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Beiträge von Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 25. September 2026 um 17:25
    Zitat von Witchcraft Sailboards
    Zitat von blinki-bill

    Ich finde nicht, dass schmalere Boards unbedingt laufruhiger sind. Da spielen andere Shapedetails eine wichtigere Rolle, wie ein V vorn und etwas rundere Kanten bis zur Boardmitte. Und ich bin auch nicht der Meinung -wie Claudio und auch Witchcraft Sailboards , dass da unbedingt auf biegen und brechen ein Wave oder FSW Board mit wenig Volumen ran muss, damit man die Dünngswellen dort schön abreiten kann.

    FSW ist im Grunde genommen auch Freeride. Der Name FSW ist eigentlich auch irreführend. Mit Welle hat das kaum was zu tun außer das manche damit manchmal zwischen kleinen Wellen fahren, bedeutet nicht das die mit der Welle auch was machen. (...) Nur fährt ein FSW in der gleiche Größe, gemütlicher mit eine guten Trifin ohne zu lange Mittelfinne die weiter nach Innenstehende Schlaufen erlauben, mehr Kontrolle bei gleichen oder bessere Höhelaufeigenschaften. (...)
    Mit weiter nach innenstehende Schlaufen kann man mehr gerade auf stehen, entspannter kleinere Segel fahren. Bedeutend einfacheres Halsen.


    Hey Bouke,

    da möchte ich dir 100% zustimmen!

    Und noch ergänzen: Nehmen wir an, ich habe einen Windsurfer, ganz grob auf dem Level, wie ichs Roberts Beiträgen entnommen habe und der würde mir sagen: "Ich hab hier mein Freerideboard, das ich normalerweise fahre und noch ein wenig Geld über für ein neues Board über. Was soll ich zum Unterricht mitbringen, wenns optimal laufen soll? "

    Dann würde ich dem sagen: "Bring deinen Freerider mit und kauf oder von mir aus miete dir ein Freewaveboard mit VGV +20 dazu." Dann würde ich den erstmal über entsprechende Anleitung auf dem Freerider in eine gute Zentrierung bringen. Nicht weil das Board dafür geeigneter ist als ein Freewaver, sondern schlicht, weil er sein Board gut kennt! Da fällt ihm das auf "seinem" Board erstmal leichter. Und dann - wenn man einen otpimalen Lernprozess haben will - würde ich ihn auf das Freewavebaord umsteigen lassen. Weil, mit dem Freewaveboard - du hast das ja schon super argumentiert, warum - die nächsten Lernschritte, nämlich gut kontrollierte Kurvenfahrten mit dem Ziel Speedhalse deutlich, wirklich deutlich besser umsetzbar sind!

    Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 23. September 2026 um 23:50
    Zitat von RobertP

    Ich habe dir die Windrichtung in Orange eingezeichnet

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Der rote Pfeil markiert die Stelle des 180° Winddrehers, der mich beim Dümpeln (der grüne Graph unten im Bild ist die Fahrgeschwindigkeit) vom Brett geholt hat.

    Wie du dem grünen Graph entnehmen kannst war am Anfang der Session etwa 5 Minuten Dümpeln angesagt bis in die Windzone, am ende der Session waren es eher 10, weil sich der Wind noch mehr nach draußen verlagert hatte.

    An dem Tag bin ich 7,0 und das 120l Freemove Brett meiner Frau gefahren. Ein 75kg Surfer der Zeitgleich mit mir draußen war 100l Freewave und 5,3.

    Hey Robert,

    o.k.... danke für deine Ergänzungen! Tatsächlich hatte ich mich gefragt , was die Kurve unten darstellt? Windrichtung draußen auch klar... Ich denke, dass ich jetzt das verstanden habe, was da abgelaufen ist.

    Ich weiß nicht, ob dich das weiter bringt, musst du dann sehen:

    Am Gargano - und das ist klassisch, das läuft an sehr vielen Thermikspots weltweit änlich ab - baut sich der Wind meist erstmal weit draußen in der Dünung auf. Da sieht man draußen dann Schaumkronen (ist bei Nordwind dort oft auch so), nach und nach kommt dieser "windstarke Bereich" immer näher ans Ufer und meistens dreht der Wind dann noch ein klein wenig auflandiger, bis dann auch am Ufer starker Wind herrscht. Dann bleibt der Wind eine gewisse Zeit und dann läuft dieser ganze Prozess wieder rückwärts ab: Am Ufer schwächt der Wind als erstes ab, dreht etwas ablandiger, usw.... bis nur noch weit draußen stärkerer Wind herrscht. Wenn der Wind am Ufer abschwächt und dreht, gibts aber, das ist das Gute, draußen auch schon "Windlöcher". Wichtiger Punkt!

    Dieser Prozess läuft meist so, aber, wie das mit Wetter so ist, nicht zwingend immer. Es kann zum Beispiel sein, dass man den Wind draußen nahen sieht, er kommt dann aber nicht nährer ans Ufer, sondern zieht sich wieder zurück nach draußen und dann wars das den Tag. Und alle am Strand, die teils schon aufgriggt und sich gefreut haben, machen ein langes Gesicht... :rolleyes:... ^^

    Wenn du an so einem - sagen wir - wie oben beschrieben "normalen Tag" jetzt draußen bist und nicht mitbekommst, dass der Wind auf dem Rückzug ist, dann kann tatsächlich passieren, dass du vorn Richtung Ufer schon mit leicht ablandigem, schwachem Wind konfrontiert bist. Das liegt für mich auf der Hand. Ich bin wirklich schon oft, weil ichs draußen in der Brandung völlig im Flow bis zuletzt ausgreizt habe, dann die letzten 100 - 200 Meter mit meinem Zeugs ans Ufer geschwommen (also nicht am Gargano, sondern woanders, aber da war das der gleiche Schnack). Mir war da aber klar, dass ich das riskiere und ich war auf meiner kleinen Schüssel unterwegs.

    Aber deswegen nehm ich nichts Großes, also was mit viel Volumen! Da pass ich entweder besser auf, oder ich schwimme halt... also, so handhabe ich das.

    Aber, ganz klar: Wenn du jetzt wirklich draußen in der Dünung windsurfen willst und der Wind kommt - nehmen wir mal an - an dem besagten Tag nicht weiter rein, sondern bleibt draußen, hast du zwei Optionen:

    1. Du fährst raus, hast in der Dünung alle deine Antennen draußen und sobald der Wind - ich hatte das oben in einem anderen Post beschrieben - dich "warnt", fährst du umgehend an Land, wenn du nicht schwimmen willst.
    2. Oder, du nimmst an solchen, m.E. eher seltenen, irgendwie "unsicheren" Tagen halt das Board mit satt Überschussvolumen.

      Grundsätzlich mehr Volumen zu nehmen, das halte ich für die falsche Strategie. Mich würde das "Mehr" an Volumen stören. Ist aber sicher eine Frage der Perspektive.

      Herzliches Aloha

      Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 23. September 2026 um 23:09
    Zitat von jensemann

    ...Lehrbücher/-videos sind ja schön und gut aber wie es aussieht, wenn man auf dem Wasser versucht das umzusetzen kann ja letztlich nur ein kompetenter "Zuseher" beurteilen/analysieren. Claudio gibst Du denn noch Surf-Unterricht? ...

