metern kann man ja auch nicht mehr stehen. Da bin ich selber gefoilt und hab auch andere Foiler gesehen. Auf der anderen Seite des Ufers wird es glaube ich etwas weniger schnell tief, da dann etwas mehr Abstand vom Ufer halten.

    Hallo JochenK,


    Da gibt es auf jeden Fall Unterschiede!


    Die Schulungssegel sind in der Regel deutlich leichter, als ein vergleichbares älteres Wavesegel. Die Wavesegel sind auch dafür ausgelegt, bei 7 Windstärken von einem 90 kg Surfer gesurft zu werden. Die Anfängersegel sind dafür nicht gedacht und können dadurch leichter sein. Es gibt natürlich auch moderne Wavesegel, die sehr leicht sind, das geht dann aber über viel Carbon und einen hohen Preis.


    Als ich angefangen habe zu Windsurfen, hat mich mein Vater erstmal auf sein größtes Board mit seinem kleinsten Segel gestellt (ich glaube 3,9). Ich hatte keine Chance, das Ding aus dem Wasser zu kriegen. Mit einem daraufhin gekauften Kinder-Rigg mit 2,8 qm ging es hingegen super!


    Allein der Unterschied von 3,0 auf 3,7 macht schon einen deutlichen Unterschied. Ich habe auch schon einige Surfkurse gegeben. Da hab ich es häufiger erlebt, dass 0,5 qm an Segelfläche den entscheidenden Unterscheid machen, ob es noch ganz gut läuft oder das Segel zu schwer wird und damit das Surfen zu einem Kraftakt. Man darf nicht vergessen, dass ein Anfänger meist viel häufiger das Segel aus dem Wasser ziehen muss und dies einfach nicht zu anstrengend sein darf.


    Also Windsurfen geht für deine Maus auf jeden Fall, wie ihr ja auch schon herausgefunden habt. Ihr könntet euch überlegen, ein Kinder bzw. Jugendrigg zu kaufen oder euch erstmal entsprechend kleine Segel zu leihen. Wie schon andere geschrieben haben, ist auch die Technik beim Shotstart entscheidend. Gerade am Anfang des Shotstarts sollte man viel Geduld haben und das Wasser erstmal langsam ablaufen lassen. Mit voller Kraft am Segel zu reißen, bringt einen da nicht weiter.

    Es sollte ein vor allem ein Freerideboard sein und kein Slalomboard oder ähnliches. Sonst kannst du ein Board, welches du gebraucht siehst aber nicht einschätzen kannst, einfach googeln oder hier nachfragen, ob das was ist.


    Der Sprung auf 120 bzw. 130 L ist aber zugegeben schon sehr groß, wenn man gerade erst das Surfen angefangen hat und Boards bzw SUPs über 200L gefahren ist. Da werdet ihr euch schon sehr umstellen müssen. Ich würde vorschlagen, dass ihr euch noch ein paar male Boards ausleiht, dann könnt ihr auch austesten, womit ihr noch klar kommt bzw. was euch noch machbar erscheint. Gerade auf nem See wie in Xanten ist es auch nicht verkehrt, ein paar Liter mehr zu haben.

    Aber auf jeden Fall auf die Breite und nicht nur auf die Literzahl achten. Die 120L oder 130L würde ich nur bei modernen breiten Boards für euch in Betracht ziehen (aber auch das wird erstmal wohl klein sein). Wenn die Boards älter und schmaler sind, dann sollten es deutlich mehr Liter sein. Ich würde erstmal nix unter 70 cm Breite kaufen.


    Auf Dauer wirst du noch ein größeres Segel für Xanten brauchen und ein Segel als Zwischengröße für 3,7 und 5,3 ist auch nicht verkehrt. Vorschlag: 3,7 - 4,5 - 5,3 - 6,6 Das lässt sich auch beliebig nach oben erweitern oder es lassen sich auch feinere Segelabstufungen einbauen.