    Hi Jense,

    sehe ich auch so. Das Beste, was dir passieren kann: Du bekommst Feedback und darauf aufbauend Unterricht von jemandem, der viiiiiel Erfahrung hat und Bewegung gut sehen und beurteilen kann und der die entscheidenden Sachen sieht. Das ist meiner Erfahrung nach eine echte Gabe, die nur wenige haben!

    Ich hab das mit dem Feedback vor langer Zeit mal beim Skifahren im Dialog zwischen einem Fahrtechniktrainer und dem damals jungen, aber schon sehr erfolgreichen Ch. Neureuther beobachtet. Die haben sich gemeinsam ein Video angeschaut, vom Neureuther bei einer seiner Slalom - Trainingsfahrten und das hat der Trainer sehr sehr eingehend analysiert. Der hat den Neureuther dann auf ganz kleine Bewegungseinzelheiten aufmerksam gemacht und vorgeschlagen, da was anders zu machen. Und der Neureuther hat sich da total drauf eingelassen! Das war für den völlig selbstverständlich, weil das ist eben professionell. Anders kommst du da nicht an die Weltspitze. Die haben bestimmt den nächsten Tag gemeinsam am Hang gestanden und der Neureuther hat, um diese Bewegungs - Winzigkeiten zu verändern, Bewegungsaufgaben abgearbeitet. Jede Wette!

    So ähnlich läuft das im besten Fall auch im Windsurfen... ;) .... und da ist die Könnensstufe m.E. völlig egal!

    Deine Frage, ich hole etwas aus, dann wird das nachvollziehbar:

    Ich war mehrere Jahrzehnte Gymnasialehrer (Sport / Bio) und habe mich nebenberuflich als freier Wissenschaftler mit der Bewegungslehre des Windsurfens auseinander gesetzt und dazu zwei Bücher veröffentlicht. Nun bin ich seit diesen August im Ruhestand - den Gymnasiallehrer betreffend - und habe viel Zeit.

    Höchste Priorität hat, dass ich jetzt erstmal sehr deutlich an meiner eigenen Fahrtechnik feilen muss... ich hab da so ein paar Ziele... ;).

    Zitat von eki
    Zitat von Claudio

    Hab zur Aufsteigetechnik mal ein Video veröffentlicht

    Claudio wann kommt die Neuauflage deines Buches raus?

    Wenn Flaute ist, schreibe ich an den Überarbeitungen zur dritten Auflage meines Lehrbuchs, die sind teilweise recht aufwändig, da ist in den vergangenen Jahren so einiges an Erkenntnissen dazu gekommen.

    Eki, ich denke, dass ich das zum Frühling kommenden Jahres hinbekommen sollte, mit der dritten Auflage.

    Zurück zu deiner Frage, Jense:

    Ich erteile wahnsinnig gern Unterricht, insbesondere, wenn die Schüler sehr motiviert sind und es nicht um Noten, sondern tatsächlich um den persönlichen Lernzuwachs geht. Im Kern ist eigentlich nur das sinnvoll! Und am liebsten, wenn es ums Windsurfen geht! Damit fing übrigens mein "Tun" als Lehrer tatsächlich mal an, da war ich 16. Insofern könnte ich mir vorstellen - in irgendeinem, noch nicht zuende gedachten, organisatorischen Rahmen - im Fortgeschrittenenbereich - in allerdings sehr sehr begrenztem Umfang, nochmal als Windsurflehrer / -trainer aktiv zu werden. Mit dem Ziel, wirklich nur sinnvolle Sachen zu machen, also hohe Qualität, mit der ich mich identifizieren kann (!).

    Das ist aber noch völlig offen und eher eine denkbare Option, die, ich denke das ist deutlich geworden, ich mir gut vorstellen kann.

    Herzliches Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 22. September 2026 um 23:48
    Zitat von RobertP
    Zitat von Claudio

    so extrem fällt der Wind da am Gargano von hier auf jetzt nicht runter. Dass draußen fett Gleitwind ist und dann am Ufer null Wind ist, halte ich für ne Übertreibung. Kenne ich da so nicht.

    Ich hänge dir den Screenshot von #36 nochmal an:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    Hey Robert,

    der rote Pfeil soll die Windrichtung anzeigen? Da habe ich Zweifel:

    1. Der "Scirocco", so nennen die Locals ja diesen Wind, weht mehr oder weniger sideshore in diese Bucht, tendenziell mal gaaanz leicht ablandig oder aber an anderen Tagen auch leicht auflandig. Ich beziehe mich auf die Mitte der Bucht! Ausnahmen - die es in der Meterologie immer gibt - bestätigen die Regel.
    2. Schau dir mal den Winkel draußen in der Dünung zwischen deinen Fahrten raus und rein und den eingezeichneten "Windsrichtungspfeil" an! Für meine Begriffe kann das so nicht stimmen. Will sagen: Der Wind kam und kommt da deutlich östlicher als vom Pfeil angezeigt.

      Herzliches Aloha

      Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 22. September 2026 um 23:27
    Zitat von Witchcraft Sailboards
    Zitat von Claudio

    Auch hier stimme ich dir zu! Da werden übrigens fahrtechnische Fehler – von jedem auf jeweils individuelle Weise – kompensiert. Ein m.E. schillerndes Beispiel hat Bouke in seinem Beitrag mit seinem ersten Fallbeispiel beschrieben.

    Zitat von Witchcraft Sailboards

    Ein guten Beispiel dafür war ein Kunde der diesen Sommer für 4 Wochen bei Egli in Sotavento gemietet hat. (...) Aber seine Erfahrungen mit dem Material bei Egli waren problematisch. Mit 3.7 Wind haben die ihn (65kg) ein 95L Freewave gegeben womit er nicht klar kam, mit 105L besser. Und bei weniger Wind kam er gar nicht zu recht mit ein Freeridebrett. (...) Er konnte und wollte oft das Segel nicht voll dichtholen weil es ihn denn mit dem Chop viel zu schnell wurde.

    Der von ihm beschriebene Fahrer steht und fährt sehr wahrscheinlich ((!!) is ne Ferndiagnose, ich müsste das streng genommen mal anschauen können!) deshalb dezentriert auf seinem Board, weils mit der Koordination im Rigghandling deutlich hapert. In Geradeausfahrt, wohlgemerkt! Ist ein Klassiker, übrigens! Der steckt tief in einer fahrtechnischen Sackgasse, was sich dann – wen wunderts – insbesondere unter etwas erschwerten Fahrbedingungen (Chop) zeigt, aber ganz sicher auch bei Glattwasser erkennbar ist. Nur sind bei einfacheren Bedingungen die negativen Konsequenzen für ihn leichter kompensierbar.

    Der Fahrer hat aber Unterricht bekommen. Davon stammen auch seine Drone Videos die er mir geschickt hatte.


    Hi Bouke,

    ich schicke mal eins voraus: Meine Windsurfschule gehörte ganz sicher zu den ersten, die in eine hochwertige Videoanlage investierte (mit Ultra-Zeitlupenfunktion usw.), was damals echt sauteuer war! Aber: Wir hatten das schnell erkannt, dass der Einsatz von Video nur bei ganz wenigen, ausgewählten Lerninhalten von Vorteil für den Lernprozess ist und folglich eben auch für diese Fälle eingesetzt wurde. Video war und ist an bestimmten Stellen bestimmter Lernprozesse tatsächlich äußerst hilfreich! In Bezug auf den größten Teil der Lerninhalte ist der Videoeinsatz völlig ohne Effekt auf den Lernprozess. Und: Videoeinsatz als "Showeffekt" habe ich immer abgelehnt.

    Dem von dir beschriebenen Fahrer hilft das Video für seinen Lernprozess nicht, das ist völlig klar!

    Fazit: Dort an der Schule hats offenkundig für die Investition in teuere Drohnen gereicht, mit sowas kann man ja auch Kunden beeindrucken... !

    Leider sind aber die Lehrer an einer adäquaten Bewegungsanalyse gescheitert und in der Folge an der Erstellung einer auf den Fahrer und seine Bewegungsprobleme zugeschnittenen Didaktik.

    Echt grausam!

    Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 22. September 2026 um 23:06
    Zitat von kaihard
    Zitat von Saru Man

    Ich ziehe Robby Naish vor: Time on water! ( Meine Ergänzung : dann löppt datt... 😁 🤙)

    Time on water ist wichtig, keine Frage. Aber bei vielen, vielen Surfern, die seit Jahren an der Powerhalse rumdoktorn und immer noch nicht durchgleiten, verfestigen sich dadurch nur falsche Bewegungsmuster. Mit ein bisschen Unterricht (ja, auch etwas Theorie) könnte man da viel erreichen, bin ich überzeugt.

    Moin Saru und Kai.

    Es gibt ja Schüler, die man nie mehr vergisst. Ein solcher schrieb sich bei mir mal in den Anfängerkurs ein. Total netter Typ, um die 30. Während er das Anmeldeformular ausfüllte, bemerkte er: "Ich hab letzten Sommer schonmal einen Anfängerkurs an einer anderen Windsurfschule absolviert. Aber wenn ich deine Anfänger zum Ende deines Anfängerkurses sehe, da ist es wohl besser, ich mach den Kurs bei dir nochmal."

    Mich hat der Typ beeindruckt, allein schon aufgrund seines offensichtlich kritisch-reflektierten Blicks auf seine eigenen Fähigkeiten. Er hätte ja auch auf die Idee kommen können, sich für unseren "F1-Kurs" zu interessieren.

    Und ich hab dann gedacht: Der wird sehr schnell unterfordert sein, den werde ich individuell mit Zusatzaufgaben versorgen müssen, was ja kein Problem ist.

    Ja, und dann stellte ich ziemlich verdaddert fest, dass der Mann erkennbar ganz schön Probleme hatte - den Könnensstand betreffend - mit dem Rest des Kurses mitzuhalten!

    Er hatte in der extrem kurzen Zeit eines schlecht angeleiteten Anfängerkurses plus ein paar Stunden Boardmiete gut erkennbar dysfunktionale Bewegungsweisen so deutlich eingeübt, dass dem das in meinem Anfängerkurs defintiv - im Unterschied zu den restlichen, blutigen Anfängern im Kurs - nun im Weg stand.

    Mir wurde an diesem Beispiel bewusst, wie unglaublich wichtig, aber auch wertvoll das ist, als guter (!) Windsurflehrer die Schüler gleich am Anfang beim Versuch, ihre Bewegungsprobleme mit langfristig dysfunktionalen Bewegungsweisen zu "lösen", also beim Versuch, in die "Sackgasse" einzubiegen, gleich auf den "langfrisitig nachhaltigen" Weg zu führen.

    Beispielsweise so: Lehrer: "Hier, schau mal, was ist dein Problem?" Schüler: "...." Lehrer: "O.k.... du hast so gemacht... versuch mal anstatt dessen... so zu machen... mach das mal... wie fühlt sich das an?" Schüler "Funktioniert besser... ist aber echt schwierig" Lehrer: "Super, übe das also so, auch wenns erstmal öfters schief geht... das ist die bessere Lösung... ".

    Fazit: Ich stimme Kai zu: "Time on water" kann ganz schön kontraproduktiv sein...

    Herzliches Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 22. September 2026 um 22:27
    Zitat von Hifly666

    Kann man denn sagen was gute Bedingungen für 4,8er Segel für dich wären, um Kabbelwasser nicht in der Welle?


    Moin HiFly,

    ich möchte deine Frage nicht unbeantwortet lassen, obwohl ich sie wohl letztendlich nicht zu deiner Zufriedenheit beantworten kann.

    Das 4,8er ist mein größtes Wavesegel und ich benutze es ausschließlich in Kombination mit meinem großen Waveboard, ein Asymetrical von Killerfish mit VGV +12. Diese Kombi zielt auf folgende Bedingungen: 3 bis 6 Meter - Wellen / down-the-line.

    Bedeutet: Rausfloaten - gute Welle aussuchen - Abreiten. Manchmal ist der Wind beim Rausfloaten extrem schwach, wenn aber die Wellen recht groß und clean sind und definiert brechen, hast du auf der Welle trotzdem richtig Druck im Segel! Das Rausfahren kann dann allerdings bisweilen ungewollt spannend sein...

    An manchen Tagen gleite ich mit oben genannter Kombi auch beim Rausfahren, das müssen nicht die besseren Tage sein, weil bei "down-the-line" - manche sagen dazu auch "float and surf" - die Wellen meist sehr clean und damit gut abzureiten sind. Wenn der Wind stärker wird, leidet darunter manchmal die Wellenqualität.

    Gaaaanz selten nehm ich das Segel zusammen mit dem großen Waveboard bei Gleitwind und 1,5 bis 2 Meter - Wellen, um ein wenig das Springen zu trainieren.

    Ich bin selten bzw. praktisch nie in Gegenden, wo bei Wind keine Brandung ist. Bei Flachwasser geh ich in der Regel nicht oder wenn, dann eher nur kurz aufs Wasser, insbesondere, wenn ich mich auf einem neuen Board einfahren oder dringend was einüben möchte z.B..

    Wieviel Wind da dann ist? Ich kann das objektiv echt nicht sagen... ?

    Das Thema "Chop" oder "Kabbelwasser" hab ich irgendwie nicht, das spielt für mich merkwürdigerweise keine große Rolle. Kabbel hast du ja auch regelmäßig an Tagen mit großen Wellen! Da sind die Wellentäler oder das Face ja nicht immer, eigentlich eher selten komplett "glattgezogen". Da muss man fahrtechnisch dann eben mit umgehen... so erlebe ich das.

    Ich bin mir nicht sicher, ob das deine Frage beantwortet?

    Aloha

    Claudio

  • Finne für Strömungsreviere

    • Claudio
    • 22. September 2026 um 02:22
    Zitat von Daniel2

    Uralter Thread, aber interessante Frage. Würde mich auch interessieren. Vielleicht ist ja jemand erleuchtet :)

    Moin Daniel,

    das ist tatsächlich eine interessante Frage!