    Ich denke es macht mehr Sinn, solide 10 - 15 Jahre alte Bretter in ebenso solidem Zustand anzuschaffen für 150 € von seriösen Verkäufern, und im Verlauf von zwei Jahren drei, vier Bretter kennenzulernen, und zwar so intensiv wie möglich

    Ich denke auch, dass 10 - 15 Jahre alte Freerideboards bei dem Volumen im guten Zustand prinzipiell auch richtig gut geeignet sind, wenn man am Anfang nicht so viel ausgeben will. Aber für 150 Euro kriegst du die normalerweise nicht, das ist weit unter dem Marktwert. Die Boards sind einfach zu gefragt. 300 Euro wäre noch ein günstiger Preis, realistischer ist aber eher mehr, wenn der Zustand auch gut sein soll und das Board in der Umgebung liegt.


    Ich denke, dass man am Anfang aber nicht ständig Boards wechseln muss. Man muss sich ja auch an die Boards gewöhen und es kommt viel mehr auf die Technik an, als auf kleinere Unterschiede bei den Shapes. Wenn man die Möglichkeit hat, kann man natürlich gerne andere Boards austesten, aber als Anfänger braucht man wirklich keine 4 Boards. Bevor du die Zeit investierst, stundenlang im Internet nach günstigen anderen Boards zu suchen und die dann auch abholen zu fahren, nutzt du die Zeit lieber um aufs Wasser zu kommen. (Außer bei Flaute und wenn du zu viel Zeit und Spaß am Boardsuchen hast, hab ich dann auch gemacht :) )

    Entscheidend ist die Praxis - so viel zu surfen wie möglich - und die Frage wieviel Zeit auf dem Wasser und welche Windverhältnisse auf regulärer Basis realisiert werden können

    Da kann ich nur zustimmen :thumbup::thumbup:

    Ändert sich denn der Druckpunkt beim Übergang vom Dümpeln ins Gleiten? Also dass vielleicht sinnvoll wäre, die Tampen so einzustellen, dass ich zwar nicht mehr besonders entspannt dümpeln kann (Tampen zu weit Richtung Schothorn), es damit aber dafür beim Gleiten besser passt? Werde ich auf jeden Fall bei der nächsten Session noch mal genauer testen... wenn das Board repariert ist.

    Ja der Druckpunkt wandert schon ein ganzes Stück nach hinten, zumindest bei den Segeln, die ich so fahre. Im Eiern sind die Tampen dann nicht optimal, aber da braucht man die ja auch nicht so sehr.

    Ich fahre ab und zu mal auf Surftouren als Trainer mit. Wenn ich dann ein Segel der Surfschüler fahre, sind die Tampen eigentlich immer mindestens eine, oft sogar zwei oder mehr Handbreiten zu nah am Mast für mich. Ich denke das liegt genau dran, dass sie die Tampen im Dümpeln einstellen und wenn sie dann ins Gleiten kommen, sich sowieso noch nicht so stark ins Trapez lehnen und viel aus den Armen machen. Am Anfang ist das Gleiten ja auch noch nicht so kontrolliert (aber natürlich dann der Adrenalinkick!).

    Hey David,

    für mich klingt das klar so, dass die Trapeztampen einfach zu weit vorne sind. Hast du denn mal probiert, die Trapeztampen weiter nach hinten zu schieben?

    Die Trapeztampen dienen ja zur Entlastung der Arme. Wenn ich merke, dass ein Arm in eine Richtung immer ziehen muss und der andere quasi nicht, dann stelle ich die Trapeztampen in Richtung des belasteten Armes um. Ein North Duke habe ich auch in 5,4. Die Markierung für die Trapeztrampen finde ich als grobe Orientierung gut, aber das Feintuning geht nur über das Austesten auf dem Wasser.

    Ich denke nicht, dass das hauptsächlich an den innen liegenden Fußschlaufen liegt. Natürlich kannst du die Fußschlaufen auch mal weiter nach außen montieren. Auf Dauer hast du damit dann mehr Kontrolle und gefühlt kann man das Segel dann schon noch mehr dichtziehen, nur das Hereinkommen ist schwieriger.

    Aber ich bin auch schon länger nicht mehr weit innenliegende Fußschlaufen bei breiten Boards gefahren, vielleicht haben andere da noch Erfahrungen oder Ideen :)