    Die Finnengröße hängt m.E. von der Strömungsrichtung ab!

    Ist die Strömung nach Lee gerichtet, was zumindest in der Brandung meist mehr oder weniger der Fall ist, brauchst du im Vergleich zu einem Revier mit null Strömung eine größere Finne. Ich bin kürzlich in einer Brandung gewindsurft, da hats schon ungewohnt deutlich nach Lee gezogen und ich hab tatsächlich erwogen, dort das nächste Mal zumindest eine meiner beiden größeren Finnen etwas größer zu fahren.

    Aber ich habe auch schon Verhältnisse erlebt, das gabs eine massive (!) Strömung in Richtung Luv. Anders als sonst konnte ich - nach einem längeren Wellenritt - sobald ich wieder aus der Brandung raus in die Dünung gefahren war, gleich wieder zum nächsten Wellenritt ansetzen. Denn der Strömungs-"Lift" hatte mich schon wieder weit genug nach Luv verfrachtet. Bei nach Luv gerichteter Strömung darf die Finne kleiner sein als bei null Strömung.

    Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 22. September 2026 um 01:36
    Zitat von RobertP
    Zitat von Claudio

    fahrtechnischen Problemen prinzipiell das Material in den Blick zu nehmen und in Wechseln / Neuerwerb die Lösung zu suchen

    empfiehlst mir aber dann weiter unten ein

    Zitat von Claudio

    dir ein Freewaveboard mit VGV +15-20 holen kannst

    ein anderes Brett zu kaufen :/

    Moin Robert,

    beachte bitte die Reihenfolge: Ich habe vorgeschlagen, zunächst dein Problem auf fahrtechnischer Ebene zu lösen. Wenn du das machst, kannst du natürlich auch deine Boards ganz normal weiter fahren. nichts spricht dagegen!

    Zitat von RobertP

    das ich Aufgrund des mangelnden Restauftriebs immer ordentlich angepowert fahren muss, damit es nicht nur Stop an go ist.

    Das "Stop and Go" und die Notwendigkeit vollen Segeldrucks sind m.E. vermutlich (!), aber sehr wahrscheinlich auch einem dezentrierten Fahrhabitus geschuldet. Nur zeigt sich das bei weniger Volumen deutlicher!

    Den Erwerb eines Freewaveboards hab ich nicht empfohlen, um dein Problem zu lösen!

    Vielmehr habe ich die Erfahrung gemacht, dass Windsurfer, sobald sie zentriert auf dem Board stehen, großes Interesse und Freude an Kurvenfahrten entwickeln, weil sich das dann plötzlich echt gut anfühlt. Und sie sich dann diesem Interesse entgegen kommenden Boards zuwenden, also Boards, die drehfreudiger sind. Diese Entwicklung hatte ich im Hinterkopf, daher mein Vorschlag "Freewaveboard".

    Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich - damals wie heute - so oft es geht auf Waveboards unterwegs bin. Es geht nicht um Kontrolle! Die Kurvengleitfahrt rockt... ;)

    Aber, das ist nur meine Perspektive auf die Sache...

    Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 22. September 2026 um 01:12
    Zitat von Django
    Zitat von Claudio

    Moin Robert,

    glaub ich dir, dass du den Wasserstart sehr gut drauf hast. Nur dann verstehe ich nicht, weshalb die Schotstarteignung Bedingung ist? Wozu?

    Ich weiß, du hast nicht mich gefragt ... aber soweit ich den Faden richtig in Erinnerung habe, ging es um das Zurückdümpeln mit wenig Wind. Daher ein Board, das auch Schotstart ermöglicht. Klar kann man auch mit wenig Wind einen Wasserstart machen (Unterliek und Mast greifen...) aber das nützt wenig, wenn man dann gleich unter Wasser steht.

    Moin Django,

    so extrem fällt der Wind da am Gargano von hier auf jetzt nicht runter. Dass draußen fett Gleitwind ist und dann am Ufer null Wind ist, halte ich für ne Übertreibung. Kenne ich da so nicht.

    Mast ganz unten und die Gabel, ich würde nicht das Unterliek greifen. Dann dynamisch über den Vorderfuß aufsteigen. Ist bei guter Technik (!) viel einfacher umzusetzen als ein Schotstart. Ich floate mit meiner kleinen Schüssel (VGV +-0) dann - im Extremfall mit der Wasserkante an den Kniekehlen - an den Strand.

    Hab zur Aufsteigetechnik mal ein Video veröffentlicht:

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    Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 22. September 2026 um 00:50
    Zitat von jensemann

    Claudio Durfte letztes Jahr mal einem "Advanced-Training" zusehen wo die Surflehrerin den Beachstart geschult hat, indem sie mit dem vorderen Fuß zuerst auf das Board stolperte. Dieses Beispiel sagt viel über die Unprofessionalität des Windsurfens aus...

    Moin Jense,

    ja, da sprichst mit deiner Kritik einen Zwiespalt an, den ich jedes Mal vor Augen habe, wenn ich empfehle, Windsurfunterricht in Betracht zu ziehen.

    Um das zu verdeutlichen, muss ich etwas ausholen:

    An meiner Windsurfschule gab es beispielsweise einen vierstündigen „Wasserstartkurs“. Im Rahmen dieser vier Einzelstunden erlernten Schüler – immer vier Schüler pro Kurs – den Wasserstart.

    Voraussetzungen:

    1. Ich habe mir die Interessenten vor der Aufnahme in diesen Kurs – wie auch in jeden anderen Fortgeschrittenen- oder Shortboardkurs – zuvor beim Fahren angeschaut. Immer mal wieder mit dem (für den jeweiligen Interessenten unerfreulichen) Ergebnis, dass der jeweils erwünschte Kurs meiner Fahrtechnik-Analyse zufolge nicht der richtige Kurs war. Mit der Zeit hatte ich den Ruf, so wurde mir das mal zugetragen: „Geh zu Claudio, äußere deinen Wunsch… und mach dann den Kurs, den er dir rät“.

    2. Unterricht erfolgte streng nur unter Windbedingungen, die den jeweiligen Lernprozess tatsächlich ermöglichten! Konnte für einzelne Kursteilnehmern, weil deren Urlaub endete, der Kurs nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, wurde der nicht erteilte Kursanteil wieder ausgezahlt. Die meisten kamen dann ein Jahr später wieder, um den Rest des Kurses zu absolvieren.

    95% der Schüler haben – wie versprochen – in der vierten Unterrichtsstunde ihren ersten Wasserstart gemacht. Nicht selten standen solche Schüler ein Jahr später wieder bei mir vor der Tür, um sich für einen „Schlaufeneinsteigerkurs“ einzuschreiben, sinngemäß den Satz auf den Lippen: „Der Wasserstart ist Routine“. Ein kleiner Teil der Schüler brauchte dann aber noch eine weitere, fünfte Stunde Unterricht, um den Wasserstart umzusetzen. Die Stunde gabs natürlich kostenfrei oben drauf, weil ich den Fehler immer bei mir (uns), nicht beim Schüler verortet habe. Die Schüler haben den Fehler in der Regel übrigens immer bei sich gesehen, weil die anderen drei Kursteilnehmer hattens ja – leicht erkennbar – „schnell genug“ gelernt.

    Was ich damit zusammengefasst sagen will: Mir (uns) ging es immer darum, Lernprozesse der Schüler einzuleiten, zu begleiten und abzuschließen (!). Ich komme unten auch diesen Punkt zurück.

    Nachdem ich meine Windsurfschule geschlossen hatte, habe ich, schlichtweg aus Erkenntnisinteresse, in meinen Urlauben immer mal wieder an anderen Windsurfschulen hospitiert. Ich möchte diesen Berufsstand eigentlich nicht so kritisch bewerten, wie ich das jetzt machen. Aber vielleicht bin ich einfach alt genug, um mir das leisten zu können? Jedenfalls kann ich deine Schilderung betreffs der bisweilen auftretenden, desaströsen „Lehrqualität“ mehr als nachvollziehen. An einer Schule am Gardasee hab ich mich dann mal für einen vierstündigen „Wasserstartkurs“ testweise „interessiert“. Ich war erstaunt, dass Vorfahren - zwecks Prüfung, ob ich denn überhaupt für dieses Kursangebot geeignet bin? – nicht erforderlich war. Die für mich naheliegende Frage, was denn dann sei, wenn ich den Wasserstart nach vier Stunden nicht gelernt hätte? Antwort: Dann könne ich eine weitere, also eine fünfte Stunde hinzubuchen. Und dann eine sechste, eine siebte, usw.! Das is ein nettes Geschäftsmodell, dacht ich mir!

    Neuerdings gibt’s Pros, die bieten „Clinics“ oder ähnliches an. Relativ neue Entwicklung, zwecks Aufbesserung der Reisekasse vermutlich. Diese Veranstaltungen finden einiges an Zuspruch! Weil viele Windsurfer irrtümlicherweise denken, wenn jemand selbst auf hohem Niveau Windsurfen kann, kann er Fahrtechnik gut vermitteln.

    Die Pros verfügen allerdings über kein Anleitungswissen, haben von Bewegungslehre, Methodik, Didaktik, Bewegungsanalyse, Biomechanik usw. keine Ahnung. Wie soll es unter deren Anleitung – wie von mir oben beschrieben – zu echten Lernprozessen kommen? Kommt es auch nicht. Es geht um - Zit.: „Tipps“ und „Impulse“, was in der Regel übrigens genau so von vornherein verkündet wird. Kann man natürlich machen, aber für meine Begriffe ist das in Sachen „Windsurfunterricht im Fortgeschrittenenbereich“ eine Fehlentwicklung.

    Der Bedarf nach professioneller Anleitung scheint durchaus zu existieren, es fehlt das kompetente Lehrangebot. Nicht umsonst habe ich in meiner Schule übrigens nur Windsurflehrer eingestellt, die auch Sportstudenten waren oder ein Sportstudium abgeschlossen hatten. Und ich habe die dann entsprechend weiter ausgebildet. Das war aber nicht mehr schwer, weil die bestimmte „Basics“ einfach schon mitgebracht haben.

    Ich möchte aber diesbezüglich aktuell auch positive Beispiele in den Blick nehmen: Mein Lehrbuch wurde von nicht wenigen Windsurflehrern, teilweise Windsurfschulbetreibern erworben. Da besteht also erfreulicherweise Interesse, sich – die eigene Unterrichtsqualität betreffend – weiter zu entwickeln. Was ja auch das Ziel meines Lehrbuchs war und ist.

    Zitat von jensemann

    Unter uns Windsurfern sind ein erschreckend hoher Anteil an Autodidakten, die spätestens seit dem Anfängerkurs nach der Trial- and Errormethode durch ihr weiteres Windsurferleben gewandelt sind -mich ganz klar eingeschlossen - und sich so auch viele Fehlhaltungen antrainiert haben.

    Auch hier stimme ich dir zu! Da werden übrigens fahrtechnische Fehler – von jedem auf jeweils individuelle Weise – kompensiert. Ein m.E. schillerndes Beispiel hat Bouke in seinem Beitrag mit seinem ersten Fallbeispiel beschrieben.

    Zitat von Witchcraft Sailboards

    Ein guten Beispiel dafür war ein Kunde der diesen Sommer für 4 Wochen bei Egli in Sotavento gemietet hat. (...) Aber seine Erfahrungen mit dem Material bei Egli waren problematisch. Mit 3.7 Wind haben die ihn (65kg) ein 95L Freewave gegeben womit er nicht klar kam, mit 105L besser. Und bei weniger Wind kam er gar nicht zu recht mit ein Freeridebrett. (...) Er konnte und wollte oft das Segel nicht voll dichtholen weil es ihn denn mit dem Chop viel zu schnell wurde.

    Der von ihm beschriebene Fahrer steht und fährt sehr wahrscheinlich ((!!) is ne Ferndiagnose, ich müsste das streng genommen mal anschauen können!) deshalb dezentriert auf seinem Board, weils mit der Koordination im Rigghandling deutlich hapert. In Geradeausfahrt, wohlgemerkt! Ist ein Klassiker, übrigens! Der steckt tief in einer fahrtechnischen Sackgasse, was sich dann – wen wunderts – insbesondere unter etwas erschwerten Fahrbedingungen (Chop) zeigt, aber ganz sicher auch bei Glattwasser erkennbar ist. Nur sind bei einfacheren Bedingungen die negativen Konsequenzen für ihn leichter kompensierbar. Eine Ursache solcher Sackgassen habe ich hier thematisiert:

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    Um mich da verständlich zu machen, nehmen wir jetzt mal an, es handelte sich bei Boukes Fallbeispiel nicht um einen Windsurfer, sondern um einen Fahrradfahrer – der beim Überfahren über etwas holprigeren Untergrund über Gleichgewichtsprobleme klagt, aufgrund derer er sich immer wieder mit einem Fuß seitlich am Boden abstützen muss, um nicht zu stürzen. Bouke diskutiert m.E. nun – im übertragenen Sinne – die Spurbreite und Größe der Stützräder, die an das Fahrrad zu bauen seien, zwecks Behebung der Bewegungsprobleme dieses Fahrers. Was ich damit verdeutlichen möchte: Mit der vorgeschlagene „Lösung“ werden Symptomen gelindert, anstatt die Ursache der Probleme in den Blick zu nehmen.

    Die Frage, die für mich im Raum steht ist: In Sotavento – direkt neben dem Verleih – gibt’s ne Windsurfschule. Warum wurde dem Mann nicht vorgeschlagen, dort mal ein paar Stunden Unterricht zu nehmen? Das wäre die definitiv nachhaltige Lösung!

    Und da landen wir wieder bei deiner – sicher teils berechtigten – Kritik, Jense! Weil die Leute dort wahrscheinlich die Ursache der Probleme nicht erkannt haben und vermutlich auch über die Lehrkompetenz nicht verfügen, dem Mann mit entsprechend kompetenten Unterricht punktgenau zu helfen.

    Herzliches Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 21. September 2026 um 17:46
    Zitat von Hifly666

    Claudio, mich würde interessieren welche Segelgrösse du brauchst bei welchem Wind, damit man sich ein Bild davon machen kann wie dezentriert man ist.


    Hallo HiFly,

    danke für die Frage! Das Maß der Dezentrierung grundsätzlich zu objektivieren - also im wissenschaftlichen Sinn - ist ein Ansatz, den ich grundsätzlich befürworte. Nun musst du dir aber klar machen, dass wir es beim Windsurfen mit Systemen zu tun haben. Board, Segel, Fahrer mit ihren jeweiligen Parametern und die Koordination des Fahrers bilden ein System. In Systemen ist - das hat Aristoteles schon erkannt - "Das Ganze mehr als die Summe seiner Teile". Bedeutet: Das Wesentliche in Systemen sind die Wechselbeziehungen zwischen den Teilen des Systems. Daher kann ich über die Größe, also den vermeintlichen Einfluss eines einzelnen Teils auf das System objektiv nicht auf die Verfasstheit des gesamten Systems schließen. Es geht um Einzelheiten, die ich im Gesamten eingebettet beurteilen muss, um Grautöne, Übergänge... absolut nicht über Schwarz-Weiß-Denke. Ich hoffe, das kommt verständlich rüber.

    Das Positive ist: Ich kann das Sehen, was "los" ist, wenn ich einem Windsurfer zuschaue. Um diese Fähigkeit habe ich mich jahrelang bemüht: Viel Erfahrung mit dem der Vermittlung von Bewegung allgemein (im Sportunterricht), beim Windsurfen im Speziellen, mit unterschiedlichsten Fahrern, viel Studium um entscheidende Kenntnisse und - nicht zuletzt - viele Fehler und Irrtümer... ;)

    Was tatsächlich ein Ansatz wäre: zwei Fahrer vor Ort, gleiches Gewicht, Boards, Riggs... einer mit zentrierter, der andere mit m.E. dezentrierter Fahrtechnik. Da würde ich einige Euro zur Wette auf den Tisch legen, was da das Ergebnis ist, also wer da gleitet und wer nicht bei bestimmten Bedingungen.

    Aber wozu? Es ist wie es ist und im Lauf der vielen Jahre, die ich das nun analysiere, ist das aus meiner Sicht aber auch kein Kunststück, das zu erkennen.

    Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 20. September 2026 um 21:19
    Zitat von RobertP
    Zitat von Claudio
    Zitat von RobertP

    Bedingung für mich ist, dass es mindestens 120l hat wegen Schotstarteignung.

    Also, mit Hilfe eines Windsurflehrers den Wasserstart so aufpimpen, dass du daran überhaupt keinen Gedanken mehr verschwenden musst. Auch nicht, wenn der Wind mal überraschend dropt.

    Ich war früher auch Windsurflehrer und kann den Wasserstart sehr gut, das darfst du mir glauben.

    Moin Robert,

    glaub ich dir, dass du den Wasserstart sehr gut drauf hast. Nur dann verstehe ich nicht, weshalb die Schotstarteignung Bedingung ist? Wozu?

    Zitat von RobertP

    Wenn du mit 77kg 4,8 fahren kannst brauche ich mit 100kg ein 7,0er damit ich ins gleiten komme.

    Da möchte ich wirdersprechen: Du brauchst bei gleicher Fahrtechnik und VGV dann ein 6,0er Segel. Grob über den Daumen 0,5m2 Segelfläche mehr pro 10 kg Körpergewicht mehr ist die Formel.

    Zitat von RobertP

    Und dann hat es halt schon solche Wellen, dass sinnvoll Slalom fahren nicht mehr geht.

    Womit ich mich natürlich frage, was du mit "sinnvoll" meinst? Vielleicht wird ja andersrum ein Schuh draus: Ich nehm schon ganz gern meine Waveboards und kein Slalomzeugs mit, wenn ich vorhabe, in Südafrika in 3 bis 5 - Meter - Wellen Windsurfen zu gehen.

    Am Gargano wäre so gesehen dann vielleicht doch ein Freewave- oder Waveboard das Board der Wahl. Man kann es aber - da wäre ich ganz bei dir - auch sportlich nehmen und sagen, ich gehe da Slalom fahren. Weil, da hats ja, abgesehen von ganz wenigen Tagen, keine 4-Meter-Wellen. Dann gehts also wieder um die Fahrtechnik, denn: "geht nicht gibts nicht" - auf dieser Ebene... siehe Slalomwettbewerbe auf Wourldcupebene, die finden regelmäßig in mindestens solchen Bedingungen statt. ;)

    Herzliches Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 20. September 2026 um 20:54
    Zitat von Saru Man

    Was heisst "gut zentriert"?


    Moin Saru,

    die Antwort ist komplex, sprengt hier den Rahmen. Ich versuche das ganz allgemein begreiflich zu machen:

    Wenn du jemanden gut kennst, dann wirst du ihn - auch auf große Entfernungen und sagen wir im Nebel - an seiner Körperhaltung und seinem "Gang" erkennen. Jeder hat in gewisser Weise seinen individuellen "Haltungs- und Ganghabitus" entwickelt, bewegt sich auf bestimmte, für ihn charakteristische Weise. In den Sportwissenschaften spricht diesbezüglich bspw. vom "Bewegungsschema", im Rahmen dessen jemand sich bewegt.

    Ähnlich läuft das bei Bewegungen im Windsurfen ab. Du bewegst dich - und ich beziehe mich hier erstmal einfach nur auf die Geradeausfahrt (!!) - in bestimmter Weise, recht individuell, je nach persönlichen Erfahrungen auf deinem Windsurfboard. Anders als bspw. im Skifahren ist es im Windsurfen unüblich, auch auf höheren Könnensstufen regelmäßig unter Anleitung an seiner Fahrtechnik zu arbeiten. Aufgrund dessen schleichen sich bei den meisten Windsurfern grundlegende fahrtechnische Fehler ein. Das Fundament des Fahrens betreffend! Ich habe das mal empirisch untersucht und kam auf ca. 70% der Shortboardfahrer - die da ganz erhebliche Defizite mit sich rumschleppen. Die stehen, genau genommen bewegen sich, weil es geht ja um koordinative Muster, sehr schlecht balanciert schon in Geradeausfahrt auf ihrem Board - grob "dezentriert". Heute - mit etwas Abstand - schätze ich den Prozentsatz allgemein schlecht zentrierter Shortboardfahrer deutlich höher ein.

    Es gibt klassische Muster dezentrierten Windsurfens und aber auch recht individuelle. Ein klassisches Symptom dezentrierten Fahrens ist bspw., dass man eine große Finne braucht - gegen Spinouts, viel Segelfläche benötigt, um ins Gleiten zu kommen, aber auch das berühmte "Lernplateau". Denn viele erreichen irgendwann einen Punkt, an dem der Lernprozess endet, weil halt das Fundament nicht stimmt... mindestens bestimmte Fertigkeiten betreffend kommen die dann einfach nicht weiter.

    Herzliches Aloha

    Claudio

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 19. September 2026 um 19:19

    P.S.: Ganz vergessen: Wenn du dann mit professioneller Hilfe erfolgreich an deiner Fahrtechnik gefeilt hast, brauchst du "plötzlich" viel weniger Segelfläche, weniger Finnenfläche und weniger Boardvolumen, um ins Gleiten zu kommen und dann kommt die Stelle, wo es Sinn macht, dir ein Freewaveboard mit VGV +15-20 holen kannst. Damit dürftest du dann am Gargano an den guten Tagen gehörig Spaß haben. :)

  • Board für starken Chop / chaotische Welle gesucht, Schwerer Surfer

    • Claudio
    • 19. September 2026 um 19:02
    Zitat von franz s

    Bei 2m tiefen Wellentälern wie am Meer hilft das Board dabei nur noch bedingt. Da ist für mich als Normalsurfer vor allem eine andere Fahrweise gefragt. Also einfach deutlich langsamer gegen die Welle und ggf. mal bisschen Spass beim Springen und abreiten der Dünung.


    Moin Robert,

    Franz deutet einen Perspektivwechsel an, dem ich mich hier - bitte als Vorschlag verstehen (!) - anschließend möchte. Ich kenne das von meinen Schülern sehr gut, bei fahrtechnischen Problemen prinzipiell das Material in den Blick zu nehmen und in Wechseln / Neuerwerb die Lösung zu suchen... Die sind dann immer ganz verblüfft, wie großartig ihr Material mit der richtigen Fahrtechnik funktioniert! Ich würde also wie Franz die "Fahrweise" in den Blick nehmen.

    Also, mit Hilfe eines Windsurflehrers den Wasserstart so aufpimpen, dass du daran überhaupt keinen Gedanken mehr verschwenden musst. Auch nicht, wenn der Wind mal überraschend dropt.

    Dann den "Fahrhabitus" so verändern, dass Chop handhabbbar ist. Deine von dir geschilderten Probleme liegen nicht im Material, sie sind vielmehr über Fahrtechnik gut lösbar! Da würde ich einiges drauf wetten... ;)

    Ich bin mir da ziemlich sicher, weil ich den Gargano sehr gut kenne. Ich habe dort viele Jahre als Windsurflehrer gearbeitet und dort dann noch viele Jahre meine eigene Windsurfschule geführt. Ein Drittel meiner Schülerinnen und Schüler waren Shortboardfahrer. Die hatten manchmal auch Probleme mit den Wellen dort... und es war für mich immer leicht erkennbar, weshalb. Es lag nie am Material... Man muss vielmehr lernen, einfach "gut zentriert" - so nenne ich das - auf dem Board zu stehen und dann kann man im zweiten Schritt lernen, ganz entspannt über die Wellen zu fahren und wellenbedingte Störungen - so nenne ich das -, nenn´ es von mir aus "Chop", gut ausgleichen. Dass am Gargano ungewöhnlich viel "Chop" existiert würde ich bestreiten, das habe ich zumindest anders in Erinnerung... aber das ist sicher auch eine Frage der Perspektive.

    Ich bin dort mit meinen 77 kg an den windigen Tagen meist ein Wavebaord mit VGV +- 0 und 5 m2 oder 4,5 m2 - Segel gefahren. Dann hatte ich noch ein Waveboard mit VGV +15, das ich dann mit meinem größten Wavesegel (5,3 m2) gefahren bin. Das 5,3er hatte damals so viel Vortrieb wie heute mein 4,8er S1 von Severne. Und dann hatte ich für die ganz lauen Tage noch eine Wourldcup-Prototyp-Slalomschüssel, die ich mit nem 6,5er Segel gefahren bin.

    Zu den drehenden Winden am Gargano: Vor Kaltfronten weht der SO-Wind, mit Frontdurchzug dreht der Wind auf Nord, das muss man dann einfach auf dem Schirm haben. Im Internet einfach mal die Wetterkarte checken... man erkennt das aber auch an den Wolken. Und den nachlassenden Wind, was da ja in der Regel thermisch bedingt ist: das Nachlassen erkennt man daran, dass der Wind erstmal böig wird. Will sagen: Der Wind "warnt" dich sozusagen mit "Aussetzern". Wenn du diese "Warnungen" ernst nimmst und dann flott heimfährst, brauchst du auch keine Sorge zu haben, mangels Wasserstart nicht mehr an den Strand zu gelangen. Diese "Aussetzerphase" dauert in der Regel so grob über den Daumen 15 Minuten, dann werden die Aussetzer immer länger.

    Das geht ganz ganz selten mal schief. Also, ich bin da auch mal - mangels Wind -reingeschwommen... über viele viele Jahre zwei Mal. Und beide Male wusste ich, dass es echt kippelig ist, mit dem Wind, da war also auch etwas Leichtsinn im Spiel... :S.

    Bedeutet: Immer nur so weit rausfahren, wie man mit Material wieder reinschwimmen kann. Wenn man den Wind betreffend unsicher wird, fährt man halt nicht mehr ganz so weit raus. Aber das gilt für jedes Revier, also, ich beherzige diese Regel täglich und in jedem Revier, denn, es könnte ja auch - bei noch so gutem Materialcheck - plötzlich am Material was defekt sein... ;)

    Herzliches Aloha

    Claudio

  • Halsentechnik Slalomboard

    • Claudio
    • 19. September 2026 um 18:08
    Zitat von Claudio

    Deshalb lernt man erst die Speedhalse auf einem Wave- oder Freerideboard, dann die beiden anderen Halsentypen. Kein kompetenter Lehrer unternimmt den Versuch, einem Schüler Algebra zu vermitteln, mit dem Wissen, dass der zwei der vier Grundrechenarten nicht beherrscht.


    Moin in die Runde,

    ich muss hier um Entschuldigung bitten für einen Flüchtigkeitsfehler, der mir vor einiger Zeit - siehe oben - unterlaufen ist. Ich meinte Wave- oder Freewaveboard. Ist schon ein wesentlicher Unterschied für den Lehr-Lern-Prozess... :)

    Beste Grüße

    Claudio

  • Halsentechnik Slalomboard

    • Claudio
    • 28. August 2026 um 03:14
    Zitat von franz s
    Zitat von Claudio
    Zitat von dominik49
    Zitat von Claudio
    Zitat von dominik49
    Zitat von Claudio

    Aufwärsbewegung aus Luv angeströmt,

    Genau, "aus Luv" ist nämlich in dem Zusammenhang eine völlig nichtssagende Tautologie.

    Moin Dominik,

    die Tautologie hast du produziert, indem du einem meiner Sätze vier Worte in einer Weise entnommen hast, die den Sinnzusammenhang nicht berücksichtigt.

    Ich verkürze mal den betreffenden Satz, um den ihm inneliegenden Sinnzusammenhang hervorzuheben: "Wenn er weniger rotiert, wird (...) das Segel für längere Zeiträume während der Aufwärsbewegung aus Luv angeströmt, was mehr Fahrgeschwindigkeit (...) zur Folge hat." Der gesamte Satz siehe unten:

    Zitat von franz s
    Zitat von Claudio

    Wenn er weniger rotiert, wird beispielsweise das Segel für längere Zeiträume sowohl während der Abwärts- als auch in der Aufwärsbewegung aus Luv angeströmt, was mehr Fahrgeschwindigkeit und demzufolge höheren Kantendruck zur Folge hat (siehe 2a).

    Die thematisierte Anströmung meint also offensichtlich die vortriebswirksame Luvanströmung, die länger andauern würde, wenn die Rotation weniger stark wäre! Ich gebe dir teilweise recht, indem ich hier nun mit dem Wort "vortriebswirksam" das betone, was gemeint und eigentlich dem Satz entnehmbar ist. So wäre aber vielleicht klarer geworden, worum es mir geht.

    (Nebenbei: Fachsprache, die fälschlicherweise immer mal wieder auf Ablehnung stößt, dient - wie an diesem Beispiel deutlich wird - der Präzisierung dessen, was gemeint ist. Sie hilft, das Gedachte auf den Punkt zu bringen und präzisiert letztendlich das Denken. Das ist mir in Bezug auf die Bewegungslehre des Windsurfens ein ehrliches Anliegen, weshalb ich viele neue Fachbegriffe in die Diskussion eingebracht habe.)

    Neben vortriebswirksamen Anströmungen aus Luv gibt es vortriebsunwirksame Anströmungen aus Luv, aber auch andere, worauf Frontloop71 aufmerksam gemacht hatte, was Franz treffend wie folgt beschreibt:

    Zitat von franz s

    ... hilft sich Cucchi dabei mit dem Wind von der anderen Seite .. das habe ich so auch noch nie wahrgenommen.

    Denn je nach Fahrsituation - bedingt durch Fahrgeschwindigkeit, Material und/oder Fahrtechnik - kommt der relative Wind durchgängig aus Luv oder phasenweise funktional, funktionslos oder aber auch dysfunktional aus Lee. Dass die im Zitat beschriebene Anströmung dysfunktional ist, hatte ich schon angedeutet. Sie bremst die Fahrt, was da sicher nicht zielführend ist.

    Herzliches Aloha

    Claudio

  • Halsentechnik Slalomboard

    • Claudio
    • 27. August 2026 um 19:17
    Zitat von Claudio

    Im Rahmen dessen wird die Speedhalse bei günstigen Bedingungen voll durchgeglitten Schlaufe zu Schlaufe gefahren, aber eben nur unter günstigen Bedingungen. Das meine ich mit Speedhalse.

    P.S.:

    Ich präzisiere hier nochmal kurz meine Aussage: Die "günstigen Bedingungen" sind bezogen auf "Schlaufe zu Schlaufe" gemeint. Je nach Bewegungssituation setze ich den neuen Vorderfuß sonst auch erstmal neben die Schlaufe. Voll durchgeglitten sollte die Speedhalse in aller Regel natürlich schon sein.

  • Halsentechnik Slalomboard

    • Claudio
    • 27. August 2026 um 18:43
    Zitat von franz s

    Meinem Verständni nach sind Powerhalse, Speedhalse, Carve Jibe unterschiedlich Begriffe für ein und dasselbe Manöver. Darübe hinaus gibt es noch Attribute wie gestanden und durchgeglitten (fully planing), ...

    Moin in die Runde,

    ich sehe da schon Unterschiede. Die "Powerhalse" bspw. wird, je nach Publikation (Zeitschrift / Windsurfschule), oft gleichgesetzt mit dem, was ich in #66 4a und/oder 4b beschrieben habe.

    Es gibt auf dem Shortboard neben Spezialformen der Halse (Duck Jibe, Snapjibe usw.) - ich möchte aber deutlich betonen, dass das nur meine Meinung ist - nur drei Halsen, die man in dieser Halsenkategorie vermitteln bzw. als Lernziel anstreben sollte: Speedhalse, Race-Jibe, Lay-Down-Jibe, und zwar genau in dieser Reihenfolge! Ich betone ja immer, dass in der Fähigkeit des der Bewegungssituation angepassten Fahrens eine wesentliche fahrtechnische Qualität liegt. Im Rahmen dessen wird die Speedhalse bei günstigen Bedingungen voll durchgeglitten Schlaufe zu Schlaufe gefahren, aber eben nur unter günstigen Bedingungen. Das meine ich mit Speedhalse. Das Erlernen der Speedhalse sollte - sehr wichtig - auf Wave/Freeride-Boards mit mittleren Segelgrößen erfolgen. Die Speedhalse kann man zwar auch auf anderen Boards, also bspw. Slalomboards fahren. Auf diesen Boards sind aber die beiden anderen Halsentypen im Vergleich zur Speedhalse zwar koordinativ schwieriger, aber, wenn man die Koordination beherrscht, funktional passender.

    Der Speedhalsenkurs umfasst bei mir übrigens 6 Einzelstunden, dann ist die Speedhalse im Groben gelernt. Bedeutet: Die Schüler gleiten in der 6. Stunde auch nach dem Schiften weiter. Was ich damit sagen will: Das ist mit kompetenter Anleitung eigentlich keine Raketenwissenschaft!

    Mit dem Erlernen der "Powerhalse" oder ähnlichen Halsenformen werden Bewegungsmuster erworben, die dem in der Zukunft liegenden Erlernen der Speedhalse im Weg stehen. Das habe ich aus diesen Gründen schon vor Jahrzehnten gut begründet abgelehnt.

    Zitat von blinki-bill

    SL Boards sind nicht "nicht so sehr" auf die Speedhalse sondern überhaupt nicht dafür ausgelegt.

    Definitv nicht nur nicht für die Speedhalse (siehe oben), sondern auch nicht für die funktional passende Race-Jibe nicht! Slalomboards sind konzipiert für optimale Beschleunigung und maximale Endgeschwindigkeit. Der Manager eines Boardproduzenten hat auf die Frage, dass sich deren Slalomboards ja ziemlich schwierig halsen lassen, sinngemäß mal geantwortet: "Dafür werden die Profis gut bezahlt, dass sie das irgendwie hinbekommen."

    Deshalb lernt man erst die Speedhalse auf einem Wave- oder Freerideboard, dann die beiden anderen Halsentypen. Kein kompetenter Lehrer unternimmt den Versuch, einem Schüler Algebra zu vermitteln, mit dem Wissen, dass der zwei der vier Grundrechenarten nicht beherrscht.

    Zitat von dominik49

    Ja stimmt, so kann man das auch sehen.

    Mir war der Punkt wichtig, dass die von Claudio geschilderten Halsen nicht unbedingt mit unseren regelmäßigen Erfahrungswelten (Freerace, Slalom) übereinstimmen.

    Ich weiß nicht, auf welche Schilderungen du dich hier beziehst, aber wenn ich von einer Laydown-Jibe spreche, meine ich fahrtechnisch das, was auf Slalom- oder Raceboards gut funktioniert, was man aber - dem Prinzip nach und leicht variiert - übrigens auch auf dem Waveboard, unter dann einfacheren Bedingungen fahren kann. Die grundlegenden Bewegungsprinzipien sind die gleichen.

    Wenn du das meinst, was ich in 4a und 4b beschrieben habe: Ich habe beschrieben, was ich seit Jahrzehnten bei der überwiegenden Mehrheit der Shortboardfahrer mehr oder weniger beobachte. Dass ich das nicht für den erfolgversprechenden Lernweg halte, dürfte oben deutlich geworden sein.

    Herzliches Aloha

    Claudio

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